27.11.2009
14:52

Was einem als Nebenwerte-Spezialisten passieren kann, wenn man sich mit fundiertem Halbwissen "mal eben so" zu Themen äußert, die sich eher am Rande seines Wahrnehmungshorizonts abspielen, zeigt dieser kurze Dialog, den ich gestern/heute mit einem Bekannten über Twitter führte:

ER: Also doch #Dubai. Emirate bitten um Schuldenmoratorium http://tinyurl.com/yzyv3pd @MatthiasSchrade: Chapeau, dein Tipp!

ICH: danke für die gestrigen Blumen, aber was für einen Tipp meintest du denn? *rätsel*

ER: Auf dem Weg zum Inder hatten wir doch spekuliert, wo's zuerst knallt. Ich tippte auf China oder US Commercial Real Estate, du auf Dubai.

ICH: ach ja? Kann mich gar nicht erinnern....


Das Berufsrisiko eines Analysten bei Aussagen außerhalb seines Fachgebiets ist also kurz zusammengefasst: Ein schlechtes Gewissen durch unverhofftes Lob für längst vergessene, plötzlich zu Volltreffern mutierende unfundiert-spontane Meinungsäußerungen.

Wie lautet das Gegenstück zum lateinischen Sprichwort "si tacuisses..."? Auf deutsch vielleicht so ungefähr: Wer schweigt, kann gar nichts erst zum Philosophen werden ;-)

Matthias Schrade

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