14.02.2009
15:05
 

... und damit noch gut dabei (4)

Die Trade & Value AG meldete gestern:

"Der NAV beläuft sich zum 31. Januar 2009 auf 14,26 Euro / Aktie.
Die Veränderung beträgt im abgelaufenen Monat -0,23 Euro je Aktie oder -1,59%."


Angesichts eines Januar-Minus von 9,8% im DAX und zwischen 4,6% und 9,0% Verlust bei den Nebenwerte-Indizes eine starke Leistung. Umso mehr, als der Rückgang im Wesentlichen auf dem 7%igen Kursrückgang der vor-kurzem-beinahe-schon-verkauften größten Position Metis Capital Ltd. basiert und die übrigen Depotwerte per Saldo offenbar praktisch mit +/- Null abgeschnitten haben.

Übrigens dürfte Metis mit (wenn ich mich nicht verzählt habe) 26 Ad-hoc- und zahlreichen weiteren DGAP-News-Meldungen in 2008 die mitteilungsfreudigste Firma sein, die (noch) hierzulande gelistet sind. Um das Verfolgen dieser Position beneide ich die Kollegen aus Oldenburg nicht.

 

13.02.2009
21:47
 

Rhön-Klinikum hatte einen minderjährigen IPO-Berater

Laut verschiedenen Medienberichten schmückt sich unser neuer Wirtschaftsminister Karl-Theodor "Wilhelm" zu Guttenberg damit, den heutigen MDAX-Konzern Rhön-Klinikum mit an die Börse begleitet zu haben. Oder vielmehr, er ließ die Medien durch eine hinreichend kryptische Aussage offenbar bewusst in dem Glauben, er hätte das getan.

Zusammen mit anderen Äußerungen sollte dies die Kompetenz des erst 37-Jährigen in Wirtschaftsfragen belegen. Wie das NDR-Magazin "Panorama" jetzt recherchierte, war das mit der Mitwirkung am Rhön-IPO wohl *etwas* übertrieben. Denn die Rhön-Klinikum AG ging schon am 27.11.1989 an die Börse. Und Karl-Theodor zu Guttenberg wurde am 05.12.1971 geboren.

Mit anderen Worten: Wenn unser neuer Wirtschaftsminister kein Aufschneider ist, hatte Rhön einen minderjährigen IPO-Berater. Da werden irgendwie unschöne Erinnerungen an ein anderes Wunderkind der deutschen Wirtschaft wach....

Bloß gut, dass unsere Wirtschaft momentan blendend dasteht und es deshalb nicht so wichtig ist, wer sich da von Staats wegen drum kümmert.

(gefunden bei Thomas Knüwer)


Nachtrag 14.2., 14.32 Uhr: Übrigens war zu Guttenberg laut Wikipedia zum Zeitpunkt des IPO entgegen den Panorama-Aussagen nicht beim Bund, sondern noch auf der Schule.

13.02.2009
19:51
 

Getränke-Spezialist

Dialog unter netten Kollegen:

"Wer schreibt das Update zu Hawesko?"

"Thorsten. Der ist ja unser Getränke-Spezialist...."

13.02.2009
15:52
 

Kein Kommentar

Meine Anfrage per EMail:
"[...] im Rahmen eines Updates zur Masterflex AG wollen wir folgende Aussage tätigen:
"Aufgrund des deutlich zusammengeschmolzenen Eigenkapitals und der recht hohen Verschuldung dürfte Masterflex um eine größere Kapitalerhöhung kaum herumkommen. Wie wir gerüchteweise aus Bankenkreisen hörten, wird eine solche bereits vorbereitet." Möchten Sie dazu einen Kommentar abgeben?

Antwort des Unternehmens:
"Wr kommentieren keine Gerüchte."


Nun, dann schreib ich eben genau das.

13.02.2009
09:42
 

Anwohnersteuer

Es ist schon blöd, wenn man in einer Gegend wohnt, in dem nur halb so viele legale Parkplätze wie Autos existieren, und - so wie gestern - erst um halb ein Uhr nachts aus dem Büro nach Hause kommt. So begann der Tag für mich heute mal wieder mit dem Auffinden eines Tickets hinter dem Scheibenwischer. Kein Wunder, dass Düsseldorf inzwischen schuldenfrei ist.

Zum Glück steigen meine GESCO-Aktien heute um 4%, das überkompensiert diese Anwohnersteuer.

12.02.2009
13:54
 

Und das kommt am Ende dabei raus (2)

Am Montag war ich hin- und hergerissen von den vorläufigen Zahlen der Westag & Getalit AG für das abgelaufene Jahr. Mein Kollege Alexander Langhorst ist inzwischen in sich gegangen und zu einem Ergebnis gekommen, das Sie hier nachlesen können.

Man kann's auch in einem Satz sagen: Bei fast 10% auch für die nächsten Jahre "so gut wie sicherer" Dividendenrendite lässt sich mit einem schuldenfreien Unternehmen wie Westag selbst in die Krise als Aktionär ruhig schlafen.

12.02.2009
12:44
 

Aktiv gedacht

Bei der Diskussion eines Bewertungsmodells gerade von einem Kollegen gehört:

"Diese Null ist aktiv gedacht."

12.02.2009
09:29
 

Der Wuppertaler Fels

Mit Spannung (und, zugegeben, ganz leiser Unruhe) erwartete ich die für heute angekündigten Zahlen unseres Dauerfavoriten GESCO. Angesichts der verheerenden Nachrichten aus dem Maschinenbausektor in den vergangenen Monaten war eine Fortsetzung der Rekordfahrt nicht mehr ganz so sicher zu erwarten.

Jetzt liegen die Zahlen vor. Und zeigen einmal mehr, dass GESCO ein wahrer Fels in der Brandung ist: Im dritten Quartal (1.10.-31.12.) des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 (bis 31.3.) stieg der Umsatz um 17% auf 100,4 Mio. Euro. Das operative Ergebnis blieb zwar knapp unter dem Vorjahreswert, dank der Steuerreform stieg der Nettogewinn aber um 10% auf 4,7 Mio. Euro bzw. 1,56 Euro je Aktie.

Nach drei Quartalen stellt sich der Gewinn je Aktie damit bereits auf 6,07 Euro. Damit dürften unsere Prognosen für 2008/09 nach wie vor realistisch sein, auch wenn GESCO seine Guidance von 7,11 Euro je Aktie einmal mehr "nur" bestätigte. Dafür lässt eine andere Aussage aufhorchen: Man sehe "realistische Chancen, 2009 eines oder mehrere Unternehmen zu erwerben". Angesichts der stets konservativen GESCO-Aussagen kann das fast schon als Versprechen gewertet werden.

Gute Nachrichten also, keine Frage. Einziger Wermutstropfen ist der nach neun Monaten zwar noch auf 305,9 Mio. Euro gestiegene, bei expliziter Betrachtung des dritten Quartals um 17% auf 87,7 Mio. Euro gesunkene Auftragseingang. Aber selbst wenn man sich an dieser Kennzahl festbeißt, ist die Kursreaktion von 1,5% Plus auf 36,84 Euro ist schon erstaunlich kümmerlich.

Man darf aber hoffen. Denn in der Vergangenheit gehörte eine verzögerte Reaktion auf gute Nachrichten öfter mal zum Aktionärs-Service bei GESCO - da legte der Kurs erst einige Stunden, teilweise auch Tage später so zu, wie andere Aktien sofort nach Veröffentlichung. Auch wenn dies laut der verbreiteten Theorie des "effizienten Kapitalmarkts" eigentlich gar nicht sein kann.

Nachtrag, 10.12 Uhr: Wie mir der Vorstand auf Nachfrage gerade erklärte, liegt der Grund für das auf den ersten Blick irritierend niedrige Ergebnis darin, dass in den Zahlen Abwertungen von Vorräten (ca. 4 Mio. €) aufgrund der stark gesunkenen Materialpreise und Effekte aus dem Schweizer Franken (1,6 Mio. €) bereits verarbeitet sind. "Wir haben abgeschrieben, was wir konnten" - na, da muss einem ja vor dem Ergebnis im vierten Quartal nicht bange sein....

11.02.2009
20:52
 

Und das kommt am Ende dabei raus (1)

Vor einer Woche berichtete ich an dieser Stelle "quick & dirty" über die vorläufigen Zahlen des CAD-Spezialisten Mensch und Maschine (MuM). In einem Satz: Zahlen zwar klar unter den Erwartungen, aber trotzdem noch ganz ordentlich; Dividende wird leider entgegen der Ankündigung nicht erhöht.

Inzwischen hat mein Kollege Klaus Kränzle das in einem Research-Update verarbeitet. Das Ergebnis in Kürze: MuM ist nach wie vor ein Kauf, unser Kursziel haben wir jedoch von 6,80 auf 5,20 Euro gesenkt. Und trotz der eigentlich enttäuschenden Zahlen ist die Aktie seither um weitere 8% auf aktuell 3,89 Euro gestiegen.

Vielleicht ein Indiz dafür, dass selbst schlechte Nachrichten längst mehr als eingepreist sind, zumindest bei erstklassigen Firmen.

 

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