22.10.2012
20:35

Am 22. Oktober 1974 - also heute auf den Tag genau vor 38 Jahren - hat das Amtsgericht Köln dem Vergleichsantrag des Bankhauses I.D. Herstatt KGaA stattgegeben. Die Kölner Privatbank - die sich mehrheitlich im Besitz des Kölner Versicherungsunternehmers Gerling befand - musste im Juni 1974 ihre Schalter schließen, da man wg. fehlgeschlagener Devisenspekulationen in eine existenzvernichtende Schieflage geraten ist. (Näheres zu den Hintergründen siehe unseren HV Bericht aus dem Jahre 2005 - http://www.gsc-research.de/gsc/research/hv_berichte/detailansicht/index.html?tx_mfcgsc_unternehmen%5Buid%5D=3279&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1877&cHash=c90963e066). Der Zusammenbruch des Bankhauses I.D. Herstatt in 1974 war der bis dato größte Bankencrash in der Bundesrepublik. Am Tag der Antragstellung zum Vergleichsverfahren am 27. Juni 1974 und der vom Aufsichtsamt verfügten Schließung der Schalter kam es vor dem Hauptsitz des Instituts zu Tumulten aufgebrachter Kunden.

Als Ergebnis aus der Herstatt-Pleite und dem dort initiierten Feuerwehrfonds des Bankgewerbes zur teilweisen Entschädigung der Anleger gründeten die deutschen Banken in der Folge einen Einlagensicherungsfonds, der die Sparer vor dem Komplettverlust Ihrer Einlagen schützen soll. Die Abwicklung der Herstatt-Bank hat sich über mehr als drei Jahrzehnte bis ins Jahr 2007 hingezogen.

Tiefergehende Einblicke in dieses spannende, aber schon fast vergessene Kapitel der deutschen Bankgeschichte bieten auch die Berichte von GSC Research, in den Jahren 2005 bis 2007 haben wir an den Versammlungen teilgenommen. Die erschienen Berichte mit spannenden Hintergründen sind unter dem nachfolgenden Link zu finden - http://www.gsc-research.de/gsc/datenbank/datenbank/suchergebnis/suchdetailseite/index.html?tx_mfcgsc_unternehmen%5BDBSUCHE%5D=herstatt&tx_mfcgsc_unternehmen%5Buid%5D=3279&cHash=549aefc4ac)  

Alexander Langhorst

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