Mensch und Maschine Software SE (ISIN DE0006580806)

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Der CAD/CAM-Spezialist Mensch und Maschine Software SE (MuM - ISIN DE0006580806) hat nach ersten vorläufigen Zahlen im Q4/09 einen sequentiellen Umsatzzuwachs von ca. 19% auf rund 43 Mio. EUR (Q3/09: 36,1 Mio. EUR) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal Q4/08 (52,3 Mio. EUR) fiel der Rückgang mit ca. 18% moderater aus als in den ersten neun Monaten, wo das Minus noch 29% betragen hatte. Das Betriebsergebnis EBITA blieb im Q4/09 knapp im Plus, was gegenüber dem Q3 einem Anstieg um mehr als eine Mio. EUR entspricht (Q3/09: -1,1 Mio. EUR / Q4/08: +2,6 Mio. EUR). Trotz der deutlichen sequentiellen Verbesserung lag das Ergebnis aber unter den Erwartungen.

Im Gesamtjahr kam der Umsatz bei ca. 164 Mio. EUR (Vj 223 Mio. EUR / -27%) herein, das EBITA bei knapp einer Million Euro (Vj 10,9). Das Nettoergebnis lässt sich im momentanen Stadium der Abschlussarbeiten noch nicht beziffern, wird aber auf jeden Fall klar negativ ausfallen, da allein die Amortisationen auf Akquisitionen und das Finanzergebnis zusammen eine Belastung in Höhe von 3,0 bis 3,5 Mio. EUR darstellen. Impairment-Tests auf Firmenwerte und Steuerberechnungen sind derzeit im Gange, deren Ergebnisse können aber noch nicht abgeschätzt werden.

Ohne Einfluss sind solche nicht-zahlungswirksamen Abschlussbuchungen auf den erfreulich positiven operativen Cashflow in Höhe von ca. 5 Mio. EUR (Vj 9,3 Mio. EUR), der für eine sehr entspannte bilanzielle Situation sorgte, da er neben der Dividendenzahlung für 2008 auch weitgehend die Bar-Investitionen des Jahres 2009 abdeckte.

Die einzelnen Segmente entwickelten sich im Jahr 2009 recht unterschiedlich: Die Erlöse mit eigener Software sanken nur unterproportional auf knapp 22 Mio. EUR (Vj 25,2 Mio. EUR / -13%). Der EBITA-Beitrag dieses Segments lag voraussichtlich bei knapp 1,5 Mio. EUR (Vj 3,9 Mio. EUR). Sehr dynamisch hat sich das neue Systemhaus-Segment entwickelt, das aus dem Stand Erlöse in Höhe von mehr als 35 Mio. EUR erwirtschaftete, davon gut 11 Mio. EUR im Schlussquartal. Das Betriebsergebnis dieses Segments lag allerdings aufgrund von Anlaufkosten sowie des schwierigen Marktumfelds mit ca. -1,1 Mio. EUR noch im roten Bereich.

Gegenläufig gingen die Distributions-Erlöse auf ca. 107 Mio. EUR (Vj 196,5 Mio. EUR) zurück. Dies entspricht nominal ca. -46% bzw. währungsbereinigt etwa minus 44%. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass die Umstellung auf Systemhausgeschäft im deutschsprachigen Raum zu Lasten der Distributionsumsätze ging. Betrachtet man nur die hiervon nicht betroffenen Niederlassungen im übrigen Europa, dann betrug der Rückgang in Euro ca. 28% bzw. in lokalen Währungen etwa 25 Prozent. Der voraussichtliche Beitrag des Distributionssegments zum Betriebsergebnis EBITA lag zwar im Plus, aber nur bei ca. 0,6 Mio. EUR (Vj 6,1 Mio. EUR).

Die positivere Entwicklung der margenstarken Segmente MuM-Software und Systemhaus zu Lasten der deutlich margenschwächeren Distribution führte zu einem Anstieg der Rohertrags-Marge auf ca. 31% (Vj 25,1%), so dass die Wertschöpfungs-Kennzahl Rohertrag mit ca. 51 Mio. EUR nur um 9% unter dem Vorjahreswert von 55,9 Mio. EUR hereinkam. Hierzu trug die eigene Software ca. 38% (Vj 41,0%) und das Systemhausgeschäft ca. 26% (Vj 1,5%) bei, während der Anteil des Distributions-Segments auf ca. 36% (Vj 57,6%) zurückging. Im Schlussquartal war der Rohertrag mit ca. 13,7 Mio. EUR sogar - erstmals seit 5 Quartalen - etwas höher als im Vorjahresquartal Q4/08 mit 13,2 Mio. EUR.

MuM-CEO und Hauptaktionär Adi Drotleff: 'Die Entwicklung im Schlussquartal zeigt, dass der Abwärtstrend der ersten drei Quartale gestoppt ist, wenn auch noch auf recht bescheidenem Niveau. Eine schwarze Null beim Betriebsergebnis, der erfreulich hohe operative Cashflow sowie der gelungene Aufbau des neuen Systemhaus-Segments waren die Pluspunkte eines ansonsten sehr schwierigen Geschäftsjahres. Der Start ins neue Geschäftsjahr ist bisher gut verlaufen, so dass wir aus heutiger Sicht von etwa 10-13% Umsatzplus auf ca. 180-185 Mio. EUR und einer EBITA-Rendite zwischen 2 und 3 Prozent ausgehen. Bis wir die Rekordmarken von 223 Mio. EUR Umsatz und 10,9 Mio. EUR EBITA aus 2008 knacken können, wird es nach dem tiefen 2009er-Tal wohl noch ein bis zwei Jahre dauern, aber spätestens 2012 möchten wir soweit sein. Das bessere Margenpotential des Systemhaus-Segments gegenüber der bisher dominierenden Distribution sollte uns dann auch helfen, die EBITA-Rendite im Konzern (2008: 4,9%) in Richtung 6-7% zu steigern.'

Achtung: Die endgültigen Zahlen für 2009, die am 15.3.2010 zur Veröffentlichung vorgesehen sind, können von den hier genannten vorläufigen Zahlen abweichen.


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