Klaus Kränzle  Klaus KränzleFilter zurücksetzen

18.01.2010
15:04
 

Beim typisch deutschen Otto Normalverbraucher rangiert die Beschäftigung mit Finanzthemen üblicherweise kurz hinter einem Zahnarztbesuch oder der Steuererklärung. Deswegen finde ich es toll, wenn ein Regisseur wie Dieter Wedel es jetzt wieder geschafft hat nach dem "großen Bellheim" und dem "Schattenmann" mit dem Film "Gier" (http://www.daserste.de/gier/) einen ernsten Sachverhalt satirisch, aber immer mit dem notwendigen fachlichen Tiefgang in das Fernsehen zu bringen.

Am Freitagabend lief auf dem Spartenkanal Arte in einer vorgezogenen Ausstrahlung schon einmal der Film bevor er am Mittwoch (20:15 Uhr ARD 1. Teil und am Donnerstag 20:15 2. Teil) im Hauptprogramm gezeigt wird. Gute Schauspieler (z.B. Heinz Hönig), ein interessantes  Thema und zur Abrundung schöne Aufnahmen von Südafrika (warum wird aber an dieser Stelle noch nicht verraten :-)) runden einen gelungenen Fernsehabend ab. Insofern hoffe ich, dass möglichst viele Zuschauer und vielleicht auch Sie den Film gucken, weil er die Hintergründe solcher Strukturvertriebe und die Leichtgläubigkeit vieler Deutscher in Sachen Finanzthema sehr gut beleuchtet und kritisch hinterfragt.

Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass ich mich in den USA mit jedem Taxifahrer oder Schuhputzer (was in keinster Weise despektierlich gemeint ist) besser über Finanzthemen und die Börse unterhalten kann als mit sehr vielen gebildeten Menschen in Deutschland.

Insofern wünsche ich gute Unterhaltung beim Film "Gier" von Dieter Wedel! Es lohnt sich!

Klaus Kränzle

18.12.2009
11:02
 

GSC jetzt international vertreten?

Heute bekam ich eine interessante Mail eines englischen Investor-Relations-Dienstleisters, der seine Kontakt-Datenbank aktualisierte. Das ist per se nichts Ungewöhnliches. Derartige Anfragen erreichen uns öfters. Aber lachen musste ich als ich die Adresse sah:

GSC Group
68 Pall Mall
London, SW1Y 5ES
England

Da ich - wie viele Freunde des Hauses GSC vielleicht wissen - ein großer England-Fan bin und eigentlich fast jedes Jahr mindestens einmal auf die Insel fahre habe ich natürlich sofort bei meinem Chef eine interne Bewerbung für diese mir bis heute unbekannte GSC-Niederlassung abgegeben :-)! Bei meinem nächsten London-Besuch werde ich die Adresse mal checken und schauen, ob Herr Schrade dann auch die Tür aufmacht und was sich dort hinter dem Türschild verbirgt. Ich befürchte allerdings, dass es sich lediglich um eine Namensverwandtschaft mit der deutschen GSC Research GmbH handelt http://www.gsc.com/contacts.html und ich weiterhin in Düsseldorf anstatt in der großen weiten Finanzwelt für Sie erreichbar bin!

Klaus Kränzle

08.10.2009
11:33
 

Halloren-Kugeln jetzt auch auf dem Fußballfeld!

Gestern trudelte eine interessante Meldung auf meinen Schreibtisch. Die Halloren Schokoladenfabrik gab bekannt, dass dass Unternehmen aus Halle an der Saale neuer "Supplier" des Hamburger Sport-Vereins (HSV) wird. Damit verbunden ist die Präsenz auf einer Video-Werbebande und die Auslage der speziellen HSV-Pralinen in der Platin-Lounge der HSH Nordbank Arena.

http://www.halloren.de./geschenkekatalog/index.html Die HSV-Ikone Uwe Seeler ist bereits offizieller "Schokoladenbotschafter" für Halloren.

Da es ja bekanntlich beim Fußball um mehr geht sind Sponsoring-Aktivitäten immer ein zweischneidiges Schwert. Als bekennender Mönchengladbach-Fan werde ich weiterhin die vorzüglichen Halloren-Kugeln mit Vergnügen essen. Allerdings sind genaue Zahlen der Marktforschung aus Bremen noch nicht bekannt. Nach den fünf Spielen zwischen beiden Mannschaften in der letzten Saison (Bundesliga und Uefa-Cup 2 mal und Pokal) ist das Verhältnis der Fans zwischen beiden Mannschaften ein wenig angespannt.

Ich denke aber insgesamt, dass ich meine Schätzungen nicht überarbeiten muss und dass es auch in Bremen und umzu keine eklatanten Absatzeinbrüche gibt. Zudem versicherte mir auch Finanzvorstand Andreas Stuhl, dass sich das finanzielle Engagement in Grenzen hält und es eher um ein Cateringaktivität im Bereich Schokolade handelt. Der Bekanntheitsgrad von Halloren läge in Hamburg bereits über dem Schnitt im übrigen Westdeutschland.

Insofern dürfen sich alle Besucher der Platin-Lounge in der HSH Nordbank Arena auf vorzügliche Pralinen freuen. Vielleicht gibt es ja bald auch eine Halloren-Kugel für jeden Bundesliga-Verein  so wie es andere Süßwarenhersteller machen, damit dem Fan nicht das Logo der Konkurrenz im Halse stecken bleibt!

Klaus Kränzle

21.07.2009
11:12
 

Die "Bilanzpolizei" zu Besuch oder "Elfmeter ist, wenn der Schiri pfeift"!

Liebe Anleger,

vor ein paar Tagen änderte Borussia Dortmund (BVB) nach dem Besuch der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR oder sog. "Bilanzpolizei") die Jahresabschlüsse rückwirkend bis zum Geschäftsjahr 2005/06. Was war geschehen? Die DPR hatte eine andere Meinung über die bilanzielle Erfassung des in dieser Zeit gültigen BVB-Ausrüstervertrages

Hier offenbarte sich eine von vielen Experten bei der Einrichtung der "Bilanzpolizei" angemahnten Schwachstelle. Wie soll sich ein Unternehmen bei Meinungsverschiedenheiten verhalten? Borussia Dortmund folgte - wie viele andere Unternehmen - nach reiflicher Diskussion und Abstimmung mit deren Wirtschaftsprüfer den Vorstellungen der DPR. Damit ging man einer nach eigenen Bekunden langwierigen rechtlichen Auseinandersetzung aus dem Wege. 

Wir halten die Reaktion des BVB für richtig, da momentan noch nicht endgültig klar ist, wie alle Seiten mit derartigen Meinungsverschiedenheiten umgehen sollen. Kommt in Zukunft der auch für dem grünen Rasen angedachte Oberschiedsrichter? Sozusagen, der vierte Unparteiische, der dann ein für alle Seiten verpflichtendes endgültiges Urteil spricht. 

Bis jetzt dachte ich, dass eine Bilanz ähnlich wie ein Elfmeter auf dem grünen Rasen eine Art "Tatsachenentscheidung" sei. Hoffentlich sind in Zukunft sowohl die Bundesliga-Ergebnisse wie auch die Bilanzen der Unternehmen nicht mit dem Zusatz "vorläufig" versehen. 

Dies wäre in der Tat schlecht, da dann die Fans erst Wochen nach dem endgültigen Urteil eines Oberschiedsrichters mit einem Bier auf den Sieg im Bundesligaspiel am Samstag anstoßen könnten. Auch viele Unternehmensvorstände könnten vielleicht erst Jahre später sagen, ob man jetzt ein gutes oder schlechtes Ergebnis präsentiert hat. 

Hoffen wir liebe Anleger, dass sich die Verhaltensweisen einspielen und wir weder an der Börse noch auf dem Fußballplatz in einem permanenten Schwebezustand leben werden. Schließlich liegt die Wahrheit auf dem Platz oder auf dem Börsenparkett wie Sie wissen! 

Klaus Kränzle

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