12.02.2010
09:27

Während die Deutsche Bank in ihrem „Konjunkturausblick 2010“ bereits wieder optimistisch ist, dass sich die Erholung der Wirtschaft fortsetzt und der Aufschwung, der derzeit noch größtenteils den Impulsen der Geld- und Fiskalpolitik geschuldet ist, zunehmend selbsttragend wird sieht die Realität aber offensichtlich anders aus.

So treibt die laufende Wirtschaftskrise in Deutschland immer mehr Unternehmen in die Pleite. Im November 2009 meldeten 2539 Unternehmen Insolvenz an, das waren 6,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht.

In den ersten elf Monaten 2009 meldeten mit 30.104 Betrieben 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr Insolvenz an. Prominente Fälle waren etwa der einst größte Versandhändler Quelle, der Porzellanhersteller Rosenthal und die Unterwäschefirma Schiesser. Die Gläubiger mussten nach Angaben der Statistiker allein im November um rund drei Milliarden Euro an offenen Forderungen fürchten - das waren 800 Mio. Euro mehr als im Vorjahresmonat.

Experten erwarten auch in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg der Pleiten: 2010 könnten nach Einschätzung des Insolvenzverwalter-Verbandes VID so viele Firmen wie nie zuvor den Gang zum Konkursgericht antreten, nämlich 40.000. Erst 2011 sei mit einem Rückgang zu rechnen.

Unterm Strich scheint es also so zu sein, dass sich die Region Asien am schnellsten aus der Wirtschaftskrise berappeln kann. Dies belegen eindrucksvoll die zuletzt von dort vermeldeten Wirtschaftsdaten beispielsweise aus China und Südkorea. Exportsteigerungen von 21 bzw. 47 Prozent sprechen hier eine deutliche Sprache. Die deutschen Exporte stiegen dagegen im Dezember 2009 lediglich um unbereinigte 3,4 Prozent im im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat ging es allerdings unbereinigt um  minus 5,99% kräftig abwärts.

Roland Pumberger

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