Alexander Langhorst  Alexander LanghorstFilter zurücksetzen

12.12.2019
14:24
 

Die Story im Ersten - Der Milliarden-Maurer vom Rhein

Eine sehenswerte Dokumentation hat die ARD jüngst zum Werdegang von Josef Esch ausgestrahlt.

In der Sendungsbeschreibung heißt es "Josef Esch war ein einfacher Polier. Mit List und Geschick schaffte er es bis in die höchsten Höhen des deutschen Geldadels. Für die Satire "Der König von Köln" war seine Geschichte die Vorlage, die nachfolgende Doku liefert Hintergründe."

Alexander Langhorst

07.11.2019
15:38
 

Bankgeschichte - 100. Geburtstag von Wilhelm Guth & 50 Jahre "eurocheque"

Bankgeschichte - 100. Geburtstag von Wilhelm Guth & 50 Jahre "eurocheque"

 

Eine weitere sehrlesenswerte Publikation ist aktuell von der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e.V.erschienen. Der Blick in die Historie des deutschen Branchenprimus ist dabei sicherlich weitaus erfreulicher als die aktuelle Meldungslage aus den Zwillingstürmen. Der aktuelle Rundbrief befasst sich mit zum einen mit der Biographie des früheren Vorstandssprechers Wilhelm Guth anlässlich seines 100. Geburtstages sowie der Einführung des "eurocheques" vor 50 Jahren und kann hier abgerufen werden.

Weitere interessante Publikationen zur Geschichte der Deutschen Bank, den handelnden Personen der vergangenen bald 150 Jahre sowie sämtliche Geschäftsberichte seit 1870 als PDF-Dokument sind unter www.bankgeschichte.de verfügbar.

 

Alexander Langhorst

23.08.2019
10:42
 

Wirtschaftsgeschichte - DOKU - "Der Stahlbaron - Hermann Röchling"

Hier ein Hinweis auf einen sehr sehenswerten Beitrag der ARD mit dem Titel "Der Stahlbaron" der unter diesem Link abrufbar ist.

"Der Film erzählt die Geschichte des skrupellosen Stahlunternehmers Hermann Röchling, dem es immer wieder gelang, zugunsten seines Unternehmens in politische Prozesse einzugreifen. Die Familie Röchling war in der Vergangenheit u.a. auch Hauptaktionär der im MDAX notierten Rheinmetall AG."

 

Alexander Langhorst

02.07.2019
09:17
 

ARD-Doku - "Diesel-Affäre bei Audi hat offenbar weit größere Ausmaße"

Aus gegebenem Anlass ein sehr sehenswerter Beitrag der ARD zur Thematik "Diesel-Affäre" bei der Audi AG, der unter diesem Link abrufbar ist.


Diesel-Affäre bei Audi hat offenbar weit größere Ausmaße

Diesel-Affäre bei Audi hat offenbar weit größere Ausmaße Der Ingolstädter Autobauer Audi hat in der Abgasaffäre offenbar umfassender manipuliert als bislang bekannt. Das haben gemeinsame Recherchen des Bayerischen Rundfunks und des Handelsblatts ergeben. Demnach hat Audi noch bis Anfang 2018 Diesel-Modelle der Abgasnorm Euro-6 verkauft, die nicht nur eine, sondern meist vier unterschiedliche Abschalteinrichtungen nutzen. BR Recherche wertete Tausende von Dokumenten aus, die Informanten den Investigativjournalisten zugespielt hatten. Der Film zur Recherche "Der Fall Audi" wird als "Story im Ersten" am Montag, 1. Juli 2019, um 22:45 Uhr in der ARD ausgestrahlt. Weitere Sendungen in ARD und BR beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema. "Der Fall Audi" ist in der ARD-Mediathek nach Ausstrahlung 12 Monate abrufbar.

Die Filmautoren Arne Meyer-Fünffinger, Josef Streule und Lisa Wreschniok erhielten Einsicht in vertrauliche Protokolle und Präsentationen sowie internen Schriftverkehr. Daraus ergibt sich eine neue, weitaus größere Dimension des Abgasskandals bei Audi. Nach den Recherchen hat Audi noch bis Anfang 2018 Diesel-Modelle der Abgasnorm Euro-6 verkauft, die nicht nur eine, sondern meist vier unterschiedliche Abgasstrategien nutzen. Dadurch sind die Fahrzeuge auf dem Prüfstand sauberer als im Betrieb auf der Straße.

Abschalteinrichtungen auch bei Fahrzeugen von VW und Porsche

Betroffen sind neben verschiedenen Audi-Modellen mit 3.0 und 4.2 Liter-Motoren auch Fahrzeuge der Schwesterunternehmen VW und Porsche. Das geht aus mehreren Bescheiden hervor, die das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) von Oktober 2017 bis Januar 2018 zum Rückruf der betroffenen Dieselautos an die Autohersteller verschickt hat. Die bislang nicht öffentlichen Schreiben an Audi, Porsche und VW liegen dem Bayerischen Rundfunk vor. Sie zeigen: In den Fahrzeugen werden meist vier "Strategien" genutzt, alphabetisch aufgeschlüsselt als "Strategien" A bis D.

Das Kraftfahrt-Bundesamt stuft jeweils nur eine davon, die sogenannte "Aufwärmstrategie" als „unzulässig“ ein. Die anderen "Strategien" kann Audi „freiwillig“ entfernen. Dabei geht aus den Bescheiden hervor, dass die Flensburger Behörde bei den meisten Modellen die "Strategien" nicht selbst technisch geprüft, sondern nach "Aktenlage" entschieden hat. Audi teilt auf Anfrage von BR und Handelsblatt allgemein mit, im Rahmen der technischen Aufklärung der Dieselkrise habe man sich mit dem KBA laufend über die Analyseergebnisse ausgetauscht.

Audi-Fahrer fühlen sich getäuscht, Gutachter kritisiert KBA und Politik

Die Öffentlichkeit wurde bisher durch das dem KBA übergeordnete Bundesverkehrsministerium nur über eine Abschalteinrichtung in den zurückgerufenen Euro-6-Diesel-Modellen von Audi informiert. Audi-Fahrer von betroffenen Fahrzeugen, denen die BR-Reporter den nicht öffentlichen Bescheid gezeigt haben, fühlen sich getäuscht.

Der Jurist Prof. Martin Führ von der Hochschule Darmstadt war Gutachter im Untersuchungsausschuss zum Abgasskandal des Deutschen Bundestages. Er kritisiert das Vorgehen von KBA und Politik, denn es verschaffe Audi womöglich einen großen Vorteil: "Das Unternehmen ist deswegen günstiger gestellt, weil eben nicht klar ausgesprochen ist, dass in vier Fällen ein rechtswidriges Verhalten vorlag, sondern nur in einem. Damit steht man zunächst mal vor den Zivilgerichten günstiger da."

Auf Anfrage von BR und Handelsblatt antwortet das Bundesverkehrsministerium vage, es würden "fortlaufend Fahrzeuge deutscher und internationaler Hersteller untersucht und – falls notwendig – die erforderlichen Maßnahmen durch das KBA konsequent ergriffen".

Ermittelnde Staatsanwaltschaft sah sich zeitweise durch Kraftfahrt-Bundesamt behindert

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt im Dieselskandal bei Audi aktuell gegen 27 Beschuldigte. Aus den vertraulichen Unterlagen zu Audi, die die Filmautoren ausgewertet haben, geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit durch das Kraftfahrt-Bundesamt zwischenzeitlich sogar behindert sah und harte Sanktionen in Aussicht stellte. Konkret hatte ein Staatsanwalt das KBA aufgefordert, bei Erkenntnissen über illegale Abschalteinrichtungen unmittelbar informiert zu werden – noch bevor Audi oder VW informiert werden. Später erfuhr er jedoch aus den Medien, dass das KBA wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung den Rückruf von Audi-Dieselmodellen veranlasst hatte. Daraufhin wandte er sich mehrfach schriftlich an den KBA-Präsidenten und wies darauf hin, "dass eine nur eingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden (…) den Straftatbestand der (mindestens versuchten) Strafvereitelung erfüllen kann".

Der Film "Der Fall Audi" gibt anhand der internen Dokumente auch Einblick, wie die Diesel-Manipulationen bei Audi begannen und welche Rolle die Unternehmenskultur dabei gespielt hat. Ein Insider, der anonym bleiben will, berichtet von großem Druck, der im VW-Konzern herrschte: "Scheitern ist nicht vorgesehen. Das ist keine Option. Und wenn es passiert, sieht jeder zu, dass er es nicht gewesen ist, weil man weiß, was die Konsequenzen für einen persönlich sind. Im Zweifelsfall waren diejenigen nicht mehr lange da."

 

 

Alexander Langhorst

04.06.2019
15:15
 

Squeeze-out Deutsche Immobilien Holding AG – Gericht erhöht Barabfindung von 2,75 Euro je Aktie auf 6,09 Euro je Aktie - Aktionäre müssen Nachbesserung selbst einfordern

Aus gegebenem Anlass weisen wir auf die heutige Mitteilung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) e.V. hin - entgegen der üblichen Usancen müssen ehemalige Aktionäre der Deutsche Immobilien Holding AG die gerichtlich festgesetzte Nachbesserung aus dem jüngst beendeten Spruchverfahren selbst gegenüber der Hauptaktionärin Zech Group GmbH, Bremen geltend machen.

 

Squeeze-out  Deutsche Immobilien Holding AG – Gericht erhöht Barabfindung von 2,75 Euro je Aktie auf 6,09 Euro je Aktie

Ehemalige Aktionäre der Deutschen Immobilien Holding AG müssen jedoch aktiv werden, um die Nachbesserung zu erhalten.

Im dem u.a. von der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. geführten Spruchverfahren betreffend die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Immobilien Holding AG, Delmenhorst, auf die Hauptaktionärin Zech Group GmbH, Bremen, konnte ein erfreuliches Ergebnis für die freien Aktionäre erreicht werden. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen (Az. 2 W 68/18) hat mit Beschluss vom 29. März 2019 die angemessene Barabfindung für die ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der Deutsche Immobilien Holding AG auf 6,09 Euro je auf den Inhaber lautender Stückaktie festgelegt. 

Unter Berücksichtigung des nach der Eintragung des Hauptversammlungsbeschlusses im Handelsregister gezahlten Abfindungsbetrages von € 2,75 je auf den Inhaber lautender Stückaktie ergibt sich in Folge des obigen Beschlusses des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen ein Erhöhungsbetrag von € 3,34 je auf den Inhaber lautender Stückaktie. Zudem stehen den Aktionären Zinsen auf den Erhöhungsbetrag zu. Somit konnte von der SdK eine Nachbesserung in Höhe von 152 % (inkl. Zinsen zum 4.6.2019) erstritten werden.  

Abfindungsberechtigt sind alle ehemaligen Aktionäre, die bereits vor dem 28.02.2012 und anschließend ununterbrochen bis zur zwangsweisen Ausbuchung der Aktien Aktionäre der Deutsche Immobilien Holding AG waren. 

Abfindungsberechtigte ehemalige Aktionäre der Deutsche Immobilien Holding AG werden gebeten, sich bezüglich der Zahlung des Erhöhungsbetrages sowie der Zinszahlungen schriftlich und unter Vorlage des Legitimationsnachweises an die Zech Group GmbH, August-Bebel-Allee 1, 28329 Bremen, zu wenden, da eine Zahlung, entgegen des sonst üblichen Verfahrens, nicht automatisch erfolgen wird.

Ihren betroffenen Mitgliedern stellt die SdK ein Musterschreiben zur Forderung der Nachzahlung nebst Zinsen gerne zur Verfügung. Dieses kann unter info@sdk.org angefordert werden. Ebenso steht die SdK Ihren Mitgliedern bei Fragen per E-Mail unter info@sdk.org oder unter der Telefonnummer 089 / 2020846-0 zur Verfügung.

München, den 04.06.2019
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Hackenstr. 7b
80331 München

Fon: +49 / 89 / 2020846-0
Fax: +49 / 89 / 2020846-10
E-Mail:info@sdk.org

 

Alexander Langhorst

13.05.2019
19:45
 

Auktion historischer Wertpapiere - Bericht zur 52. Auktion der HWPH AG

Aus aktuellem Anlass möchten wir an dieser Stelle auf den kürzlich veröffentlichten Bericht über die 52. Auktion historischer Wertpapiere bei der HWPH AG hinweisen.

Bericht zur 52. Präsenzauktion - VOC-Anleihe mit neuem Rekordpreis!

Die 52. Auktion des Historischen Wertpapierhauses wurde von zahlreichen Medienberichten begleitet und wurde so mit einem Gesamtumsatz von rund 323.000 Euro zu eine der erfolgreichsten Auktionen der HWPH AG. So berichteten unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die Welt, n-tv, die Abendzeitung und RTL über die Auktion. Die regionale Main-Post kam zudem mit einem eigenen Reporter zur Auktion und brachte in der Dienstags-Ausgabe einen ausführlichen Artikel. Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen die Highlights der Auktion: Die Anleihe der VOC aus dem Jahr 1623, Marilyn Monroe, die auf George Washington ausgestellte Bank of Alexandria, die Iron Bridge sowie die Gasmotoren-Fabrik Mannheim, die Wurzel des deutschen Automobilbaus.(........)

Den kompletten Bericht zur Auktion finden Sie hier 

 

 Alexander Langhorst

18.04.2019
15:34
 

Weiterer Offener Brief von Scherzer & Co. an das LOTTO24 AG Management

Aus aktuellem Anlass möchten wir an dieser Stelle auf den heute veröffentlichten weiteren "Offenen Brief" der Scherzer&Co. AG an das Management der Lotto24 AG im Zusammenhang mit dem laufenden Übernahmeangebot durch ZEAL Network SE hinweisen:

 

Scherzer & Co. AG: Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Lotto 24 AG zum Übernahmeangebot der Zeal Network SE und zur geplanten zukünftigen Zusammenarbeit beider Gesellschaften.

 

Die Scherzer & Co. AG ist langjährige Aktionärin der Lotto24 AG. Sie hat am 18. April nachfolgendes Schreiben an die beiden Vorstände und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft per E-Mail versandt.

 

Vorstand und Aufsichtsrat der Lotto24 AG

Straßenbahnring 11

20251 Hamburg

 

Köln, 18. April 2019

 

Übernahmeangebot der Zeal Network SE, geplante zukünftige Zusammenarbeit der Lotto24 AG und der Zeal Network SE

 

Sehr geehrte Frau von Strombeck, sehr geehrter Herr von Zitzewitz, sehr geehrter Herr Professor Berchtold,

 

in einem offenen Brief vom 9. April hatten wir Sie im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot der Zeal Network SE für die Lotto24 AG aufgefordert, den Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit der Zeal Network SE einzufordern. Wir hielten und halten dies für dringend geboten, da zwischen beiden Gesellschaften nach Abschluss des Übernahmeverfahrens allerengste Geschäftsbeziehungen geplant sind und gleichzeitig Zeal Network mehr als 90% der Aktien von Lotto24 halten wird. Geplant ist u.a. der Abschluss eines sogenannten Co-Operation & Brokerage ("C&B") Agreement. Dieses soll die Bedingungen verbindlich regeln, zu denen die Lotto24 AG bisherige Kunden von Zeal Network gegen Zahlung von ggf. produktspezifischen Provisionen auf die mit diesen Kunden erzielten Umsätze übernimmt. Wir hatten Sie in unserem Schreiben vom 9. April aufgefordert, die wesentlichen wirtschaftlichen Eckpunkte des C&B Agreements noch vor Ende des Übernahmeverfahrens, also bevor es eine Beherrschung der Lotto24 durch Zeal gibt, zu vereinbaren.

In Ihrem Antwortschreiben vom 9. April legen Sie dar, dass der Abschluss eines Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrages auf Vorschlag von Lotto24 bereits Ende letzten Jahres intensiv mit Zeal diskutiert wurde, letztendlich Zeal aber den Abschluss eines solchen Vertrages abgelehnt habe. Vor dem Abschluss eines C&B Agreements, so argumentieren Sie in Ihrer Antwort, seien eine Vielzahl von Vorfragen zu klären, bevor die kommerziellen Eckpunkte festgelegt werden können. Wir schließen daraus, dass Sie einen kurzfristigen Abschluss der Vereinbarung für unwahrscheinlich halten, jedenfalls nicht mehr während der Nachfrist des laufenden Übernahmeangebotes.

Letztendlich werden Sie also vor der Situation stehen, mit einem Ihrer schärfsten Konkurrenten, der gleichzeitig über 90% der Aktien unserer Gesellschaft hält, einen die Zukunft von Lotto24 bestimmenden Vertrag zu verhandeln. Wir halten die damit für Sie verbundenen Interessenkonflikte für kaum lösbar, zumal erschwerend hinzukommt, dass Sie, sehr geehrte Frau von Strombeck, und Sie, sehr geehrter Herr von Zitzewitz, nach einer Schamfrist im Management beider Gesellschaften vertreten sein werden. Wir stellen uns an dieser Stelle bereits die Frage, ob Sie einen solchen Vertrag unter fremden Dritten, also etwa mit Ihrem Wettbewerber Lottoland, überhaupt nur in Erwägung ziehen würden.

Zeal Network hat in den vergangenen Jahren durch die gewählte Struktur eines Zweitlotterienanbieters mit Sitz in Großbritannien kaum an der hervorragenden Entwicklung von Online-Lotto in Deutschland partizipieren können. Dazu kommen steuerliche und regulatorische Probleme, die die Wettbewerbsposition von Zeal im Vergleich zu Lotto24 geschwächt haben und zukünftig weiter schwächen werden. Letztlich erfolgt das Übernahmeangebot an die Aktionäre von Lotto24 aus der schieren Not. Es kann nicht sein, dass unsere Gesellschaft der Zeal zum Nachteil von uns Streubesitzaktionären als Steigbügelhalter wieder in den Sattel hilft.

Wir fordern Sie daher auf,

- den Abschluss eines Co-Operation & Brokerage Agreement oder ähnlich weitreichender Vereinbarungen mit der Zeal Network SE vom vorherigen Abschluss eines Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrages abhängig zu machen oder und nur hilfsweise,

- falls Sie tatsächlich der Auffassung sind, eine solche Vereinbarung mit Zeal verhandeln zu können, die Lotto24 auch mit einem fremden Dritten abschließen würde, den Streubesitzaktionären alle notwendigen Informationen, insbesondere wirtschaftliche Details einer solchen Vereinbarung, zur Verfügung zu stellen, die notwendig sind, um die Vorteilhaftigkeit für Lotto24 einschätzen zu können. Wir halten in diesem Fall eine Sonderprüfung der vertraglichen Regelungen durch einen neutralen Dritten, bei dessen Auswahl wir gerne behilflich sind, für geboten.

 

Sehr geehrte Frau von Strombeck, sehr geehrter Herr von Zitzewitz, sehr geehrter Herr Professor Berchtold. Sie haben in den vergangenen gut sechs Jahren gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern großartiges geleistet und Lotto24 zu dem führenden deutschen Online-Vermittler von Lotterieprodukten aufgebaut. Wir haben diesen Weg als sehr zufriedene Aktionärin von Anfang an begleitet, sehen nun aber die Gefahr, dass die Gesellschaft und ihre Streubesitzaktionäre durch die geplante enge Verbandelung mit ihrer zukünftigen Muttergesellschaft um die Früchte dieser Aufbauarbeit gebracht werden. Sehr geehrter Herr Professor Berchtold, Ihnen als einzigem verbliebenem Organ der Lotto24, das als uneingeschränkt der Gesellschaft verpflichtet und frei von Interessenkonflikten gelten kann, kommt dabei eine ganz besondere Verantwortung zu.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Georg Issels                       Hans Peter Neuroth

Vorstand                                    Vorstand

Scherzer & Co. AG                  Scherzer & Co. AG

 

(Quelle: www.dgap.de)

Hinweis: Dr. Georg Issels ist Aufsichtsratsvorsitzender der GSC Holding AG, Düsseldorf. Die GSC Holding AG ist Muttergesellschaft der GSC Research GmbH.

 

Alexander Langhorst

08.04.2019
13:00
 

Offener Brief von Scherzer & Co AG an das Lotto24 Management

Aus aktuellem Anlass möchten wir an dieser Stelle auf den heute veröffentlichten "Offenen Brief" der Scherzer&Co. AG an das Management der Lotto24 AG im Zusammenhang mit dem laufenden Übernahmeangebot durch ZEAL Network SE hinweisen:

 

Scherzer & Co. AG: Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Lotto 24 AG zum Übernahmeangebot der Zeal Network SE und zur gemeinsamen begründeten Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrates der Lotto24 AG zu diesem Übernahmeangebot

 

Die Scherzer & Co. AG ist langjährige Aktionärin der Lotto24 AG. Sie hat am 2. April nachfolgendes Schreiben an die beiden Vorstände und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft per E-Mail versandt, das bis heute ohne jede Reaktion blieb.

 

Vorstand und Aufsichtsrat der Lotto24 AG

Straßenbahnring 11

20251 Hamburg

 

Köln, 02. April 2019

 

Übernahmeangebot der Zeal Network SE, gemeinsame begründete Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrates

 

Sehr geehrte Frau von Strombeck, sehr geehrter Herr von Zitzewitz, sehr geehrter

Herr Professor Berchtold,

wie Sie wissen, ist die Scherzer & Co. AG seit der Abspaltung von Tipp24 Aktionärin der Lotto24 AG und hält derzeit einen Anteil am Grundkapital von ca. 0,6%. Daneben gibt es eine Reihe von Aktionären in unserem Einflussbereich. Eine abschließende Entscheidung, ob die Scherzer & Co. AG das Tauschangebot annehmen wird, haben wir noch nicht getroffen. 

Nach Abschluss des laufenden Übernahmeangebotes wird die Zeal Network SE mit hoher Wahrscheinlichkeit eine qualifizierte Mehrheit an der Lotto24 AG halten. Gleichzeitig wird es umfangreiche Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Gesellschaften geben, die im Detail jedoch erst nach Abschluss des Übernahmeverfahrens konkretisiert und vereinbart werden sollen. Auch wenn wir selbstverständlich darauf vertrauen (und auch ein sehr wachsames Auge darauf haben werden, sofern wir Aktionär der Lotto24 bleiben), dass alle Bedingungen der Zusammenarbeit zwischen Zeal Network und Lotto24 Drittvergleichsmaßstäben und den in einem faktischen Konzern geltenden gesetzlichen Anforderungen gerecht werden, halten wir den Abschluss eines Beherrschungsvertrages angesichts der zukünftig extrem engen Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Gesellschaften für dringend geboten und fordern Sie auf, eine entsprechende Absichtserklärung von Zeal Network einzufordern.

Derzeit setzen wir uns intensiv mit dem Übernahmeangebot der Zeal Network SE und in diesem Zusammenhang mit Ihrer gemeinsamen Stellungnahme zu diesem Angebot auseinander. Insbesondere die gemeinsame Stellungnahme lässt eine Fülle von Fragen offen, deren Beantwortung aus unserer Sicht für die Entscheidungsfindung, ob man als Lotto24-Aktionär das Tauschangebot annehmen sollte oder nicht, essentiell ist und die wir auch nicht in einem Telefonat mit Ihnen, Frau von Strombeck und Herrn Dr. Becker, CEO Zeal Network, klären konnten. Wir wollen an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, möchten aber auf einen Punkt, der uns besonders wichtig erscheint, eingehen: 

Auf Basis der Grundsätze der Zusammenarbeit soll laut gemeinsamer begründeter Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrates der Lotto24 AG nach Vollzug des Tauschangebots zwischen der Zeal Network und der Lotto24 AG ein "Co-Operation & Brokerage Agreement" ("C&B Agreement") geschlossen werden. Dieses soll die Bedingungen verbindlich regeln, zu denen die Lotto24 AG bisherige Kunden von myLotto24 und Tipp24 Services gegen Zahlung von ggf. produktspezifischen Provisionen auf die mit diesen Kunden erzielten Umsätze übernimmt. Alternativ könnte das C&B Agreement auch die Form einer Lizenzvereinbarung zur Kundennutzung haben. Der Abschluss des C&B Agreement steht noch aus; derzeit sind zwischen den Parteien keine Gespräche über dessen konkrete Bedingungen geführt oder Entwürfe ausgetauscht worden. Gleichzeitig wird in Ihrer Stellungnahme ausgeführt, dass die wirtschaftlichen Konditionen des C&B Agreements im Nachhinein entscheidenden Einfluss auf die Bewertung der beiden Unternehmen haben können. Wir interpretieren Ihre Stellungnahme so, dass aus Sicht von Lotto24 so schlechte Konditionen vereinbart werden könnten (vgl. Abschnitt IV, 3.5.1 und Abschnitt IX. Ihrer Stellungnahme), dass die Bewertung der Angemessenheit der Angebotsgegenleistung in einer Rückschau anders, nämlich negativ, von Ihnen zu beurteilen wäre.

Wir fordern Sie daher auf, noch vor Ablauf der Annahmefrist, also, solange Sie noch über jeden Zweifel erhaben sind, als Organe der Lotto24 AG unabhängige Entscheidungen zum Wohle aller Aktionäre zu treffen, die wesentlichen wirtschaftlichen Eckpunkte des C&B Agreements zu vereinbaren und auf dieser Basis Ihre gemeinsame begründete Stellungnahme zu aktualisieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

  

Dr. Georg Issels                     Hans Peter Neuroth      

Vorstand                                  Vorstand

Scherzer & Co. AG                Scherzer & Co. AG

  

(Quelle: www.dgap.de)

 

Hinweis: Dr. Georg Issels ist Aufsichtsratsvorsitzender der GSC Holding AG, Düsseldorf. Die GSC Holding AG ist Muttergesellschaft der GSC Research GmbH.

 

Alexander Langhorst

31.03.2019
18:02
 

Bankgeschichte - "Das viktorianische Internet (Telegrafie)"

Eine sehr lesenswerte Publikation ist zu Jahresbeginn 2019 von der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e.V.erschienen. Der Blick in die Historie des deutschen Branchenprimus ist dabei sicherlich weitaus erfreulicher als die aktuelle Meldungslage aus den Zwillingstürmen. Der aktuelle Rundbrief befasst sich mit dem spannenden Thema "Das viktorianische Internet (Telegrafie)" und kann hier abgerufen werden.

Weitere interessante Publikationen zur Geschichte der Deutschen Bank, den handelnden Personen der vergangenen bald 150 Jahre sowie sämtliche Geschäftsberichte seit 1870 als PDF-Dokument sind unter www.bankgeschichte.de verfügbar.


Alexander Langhorst

04.03.2019
12:25
 

Die Berater der Reichen und Mächtigen – Die Macht der “Big Four” | WDR Doku

Eine sehenswerte Dokumentation über die großen vier weltweit tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hat der WDR auf Basis einer umfangreichen Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung veröffentlicht:

 

Vier Firmen. Fast eine Million Mitarbeiter weltweit. Aktiv in mehr als 180 Ländern. Ein Umsatz von fast 130 Milliarden Euro pro Jahr.

 

Hier gehts zur Doku auf Youtube - (https://www.youtube.com/watch?v=leWKpkPUgkE&t=153s)

 

Man nennt sie die “Big Four”: die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt. Diese vier Firmen prüfen weltweit die Bilanzen nahezu aller multinationalen Konzerne. Und sie prüfen Konzerne nicht nur, sie beraten sie auch – unter anderem wie man Steuerschlupflöcher in Gesetzen nutzen kann. Und schließlich beraten sie auch noch die Politik, die diese Gesetze macht. Kaum einer hat so viel Einblick. Sie haben Herrschaftswissen. Sie haben Macht.

 

Sie beraten Unternehmen und Regierungen und haben Herrschaftswissen: die vier weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.Sie haben Herrschaftswissen: die vier weltweit größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Schätzungen gehen von bis zu einer Billion europaweit entgangenen Steuern aus. Bei den Steuersparmodellen großer Konzerne spielen die Berater eine Schlüsselrolle, meint die britische Parlamentarierin Margaret Hodge. Sie hat zahlreiche Untersuchungsausschüsse geleitet, in denen die Verwicklung der Big Four in Steuerskandale analysiert wurde: “Hinter dieser massiven Steuervermeidungsindustrie steckt ein System. Wenn sie es verstehen wollen, müssen Sie die Rolle der Beraterfirmen unter die Lupe nehmen. Allen voran die Big Four”.

 

In einer umfangreichen Recherche wollen Reporter von WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung herausfinden: Wie mächtig sind diese Beraterfirmen wirklich? Wie arbeiten sie genau? Und welche Rolle spielen sie im schier endlosen Kampf gegen Steuerflucht?

(Quelle: WDR)

 

Alexander Langhorst

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