21.10.2009
11:48

Die Intershop Communications AG hat sich die Finger verbrannt. Aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs bei Quelle Deutschland muss das Unternehmen eine Wertberichtigung in Höhe von mehreren hunderttausend Euro durchführen. Bereits heute steht damit fest, dass im dritten Quartal 2009 ein negatives Ergebnis ausgewiesen wird.

Intershop ist der E-Commerce-Dienstleister für das Versandhandelshaus Quelle sowie mehrere Spezialversender und Auslandstöchter des Unternehmens. Diese sind nach Angaben des Insolvenzverwalters der Quelle-Muttergesellschaft Arcandor bislang nicht von der Abwicklung betroffen.

Am Rande: Im Zuge der Quelle-Liquidierung verlieren 7000 Mitarbeiter ihren Job. Der Plan, Deutschlands ältestes Versandhaus zu verkaufen, ist gescheitert. Bayern hatte sich noch im Sommer an einer Bürgschaft von 50 Mio. Euro beteiligt, damit der Katalog gedruckt werden konnte. Das Geld dürfte nun verloren sein.

Roland Pumberger

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  • 1 Kommentare
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Von Nebenwerte Investor
22.10.2009
20:30
Staatsknete

Es ist sicherlich immer sehr fraglich wenn Unternehmen mit Staatsknete gepäppelt werden, völlig richtig. Eine kleine Berichtigung muss ich dennoch vornehmen, das Geld des Freistaates Bayern wurde im Zuge eines Massekredites gewährt und steht damit vor allen Gläubigern aus Zeiten vor dem Insolvenzantrag. Insoweit besteht hier durchaus die Chance dass ein gutteil der 50 Mio. Euro zurückfließt.

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