30.04.2012
13:32

Jüngst auf der RWE-Hauptversammlung

Erfahrungen eines HV-Reporters

Kurz nach 5 Uhr machte sich der HV-Reporter noch gut gelaunt auf den Weg nach Essen zur Hauptversammlung der RWE AG. Die Anreise verlief durchaus positiv, mit lediglich 5 Minuten Verspätung erreichte der ICE den Zielbahnhof Essen - dann in die überquellende U-Bahn Richtung Gruga-Halle gedrängt. Glücklicherweise war es nicht der erste Trip zur Gruga-Halle, denn die RWE AG hat auf ihrer Homepage als Ausstieg Messe-West angegeben anstatt der eigentlich korrekten Haltestelle Messe-Ost - anschließend links auf den Weg gemacht in Richtung Presseeingang, obwohl der Wegweiser einen nach rechts und damit in die falsche Richtung schickte. Bereits am 11. April, also 8 Tage vor der Hauptversammlung, hatte die Gesellschaft die Akkreditierung schriftlich bestätigt, doch davon wollte man auf einmal am Presseschalter nichts mehr wissen. Auf jeden Fall wurde der Zutritt verweigert, obwohl im Vorfeld die Akkreditierung von Seiten RWE bestätigt worden war.

Zum Glück befanden sich im Gepäck aber auch noch 2 Eintrittskarten für die Hauptversammlung. Also dann in die lange Schlange am Sicherheitscheck für die Aktionäre eingereiht. Nachdem dies geschafft war, auf die Abgabe an der Garderobe verzichtet, da auch dort riesige Schlangen zu verzeichnen waren. Im Saal waren wenigstens noch einige Plätze mit Tisch frei, allerdings an Stromzufuhr für technische Geräte war im Gegensatz zu anderen Hauptversammlungen von DAX-Unternehmen natürlich nicht gedacht worden.

Groß auf die Fahne geschrieben hat sich RWE das Thema Nachhaltigkeit. Beim Thema Essen konnte davon allerdings keine Rede sein. Jedes einzelne Sandwich war extra in eine riesige Folie eingepackt und dann auch noch zusätzlich mit einem Aufkleber beschriftet, bei mehreren 10.000 Schnittchen sicherlich keine Leistung, die den Nachhaltigkeitspreis verdient. Außerdem waren die eingepackten Sandwiches eine ideale Beute für die anwesenden Einpacker, ihnen wurde ihre sonstige Arbeit dadurch bereits abgenommen. Aufs Mittagessen konnte man auch verzichten, ansonsten hätte man die Hälfte der Hauptversammlung in der Warteschlange verbracht. Die Präsenz war nur auf einem einzigen Bildschirm in der Halle einsehbar, der dann aber auch im hintersten Eck platziert war. In Summe war die Organisation für ein DAX-Unternehmen absolut kein Ruhmesblatt, man sollte vielleicht einmal beim Aufsichtsratsmitglied Dr. Zetsche nachfragen, wie man das zukünftig besser machen kann.

Thorsten Renner

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