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Zahlen zum 3. Quartal 2009


Der Umsatz belief sich im Berichtszeitraum auf  34,1 Mio. EUR und lag somit im Vergleich zum dritten Quartal des vorigen Geschäftsjahres um  8,4 Mio. EUR (minus 19,8%) niedriger. Der Planumsatz auf Halbjahresbasis von  27,8 Mio. EUR wurde jedoch um  6,3 Mio. EUR (+ 23,0%) überschritten. Der Rückgang der Umsatzerlöse mit dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist zu begründen mit dem zwischenzeitlich eingetretenen starken Preisverfall für Milchrohstoffe. Der Rohertrag betrug 1.144 TEUR und lag somit um 154 TEUR (minus 11,9%) unter dem Rohertrag des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2008 und um 335 TEUR (+ 41,4%) über dem geplanten Rohertrag für das dritte Quartal 2009. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern von 592 TEUR lag um 180 TEUR (minus 23,4%) unter dem des Vorjahreszeitraums und überschritt das geplante Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das dritte Quartal 2009 um 202 TEUR (+ 51,8%). Dabei reduzierte sich die Summe aus Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit minus 632 TEUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 686 TEUR um + 54 TEUR (minus 7,9%).

Die Planzahl für diese Aufwendungen von minus 561 TEUR wurde um minus 71 TEUR (+ 12,7%) überschritten. Das Finanzergebnis ist mit 80 TEUR positiv und liegt um 80 TEUR (minus 50,0%) unter dem positiven Finanzergebnis des dritten Quartals des vorigen Geschäftsjahres von +160 TEUR, was zu begründen ist mit einem extrem gesunkenen Zinsen für Guthaben bei Kreditinstituten. Das geplante Finanzergebnis zum Ende des dritten Quartals 2009 liegt um 62 TEUR (minus 43,7%) unter dem Ist-Finanzergebnis. Das Ergebnis für die ersten drei Quartale nach Ertragsteuern beläuft sich auf 418 TEUR und überschreitet somit das geplante Ergebnis von 276 TEUR um 142 TEUR (+ 51,5%). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das Quartalsergebnis nach Ertragsteuern um 127 TEUR (minus 23,3%) niedriger. Festzuhalten ist, dass die Entwicklung der Ertragslage bis zum 30. September 2009 zwar über dem Plan gelegen hat, jedoch hinter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums zurück geblieben ist.

Begründung der Geschäftsentwicklung

Bis zum Ende des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2009 war der Geschäftsverlauf geprägt von einer schwachen Nachfrage in allen Bereichen der Milchrohstoffe. Im Verlauf des dritten Quartals ist es zu einer Festigung der Rohstoffmärkte gekommen. Zu begründen ist dies mit einer Rohmilchanlieferung der Erzeuger, welche nicht so stark ausgefallen ist wie ursprünglich erwartet. Dadurch wurde die zur Verfügung stehende Milchquote nicht vollständig ausgenutzt. Zudem flacht die Wirtschaftskrise allmählich ab, so dass auch die Absätze bei den Milchprodukten wieder anziehen. Diese Entwicklung wurde unterstützt durch eine abnehmende Verunsicherung bei den Endverbrauchern. Des Weiteren verbessern sich die Möglichkeiten der milchverarbeitenden Betriebe, die hergestellten Produkte im Exportbereich abzusetzen. Dies hat zur Konsequenz, dass sich einerseits der Bedarf an Milchrohstoffen entsprechend erhöht und sich daher die Absatzchancen verbessern. Andererseits verringert sich jedoch auch das Angebot, da sich die verfügbaren freien Rohstoffmengen deutlich verringern.

Ausblick

Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2009 war durch eine günstige Konstellation der Marktparameter beeinflusst worden, was sich für das Unternehmen in einer positiven Ertragsentwicklung widerspiegelte. Das dritte Quartal 2009 konnte nicht vollständig an die positive Entwicklung des ersten Halbjahres 2009 anknüpfen und lag auch im Vergleich zum Vorjahresquartal hinter der Ertragsentwicklung zurück, was auch durch eine schwierigere Marktsituation begründet war. Aufgrund der aktuell vorliegenden Erkenntnisse ziehen derzeit die Preise für Milchrohprodukte - insbesondere im Milchfettbereich - an, was mit der leichten konjunkturellen Erholung auf niedrigem Niveau zurückzuführen ist. Sollte sich dieser Trend als nachhaltig herausstellen, so ist - ceteris paribus - von weiter steigenden Milchrohstoffpreisen auszugehen. Diese Entwicklung könnte auch dadurch flankiert werden, indem die künftig angelieferten Milchmengen aufgrund der Aufgabe einiger Milchproduzenten zunächst rückläufig sein könnten. Festzuhalten ist jedoch, dass der weitere Marktverlauft und auch die mittelfristige zukünftige Entwicklung der Preise bei den Milchrohstoffen nicht kalkulierbar ist, so dass sehr vorsichtig bei den geschäftlichen Transaktionen zu agieren ist.



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