Mensch und Maschine Software SE (ISIN DE0006580806)

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Der im Prime-Standard notierte CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine Software SE gibt auf der heutigen Bilanzpressekonferenz seine endgültigen Geschäftszahlen 2008 bekannt.

Danach konnte MuM mit Umsätzen in Höhe von 223,1 Mio. EUR (Vj 212,9 / +4,8%) sowie einem Betriebsergebnis EBIT in Höhe von 10,28 Mio. EUR (Vj 9,83 / +4,6%) trotz konjunktureller Abschwächung und negativer Währungseinflüsse neue Jahres-Bestmarken erzielen. Ebenso kam der operative Cashflow mit 9,32 Mio. EUR (Vj 3,65) oder 69 Cent pro Aktie auf einem absoluten Rekordniveau herein, was die Netto-Bankverschuldung auf einen Wert unterhalb von 1x EBITDA sinken ließ.

Eine Abweichung von den am 3. Februar gemeldeten vorläufigen Zahlen ergab sich beim Nettoergebnis, das wegen Belastungen durch latente Steuern rechnerisch niedriger ausfiel. So betrug zwar die reale Steuerquote wie erwartet 25% und profitierte damit von den im Konzern verfügbaren Verlustvorträgen, die Gesamt-Steuerquote einschließlich latentem Anteil erhöhte sich jedoch auf 32,8% (Vj 20,2%).

Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter lag bei 5,76 Mio. EUR (Vj 6,03 / -4,5%) oder 0,42 EUR pro Aktie (Vj 0,47). Der Verwaltungsrat wird der Hauptversammlung am 28.5.2009 eine unveränderte Dividende von 0,20 EUR pro Aktie vorschlagen, die wie in den Vorjahren aus dem steuerlichen Einlagenkonto nach §27 KStG stammt und damit nicht als zu versteuerndes Einkommen zählt, sondern netto ausgezahlt wird. Die Ausschüttungsquote beträgt etwa 47% des Nettogewinns, d.h. der größere Teil wird wieder zur Stärkung der bilanziellen Basis thesauriert.

Gut vorangekommen ist MuM im deutschsprachigen Raum mit der strategischen Umstellung auf Endkundenvertrieb im Rahmen der am 26. Januar 2009 gestarteten 'Marktoffensive'. Neben den zunächst gemeldeten fünf Firmen wurde inzwischen mit der Dressler GmbH, Friedrichshafen, noch ein weiterer wichtiger Vertriebspartner rückwirkend zum 1.1.2009 in den MuM-Konzern übernommen.

Damit rückt das Ziel der Marktoffensive, 2009 im neuen Systemhaus-Segment mit etwa 200 Mitarbeiter/innen einen Umsatz von 40-50 Mio. EUR zu erwirtschaften, in greifbare Nähe. Im Jahr 2010 möchte MuM das neue Segment dann mit etwa 300 Mitarbeiter/innen auf einen Umsatz von 65-75 Mio. EUR hochfahren und ein gutes Drittel der Wertschöpfung im Konzern erzielen, womit das MuM-Geschäftsmodell fast gleichmäßig über die drei Segmente Distribution, Systemhaus und eigene Softwareentwicklung ausbalanciert sein wird.

Die kurzfristigen Aussichten sieht MuM-CEO und Hauptaktionär Drotleff dennoch wegen der widrigen Marktbedingungen eher zurückhaltend: 'Für 2009 erwarten wir zunächst ein Q1 etwa auf dem Umsatz-Niveau des Q4/2008 von gut 50 Mio. EUR und wegen der laufenden Umstellung auf das Systemhausgeschäft ein schwächeres Q2. Vor allem im Q1 bedeutet dies aufgrund der hohen Vergleichsbasis im Vorjahr einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Für die zweite Jahreshälfte 2009 ist dann wieder ein Umsatz- und Gewinnwachstum vorstellbar, weil bis dahin unser Systemhausgeschäft läuft und die öffentlichen Konjunkturprogramme ihre volle Wirkung entfalten dürften. Damit könnte 2009 im besten Fall eine zu 2008 gespiegelte Quartalsverteilung mit einem starken Q4 aufweisen und damit per Saldo auf Vorjahresniveau hereinkommen. Aber auch ein Umsatzrückgang in der Größenordnung von 10 bis 20 Prozent gegenüber 2008 ist im schlechtesten Fall einer sehr tiefen und langen Rezession möglich. Insgesamt ist also für 2009 ein Umsatz zwischen EUR 180 und 220 Mio denkbar. Beim Betriebsergebnis EBIT entspräche dies einer - zugegeben sehr großen - Bandbreite zwischen einer schwarzen Null und dem Vorjahreswert von 10 Mio. EUR'

Mittel- bis langfristig sieht Drotleff die Mensch und Maschine Software SE dagegen gut gerüstet, auf dem in der Vergangenheit erreichten Umsatz-Wachstumspfad von durchschnittlich 10-15% pro Jahr zu bleiben, und aufgrund des besseren Margen-Beitrags aus dem Systemhausgeschäft und der schlanken Kostenstruktur die EBIT-Rendite schrittweise über die bisher erreichten knapp 5 Prozent zu steigern.


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