LHA Internationale Lebensmittelhandelsagentur Krause AG (ISIN DE0006490105)

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Bericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2007


Die LHA Krause AG, der Broker für Milchrohprodukte, berichtet über das Ergebnis zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Der Umsatz belief sich bis Ende September auf 35,9 Mio. EUR und lag somit im Vergleich zum Ende des dritten Quartals des vorigen Geschäftsjahres um 10,5 Mio. EUR höher. Auch der Planumsatz auf Basis der ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres von 26,2 Mio. EUR wurde um 9,7 Mio. EUR überschritten. Der Rohertrag betrug 710 TEURund lag somit um 198 TEUR (+38,7%) über dem Rohertrag für den Zeitraum von Januar bis September 2006 und um 147 TEUR (+26,1%) über dem geplanten Rohertrag für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2007. Dabei nahm die Rohgewinnmarge im Vergleich des Dreivierteljahres des laufenden Geschäftsjahres zum vorigen Geschäftsjahr von 2,01% um 0,03% auf 1,98% ab, was dem Umsatzanstieg zuwider verlief.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern von 313 TEUR lag um 131 TEUR über dem des Vorjahreszeitraums und überschritt das geplante Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für die ersten drei Quartale 2007 um 97 TEUR (+44,9%). Dabei erhöhte sich die Summe aus Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 519 TEUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 452 TEUR um 67 TEUR. Die Planzahl für diese Aufwendungen von 471 TEUR wurde um 48 TEUR (10,2%) überschritten. Das Finanzergebnis ist mit 122 TEUR positiv und entspricht dem Finanzergebnis des Vorjahreszeitraums. Das geplante Finanzergebnis für den Zeitraum von Januar bis September 2007 beläuft sich auf 124 TEUR und wurde somit um 2 TEUR unterschritten. Neben Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von 45 TEUR konnten Zinserträge von 77 TEUR erzielt werden, welche die Planzahl um 1 TEUR unterschritten. Zinsaufwendungen fielen in Höhe von 0,6 TEUR an. Das Ergebnis nach Ertragsteuern beläuft sich auf 211 TEUR und überschreitet somit das geplante Ergebnis von 149 TEUR um 62 TEUR(+41,6%). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das Ergebnis nach Ertragsteuern um T96 (83,5%) höher.

Entwicklung der Geschäfte

Auch das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres war von einer starken Nachfragesituation am Milchrohstoffmarkt geprägt. Die starke Umsatzsteigerung ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass die Preise für Milchrohstoffe im Verlauf des Geschäftsjahres drastisch angestiegen sind. Aus diesem Grund entschieden sich einige milchverarbeitende Betriebe, Milchrohstoffe, die für die eigene Produktion von Milcherzeugnissen vorgesehen waren, am freien Markt zu veräußern, da diese Art der Verwertung der Rohstoffe für diese Betriebe lukrativer war. Dies führte dazu, dass einige milchverarbeitende Unternehmen einen Teil ihrer Kontrakte mit demLebensmittelhandel nicht verlängerten. Somit bot sich für die LHA Krause AG verstärkt die Möglichkeit, umfangreichere Transaktionen mit freien Milchrohstoffmengen durchzuführen. Die Rohgewinnmarge hat sich im Vergleich des zweiten zum dritten Quartal 2007 um 0,9% auf 1,98% verringert.

Ausblick

Zum Ende des dritten Quartals 2007 hat sich die lebhafte Nachfragesituation wieder beruhigt, da der Bedarf an Butter und Milchpulver rückläufig ist. Somit scheint der Höhepunkt der Preisspirale sowie des Nachfragebooms erreicht zu sein. Zudem treten wieder Überseeländer wie beispielsweise die USA und Neuseeland verstärkt mit Angeboten am Weltmarkt auf, da die Produktion von Milcherzeugnissen in diesen Ländern ausgebaut wurde. Auch die Endverbraucher von Milchprodukten reagieren aufgrund der bereits stattgefundenen Preiserhöhungen durch einen zurückhaltenden Konsum. Ferner bestehen Bestrebungen der Milchindustrie, infolge der spürbaren Preiserhöhungen bei Milchrohstoffen Rohstoffsubstitute einzusetzen. So beabsichtigt z.B. die Eiskremindustrie, zukünftig pflanzliche statt tierische Fette einzusetzen. Aus diesen Gründen muss damit gerechnet werden, dass die Nachfrage auf dem Milchsektor gedämpft werden könnte. Das wiederum könnte nach Unternehmensangaben dazu führen, dass man wieder verstärkt nach alternativen Absatzmöglichkeiten Ausschau halten muss.



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