Lloyd Fonds AG (ISIN DE0006174873)

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Konzept zur vollständigen Enthaftung vereinbart


Die Lloyd Fonds AG hat ein Konzept zur vollständigen Enthaftung vereinbart, welches das Unternehmen von allen Garantien und Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) gegenüber den Banken freistellt. Für die Freistellung von Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 230,2 Mio. Euro (zum 31.12.2009) erhalten die Banken bis 2014 maximal 20 Mio. Euro. Es besteht für Lloyd Fonds die Möglichkeit, den Enthaftungsbetrag durch eine Einmalzahlung im Jahr 2010 auf 12,5 Mio. Euro zu reduzieren. Bei einer Einmalzahlung im Jahr 2011 beläuft sich der Enthaftungsbetrag auf 13,65 Mio. Euro. Bis Ende 2014 gilt ein Moratorium.

Die maßgeblichen Altaktionäre der Lloyd Fonds AG unterstützen das Konzept, indem sie 2,8 Mio. Aktien aus ihren Beständen abgeben, das sind rund 22 Prozent des gesamten Aktienbestandes. Der Erlös aus dem Verkauf der Aktien, für die die Altaktionäre ein Rückkaufsrecht haben, fließt den beteiligten Banken zu.

Im Zuge der Enthaftung befreit sich das Unternehmen komplett von seiner noch verbliebenen Schiffspipeline. Seit dem dritten Quartal 2009 hatte Lloyd Fonds die Schiffspipeline von damals 29 auf zuletzt 18 Schiffe reduziert. Im Rahmen der Neuausrichtung im vergangenen Jahr wurde die strategische Konzentration auf die Produktbereiche Immobilien und Transport initiiert und bereits diverse Kosten und Eventualverbindlichkeiten minimiert.

Aufgrund der anhaltend geringen Nachfrage nach geschlossenen Fonds hat Lloyd Fonds im Jahr 2009 ein Eigenkapital in Höhe von 58 Mio. Euro platziert. Damit hat der Konzern einen deutlich niedrigeren Umsatz in Höhe von 20,0 Mio. erwirtschaftet (2008: 48,1 Mio. Euro). Das EBIT in Höhe von -59,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum -4,3 Mio. Euro) ergibt sich aus einer Reihe von Sondereffekten, die 87 Prozent des Ergebnisses ausmachen. Der Großteil der Sondereffekte ist auf die Bilanzierung der Enthaftungszahlung an die Banken sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen. Dadurch hat sich das Konzerngrundkapital um mehr als die Hälfte reduziert. Das Eigenkapital des Konzerns betrug gemäß IFRS zum Jahresende 1,8 Mio. Euro. Im isolierten HGB-Abschluss weist die Lloyd Fonds AG ein negatives Eigenkapital in Höhe von -2,3 Mio. Euro aus.

Parallel zur Enthaftung haben bereits potenzielle, finanzstarke Investoren ihr Interesse an einem Engagement bei Lloyd Fonds bekundet, die vom langfristigen Wachstumspotenzial des Unternehmens überzeugt sind und aufgrund der Bankenvereinbarung und des vorausgegangenen erfolgreichen Risikomanagements einen günstigen Zeitpunkt für einen Einstieg sehen.

Für 2010 erwartet Lloyd Fonds aufgrund des bisherigen Maßnahmenpaketes und der allgemeinen Belebung der Wirtschaft eine Erhöhung der Platzierungszahlen auf 150 Mio. platziertes Eigenkapital sowie ein ausgeglichenes Unternehmensergebnis. Dies wird durch den weiteren Ausbau des Immobilienbereiches sowie die Erschließung von Spezialmärkten in der Assetklasse Transport erreicht.


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