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Ein neuer Start für Galileo


Die Bremer OHB Technology AG und SSTL mit Sitz in Guildford, Großbritannien, begrüßen die Entscheidung des EU-Verkehrsrates für Galileo. Beide Unternehmen befürworten ausdrücklich den neuen Anlauf für Galileo mit einer verbesserten Verfahrensordnung und einem ausgewogenen Wirtschaftsplan, der den Wettbewerb stärkt und Dual Sourcing ermöglicht. Gleichzeitig einigten sich OHB und SSTL auf eine vertragliche Zusammenarbeit im Rahmen des Galileo-Programms. OHB wird hierbei als Generalunternehmer fungieren und die Satellitenplattformen bereitstellen, während SSTL die Nutzlasten der Satelliten zuliefert.

Die Finanzierung von Galileo aus öffentlichen Mitteln macht die Ausschreibung des Projekts möglich. Zielsetzung beider Unternehmen ist die Einreichung eines wettbewerbsfähigen Angebots für die Satelliten. Marco R. Fuchs, Vorstandsvorsitzender von OHB Technology, kommentiert die Entscheidung des Europäischen Verkehrsrates wie folgt: "Die Möglichkeit der Dual Source-Beschaffung ist eine sehr attraktive Lösung für die öffentlich-rechtlichen Institutionen, sowohl um die Preise niedrig zu halten, als auch die Zulieferung auf lange Sicht zu gewährleisten. Wir schätzen den Einsatz der deutschen Regierung für einen angemessenen Kompromiss, der die positive Entscheidung des Rates ermöglicht hat. Wir sind fest entschlossen, das Galileo-Beschaffungsverfahren zu unterstützen."

Als Generalunternehmer fungiert OHB bereits für das deutsche Satellitenaufklärungssystem SAR-Lupe, das im Auftrag des deutschen Verteidigungsministeriums aufgebaut wurde und aus fünf militärischen Aufklärungssatelliten besteht. Die SAR-Lupe Satelliten gehören wie Galileo der 700kg-Klasse an. Das sich auf ein Gesamtvolumen, einschließlich der Bodenstation und der Starts, von 315 Mio. EUR belaufende Programm wurde gemäß der zeitlichen Vorgaben und Budgetbestimmungen durchgeführt. Drei Satelliten sind bereits funktionsfähig; die beiden verbleibenden Satelliten werden 2008 in ihre Umlaufbahnen befördert. OHB zeichnet außerdem verantwortlich für die Konstruktion von sieben neuen ORBCOMM-Satelliten für das kommerzielle ORBCOMM-Satellitensystem.

SSTL hat erfolgreich die GIOVE-A Mission absolviert, im Rahmen derer der bisher einzige Galileo-Satellit ins All befördert wurde. Entwickelt wurde GIOVE-A auf Grundlage eines 28-Mio. EUR-Vertrags mit der ESA, der in der zweiten Jahreshälfte 2003 unterzeichnet wurde. Das Primärziel dieser Mission war es, Galileo-Signale aus dem All zu senden, damit Europa Ansprüche auf die Frequenzen geltend machen konnte, die für Galileo bei der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) angemeldet worden waren. Vor Jahresende 2005 ist der Satellit termin- und budgetgerecht entworfen, gebaut, getestet und ins All geschickt geworden. GIOVE-A sendet nunmehr seit über 22 Monaten Galileo-Signale. Im Zuge des Erfolgs von GIOVE-A schloss die ESA im März 2007 einen weiteren Vertrag mit SSTL über einen zweiten Satelliten, GIOVE-A2.

Die volle Funktionsfähigkeit von Galileo erfordert den Bau und die Inbetriebnahme von 26 Satelliten. Zur langfristigen Aufrechterhaltung des Systems werden in Zukunft weitere Satelliten benötigt. Angesichts dieser großen Anzahl ist es von grundlegender Bedeutung für die öffentliche Hand, dauerhaft auf ein konkurrierendes Angebot an Satelliten aus der Industrie zurückgreifen zu können. Zur neuen Vereinbarung meint Sir Martin Sweeting, Vorstandsvorsitzender von SSTL: "Die Partnerschaft von OHB und SSTL hat sich zum Ziel gesetzt, Europa eine zweite Bezugsquelle einsatzbereiter Satelliten anzubieten. Wir können unsere Erfahrungen mit Weltraumprogrammen, speziell der Entwicklung von Satelliten höchster Qualität zu angemessenen Kosten innerhalb des gegebenen Zeitrahmens, in das Galileo-Projekt einbringen."

Einer der Vorteile aus der Zusammenarbeit besteht in der der Kostensenkung für Galileo. Beide Partner haben bewiesen, innerhalb kürzester Zeit Weltraumsysteme zu entwickeln, was auch helfen wird, das Tempo des ganzen Programms zu beschleunigen. Eine rasche Entwicklung der ersten Serie von Satelliten wird Galileo auf dem Markt etablieren und dem Bürger der Europäischen Union ermöglichen, ersten Nutzen aus dem System zu ziehen. Es besteht ein eindeutiges Bestreben danach den Erstbetrieb so bald wie möglich zu starten, damit Nutzeranwendungen und Geräte für Galileo entwickelt werden können, um dadurch den zukünftigen Wert des kompletten Systems sicherzustellen.

Galileo ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der Europäischen Kommission.


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