13.02.2009
19:51
 

Getränke-Spezialist

Dialog unter netten Kollegen:

"Wer schreibt das Update zu Hawesko?"

"Thorsten. Der ist ja unser Getränke-Spezialist...."

13.02.2009
15:52
 

Kein Kommentar

Meine Anfrage per EMail:
"[...] im Rahmen eines Updates zur Masterflex AG wollen wir folgende Aussage tätigen:
"Aufgrund des deutlich zusammengeschmolzenen Eigenkapitals und der recht hohen Verschuldung dürfte Masterflex um eine größere Kapitalerhöhung kaum herumkommen. Wie wir gerüchteweise aus Bankenkreisen hörten, wird eine solche bereits vorbereitet." Möchten Sie dazu einen Kommentar abgeben?

Antwort des Unternehmens:
"Wr kommentieren keine Gerüchte."


Nun, dann schreib ich eben genau das.

13.02.2009
09:42
 

Anwohnersteuer

Es ist schon blöd, wenn man in einer Gegend wohnt, in dem nur halb so viele legale Parkplätze wie Autos existieren, und - so wie gestern - erst um halb ein Uhr nachts aus dem Büro nach Hause kommt. So begann der Tag für mich heute mal wieder mit dem Auffinden eines Tickets hinter dem Scheibenwischer. Kein Wunder, dass Düsseldorf inzwischen schuldenfrei ist.

Zum Glück steigen meine GESCO-Aktien heute um 4%, das überkompensiert diese Anwohnersteuer.

12.02.2009
13:54
 

Und das kommt am Ende dabei raus (2)

Am Montag war ich hin- und hergerissen von den vorläufigen Zahlen der Westag & Getalit AG für das abgelaufene Jahr. Mein Kollege Alexander Langhorst ist inzwischen in sich gegangen und zu einem Ergebnis gekommen, das Sie hier nachlesen können.

Man kann's auch in einem Satz sagen: Bei fast 10% auch für die nächsten Jahre "so gut wie sicherer" Dividendenrendite lässt sich mit einem schuldenfreien Unternehmen wie Westag selbst in die Krise als Aktionär ruhig schlafen.

12.02.2009
12:44
 

Aktiv gedacht

Bei der Diskussion eines Bewertungsmodells gerade von einem Kollegen gehört:

"Diese Null ist aktiv gedacht."

12.02.2009
09:29
 

Der Wuppertaler Fels

Mit Spannung (und, zugegeben, ganz leiser Unruhe) erwartete ich die für heute angekündigten Zahlen unseres Dauerfavoriten GESCO. Angesichts der verheerenden Nachrichten aus dem Maschinenbausektor in den vergangenen Monaten war eine Fortsetzung der Rekordfahrt nicht mehr ganz so sicher zu erwarten.

Jetzt liegen die Zahlen vor. Und zeigen einmal mehr, dass GESCO ein wahrer Fels in der Brandung ist: Im dritten Quartal (1.10.-31.12.) des laufenden Geschäftsjahres 2008/09 (bis 31.3.) stieg der Umsatz um 17% auf 100,4 Mio. Euro. Das operative Ergebnis blieb zwar knapp unter dem Vorjahreswert, dank der Steuerreform stieg der Nettogewinn aber um 10% auf 4,7 Mio. Euro bzw. 1,56 Euro je Aktie.

Nach drei Quartalen stellt sich der Gewinn je Aktie damit bereits auf 6,07 Euro. Damit dürften unsere Prognosen für 2008/09 nach wie vor realistisch sein, auch wenn GESCO seine Guidance von 7,11 Euro je Aktie einmal mehr "nur" bestätigte. Dafür lässt eine andere Aussage aufhorchen: Man sehe "realistische Chancen, 2009 eines oder mehrere Unternehmen zu erwerben". Angesichts der stets konservativen GESCO-Aussagen kann das fast schon als Versprechen gewertet werden.

Gute Nachrichten also, keine Frage. Einziger Wermutstropfen ist der nach neun Monaten zwar noch auf 305,9 Mio. Euro gestiegene, bei expliziter Betrachtung des dritten Quartals um 17% auf 87,7 Mio. Euro gesunkene Auftragseingang. Aber selbst wenn man sich an dieser Kennzahl festbeißt, ist die Kursreaktion von 1,5% Plus auf 36,84 Euro ist schon erstaunlich kümmerlich.

Man darf aber hoffen. Denn in der Vergangenheit gehörte eine verzögerte Reaktion auf gute Nachrichten öfter mal zum Aktionärs-Service bei GESCO - da legte der Kurs erst einige Stunden, teilweise auch Tage später so zu, wie andere Aktien sofort nach Veröffentlichung. Auch wenn dies laut der verbreiteten Theorie des "effizienten Kapitalmarkts" eigentlich gar nicht sein kann.

Nachtrag, 10.12 Uhr: Wie mir der Vorstand auf Nachfrage gerade erklärte, liegt der Grund für das auf den ersten Blick irritierend niedrige Ergebnis darin, dass in den Zahlen Abwertungen von Vorräten (ca. 4 Mio. €) aufgrund der stark gesunkenen Materialpreise und Effekte aus dem Schweizer Franken (1,6 Mio. €) bereits verarbeitet sind. "Wir haben abgeschrieben, was wir konnten" - na, da muss einem ja vor dem Ergebnis im vierten Quartal nicht bange sein....

11.02.2009
20:52
 

Und das kommt am Ende dabei raus (1)

Vor einer Woche berichtete ich an dieser Stelle "quick & dirty" über die vorläufigen Zahlen des CAD-Spezialisten Mensch und Maschine (MuM). In einem Satz: Zahlen zwar klar unter den Erwartungen, aber trotzdem noch ganz ordentlich; Dividende wird leider entgegen der Ankündigung nicht erhöht.

Inzwischen hat mein Kollege Klaus Kränzle das in einem Research-Update verarbeitet. Das Ergebnis in Kürze: MuM ist nach wie vor ein Kauf, unser Kursziel haben wir jedoch von 6,80 auf 5,20 Euro gesenkt. Und trotz der eigentlich enttäuschenden Zahlen ist die Aktie seither um weitere 8% auf aktuell 3,89 Euro gestiegen.

Vielleicht ein Indiz dafür, dass selbst schlechte Nachrichten längst mehr als eingepreist sind, zumindest bei erstklassigen Firmen.

 

11.02.2009
11:11
 

Das bessere Gefühl bei S&T

Vor einigen Tagen publizierten wir eine Analyse zur S&T System Integration & Technology Distribution AG, einem österreichischen IT-Konzern. Darin nahmen wir unsere Prognosen deutlich zurück und stuften die Aktie auf "Verkaufen" herab. Wie bei GSC üblich, sandten wir die Analyse nach der Veröffentlichung an das Unternehmen, verbunden mit dem Hinweis auf eine mögliche Nutzung im Rahmen der Investor Relations.

Darauf antwortete uns der S&T-Vorstandsvorsitzende Christian Rosner: "[...] Wenn wir Ihnen das nächste Mal vor einer Analyse helfen können*, ein besseres Gefühl für das Unternehmen S&T zu bekommen, tun wir das sehr gerne. Da wir doch einige Zahlen und Themen anders sehen, ist es schwierig, diese Analyse für die IR-Arbeit zu verwenden."

Heute gab S&T nun erste Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt. Während der Umsatz mit 512 Mio. Euro dabei marginal über unserer Prognose (510 Mio. €) blieb, lag das Ergebnis beim EBIT mit 9,1 Mio. Euro sogar noch klar unter unserer bereits von 15,5 auf 11 Mio. Euro reduzierten Schätzung. Und während wir unsere Prognose für das Netto-Ergebnis bereits von 6,9 auf 2,8 Mio. Euro zusammengestrichen hatten, erwartet S&T nur ein "ausgeglichenes Nettoergebnis".

Scheint so, als ob das Gefühl meines Kollegen Roland Pumberger für die Firma doch nicht so schlecht war. Zumindest bei den 2008er-Zahlen lagen wir jedenfalls sehr nah dran.

Ob auch unsere Verkaufsempfehlung richtig war (zumindest auf kurze Sicht), lässt sich übrigens noch nicht sagen. Denn obwohl der Börsentag immerhin schon einige Stunden alt ist, wurde heute noch kein einziger Kurs für S&T festgestellt. Erstaunlich, bei einem Konzern mit über 500 Mio. Euro Jahresumsatz.

*Anmerkung: Selbstverständlich hatten wir die Firma im Vorfeld kontaktiert, um über unsere Schätzungen zu diskutieren; allerdings wollte man (verständlicherweise) so kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen nicht viel sagen und bat uns, auf nach der Bekanntgabe zu warten - was für uns wiederum nicht möglich war.

Matthias Schrade

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