22.02.2010
10:45

Aufgrund der Tatsache, dass der deutsche Sportwagenbauer Porsche die neuen Grenzwerte zum Verbrauch in Amerika deutlich überschreitet, drohen hohe Strafzahlungen und im schlimmsten Fall sogar das Aus auf dem US-Markt. Dies berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe.

Nach dem Gesetz, das im Mai in Kraft treten wird, müsste Porsche für die gesamte Fahrzeugflotte bis 2016 eine durchschnittliche Reichweite von 41,4 Meilen pro Gallone erreichen. Das entspricht etwa einem Verbrauch von 5,7 Litern auf 100 Kilometern. „Um den Grenzwert zu erreichen, müssten wir den Verbrauch Jahr für Jahr um rund zehn Prozent senken“, rechnete Schläfli vor. Das sei technisch unmöglich.

Walter Lewis, der Porsche gegenüber den US-Behörden vertritt, meinte dazu: „Es ist nicht die Aufgabe der Regierung, die Gewinner und Verlierer der Autoindustrie zu bestimmen. Das ist keine Umweltpolitik, das ist Industriepolitik!“

Unrecht dürfte Lewis mit dieser Aussage nicht haben. Zunächst wird die Sparte mit (umweltpolitisch völlig kontraproduktiven) Abwrack- bzw. Ökoprämien gestützt. Nun wird sie mit derartigen Maßnahmen politisch abgewrackt.

Wenngleich Maßnahmen zum Umweltschutz meiner Ansicht nach unumgänglich sind, dürfte der hier gezeigte Weg eher der falsche sein. Vielmehr sollten Wege eingeschlagen werden um sich grundsätzlich möglichst rasch vom Verbrennungsmotor zu lösen. Umweltfreundliche Alternativen gäbe es insbesondere vor dem Hintergrund genug, dass rund 80 Prozent des weltweiten Verkehrs Kurzstrecken bis 20 km sind. Diese Strecken sind auch ohne Benzin oder Diesel einfach überbrückbar. Die Lobby muss dies nur zulassen…

Roland Pumberger

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