21.01.2010
10:16

Auf welche Schlagwörter stoßen Leser von Nachrichten aus Wirtschaft und Politik gerade in diesen Zeiten immer wieder. Richtig, „Arbeitsplätze sichern“, „Vollbeschäftigung“ und „Wachstum“. Dabei werden diese Schlagwörter stets nicht unabhängig voneinander beleuchtet. Nein, wenn es nach den Vorstellungen der Politiker geht, stehen die Begriffe in engem Zusammenhang zueinander. Demnach soll stetes und möglichst dynamisches Wirtschaftswachstum zur Sicherung der Beschäftigung unabkömmlich sein.

Ist dem aber wirklich so? Ist es nicht eher so, dass Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit grundsätzlich parallel ansteigen? Dies nämlich aus dem Grund, dass das Wachstum auch immer ein Stück weit mit Produktivitäts-Wachstum einhergeht.

Der n-tv her bekannte Buchautor Andreas Popp (http://www.wissensmanufaktur.net) beschreibt diesen Vorgang so: „Arbeitende Menschen produzieren Gewinne, die immer denselben Konzernbossen zufließen, die dann dieses Geld in technischen Fortschritt investieren, um danach die Menschen rauszuwerfen, die diesen Fortschritt erst möglich machten!“

Wie Andreas Popp weiter meint, bedeutet Wirtschaftswachstum nachhaltig gesehen grundsätzlich Arbeitslosigkeit. Dies wäre seiner Ansicht nach aber nicht einmal schlimm wäre, wenn man die Ziele der Ökonomie entsprechend definieren würde. „Arbeitslosigkeit als Errungenschaft“. Klingt doch gar nicht mal so schlecht, wenngleich der Begriff Arbeitslosigkeit in der deutlich überwiegenden Anzahl der Köpfe doch eher sehr negativ behaftet ist.

Wie das mit der „Arbeitslosigkeit als Errungenschaft" gehen soll, auch dazu hat Andreas Popp eine Antwort. Seiner Meinung nach ist genug Kapital vorhanden, nämlich durch die erreichte hohe Produktivität: Jedoch ist seiner Ansicht nach das daraus verdiente Kapital ungerecht verteilt.

Könnte diese ungerechte Verteilung in Verbindung mit unserem zinsbasierten Geldsystem vielleicht unter anderem ein Ansatz sein, warum sich allerorts die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet? Dass dem so ist wird ja heute auch in den Mainstream-Medien kaum mehr bestritten, nur welche Faktoren spielen in diesem Zusammenhang noch eine Rolle? Dazu vielleicht ein andermal…

Roland Pumberger

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