11.09.2015
16:37
 

Im Zuge der aktuellen Delistingdiskussion hat die Effecten-Spiegel heute die nachfolgende Mitteilung veröffentlicht auf die wir an dieser Stelle hinweisen möchten:


Am 31.08.2015 legte die Große Koalition einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf "zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie" (BT-Drucksachen 18/5010, 18/5272) vor, zu dem bereits am 07.09.2015 die öffentliche Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages stattfand. Der völlig überraschend eingebrachte Vorschlag sieht vor, dass für Aktiengesellschaften ein Rückzug von der Börse (Delisting) nur zulässig ist, wenn gleichzeitig ein Übernahmeangebot zum Erwerb der außenstehenden Aktien gemacht wird. Als Preis gilt allein der durchschnittliche Börsenkurs der letzten drei Monate. Eine Unternehmensbewertung auf Grundlage der Ertragswertmethode sowie die gerichtliche Überprüfung des Abfindungspreises durch ein Spruchverfahren soll es nicht mehr geben.

Getarnt als scheinbare Verbesserung des Anlegerschutzes entpuppt sich der Regierungsvorschlag bei genauerem Hinsehen als einer der aggressivsten Angriffe auf die letzten, noch verbliebenen Minderheitenrechte der Aktionäre.
Während Aktionärsvereinigungen und die SPD harte Kritik an diesem Vorschlag üben, wird er vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) befürwortet. Auf Anfrage der Effecten-Spiegel AG teilte das DAI mit: "Es ist sinnvoll, den Börsenrückzug wie den Börsengang im Kapitalmarktrecht und nicht im Aktienrecht zu regeln, da die betroffenen Aktionäre ihre Aktionärsrechte wie z.B. das Recht auf Dividende auch außerhalb der Börse behalten. Sachgerecht ist es auch, die Abfindungshöhe anhand des Börsenkurses zu bestimmen. Eine Entschädigung nach dem inneren Wert würde dagegen mit erheblichen Rechtsunsicherheiten für die Unternehmen einhergehen und lange teure Rechtstreitigkeiten über die richtige Abfindungshöhe provozieren." Statt die Aktienkultur in Deutschland zu stärken, lässt sich das Deutsche Aktieninstitut mit dieser Haltung vor den Karren der Lobbyisten spannen.

Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes würden jedoch nicht nur die Minderheitsaktionäre schutzlos gestellt, sondern auch die deutsche Wirtschaft. Gerade ausländische Großinvestoren werden in Zukunft den Druck auf die Minderheitsaktionäre (darunter auch viele Mitarbeiteraktionäre, Pensionskassen etc.) erhöhen, indem sie bereits im Übernahmeangebot mit einem späteren Delisting ohne Abfindung drohen. Kleinaktionäre und auch institutionelle Investoren werden so gezwungen, auch ein unangemessenes Übernahmeangebot anzunehmen und hätten keinerlei Rechtsschutz, eine wirtschaftlich volle Entschädigung anhand des Ertragswertes zu erhalten. Der Entwurf verstößt damit gegen das Eigentumsrecht aus Artikel 14 GG. Er ist eine Anleitung dafür, wie künftig Aktionäre billig aus ertragsstarken deutschen Gesellschaften gedrängt werden können, um diese dann unter Wert zu übernehmen. In der Konsequenz führt dies zum rabattierten Ausverkauf der deutschen Industrie, unterstützt vom deutschen Gesetzgeber.
Die Effecten-Spiegel AG hat daher auf ihrer Internetseite www.effecten-spiegel.com ein Musterschreiben für Aktionäre eingestellt, um ihren jeweiligen Bundestagsabgeordneten aufzufordern, gegen diesen Vorschlag zu stimmen.


Marlis Weidtmann
Vorstand der Effecten-Spiegel AG,
Postfach 102243, 40013 Düsseldorf
Tel. (0211) 683022
Fax (0211) 6912998
E-Mail: weidtmann@effecten-spiegel.de
Internet: www.effecten-spiegel.de


Unter dem folgenden Link finden Sie den Musterbrief an Ihre(n)/Abgeordnete(n).

www.effecten-spiegel.com/fileadmin/webcontent/redaktionelles/PDFs/mdb-delisting.pdf

Die E-Mailadressen der Abgeordneten können Sie unter dem folgenden Link recherchieren:

http://www.effecten-spiegel.com/fileadmin/webcontent/redaktionelles/PDFs/mdb-mail.pdf

 

Alexander Langhorst

11.09.2015
13:12
 

Delisting-Neuregelung - Musterbrief an Abgeordnete

Ergänzend zur aktuellen "Delisting-Diskussion" und dem vorliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung möchten wir an dieser Stelle auf die Aktion des Effecten-Spiegel hinweisen, der die Thematik im aktuellen Titelthema "St§p - Aktionäre wehrt Euch - Minderheitsaktionäre dürfen nicht erpresst werden" aufgegriffen hat.

Unter dem folgenden Link finden Sie einen Musterbrief an Ihre(n) Bundestagsabgeordnete(n).

(http://www.effecten-spiegel.com/fileadmin/webcontent/redaktionelles/PDFs/mdb-delisting.pdf)

Die E-Mailadressen der Abgeordneten können Sie unter dem folgenden Link recherchieren:

(http://www.effecten-spiegel.com/fileadmin/webcontent/redaktionelles/PDFs/mdb-mail.pdf)

 

Alexander Langhorst

02.09.2015
16:37
 

Delisting-Vorschlag der Koalition ist ein trojanisches Pferd

Zum derzeit heiß diskutierten Thema der fehlenden Regelung für verpflichtende Übernahmeangebote möchten wir Sie auf eine aktuelle Einschätzung von Rechtsanwalt Peter Dreier aus der Kanzlei Dreier Riedel hinweisen, die sich mit derzeit kursierenden Vorschlägen zum Gesetzgebungsverfahren befasst.

Gestern wurde seitens der Regierungskoalition ein Vorschlag zur Delisting-Regelung vorgestellt, der bereits am kommenden Montag, dem 07. September 2015, Beratungsgegenstand im Bundestagsfinanzausschuss sein soll. Der völlig überraschend eingebrachte Vorschlag sieht vor, dass ein Delisting nur zulässig ist, wenn gleichzeitig ein Übernahmeangebot zum Erwerb der außenstehenden Aktien gemacht wird. Als Preis soll mindestens der durchschnittliche dreimonatige Börsendurchschnittskurs zu zahlen sein. Erfolgt der Rückzug von der Börse aber nach einem Übernahmeangebot, soll die Abfindungsverpflichtung vollständig entfallen.

„Die dem Grunde genommen nach gut gemeinte Intention, ein verpflichtendes Abfindungsangebot beim Delisting gesetzlich zu regeln, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Trojanisches Pferd“, erklärt Rechtsanwalt Peter Dreier aus Düsseldorf. „Durch den Wegfall einer Abfindungsverpflichtung nach einem Übernahmeangebot, werden potentielle Übernehmer und Hauptaktionäre, die deutsche Gesellschaften schlucken wollen, privilegiert. Sie könnten bereits im Übernahmeangebot mit dem späteren abfindungsfreien Delisting drohen, so dass Kleinaktionäre (darunter auch viele Mitarbeiteraktionäre) und institutionelle Investoren gezwungen werden, ihre Aktien in das häufig weit unter Wert liegende Übernahmeangebot einzuliefern. Sie müssten dann den Übernahmepreis als Entschädigung akzeptieren, obwohl er nicht einer vollen wirtschaftlichen Kompensation entspricht“, betont Dreier weiter.

„Der Vorschlag legalisiert das Erpressungspotential von Großaktionären, die mittels Delistingandrohung günstig weiter Aktien von Minderheitsaktionären einsammeln können. Offensichtlich waren im Hintergrund gut organisierte Lobbyisten der Übernahmeindustrie am Werk, die heimtückisch den erforderlichen Aktionärsschutz zu Gunsten von Übernehmern zerstören wollen. Von wem der Vorschlag tatsächlich initiiert wurde, muss dringend aufgeklärt werden“, führt der Aktienrechtler aus. „Getarnt als scheinbare Verbesserung des Anlegerschutzes durch ein obligatorisches Übernahmeangebot beim Delisting wird durch den Entwurf gerade für den wesentlichsten Fall des beabsichtigten Delisting bei vorhergehender Übernahme der Schutz der Minderheitsaktionäre komplett ausgehebelt. Indem die im Hintergrund agierenden Übernahmelobbyisten der Regierungskoalition solch einen offensichtlich interessengesteuerten Entwurf vorlegten, haben sie sich selbst disqualifiziert. Der Entwurf wird mit diesen Mängeln sicherlich nicht so umgesetzt“.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen die Kanzlei Dreier Riedel Rechtsanwälte zur Verfügung:

Graf-Adolf-Platz 1-2, 40213 Düsseldorf
Tel: 0211 - 917 446 0
E-Mail: pd(at)dreier-riedel.de

 

Alexander Langhorst

13.08.2015
17:28
 

Interview beim DAF - Zalando, SMA Solar, GFT Technologies, Aurubis, Ströer, und Air Berlin

Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.daf.fm/video/aktienexperte-langhorst-nicht-einsteigen-50181266.html )  finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zum DAX und den Aktien von Zalando, SMA Solar, GFT Technologies, Aurubis, Ströer, und Air Berlin sowie den weiteren Aussichten der besprochenen Anteilsscheine aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC beim DAF können unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/suche.html?q=Langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

29.07.2015
22:57
 

Interview beim DAF - HeidelbergCement, Linde, Bayer und Volkswagen

Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.daf.fm/video/das-sagt-der-aktienexperte-zum-heidelcement-kauf-und-anderen-dax-werten-50180811.html )  finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zum DAX und den Aktien von HeidelbergCement, Linde, Bayer und Volkswagen sowie den weiteren Aussichten der besprochenen Anteilsscheine aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC beim DAF können unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/suche.html?q=Langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

24.07.2015
10:52
 

Interview beim DAF - Software, Aurubis, Krones, Wincor Nixdorf, Adva Optical

Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.daf.fm/video/experte-langhorst-kritischer-blick-auf-software-ag-adva-wincor-nixdorf-und-co-50180652.html )   finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zum TecDAX und den Aktien von Software AG, Aurubis, Krones, Wincor Nixdorf und Adva Optical sowie den weiteren Aussichten der besprochenen Anteilsscheine aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC beim DAF können unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/suche.html?q=Langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

15.07.2015
12:00
 

Interview beim DAF - TecDAX, Adva Optical, Rocket Internet, SMA Solar, Zalando, Hella

Unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/video/35-in-12-monaten-so-gut-lief-der-tecdax-und-seine-highflyer-50180424.html) finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zum TecDAX und den Aktien von Adva Optical, Rocket Internet, SMA Solar, Zalando, Hella KGaA sowie den weiteren Aussichten der besprochenen Anteilsscheine aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC beim DAF können unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/suche.html?q=Langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

06.07.2015
10:05
 

Eifelhöhen-Klinik - Aktionäre lehnen Dividende ab

Eine faustdicke Überraschung gab es auf der HV der Eifelhöhen-Klinik in der vergangenen Woche. So wurde die Zahlung der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende in Höhe von 0,08 Euro bei einer Zustimmungsquote von lediglich 15,3 Prozent mit überwältigender Mehrheit abgelehnt.

Ebenfalls verfehlte auch die von der Verwaltung erbetene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien das erforderliche Quorum und erhielt eine Zustimmung von lediglich 68,5 Prozent anstatt der nötigen 75 Prozent.

Nähere Einzelheiten gibt es im ausführlichen Hauptversammlungsbericht, für GSC Research war Matthias Wahler vor Ort in Bonn Bad-Godesberg.

Alexander Langhorst

 

03.07.2015
14:47
 

DATA MODUL HV - Großaktionär kürzt Dividendenvorschlag

Auf der heutigen Hauptversammlung hat der neue Großaktionär Arrow Electronics Inc. überraschend eine abweichende Gewinnverwendung beantragt. Entgegen der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 0,90 Euro je DATA Modul-Aktie haben die Amerikaner eine Zahlung der Mindestdividende in Bezug aufs Konzernergebnis in Höhe von 0,12 Euro je Aktie vorgeschlagen. Eine nähere Begründung des Vorschlags erfolgte in der Hauptversammlung nicht. Offenbar wurde auch die Verwaltung von diesem Aktionärsantrag überrascht, der Vorstand betonte in der Generaldebatte auf entsprechende Nachfrage mehrfach, dass seitens der Verwaltung die Ausschüttung von 0,90 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre vorgeschlagen wurde.

Bei einer Präsenz von 67,4 Prozent des Grundkapitals haben für den Antrag von Arrow, die eine verminderte Dividende von 0,12 Euro auszuschütten insgesamt 1.936.727 Stimmen votiert, dies entspricht einer Zustimmungsquote von 81,56 Prozent. Dagegen haben sich 437.733 Aktien oder 18,44 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals ausgesprochen.

Weitere Details können in den kommenden Tagen dem ausführlichen HV-Bericht entnommen werden, für GSC Research war Kollege Thorsten Renner vor Ort in München

Alexander Langhorst

 

10.06.2015
17:28
 

Interview beim DAF - SMA Solar, Wincor Nixdorf, Gerry Weber

Unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/video/blutbad-bei-gerry-weber-hoehenflug-bei-sma-solar---und-jetzt-50179678.html) finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zu SMA Solar, Wincor Nixdorf und Gerry Weber sowie den weiteren Aussichten der besprochenen Aktien aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC beim DAF können unter dem nachfolgenden Link (http://www.daf.fm/suche.html?q=Langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

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