FRIWO AG (vormals CEAG AG) (ISIN DE0006201106)

Von-Liebig-Straße 11
D-48346 Ostbevern
Deutschland
Tel.:
+49 (0) 2532 / 81 - 118
Fax:
+49 (0) 2532 / 81 - 129
Internet: www.friwo-ag.de
Kontakt Investor Relations:
Britta Wolff
Email: ir@friwo.de

Zwischenmitteilung zum 31. März 2009


Die im General Standard notierte CEAG AG entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen FRIWO Netz- und Ladegeräte für ein breites Spektrum an Applikationen, wie Haushaltsgeräte, mobile Werkzeuge, IT und Kommunikationstechnik, industrielle Anwendungen oder Medizintechnik. CEAG ist mit ihren Produkten weltweit in allen wichtigen Vertriebsregionen vertreten.

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Die Auswirkungen des globalen Wirtschaftsabschwungs, der zu Rezessionen in vielen Märkten geführt hat, haben auch die Geschäftsentwicklung der CEAG im ersten Quartal 2009 beeinflusst. Die saisonal übliche verhaltene Nachfrage- und Umsatzentwicklung in den ersten drei Monaten eines Geschäftsjahres hat sich bei zahlreichen Kunden spürbar verstärkt. In fast allen CEAG-Sektoren haben einzelne Kunden ihr Auftragsvolumen aufgrund der allgemeinen Marktschwäche zum Teil deutlich reduziert. Aufträge werden kurzfristiger platziert, was die derzeit herrschende Unsicherheit der Unternehmen und Konsumenten reflektiert.

Im EMS-Bereich (Electronic Manufacturing Services), der weniger als 5 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, hat die CEAG im März für zunächst sechs Monate Kurzarbeit eingeführt Dies wurde infolge des deutlich reduzierten Auftragsvolumens aus der Automobilzulieferbranche notwendig.

Umsatz

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009 ging der Konzernumsatz von 19,9 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent auf 18,6 Mio. Euro zurück. Grund ist die erwähnte Nachfrageschwäche einzelner Kunden aufgrund der negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg des US-Dollars aus, was im Vergleich zum Vorjahresquartal zu einem positiven Umsatzeffekt in Höhe von 1,5 Mio. Euro führte. Währungsbereinigt betrug der Umsatzrückgang somit 13,8 Prozent.

Ergebnis

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des CEAG-Konzerns lag im ersten Quartal mit 0,1 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums (0,5 Mio. Euro). Der Rückgang ist Folge des geringeren Umsatzes sowie eines ungünstigeren Produktmixes. Die daraus resultierenden Ergebniseinbußen konnten durch Kosteneinsparungen in der Verwaltung, die nach dem 2008 erfolgten Verkauf der ehemaligen Geschäftseinheit FMP realisiert wurden, nur teilweise kompensiert werden. Das Ergebnis vor Steuern (PBT) betrug 0,2 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hat sich im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2008 nicht wesentlich verändert. Zum 31. März 2009 belief sich die Bilanzsumme auf 60,6 Mio. Euro nach 61,9 Mio. Euro per 31. Dezember 2008 (- 2,2 Prozent). Mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent wies der Konzern zum Quartalsende unverändert eine solide Eigenkapitalbasis aus (31. Dezember 2008: 60 Prozent).

Der operative Cashflow war von Januar bis März 2009 mit -0,2 Mio. Euro leicht negativ. Die Investitionstätigkeit führte zu einem Zahlungsmittelabfluss von 0,3 Mio. Euro. Die liquiden Mittel des Konzerns betrugen zum Ende des Berichtsquartals 22,4 Mio. Euro nach 23,0 Mio. Euro Ende 2008.

Hauptversammlung 2009

Am 21. April 2009 beschloss die Hauptversammlung der CEAG AG eine Dividende für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 3,00 Euro je Stückaktie. Durch den Dividendenbeschluss kamen 23,1 Mio. Euro zur Ausschüttung. Die daraus resultierende Eigenkapitalschmälerung führte zur Reduzierung der Konzerneigenkapitalquote auf 35 Prozent per 30. April 2009.

Zudem beschlossen die Aktionärinnen und Aktionäre, neben anderen Satzungsänderungen, die Umfirmierung der CEAG AG in FRIWO AG. Dadurch sollen der Name der Gesellschaft und der in den Märkten seit Jahrzehnten etablierte Name der Produktmarke vereinheitlicht werden. Die Namensänderung wird mit Eintragung in das Handelsregister wirksam.

Wesentliche Vorgänge nach Abschluss des Berichtszeitraums

Am 8. Mai 2009 gab die CEAG AG bekannt, dass die Erwerberin der ehemaligen Geschäftseinheit FMP, eine Tochtergesellschaft der Flextronics International Ltd., wegen behaupteter Verletzung von Garantien aus dem Anteilskaufvertrag Ansprüche geltend macht. Der vorläufige Streitwert liegt bei 6 Mio. Euro. Die CEAG AG wird prüfen, inwieweit die Klage zulässig und materiell begründet ist. Zur Besicherung möglicher Ansprüche aus dem Anteilskaufvertrag wurde der Erwerberin bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs eine Bankgarantie gestellt, die durch die Verpfändung bei der garantierenden Bank hinterlegter Wertpapiere im Wert von 8,6 Mio. Euro unterlegt ist. Im dargestellten Ergebnis fand dieser Sachverhalt noch keine bilanzielle Berücksichtigung.

Ausblick 2009

Angesichts der erheblichen Unsicherheiten über die künftige konjunkturelle Entwicklung ist es derzeit schwierig, verlässliche Prognosen für den Geschäftsverlauf 2009 zu geben.

Derzeit geht der Vorstand auf Basis des ersten Quartals, des aktuell deutlich unter den Erwartungen liegenden Auftragsbestands und aufgrund der allgemeinen Konjunktur- und Währungsaussichten davon aus, dass im Jahr 2009 der Konzernumsatz des Vorjahres nicht erreicht werden wird.


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