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23.10.2020
14:47
 

2020er Endspielstudie von Solventis

Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die kürzlich erschienene Mitteilung von Solventis zur Veröffentlichung der diesjährigen "Endspiel-Studie" hinweisen.

In der inzwischen 15. Auflage beschäftigen sich die Analysten von Solventis mit über 200 potentiellen Kandidaten, bei denen eine Strukturmaßnahme bereits beschlossen oder angekündigt wurde, sowie mit aussichtsreichen Kandidaten, bei denen eine solche noch anstehen könnte. Hier der genaue Wortlaut der Mitteilung:

 

Es ist wieder soweit, die Druckpresse für die 15. Endspiel-Studie von Solventis ist angeworfen.

Unter „Endspielen“ verstehen wir Unternehmen, die Strukturmaßnahmen wie Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) oder Squeeze-out bereits angekündigt haben oder bei denen eine solche Strukturmaßnahme anstehen könnte. Endspiele haben ein günstigeres Risikoprofil als „normale“ Aktieninvestments mit vergleichbarer Rendite.

Die Performance unserer letztjährigen Endspielfavoriten ließ zu wünschen übrig. Mit -15,4% war sie ähnlich schwach wie während der Finanzkrise. Einen zusätzlichen Performancebeitrag von einem Prozentpunkt lieferten Nachbesserungen aus Spruchstellen ehemaliger Favoriten (AXA Konzern, Dyckerhoff), so dass insgesamt -14,3% zu Buche standen.

Trotz dieses Dämpfers performten unsere Favoriten seit Auflegung im Jahr 2006 mit 257% besser als DAX (126%), MDAX (250%) und SDAX (175%). Zur Berechnung des Track Records unserer Favoriten enthält die Studie weitere Erläuterungen.

Im Rahmen von abgeschlossenen Spruchverfahren beliefen sich die Nachbesserungen seit der vorjährigen Endspiel-Studie auf 14,1% inklusive Zinsen. Darin sind die Fälle ohne Nachbesserung („Nuller“) enthalten. Ohne Nuller kommen wir auf ein Plus von 25,9% inklusive Zinsen. Bei 56% (Vj. 51%) der Spruchverfahren wurde nachgebessert.

Für die aktuelle Studie haben wir das Portfolio neu zusammengestellt. Die Begründung für jeden Favorit wird in einer Kurzanalyse nebst Modell (sofern sinnvoll) gegeben. Unsere Endspiel-Favoriten bieten u. E. unter fundamentalen Gesichtspunkten Kurspotenzial und zusätzlich die Chance auf ein Endspiel.

Zusätzlich gehen wir auf das beendete Spruchverfahren der Softship AG ein. Danach können Freiverkehrskurse für den 3M-Durchschnitt beim Squeeze-out durchaus herangezogen werden. Zum Urteil liefern wir Hintergrundinformationen und bereiten Freiverkehrsdaten von Aktien auf, die bereits ein Delisting durchlaufen haben.

256 Unternehmen umfasst unser Endspiel-Universum 2020. Es ist nach verschiedenen Kriterien wie Veränderungen in der Aktionärsstruktur, kritischen Schwellen bei Stimmrechts- und Grundkapitalanteilen aufbereitet und übersichtlich zusammengefasst.

Wir bieten Ihnen diese einzigartige Ausarbeitung zum Preis von 995 € zzgl. USt. zum Kauf an.

Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung oder übersenden Sie uns die beigefügte Bestellung. Sie erhalten die Studie dann umgehend per Post.

Bei Interesse oder Rückfragen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Sie erreichen uns entweder telefonisch unter der Nummer 06131/4860500 oder per Mail an info(at)solventis.de.

 

Alexander Langhorst

 

14.10.2020
11:40
 

VzfK: Ertragswert und Börsenwert - Empirische Daten zur Preisfindung beim Delisting

Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die Pressemitteilung der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. (VzfK) zum Thema "Delisting" hin:

 

VzfK: Ertragswert und Börsenwert - Empirische Daten zur Preisfindung beim Delisting

Ein neues Buch von Martin Weimann zeigt:

- Anleger werden bei Delistings vielfach zu billig abgespeist.

- Börsenwert und Ertragswert können wegen verschiedener Informationsgrundlagen nicht gleichwertig sein.

Berlin, 13. Oktober 2020. Beim Delisting von börsennotierten Gesellschaften drohen Minderheitsaktionären massive Nachteile wie das Risiko, keine angemessene Kompensation zu erhalten. Das belegt eine neue empirische Studie des Rechtsanwalts und Aktionärsvertreters Dr. Martin Weimann. Zusammen mit der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. (VzfK) hat er für 111 Delistings seit der "FROSTA-Entscheidung" des Bundesgerichtshofs im Jahr 2013 bis Ende 2019 die Kursentwicklung und die Handelsvolumina nach Ankündigung eines Delistings untersucht. Dabei geht es auch um die Frage, inwieweit der Börsenwert den tatsächlichen Wert des Unternehmens (Ertragswert) widerspiegelt. Die Ergebnisse sind ebenso eindeutig wie alarmierend:

Unmittelbar mit der Ankündigung eines Delistings koppeln sich die Kurse von der allgemeinen Marktentwicklung ab, teilweise um bis zu minus 30 Prozent. Gleichzeitig nehmen die Umsätze zu.

Wird bei der Bewertung nur auf den Börsenwert abgestellt, erleiden Anleger oft massive Verluste, weil der Börsenwert den inneren Wert des Unternehmens nicht reflektiert. Das zeigen die 27 Gesellschaften, bei denen auf das Delisting eine kompensationspflichtige Strukturmaßnahme gefolgt ist: Bei etwa 75 % lag die Abfindung über dem Börsenpreis beim Delisting.

Hier geht es auch um Anlagestrategien: Das Ertragswertverfahren sichert alle Investitionsstrategien ab, die auf einen Zukunftswert abstellen. Kommt es nur noch auf einen Börsenwert an, müssten Anleger immer dann über einen Verkauf nachdenken, wenn sich ein Großaktionär den für kompensationspflichtige Strukturmaßnahmen relevanten Schwellenwerten ab 75 % nähert. Eine Börsennotierung macht dann oft keinen Sinn mehr.

Die Novellierung des §39 BörsG hat das Problem nicht gelöst. Er gilt nur für den regulierten Markt, nicht aber für den Freiverkehr. Dort fanden aber die meisten Delisting-Verfahren statt.

Diese Ergebnisse verlangen, dass die verfassungsrechtlichen Gewährleistungen zum Aktieneigentum um einen Anspruch auf Handelbarkeit und Zugang zu kursrelevanten Informationen zu erweitern sind, wenn zum Zeitpunkt des Aktienkaufs eine Börsennotierung bestand.

Die Erkenntnisse dieser Studie haben einen besonders greifbaren Bezug zum Delisting bei Rocket Internet. Dazu sagt Martin Weimann:

"Das angekündigte Delisting bei Rocket Internet zeigt, dass nach den derzeitigen Regeln kein Interessenausgleich zwischen den beiden Aktionärsgruppen gelingt: Nach einem Börsengang zu 42,50 Euro sind die nun im Delisting angebotenen 18,57 Euro zu wenig. Die Minderheitsaktionäre erhalten keinen Zugang zum inneren Wert, der darüber liegen dürfte. Vielmehr werden wohl auch hier die unternehmerisch investierten Großaktionäre den vom Delisting ausgelösten Verkaufsdruck für Nachkäufe nutzen. Sie kennen den inneren Wert. Die reduzierte Kapitalmarktkommunikation führt nach dem Delisting dann dazu, dass sich die anderen Investoren kein valides Bild vom inneren Wert des Unternehmens machen können.

Das Beispiel Rocket Internet zeigt auch, dass der Börsenwert und der Ertragswert wegen der unterschiedlichen Informationsgrundlagen nicht gleichwertig sein können. Denn nur vor einer kompensationspflichtigen Strukturmaßnahme müssen die Planungsrechnung und weitere Angaben zum inneren Wert mitgeteilt werden. Das Ertragswertverfahren berücksichtigt dabei beispielsweise auch Investitionsvorhaben, die eine Steigerung des Unternehmenswertes in der Zukunft zur Folge haben sollen."

Die Studie "Ertragswert und Börsenwert - Empirische Daten zur Preisfindung beim Delisting" ist ab sofort für EUR 109,95 im Buchhandel oder direkt beim Verlag De Gruyter (orders@degruyter.com) wahlweise gebunden (ISBN: 978-3-11-062705-3), als PDF-eBook (ISBN: 978-3-11-062923-1) oder als eBook im EPUB Format (ISBN: 978-3-11-062714-5) erhältlich.

Alexander Langhorst

07.10.2020
11:42
 

ES - Der Anleger Podcast - Die virtuelle HV – Fluch oder Segen?, mit Alexander Langhorst, GSC Research GmbH"

39. Die virtuelle HV – Fluch oder Segen?, mit Herrn Langhorst von der GSC Research GmbH

Die HV-Saison neigt sich dem Ende. Dank Corona fanden viele Aktionärsversammlungen in diesem Jahr online statt. Wie die Stimmung unter den Aktionären ist und ob es Punkte zum nachjustieren gibt, bespricht der ES mit Herrn Langhorst von dem unabhängigen Analysehaus GSC Research.

Gleich reinhören unter dem diesem Link.

Je nach persönlichem Geschmack können die regelmäßigen Ausgaben - aber auch alle bisher erschienenen Podcasts - auch über iTunes, Spotify, Audible/Amazon Music, Google Podcasts, Deezer oder Youtube abgerufen werden. Am besten jeweils registrieren und keine neue Folge verpassen.

Alexander Langhorst

30.09.2020
17:44
 

ES - Der Anleger Podcast - "Energiewende & Industrie 4.0, mit Dr. Schrimpf CEO der PSI Software AG"

Künftig werden wir an dieser Stelle regelmäßig auf interessante Podcasts des Effecten-Spiegel hinweisen. Die Ausgaben erscheinen im wöchentlichen Turnus.

38. Energiewende & Industrie 4.0, mit Dr. Schrimpf CEO der PSI Software AG - Der Anleger Podcast

Wie läuft es in Sachen Energiewende? Wie wird Deutschland zukünftig vernetzt sein? Wo entwicklet sich die Industrie hin? Diese und weitere Fragen bespricht der ES im Gespräch mit Herrn Dr. Schrimpf von der PSI Software AG, einem Softwarespezialisten für Energieversorger, Industrieunternehmen und Infrastrukturbetreiber.

Gleich reinhören unter dem diesem Link.

Je nach persönlichem Geschmack können die regelmäßigen Ausgaben - aber auch alle bisher erschienenen Podcasts - auch über iTunes, Spotify, Audible/Amazon Music, Google Podcasts, Deezer oder Youtube abgerufen werden. Am besten jeweils registrieren und keine neue Folge verpassen.

Alexander Langhorst

 

24.09.2020
15:15
 

ARD-Doku zur Deutschen Bank AG - "Trumps Deutsche Bank"

Eine sehenswerte DOKU widmet der WDR der Deutschen Bank und ihrer Geschäftsbeziehung zu US-Präsident Donald J. Trump.

"Es geht um Kredite und Geldwäsche, um die Milliarden ex-sowjetischer Oligarchen - und es geht um brisante Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Global Playern: dem heute mächtigsten Mann der Welt und dem größten deutschen Bankhaus."

Quelle: WDR/AFP

Die Dokumetation ist in der ARD Mediathek über den folgenden Link abrufbar.

 

Alexander Langhorst

04.09.2020
12:45
 

NDR Doku - Unsere Geschichte - Made in Norddeutschland HAPAG-LLOYD AG

In der Reihe "Unsere Geschichte - Made in Norddeutschland" hat der NDR aktuell eine weitere interessante Dokumentationen zur HAPAG Lloyd AG ausgestrahlt. Diese beschäftigen sich ausführlich mit dem operativen Geschäft und auch der Gesichte dieser norddeutschen Aktiengesellschaft.

Made in Norddeutschland – HAPAG-LLOYD AG

Hier geht’s zum sehr lesenswerten Beitrag über die Geschichte der beiden norddeutschen Reedereien Hapag AG und Deutscher Lloyd die im Jahre 1972 zur HAPAG-Lloyd AG fusioniert haben.

Hapag und Norddeutsche Lloyd: Vom Konkurrenzkampf zur AG

Berichte über die Hauptversammlungen der Gesellschaft von GSC Research sind unter diesem Link zu finden.

Alexander Langhorst

 

24.08.2020
16:08
 

ZDF info - Dokumentation "Bitcoin Big Bang – 800 Millionen Dollar verschwinden"

Eine sehenswerte DOKU widmet ZDF info einem der bisher größten Krypto-Crashs in der Geschichte der virtuellen Währungen.

 

Einen der bisher größten Krypto-Crashs in der noch jungen Geschichte der virtuellen Währungen nimmt die Dokumentation "Bitcoin Big Bang - 800 Millionen Dollar verschwinden" in den Blick. In ZDFinfo ist der Film von Vincent Gonon und Xavier Sayanoff am Mittwoch, 26. August 2020, 20.15 Uhr, zu sehen. In der ZDFmehdiathek steht die Doku ab Mittwoch, 26. August 2020, 10.00 Uhr, einen Monat lang zur Verfügung.

2011 übernahm der Franzose Mark Karpelès die Tauschbörse Mt. Gox und machte aus ihr die weltgrößte Bitcoin-Handelsplattform. Drei Jahre später platzte die Blase, und Anleger verloren ihr Geld. Nachdem 850.000 Bitcoins im Wert von damals einer halben Milliarde US-Dollar von den Servern der Bitcoin-Tauschbörse verschwanden, wurde Mark Karpelès in Tokio verhaftet. Aufgrund mangelnder Beweise wurde er ein Jahr später wieder freigelassen. Bis heute sind viele Fragen ungeklärt: War es das Unvermögen des Geschäftsführers? Oder hat er sich selbst am Reichtum seiner Kunden bedient? Ein japanisches Gericht verurteilte Mark Karpelès 2019 wegen Manipulation von Firmendaten zu einer Bewährungsstrafe. Vom Vorwurf der Unterschlagung wurde er freigesprochen.

In der Doku spricht Karpelès zum ersten Mal offen über Aufstieg und Fall seiner Kryptowährungsbörse. Interviews mit ehemaligen Angestellten, Wirtschafts- und Finanzexperten, Anlegern und Fahndern werfen Licht auf diesen bisher größten Fall in der Geschichte von Bitcoin - mit angeblichen Kursmanipulationen, Betrügereien und Hackerangriffen.

ZDFinfo sendet die Dokumentation "Bitcoin Big Bang - 800 Millionen Dollar verschwinden" erneut am Mittwoch, 2. September 2020, 17.00 Uhr.

 

Die Dokumenatation ist in der ZDF Mediathek über den folgenden Link abrufbar.

 

Alexander Langhorst

18.06.2020
10:11
 

Bankgeschichte - N-Ost-algie - Geschäftsaufbau in den neuen Bundesländern

Eine weitere sehrlesenswerte Publikation ist aktuell von der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e.V.erschienen. Der Blick in die Historie des deutschen Branchenprimus ist dabei weiterhin deutlich erfreulicher als die aktuelle Meldungslage aus den Zwillingstürmen. Der aktuelle Rundbrief befasst sich mit dem Aufbau des Geschäfts der Deutschen Bank in den neuen Bundesländern beginnend ab dem Jahr 1989/1990 und kann hier abgerufen werden.

 

Weitere interessante Publikationen zur Geschichte der Deutschen Bank, den handelnden Personen der vergangenen bald 150 Jahre sowie sämtliche Geschäftsberichte seit 1870 als PDF-Dokument sind unter www.bankgeschichte.de verfügbar.

 

Alexander Langhorst

02.06.2020
14:29
 

ZDF info - Dokumentation "Abgezockt! Alexander Falk"

Eine sehenswerte DOKU hat ZDF info jüngst Alexander Falk gewidmet - einst unter den 100 reichsten Deutschen.


Der Erbe des Stadtplan-Verlags zählte zu den 100 reichsten Deutschen. Dann kam der Crash, und er wurde 2008 wegen Bilanzfälschung für vier Jahre inhaftiert. Heute ist er in einen Mordprozess verwickelt. Die ZDFinfo-Dokumentation zeichnet seinen Fall nach.

Die Wild-West-Zeit der New Economy

Es ist der wohl tiefste Sturz eines Unternehmers, den die New Economy einst nach oben gebracht hatte. Gemeinsam mit Zeitzeugen und Experten blickt die Dokumentation zurück auf die Wild-West-Zeit der New Economy und ihre Auswirkungen bis zum heutigen Tag.

Zu Wort kommt unter anderen Martin Spieler: Der Börsenmoderator bei TeleZüri hat Falks Aufstieg über Jahre eng begleitet und unzählige TV-Interviews mit dem ehemaligen Unternehmer geführt. Der Anwalt und frühere Aktionärsschützer Johann-Christoph Rudin berichtet, wie er das erste Verfahren gegen Falk Anfang der 2000er-Jahre erlebt hat – es war sein Hinweis an die Börsenaufsicht, die Falk ins Visier der Ermittler brachte. Der frühere Investmentbanker Rainer Voss blickt im Gespräch zurück in die Zeit, die Falk groß gemacht hat, und erklärt, welche Euphorie die New Economy beherrscht hatte.


Die Dokumenatation ist in der ZDF Mediathek über den folgenden Link abrufbar.

Alexander Langhorst

23.04.2020
12:12
 

SdK ruft Aktionäre der insolventen Euromicron AG zur Interessensbündelung auf

Aus gegebenem Anlass weisen wir hier auf einen Aufruf der SdK zur insolventen Euromicron AG hin:


SdK ruft Aktionäre der insolventen Euromicron AG zur Interessensbündelung auf

Der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) plant, mögliche Schadensersatzansprüche von Aktionären der insolventen Euromicron AG gegenüber Organen der Gesellschaft wegen Pflichtverletzungen prüfen zu lassen und organisiert hierfür ein gemeinsames Vorgehen geschädigter Aktionäre.

Euromicron hatte am 10.12.2019 ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt, nachdem u.a. vorangegangene Verhandlungen über einen Überbrückungskredit gescheitert waren. Der Antrag erfolgte völlig überraschend. Noch im Sommer 2019 hatte die Gesellschaft zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt, wodurch die Funkwerk AG eine Beteiligung in Höhe von 15,36 % erwarb. Drei Tage nach der Insolvenzanmeldung wurde die Vorstandssprecherin abberufen, obwohl sie ohnehin spätestens zum 31.03.2020 das Unternehmen verlassen hätte. Daraufhin wurden am 18.12.19 zwei neue Sanierungsvorstände bestellt. Diese konnte jedoch ihre Tätigkeit nicht mehr aufnehmen, da bereits einen Tag später vom Amtsgericht Offenbach die Eigenverwaltung aufgehoben und der Sachwalter Dr. Jan Markus Plathner zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde. Wiederum nur einen Tag später, am 20.12.19, hatte die Zech Group der Euromicron AG ein Massedarlehen von 5 Mio. Euro mit einer extrem kurzen Laufzeit bis zum 31.12.2019 zur Verfügung gestellt. Am 23.12.2019 wurde das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet, so dass bereits am 27.12.2019, und somit nur 17 Tage  (!) nach dem Antrag auf das Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung, der Verkauf aller Tochtergesellschaften von Euromicron an die Zech Group erfolgte.  

Laut Angaben der Euromicron AG hat die Zech Group bereits am 10.12.2019 ein Erwerberkonzept vorgelegt. Daher müssen aus Sicht der SdK bereits im Vorfeld umfangreiche Gespräche zwischen der Gesellschaft und der Zech Group stattgefunden haben, ohne dass der Aufsichtsrat über die Gespräche und das Scheitern der Bemühungen um einen Überbrückungskredit informiert war.  Ferner ist es nach Ansicht der SdK höchst verwunderlich, dass die Finanzierungsprobleme auch dem größten Aktionär, der Funkwerk AG, nicht bekannt gewesen waren. Aus Sicht der SdK wäre es naheliegend gewesen, zumindest auch mit dem Großaktionär Gespräche über mögliche Finanzierungsoptionen zu führen.

Die SdK hat daher bei einem Rechtsanwalt eine rechtliche Einschätzung bezüglich möglicher Pflichtverletzungen der Organe in Auftrag gegeben. Nach dessen vorläufiger Einschätzung könnten mehrere mögliche Pflichtverletzungen, insbesondere durch den Vorstand der Euromicron AG, in Frage kommen.

Die SdK ist selbst Aktionärin der Euromicron AG und plant daher ein gemeinsames Vorgehen geschädigter Aktionäre zu organisieren, um anschließend weitere Prüfungshandlungen durch externe Rechtsanwälte in Auftrag zu geben und somit die bestmögliche Wahrung der Interessen der Aktionäre gewährleisten zu können. Dies erscheint nur sinnvoll, wenn sich möglichst viele Aktionäre zusammenschließen. Betroffene Aktionäre werden daher gebeten, sich unter www.sdk.org/euromicron für einen kostenlosen Newsletter anzumelden, über den wir das weitere Vorgehen koordinieren werden. Es ist unter anderem geplant, mögliche Ansprüche zusammen mit einer Prozessfinanzierungsgesellschaft zu verfolgen.  

Ihren betroffenen Mitgliedern steht die SdK darüber hinaus  für Fragen gerne per E-Mail unter info@sdk.org oder unter der Telefonnummer 089 / 2020846-0 zur Verfügung.

München, den 23. April 2020
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

Hinweis:
Der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. hält Aktien der Euromicron AG!


Hackenstr. 7b
80331 München

Fon: +49 / 89 / 2020846-0
Fax: +49 / 89 / 2020846-10
E-Mail: info@sdk.org

Vorstandsvorsitzender: Daniel Bauer
Zuständiges Vereinsregister: Amtsgericht München
Vereinsregister-Nummer: VR 202533

Internet:
www.sdk.org
www.anlegerplus.de


Alexander Langhorst

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