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plettac erwartet rote Zahlen für 2002

Stundungen der Banken erforderlich, Verhandlungen laufen


Der plettac-Konzern erwartet nach der erfolgten Trennung von der Sparte Hallen und Zelte und Veräußerungen von Einzelgesellschaften der Sparte Sicherheitstechnik für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von ca. 450 Mio. EUR (Vorjahr: 591 Mio. EUR). Das Konzernergebnis vor Steuern wird nach Unternehmensangaben negativ ausfallen. In drei von vier verbliebenen Sparten wird ein ausgeglichenes bzw. positives operatives Ergebnis (EBIT) erwartet.

Die Dienstleistungssparte ist saniert und wird auch 2002 bei einem Umsatz von ca. 157 Mio. EUR (Vorjahr: 157) ein positives EBIT erwirtschaften. Die Sparte Umformtechnik wird bei einem erwarteten Umsatz von ca. 56 Mio. EUR (Vorjahr: 57) wiederum ebenfalls positive operative Ergebnisse aufweisen. Nach erfolgreicher Restrukturierung der elektronischen Sicherheitstechnik erwartet der Vorstand auch für diese Sparte bei einem Umsatz von ca. 115 Mio. EUR (Vorjahr: 155) bereits 2002 den operativen Turn-around.

Die Absatzschwäche in der Sparte Gerüste hat sich allerdings auch im 2. Halbjahr fortgesetzt. Der Umsatz liegt mit ca. 135 Mio. EUR um 16 Prozent unter Vorjahr (Vorjahr: 160). Drastisch gesunkene Erträge in Nordamerika decken bei weitem nicht die Verluste der europäischen Gerüste-Sparte. Die Verluste sind vor allem bedingt durch die anhaltend schwache Konjunktur und erheblichen Aufwendungen bei der Abwicklung von Altlasten aus notleidend gewordenen Absatzfinanzierungen der 90er Jahre im Inland.

In den vergangenen drei Jahren konnte das Rückhaftungsvolumen erheblich abgebaut werden. Dennoch bewirkt die Situation in der Sparte Gerüste und vor allen Dingen die Altlasten-Abwicklung eine nachhaltige Belastung von Eigenkapital und Liquidität. Infolge dessen ist nach derzeitigem Kenntnisstand die Liquidität zum Ende des nächsten Jahres (2003) aufgrund dann fälliger Zinszahlungen nicht gesichert.

Um zum Jahresende eine positive Fortbestands-Prognose für das gesamte Jahr 2003 abgeben zu können und folglich eine Überschuldung zu vermeiden, sind entsprechende Stundungen der Banken erforderlich. Die Gesellschaft verhandelt hierüber mit dem Bankenkonsortium und geht davon aus, dass entsprechende Zustimmungen erteilt werden, so dass das 2001 beschlossene Sanierungskonzept weiter erfolgreich umgesetzt werden kann.



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