08.04.2010
09:27

Die Risikoprämie, die Anleger für zehnjährige griechische Staatsanleihen gegenüber vergleichbaren Bundespapieren verlangen, erreichte am Dienstag 408 Basispunkte. Der Spread war damit so hoch wie noch nie seit dem Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone im Jahr 2001. Die Rendite für zehnjährige griechische Staatsanleihen lag damit bei stolzen 7,02 Prozent.

Auch die Kosten für eine Absicherung gegen einen Zahlungsausfall stiegen dramatisch an: Kreditderivate (Credit Default Swaps, CDS) auf fünfjährige griechische Staatsanleihen kletterten laut dem Datendienstleister Markit um 56 Basispunkte auf 400 und damit den höchsten Stand seit Anfang Februar. Damit kostet es 400.000 Euro, Anleihen im Wert von 10 Mio. Euro ein Jahr lang gegen einen Ausfall zu versichern.

Unterdessen berichtet MMNews von einem einsetzenden Bankrun in Griechenland. So würden Wohlhabende ihre Gelder von den hellenischen Banken abziehen und Milliarden in die Schweiz, Zypern und Großbritannien transferieren. Konkret ist von einem Abfluss von 8 Mrd. Euro und damit rund 4 Prozent des griechischen Bruttoinlandsproduktes die Rede.

Während oberflächlich betrachtet die Wirtschaft die Talsohle durchschritten haben scheint, dürfte es unter der Oberfläche also weiter ordentlich brodeln. Welche Auswirkungen dies auf die gesamte Eurozone haben wird bleibt abzuwarten…

Roland Pumberger

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