29.07.2009
14:51

Maschinenbauer haben es in Zeiten wie diesen nicht gerade einfach. Investitionen, die augenblicklich nicht unbedingt nötig sind, werden aufgeschoben. Projekte wie die Anschaffung größerer Investitionsgüter teilweise sogar gänzlich gecancelt.

Ein Lied davon kann auch der Spezialmaschinenbauer Singulus singen, der im ersten Halbjahr 2009 tief in die roten Zahlen gerutscht ist. Wie das Unternehmen Ende letzter Woche bekannt gab, ist der Markt für Solartechnik ist seit Herbst letzten Jahres nahezu zum Erliegen gekommen. Und auch die Hauptabnehmer für die Maschinen zur Herstellung von CD, DVDs und Blu-ray-Discs haben nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr keinen Auftrag erteilt.

Das Resultat: Ein Umsatzrückgang um 17 Prozent auf 67,1 Mio. Euro sowie eine Versechsfachung des operativen Verlustes auf minus 10,6 Mio. Euro. Und auch der Blick in die Auftragsbücher spricht Bände: Der Auftragseingang belief sich im ersten Halbjahr mit 40,8 Mio. Euro auf nicht einmal mehr ein Drittel des Vorjahreszeitraums.

Und es soll sogar noch schlimmer kommen: Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Singulus einen Umsatzrückgang um rund 50 Prozent auf 105 bis 125 Mio. Euro. Das Ergebnis soll dabei deutlich negativ ausfallen.

Reagieren will das Unternehmen mit einem harten Sparkurs. 190 Stellen sollen wegfallen, das sind fast zwei Drittel der 300 Personen zählenden Belegschaft. Insgesamt fielen zunächst etwa 7 Mio. Euro an Sanierungskosten an. Ab 2010 sollen dann 11 bis 12 Mio. Euro eingespart werden. Bereits im ersten Quartal hatte das Unternehmen 90 Arbeitsplätze abgebaut, damals aber in Aussicht gestellt, keinen weiteren Personaleinschnitte vorzunehmen.

Wenngleich das Bilanzbild bei Singulus im Vergleich zu so machem hoch verschuldeten Unternehmen noch verhältnismäßig gut aussieht, so ist das Unternehmen mittelfristig dennoch auf eine Stabilisierung der Marktlage angewiesen. Ansonsten drohen weitere Einschnitte.

Roland Pumberger

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