Zumtobel Group AG (ISIN AT0000837307)

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Die Entwicklung der Zumtobel Gruppe mit Sitz in Dornbirn / Vorarlberg steht im neuen Geschäftsjahr 2009/10 weiter unter den Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise: Im ersten Quartal (Mai – Juli) ging der Konzernumsatz um 12% auf 278,6 Mio. EUR (Vorjahr 316,7 Mio. EUR) zurück. Neben der globalen Wirtschaftskrise wirkten sich erneut negative Währungseffekte, vor allem aus dem schwachen britischen Pfund, auf den Umsatz aus. Bereinigt um diese Effekte lag der Umsatzrückgang bei 10,2%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 19,2 Mio. EUR (VJ: 27 Mio. EUR, -28,9%). Das EBIT im ersten Quartal war sowohl von einmalig positiven Lizenzeinnahmen als auch negativen Restrukturierungsaufwendungen, vor allem in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm Excellerate, wesentlich beeinflusst. Die EBIT-Marge erreichte angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds ein respektables Niveau von 6,9% (VJ: 8,5%). Das Periodenergebnis erreichte 10,2 Mio. EUR (VJ: 14,3 Mio. EUR; -28,7%).

"Wir setzen in der Krise konsequent auf die Umsetzung unseres Effizienzsteigerungsprogramms. Die eingeleiteten Maßnahmen greifen: Allein im ersten Quartal 2009/10 haben wir die Vertriebs- und Verwaltungskosten um weitere 10 Mio EUR gesenkt. Über die letzten neun Monate sind damit unsere laufenden Kosten um insgesamt rund 30 Mio EUR zurückgegangen. Dies gibt uns den nötigen Spielraum, um in dieser schwierigen Zeit unsere Liquidität zu sichern und trotzdem gezielt in ausgewählte Zukunftstechnologien und –märkte zu investieren", erläutert Andreas Ludwig, Chief Executive Officer der Zumtobel Group.

Beide Segmente und fast alle Regionen rückläufig

Beide Segmente waren deutlich vom Umsatzrückgang betroffen: Während das Leuchtengeschäft überproportional von den negativen Währungseffekten belastet war (Umsatzrückgang um 11,6% auf 207,5 Mio. EUR; währungsbereinigt: -9,8%), hatte das Komponentengeschäft einen etwas höheren Volumenrückgang zu verzeichnen (Umsatzrückgang um 14,4% auf 87,8 Mio. EUR; währungsbereinigt -13%). Im Komponentengeschäft ist weiterhin ein technologischer Wandel von konventionellen magnetischen auf höherwertige elektronische Vorschaltgeräte zu verzeichnen. Betrachtet nach Regionen zeigen alle Märkte – außer Asien – deutliche Umsatzrückgänge: Im deutschsprachigen Raum ging der Umsatz um 6,7% auf 72,8 Mio EUR zurück. Das Geschäft in Westeuropa (einschließlich Großbritannien) war mit 15,6% (87 Mio EUR) rückläufig, bereinigt um die negativen Währungseffekte lag der Rückgang bei ca. 10%. Insgesamt ergibt sich für Europa ein Minus von 14,3% auf 220,9 Mio. EUR, das sind 79,3% vom Quartalsumsatz. In Asien stieg der Umsatz um 8,6% auf 23,5 Mio. EUR – bereinigt um positive Währungseffekte lag das Plus bei 2,3%. Erfreulich war erneut die Entwicklung des LED-Geschäfts: Der Umsatz mit LED-basierten Produkten stieg im ersten Quartal um 41,4% auf 15,8 Mio EUR.

Rückgang der Mitarbeiterzahlen im Vergleich zu Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag (31. Juli 2008) ging der Mitarbeiterstand (Vollzeitkräfte inklusive Leiharbeiter) zum Ende des ersten Quartals um 709 Vollzeitkräfte zurück. Betrachtet zum Bilanzstichtag am 30. April 2009 ist – saisonal bedingt – ein leichter Anstieg der Mitarbeiterzahlen von 7.165 auf nun 7.280 zu verzeichnen. Dieser Aufbau beruht vor allem auf zusätzlichen Leiharbeitskräften während der Sommermonate.

Weiterhin solide Finanzierung

Hinsichtlich Bilanzstruktur und Liquidität ist die Zumtobel Gruppe weiter sehr solide aufgestellt: Die Eigenkapitalquote liegt im Vorgleich zum Vorjahr bei unveränderten 43,8%, der Schuldendeckungsgrad bei 1,71. Damit erfüllt die Zumtobel Gruppe die Auflagen aus dem bis 2013 laufenden Kreditvertrag deutlich. Der Free Cashflow ist im saisonal üblichen Muster negativ, blieb aber mit -13,8 Mio. EUR zum 31. Juli 2009 auf dem guten Vorjahresniveau.

Ausblick: Vorstand hält an Einsparsziel fest

Der Ausblick der Zumtobel Gruppe ist weiter mit großer Unsicherheit behaftet. Aufgrund der spätzyklischen Natur des Geschäfts – die Beleuchtung ist eines der letzten Gewerke, das in einem neuen bzw. renovierten Gebäude installiert wird – erwartet der Vorstand den konjunkturellen Tiefpunkt erst im Laufe des Jahres 2010: "Wir sehen für das gesamte Geschäftsjahr deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge, welche in der zweiten Hälfte durch die bereits niedrigeren Werte des Vorjahres moderater ausfallen sollten. Darum halten wir weiter an unserem Ziel fest, bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres bis zu 100 Mio EUR einzusparen. Das Ergebnis aus dem ersten Quartal stimmt uns jedoch zuversichtlich, dass wir für dieses Jahr wie geplant den Free Cashflow auf einem positiven Niveau halten können", erläutert Andreas Ludwig den Ausblick des Vorstands.


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