17.04.2015
08:21

Die Ukraine-Krise und die von den EU-Staaten und anderen Nationen gegen Russland verhängten Sanktionen nach der Annexion der Krim bestimmt seit über einem Jahr die Medien. Inzwischen machen sich die Auswirkungen dieser Maßnahmen, wie auch die von Russland verhängten Gegenmaßnahmen bemerkbar.

Hiervon werden naturgemäß auch all jene Unternehmen in Deutschland betroffen, die nennenswertes Geschäft mit Russland machen. Neben Belastungen aus der anhaltenden Abschwächung des Rubelkurses wirken sich aber auch die von Russland angeordneten Änderungen von Importbestimmungen aus. Insbesondere bei Produkten die als Fertigware nach Russland eingeführt werden sollen (z.B. Textilien usw.) ist für die russischen Importeure die Beantragung neuer Importgenehmigungen zwingend notwendig.

Dabei sind die in Vergangenheit dort beliebten Modelle mit Einkaufsgesellschaften in Zypern oder auf Karibikinseln nicht mehr zulässig. Die erforderlichen Genehmigungen für die neuen Importvereinbarungen durch die zuständigen Behörden bedürfen auch einer zum Teil längeren Bearbeitungszeit. Ausgehend hiervon ist es also nicht verwunderlich wenn Unternehmen von deutlichen Rückgängen im Russlandgeschäft berichten, Investoren sollten diesen Effekt bei Gesellschaften mit hohem Geschäftsanteil im Auge behalten.

Alexander Langhorst

  •  
  • 0 Kommentare
  •  

Sie haben keine Berechtigung, einen Kommentar zu hinterlassen.

Zurück

Börsenalltag per Mail

Abonnieren Sie unsere Blogeinträge als Newsletter!
(* Pflichtfelder)

Abo

Datenschutzerklärung

*

Rechtliche Hinweise