Mensch und Maschine Software SE (ISIN DE0006580806)

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Der im Prime-Standard notierte CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine Software SE hat das dritte Quartal 2009 mit Erlösen auf Q2-Niveau und einer roten Null beim Ergebnis etwa im Rahmen der Erwartungen abgeschlossen. Positiv überraschte dagegen der operative Cashflow in Höhe von 4,84 (Vj. 12,69) Mio. EUR, der für eine sehr entspannte bilanzielle Situation sorgte.

In den ersten neun Monaten 2009 lag der Umsatz bei 121,23 (Vj 170,78) Mio. EUR, das Betriebsergebnis EBITA bei 0,85 (Vj 7,78) Mio. EUR und das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter bei -0,73 (Vj 4,62) Mio. EUR . Der Umsatzrückgang von 29% enthält Währungseffekte in Höhe von etwa 5,5 Mio. EUR, in lokalen Währungen beträgt das Minus knapp 27 Prozent.

Die einzelnen Segmente entwickelten sich sehr unterschiedlich: Die Erlöse mit eigener Software lagen mit 16,27 Mio. EUR um 13,4% unter dem Vorjahresniveau von 18,80 Mio. EUR. Das Geschäft mit Wartungsverträgen verzeichnete sogar Zuwächse, so dass die Umsatzabgrenzungen auf 1,71 Mio. EUR (30.9.2008: 1,28 Mio. EUR / 31.12.2008: 0,67 Mio. EUR) anstiegen. Das neue Systemhaus-Segment entwickelte sich weiter sehr dynamisch und trug bereits 24,36 (Vj 1,10) Mio. EUR zum Konzernumsatz bei. Gegenläufig gingen die Distributions-Erlöse auf 80,60 (Vj 150,88) Mio. EUR zurück. Dies entspricht nominal -46,6% bzw. währungsbereinigt etwa minus 44,5%. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass die Umstellung auf Systemhausgeschäft im deutschsprachigen Raum zu Lasten der Distributionsumsätze geht. Betrachtet man nur die hiervon nicht betroffenen Niederlassungen im übrigen Europa, dann beträgt der Rückgang in Euro 30,2% bzw. in lokalen Währungen etwa 26 Prozent.

Die positivere Entwicklung der margenstarken Segmente MuM-Software und Systemhaus zu Lasten der deutlich margenschwächeren Distribution führte zu einem Anstieg der Rohertrags-Marge auf 30,9% (Vj 25,0%), so dass die Wertschöpfungs-Kennzahl Rohertrag mit 37,46 Mio. EUR nur um 12% unter dem Vorjahreswert von 42,65 Mio. EUR hereinkam. Hierzu trug die eigene Software 38,6% (Vj 41,4%) und das Systemhausgeschäft 24,9% (Vj 1,5%) bei, während der Anteil des Distributions-Segments auf 36,5% (Vj 57,2%) zurückging.

Mit weiteren Übernahmen in Deutschland und der Schweiz wurde die Anfang des Jahres gestartete Marktoffensive zur Umstellung von Großhandel auf Systemhausgeschäft im deutschsprachigen Raum weitgehend abgeschlossen. Per 30.9.2009 arbeiteten bereits 191 der 526 Konzernmitarbeiter in diesem Segment, und MuM hat mit rund 30 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahezu Flächendeckung erreicht.

Die Bilanzsumme hat sich primär durch die Erstkonsolidierung im Rahmen der Marktoffensive auf 95,83 (31.12.2008: 84,99 / +13%) Mio. EUR erhöht. Aufgrund des starken Cashflows war die Netto-Bankverschuldung mit 12,09 Mio. EUR kaum höher als zum Jahresende, was sich zusammen mit den niedrigen Kreditzinsen sehr positiv auf das Finanzergebnis auswirkte. Das Eigenkapital per 30.9.2009 betrug 28,75 (31.12.2008: 26,40) Mio. EUR, die EK-Quote lag bei 30,0% (31.12.2008: 31,1%).

MuM-CEO und Hauptaktionär Adi Drotleff ist für Q4/2009 vorsichtig optimistisch: 'Auch wenn die instabile Marktlage Prognosen nach wie vor erschwert, dürfte die Talsohle der Entwicklung erreicht sein. Für das Schlussquartal gehen wir deshalb von einem Umsatz in der Bandbreite von 42-50 Mio. EUR aus, was gegenüber dem Q3 einem Plus von 16-38% entsprechen würde. Das Minus gegenüber dem Vorjahr (Q4/2008: 52,31 Mio. EUR) würde sich damit von 29% in den ersten 9 Monaten auf einen Wert zwischen 4 und 20% reduzieren. Für das Gesamtjahr ergäbe dies einen Umsatz in Höhe von 163-171 (Vj 223,10 / -23% bis -27%) Mio. EUR. Das Betriebsergebnis EBITA dürfte in einer Bandbreite von 1,15-3,15 Mio. EUR (Q4) bzw. 2-4 Mio. EUR (2009) liegen (Vj 10,88 Mio. EUR). Das Nettoergebnis 2009 würde sich dann (vorbehaltlich Änderungen bei latenten Steuern) zwischen -0,5 und +1,0 Mio. EUR (-4 bis +7 Cent pro Aktie) bewegen.'


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