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18.06.2020
10:11
 

Bankgeschichte - N-Ost-algie - Geschäftsaufbau in den neuen Bundesländern

Eine weitere sehrlesenswerte Publikation ist aktuell von der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e.V.erschienen. Der Blick in die Historie des deutschen Branchenprimus ist dabei weiterhin deutlich erfreulicher als die aktuelle Meldungslage aus den Zwillingstürmen. Der aktuelle Rundbrief befasst sich mit dem Aufbau des Geschäfts der Deutschen Bank in den neuen Bundesländern beginnend ab dem Jahr 1989/1990 und kann hier abgerufen werden.

 

Weitere interessante Publikationen zur Geschichte der Deutschen Bank, den handelnden Personen der vergangenen bald 150 Jahre sowie sämtliche Geschäftsberichte seit 1870 als PDF-Dokument sind unter www.bankgeschichte.de verfügbar.

 

Alexander Langhorst

02.06.2020
14:29
 

ZDF info - Dokumentation "Abgezockt! Alexander Falk"

Eine sehenswerte DOKU hat ZDF info jüngst Alexander Falk gewidmet - einst unter den 100 reichsten Deutschen.


Der Erbe des Stadtplan-Verlags zählte zu den 100 reichsten Deutschen. Dann kam der Crash, und er wurde 2008 wegen Bilanzfälschung für vier Jahre inhaftiert. Heute ist er in einen Mordprozess verwickelt. Die ZDFinfo-Dokumentation zeichnet seinen Fall nach.

Die Wild-West-Zeit der New Economy

Es ist der wohl tiefste Sturz eines Unternehmers, den die New Economy einst nach oben gebracht hatte. Gemeinsam mit Zeitzeugen und Experten blickt die Dokumentation zurück auf die Wild-West-Zeit der New Economy und ihre Auswirkungen bis zum heutigen Tag.

Zu Wort kommt unter anderen Martin Spieler: Der Börsenmoderator bei TeleZüri hat Falks Aufstieg über Jahre eng begleitet und unzählige TV-Interviews mit dem ehemaligen Unternehmer geführt. Der Anwalt und frühere Aktionärsschützer Johann-Christoph Rudin berichtet, wie er das erste Verfahren gegen Falk Anfang der 2000er-Jahre erlebt hat – es war sein Hinweis an die Börsenaufsicht, die Falk ins Visier der Ermittler brachte. Der frühere Investmentbanker Rainer Voss blickt im Gespräch zurück in die Zeit, die Falk groß gemacht hat, und erklärt, welche Euphorie die New Economy beherrscht hatte.


Die Dokumenatation ist in der ZDF Mediathek über den folgenden Link abrufbar.

Alexander Langhorst

23.04.2020
12:12
 

SdK ruft Aktionäre der insolventen Euromicron AG zur Interessensbündelung auf

Aus gegebenem Anlass weisen wir hier auf einen Aufruf der SdK zur insolventen Euromicron AG hin:


SdK ruft Aktionäre der insolventen Euromicron AG zur Interessensbündelung auf

Der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) plant, mögliche Schadensersatzansprüche von Aktionären der insolventen Euromicron AG gegenüber Organen der Gesellschaft wegen Pflichtverletzungen prüfen zu lassen und organisiert hierfür ein gemeinsames Vorgehen geschädigter Aktionäre.

Euromicron hatte am 10.12.2019 ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt, nachdem u.a. vorangegangene Verhandlungen über einen Überbrückungskredit gescheitert waren. Der Antrag erfolgte völlig überraschend. Noch im Sommer 2019 hatte die Gesellschaft zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt, wodurch die Funkwerk AG eine Beteiligung in Höhe von 15,36 % erwarb. Drei Tage nach der Insolvenzanmeldung wurde die Vorstandssprecherin abberufen, obwohl sie ohnehin spätestens zum 31.03.2020 das Unternehmen verlassen hätte. Daraufhin wurden am 18.12.19 zwei neue Sanierungsvorstände bestellt. Diese konnte jedoch ihre Tätigkeit nicht mehr aufnehmen, da bereits einen Tag später vom Amtsgericht Offenbach die Eigenverwaltung aufgehoben und der Sachwalter Dr. Jan Markus Plathner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde. Wiederum nur einen Tag später, am 20.12.19, hatte die Zech Group der Euromicron AG ein Massedarlehen von 5 Mio. Euro mit einer extrem kurzen Laufzeit bis zum 31.12.2019 zur Verfügung gestellt. Am 23.12.2019 wurde das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet, so dass bereits am 27.12.2019, und somit nur 17 Tage  (!) nach dem Antrag auf das Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung, der Verkauf aller Tochtergesellschaften von Euromicron an die Zech Group erfolgte.  

Laut Angaben der Euromicron AG hat die Zech Group bereits am 10.12.2019 ein Erwerberkonzept vorgelegt. Daher müssen aus Sicht der SdK bereits im Vorfeld umfangreiche Gespräche zwischen der Gesellschaft und der Zech Group stattgefunden haben, ohne dass der Aufsichtsrat über die Gespräche und das Scheitern der Bemühungen um einen Überbrückungskredit informiert war.  Ferner ist es nach Ansicht der SdK höchst verwunderlich, dass die Finanzierungsprobleme auch dem größten Aktionär, der Funkwerk AG, nicht bekannt gewesen waren. Aus Sicht der SdK wäre es naheliegend gewesen, zumindest auch mit dem Großaktionär Gespräche über mögliche Finanzierungsoptionen zu führen.

Die SdK hat daher bei einem Rechtsanwalt eine rechtliche Einschätzung bezüglich möglicher Pflichtverletzungen der Organe in Auftrag gegeben. Nach dessen vorläufiger Einschätzung könnten mehrere mögliche Pflichtverletzungen, insbesondere durch den Vorstand der Euromicron AG, in Frage kommen.

Die SdK ist selbst Aktionärin der Euromicron AG und plant daher ein gemeinsames Vorgehen geschädigter Aktionäre zu organisieren, um anschließend weitere Prüfungshandlungen durch externe Rechtsanwälte in Auftrag zu geben und somit die bestmögliche Wahrung der Interessen der Aktionäre gewährleisten zu können. Dies erscheint nur sinnvoll, wenn sich möglichst viele Aktionäre zusammenschließen. Betroffene Aktionäre werden daher gebeten, sich unter www.sdk.org/euromicron für einen kostenlosen Newsletter anzumelden, über den wir das weitere Vorgehen koordinieren werden. Es ist unter anderem geplant, mögliche Ansprüche zusammen mit einer Prozessfinanzierungsgesellschaft zu verfolgen.  

Ihren betroffenen Mitgliedern steht die SdK darüber hinaus  für Fragen gerne per E-Mail unter info@sdk.org oder unter der Telefonnummer 089 / 2020846-0 zur Verfügung.

München, den 23. April 2020
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Hinweis:
Der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. hält Aktien der Euromicron AG!


Hackenstr. 7b
80331 München

Fon: +49 / 89 / 2020846-0
Fax: +49 / 89 / 2020846-10
E-Mail: info@sdk.org

Vorstandsvorsitzender: Daniel Bauer
Zuständiges Vereinsregister: Amtsgericht München
Vereinsregister-Nummer: VR 202533

Internet:
www.sdk.org
www.anlegerplus.de


Alexander Langhorst

12.04.2020
07:00
 

Frohe Ostern

Wir wünschen allen Kunden, Aktionären und Freunden von GSC Research schöne Feiertage. Genießen Sie die Zeit im Kreise Ihrer Lieben und bleiben Sie gesund.

Ihr GSC Research-Team

31.03.2020
12:31
 

Buch zur Bankgeschichte - Deutsche Bank. Die globale Hausbank 1870-2020

Aktuell ist eine lesenswerte Publikation im Berliner Propyläen Verlag zur Deutschen Bank erschienen. Das Institut - gegründet im Frühjahr 1870 feiert in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag. (Quelle: www.bankgeschichte.de)


"Deutsche Bank. Die globale Hausbank 1870-2020
Berlin: Propyläen Verlag, 2020, 928 Seiten, 218 Abbildungen, ISBN: 978-3-549-10016-5

Zum 150-jährigen Jubiläum haben drei namhafte, unabhängige Wirtschaftshistoriker die Geschichte der Deutschen Bank neu untersucht. Werner Plumpe von der Goethe-Universität in Frankfurt nimmt die Phase der ersten Globalisierung von der Gründung 1870 bis zum Ersten Weltkrieg in den Blick. In dem langen Zeitraum von 1914 und 1989 war unser Geschäft stark von nationalen Rahmenbedingungen geprägt, wie Alexander Nützenadel von der Berliner Humboldt-Universität festgestellt hat. Die in Oxford lehrende Catherine R. Schenk beschreibt erstmals die Entwicklung von der Morgan-Grenfell-Übernahme Ende 1989 bis heute."
 
Mitglieder der Historischen Gesellschaft erhalten ein kostenloses Exemplar! (Mitglied werden - Link )


Weitere interessante Publikationen zur Geschichte der Deutschen Bank, den handelnden Personen der vergangenen bald 150 Jahre sowie sämtliche Geschäftsberichte seit 1870 als PDF-Dokument sind unter www.bankgeschichte.de verfügbar.


Alexander Langhorst

20.03.2020
11:54
 

Coronavirus legt HV-Saison vorerst lahm

Die aktuelle Corona-Lage führt zu flächendeckenden Veranstaltungsverboten, die je nach Bundesland teilweise bis zum 15.06.2020 (Baden-Württemberg) reichen. Dadurch werden in den kommenden Wochen wohl mehrere hundert Hauptversammlungen nicht am vorgesehenen Termin stattfinden können.

In Ermangelung der Versammlung wird jedoch auch kein Beschluss über die etwaige Verwendung des Bilanzgewinns möglich sein, so dass auch die von vielen Anlegern erhofften Dividendenzahlungen zunächst ersteinmal nicht kommen werden.

Einen guten und lesenswerten Überblick über die aktuelle Diskussion um hier Lösungen zu finden, bietet der folgende Beitrag im "manager magazin":

Corona-Krise zerschießt Hauptversammlungssaison Konzerne ohne Beschlüsse - Aktionäre ohne Dividende 

Neben einer kurzfristigen Sonderregelung für dieses Jahr, bietet sich auch ein Blick auf § 59 AktG an. Hier wird die Möglichkeit eingeräumt, in der Satzung festzulegen, dass Vorstand und Aufsichtrat einen Abschlag auf den Bilanzgewinn leisten.

Hier der komplette Gesetzeswortlaut:

§ 59 Abschlagszahlung auf den Bilanzgewinn

(1) Die Satzung kann den Vorstand ermächtigen, nach Ablauf des Geschäftsjahrs auf den voraussichtlichen Bilanzgewinn einen Abschlag an die Aktionäre zu zahlen.

(2) 1Der Vorstand darf einen Abschlag nur zahlen, wenn ein vorläufiger Abschluß für das vergangene Geschäftsjahr einen Jahresüberschuß ergibt. 2Als Abschlag darf höchstens die Hälfte des Betrags gezahlt werden, der von dem Jahresüberschuß nach Abzug der Beträge verbleibt, die nach Gesetz oder Satzung in Gewinnrücklagen einzustellen sind. 3Außerdem darf der Abschlag nicht die Hälfte des vorjährigen Bilanzgewinns übersteigen.

(3) Die Zahlung eines Abschlags bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Natürlich ist eine Verfahrensweise unter Berufung auf § 59 AktG nur möglich wenn dies bereits in der Satzung des Unternehmens verankert ist. Es wäre im Interesse der Anleger sehr wünschenswert, wenn man sich mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Tage und Wochen auf etwaige Wiederholungen solcher Vorfälle einrichtet.

 

Alexander Langhorst

15.01.2020
18:17
 

Das Geheimnis der Freiheit - Fernsehfilm über Berthold Beitz

Eine sehenswerten Fernsehfilm hat die ARD jüngst Berthold Beitz - dem langjährigen "starken Mann" im Krupp-Konzern - gewidmet.

In der Sendungsbeschreibung heißt es: "Wer kennt Berthold Beitz? Immer weniger Menschen. Dabei hat er wie kaum ein anderer die Geschichte Deutschlands geprägt, sei es als führender Industriemanager von Krupp oder als Retter zahlreicher Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus.

Ein Jahrhundertleben, das man in großem Bilderbogen erzählen könnte. Doch das fiktionale Porträt von Beitz wird hier als eindringliche Nahaufnahme, als Duell zwischen zwei ungleichen Männern erzählt: Berthold Beitz, Aufsteiger, Macher, Sonnyboy und Golo Mann, Großbürger, Historiker, zaudernder Melancholiker. Die Begegnungen der beiden in den Jahren 1973 – 1981 im Rahmen eines Buchprojekts, für das der eine den anderen beauftragt, entwickeln sich bald zu einem regelrechten Duell. Wie geht man mit deutscher Vergangenheit, wie mit dem eigenen Erbe um?

Beitz und Mann haben eines gemeinsam: Sie sind Nachfolger. Golo Mann als Sohn des Dichterfürsten, mit seinem gebrochenen Verhältnis zum Vater. Berthold Beitz, als Ziehsohn von Alfried Krupp, dem letzten Stahlkönig, den Beitz verherrlicht und dem er durch ein Buch aus Golo Manns Feder, ein Denkmal setzen möchte. Doch anstelle von Krupp tritt in der Begegnung der beiden allmählich der Auftraggeber selbst ins Zentrum der Betrachtung.

In kaum einer Biografie spiegelt sich die Ambivalenz deutscher Nachkriegsgeschichte deutlicher als in der von Berthold Beitz. Wie kann jemand, der im Nationalsozialismus unzähligen Juden das Leben gerettet hat, in der Bundesrepublik mit den Tätern von damals kooperieren und sie sogar verteidigen? Für Golo Mann ein Rätsel voller Widersprüche, dem er auf den Grund gehen will. "

Der Fernsehfilm ist in der ARD Mediathek über den folgenden Link in der ARD-Mediathek abrufbar.

Alexander Langhorst



29.12.2019
14:52
 

Alles Gute für 2020!

Wir wünschen unseren Kunden, Geschäftspartnern und Anteilseignern einen guten Rutsch und ein gutes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2020.

Das Team von GSC Research

24.12.2019
14:51
 

Frohe Weihnachten

Frohe Stunden und besinnliche Feiertage wünschen wir unseren Kunden, Geschäftspartnern und Anteilseignern zum Weihnachtsfest und für das neue Jahr 2020 alles Gute.

Das Team von GSC Research

22.12.2019
17:32
 

SdK veröffentlicht das "Schwarzbuch Börse 2019"

Die SdK - Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (www.sdk.org) hat jüngst das neue Schwazbuch Börse 2018 veröffentlicht. Interessierten Anlegern empfehlen wir die nachfolgend zitierte Originalpressemitteilung in der auch eine Bezugsmöglichkeit angegeben ist zur Lektüre:


"Der Neue Markt mit seinen unzähligen, vermeintlich vielversprechenden Börsengängen verprellte um die Jahrtausendwende viele Privatanleger. Doch auch in jüngster Zeit enttäuschten die inzwischen weniger zahlreichen Börsenneulinge regelmäßig, wie das diesjährige Schwarzbuch Börse zeigt, in dem auch ein langjähriger Dauerbrenner, die Reich-Gruppe, nicht fehlen darf.

Alljährlich arbeitet das Schwarzbuch Börse der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., das im Rahmen der Publikation AnlegerLand erscheint, die dunklen Seiten des Kapitalmarkts auf. In diesem Jahr wird erneut deutlich, dass es nicht nur junge Unternehmen sind, die den Privatanlegern teils heftige Verluste bescheren, auch etablierte Firmen sorgten 2019 für kleine und größere Skandale.

Das Schwarzbuch Börse beleuchtet undurchsichtige Geschäftspraktiken, verdächtige Bilanzen und mögliche Kursmanipulationen im Detail. Neben Missständen bei einzelnen Gesellschaften befasst sich das Schwarzbuch Börse 2019 mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Bilanzfälschungen und der Bankenkrise.

Viele Zitronen bei den IPOs

Früher vergab die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. im Rahmen des Schwarzbuchs Börse die „IPO-Zitrone“ für missglückte Börsengänge eines Jahres. Mangels IPOs wurde diese Kür mit Beginn der Finanzkrise 2008 eingestellt. Doch man sollte über ein Revival der ungeliebten Auszeichnung nachdenken. Denn Kandidaten dafür gibt es einige.

Die US-amerikanischen Carsharing-Anbieter Lyft und Uber beispielsweise mischen zwar die Taxibranche gehörig auf, am Kapitalmarkt gelang ihnen das bisher aber nicht. Eher im Gegenteil. In Deutschland mussten speziell die Börsenneulinge aus dem Umfeld von Rocket Internet Federn lassen, indem ihr Aktienkurs nach dem IPO teils deutlich absackte (wie einige Jahre zuvor bereits der Kurs von Rocket Internet selbst).

Die unendliche Reich-Geschichte

Die bereits mehrfach behandelte „Reich-Gruppe“ aus Heidenheim lieferte 2019 erneut Stoff für Schlagzeilen, die Erwähnung im diesjährigen Schwarzbuch Börse finden. Eine Durchsuchung auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft München sorgte für Aufsehen, aber auch ein Ausflug ins Rotlichtmilieu: Die „Reich-Gruppe“ ist offenbar im Bordell-Gewerbe tätig, wie in diesem Jahr bekannt wurde.

Bankenkrise, die x-te

Bankenkrise und kein Ende: Die Aktienkurse der beiden deutschen Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank erreichten im Verlauf dieses Jahr neue historische Tiefstkurse: Bei der Deutschen Bank ging es erstmals unter die Marke von 6 Euro, bei der Commerzbank unter 5 Euro.
Im Fall der Deutschen Bank war diese Entwicklung wenig verwunderlich. Das Institut wird dieses Jahr voraussichtlich den fünften Jahresverlust innerhalb der letzten sechs Jahre vorlegen. Und natürlich wurde die Deutsche Bank auch in diesem Jahr wieder vor Gericht gezerrt. Für die Commerzbank lief es nach dem Abstieg in den MDAX nicht wirklich besser. Ihr Börsenwert ist mittlerweile so stark geschrumpft, dass die Bank selbst in dem Mittelstandsindex gemessen an der Marktkapitalisierung nur noch zum Mittelfeld zählt.

Vergiftete Stimmung bei Bayer

Die diesjährige Hauptversammlung der Bayer AG zeigte einen tiefen Graben zwischen Konzernspitze und Aktionären. Die Anteilseigner sehen durch die Monsanto-Übernahme die Zukunft des Traditionskonzerns in Gefahr und verweigerten dem kompletten Vorstand die Entlastung – ein bislang einmaliger Vorgang in der Geschichte der DAX-Hauptversammlungen.

Der SdK-Vorstandsvorsitzende Daniel Bauer sagt dazu: „Eine Nicht-Entlastung hat zwar rechtlich keine unmittelbaren Folgen. Dass Vorstand und Aufsichtsrat von Bayer danach aber sofort zur Tagesordnung übergehen, als wäre nichts gewesen, empfinden wir als respektlos gegenüber den Aktionären.“

Weitere Themen im Schwarzbuch Börse 2019 sind u. a.:

• Dieselgate holt Daimler ein
• VW und TRATON lassen MAN-Aktionäre leiden
• E-Food-Markt verdirbt Delticom-Geschäft
• ÖKO-TEST in der Öko-Krise
• Kurze Halbwertszeit bei SGL-Prognosen

Das Schwarzbuch Börse erscheint als Bestandteil der Sonderausgabe „AnlegerLand 2020“. Es kann kostenpflichtig bei der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. unter info@sdk.org oder unter 089 / 2020846-0 bestellt werden oder für 6,00 Euro an ausgewählten Bahnhofskioskverkaufsstellen in deutschen Großstädten erworben werden.

SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

München, am 21. Dezember 2019

 

Alexander Langhorst

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