Analystenkonferenz GESCO AG
Zwischen Rekordjahr und Rezession – GESCO bewegt sich in turbulenten Zeiten
Am 25.6.2009 lud die GESCO AG zur diesjährigen Analystenkonferenz in das Hotel Am Zault in Düsseldorf-Unterbach ein. Der Tagungsort ergab sich aus der im Anschluss an die Analystenkonferenz geplanten Betriebsbesichtigung bei der GESCO-Beteiligung MAE Maschinen- und Apparatebau Götzen GmbH im benachbarten Erkrath (Kreis Mettmann).
Neben den Pressevertretern und Analysten, darunter Klaus Kränzle von GSC Research, und den beiden GESCO-Vorständen Dr. Hans-Gert Mayrose und Robert Spartmann war auch der technische Leiter der MAE, Manfred Mitze, anwesend.
Bericht des Vorstands
Dr. Mayrose begann seine Ausführungen mit einer kurzen Vorstellung des GESCO-Geschäftsmodells. Demnach konzentriert sich GESCO auf Übernahmen im Rahmen von Nachfolgeregelungen in den Branchen Werkzeug-/Maschinenbau und Kunststofftechnik. Die operativen Gesellschaften sind in der Regel Nischenanbieter in ihrem Segment und repräsentieren einen Umsatz in der Größenordnung zwischen etwa 10 und 50 Mio. Euro, da über diesem Schwellenwert die Konkurrenz durch größere Investoren schlagartig zunimmt. Das Engagement sei langfristig angelegt, so dass eine klassische „Buy-and-Hold“-Strategie verfolgt wird. Die Rendite soll über Ergebnisbeiträge aus dem operativen Geschäft generiert werden. Wichtiger Bestandteil ist dabei fast immer die Beteiligung der Geschäftsführer der operativen Gesellschaften am übernommenen Unternehmen.
Im Nachfolgenden gab Herr Dr. Mayrose einen Überblick über die wichtigsten Meilensteine des abgelaufenen Geschäftsjahres 2008/09 (bis 31.3.). Dieses brachte neue operative Rekorde, wenngleich gegen Ende des Geschäftsjahres auch bei den Unternehmen der GESCO-Gruppe erste Auswirkungen der Rezession zu spüren waren. Ein Höhepunkt der bisherigen Börsenpräsenz war sicherlich die am 23.6.2008 vollzogene Aufnahme in den SDAX. Herr Dr. Mayrose sieht die Aktie dort im stabilen Mittelfeld positioniert und derzeit weit von den „Abstiegsrängen“ entfernt. Die Wertentwicklung gestaltete sich zwar besser als die Performance des SDAX, aber isoliert betrachtet verzeichnete auch die GESCO-Aktie einen deutlichen Kursrückgang.
Der bisherige Höhepunkt nach dem Ende März 2009 zu Ende gegangenen Geschäftjahr 2008/09 war sicherlich der Kauf der Georg Kesel GmbH & Co. KG, auf den Herr Dr. Mayrose dann im späteren Verlauf der Veranstaltung detaillierter eingehen würde.
Im nächsten Schritt ordnete Herr Dr. Mayrose den Geschäftsverlauf der GESCO sowohl in den volkswirtschaftlichen als auch in den Branchenkontext der Zielbranchen ein. Vor dem Hintergrund eines Zuwachses des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,3 Prozent legte der Maschinen- und Anlagenbau gemäß Zahlen des VDMA in 2008 deutlich um 5,4 Prozent zu. Die Unternehmen der Kunststoffverarbeitung steigerten gemäß Zahlen des betreffenden Branchenverbandes ihren Umsatz um 2,0 Prozent.
Erneut gelang es den Gesellschaften der GESCO-Gruppe, mit einem Umsatzzuwachs von 13,6 Prozent und einem Ergebniszuwachs von 20,9 Prozent ihre Kennziffern deutlich zu steigern. Damit lag GESCO signifikant über den ohnehin schon guten Branchenzahlen. Herr Dr. Mayrose stellte somit zufrieden fest, dass die GESCO-Gruppe ihre im Juni 2008 veröffentlichte Planung komfortabel erreicht habe. Neben der Positionierung der Gesellschaften in Nischen führte er die hervorragenden Kennziffern auch auf das mit der unternehmerischen Beteiligung der Geschäftsführer an „ihren“ Unternehmen verbundene persönliche „Commitment“ zurück. Zudem hätten die Unternehmen der GESCO-Gruppe von einer hohen Fixkostendegression profitiert.
Als nächsten Punkt beleuchtete Herr Dr. Mayrose das Marktumfeld für M&A Transaktionen. Obwohl GESCO auch in der Zwischenzeit zahlreiche Verhandlungen führte, konnte hier erst jetzt mit dem Erwerb der in Kempten / Allgäu beheimateten Georg Kesel GmbH & Co. KG wieder Vollzug gemeldet werden. Zum Hintergrund dieser Akquisitionspause erklärte Dr. Mayrose, dass man nicht von den bekannten konservativen Bewertungsannahmen abweichen wollte. Vereinfacht ausgedrückt hätten bis zum Beginn der Krise verkaufswillige Unternehmer die Entwicklung der letzten Boomjahre fortgeschrieben. Seit Ausbruch der Krise hätte hier jedoch ein Umdenken in Richtung flexibler Kaufpreisgestaltungen zugenommen. So ist es jetzt z.B. durchaus möglich, Kaufpreisminderungen zu vereinbaren, wenn die der Bewertung zugrunde liegenden Unternehmenszahlen sich im Nachhinein als zu optimistisch erweisen.
Die derzeitige Entwicklung sei für GESCO jedoch schwer einzuschätzen, da vielen Zielunternehmen die Aufträge wegbrächen und man nicht in die sog. „fallende Messer“ – Problematik hineingeraten wolle. Anders ausgedrückt sei man weiterhin vorsichtig und warte im Zweifelsfall lieber noch ab, bis eindeutige Signale eine Bodenbildung für wahrscheinlich erachten lassen. Aufgrund der Finanzierungsproblematik beobachte GESCO jedoch, dass sich derzeit wesentlich weniger Käufer im Markt bewegen würden. Gleichzeitig stellen etliche Unternehmer ihre Verkaufsvorhaben bis zur Normalisierung der Lage zurück, da sie mit ihrer Preisvorstellung einen bestimmten Mindestverkaufspreis auf keinen Fall unterschreiten wollen.
Nachfolgend erläuterte Herr Dr. Mayrose das Geschäftsmodell der Georg Kesel & Co KG in groben Zügen. Das Unternehmen beschäftigt 45 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 10 Mio. Euro. Es handelt sich wie in den meisten Fällen der zur GESCO-Gruppe hinzugekommenen Unternehmen auch hier um eine Nachfolgelösung. Dabei hat GESCO 90 Prozent der Anteile erworben, der aktuelle Geschäftsführer beteiligte sich mit 10 Prozent am Unternehmen. Georg Kesel ist ein Nischenanbieter für Werkzeugmaschinen und hier speziell von Fräsmaschinen sowie für Spanntechnik. Eine besondere Spezialität des Unternehmens stellen insbesondere Maschinen für das Fräsen von Lenkwellenzahnstangen dar. Georg Kesel ist international ausgerichtet und unterhält in diesem Rahmen eine Vertriebsniederlassung in China. Das akquirierte Unternehmen werde mit 8 Monaten in die Zahlen für das Geschäftsjahr 2009/10 der GESCO eingehen, fuhr Herr Dr. Mayrose fort. Er sagte zudem, dass wie im Jahr der Erstkonsolidierung üblich kein Ergebnisbeitrag von Georg Kesel im jetzt laufenden Geschäftsjahr eingeplant sei.
Im zunächst letzten Punkt seiner Ausführungen kommentierte Herr Dr. Mayrose die GESCO-Aktie. Diese schlug sich im Kalenderjahr 2008 mit einem Minus von knapp 20 Prozent zwar deutlich besser als der SDAX als Vergleichsindex, der fast die Hälfte an Wert verlor. Auf absoluter Ebene war das GESCO-Management naturgemäß aber nicht zufrieden mit der Wertentwicklung. Die Markkapitalisierung betrage derzeit rund 120 Mio. Euro. In die für Nebenwerteinvestoren wichtige Benchmark SDAX wurde GESCO am 23.6.2008 aufgenommen. Mit einer der diesjährigen Hauptversammlung vorgeschlagenen Dividende von 2,50 Euro je Anteilsschein setzt GESCO seine ergebnisorientierte und aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik fort, wie Herr Dr. Mayrose weiter ausführte. Gegenüber der Basisdividende von 2,20 Euro im Vorjahr ergebe sich eine deutliche Dividendenerhöhung und selbst unter Berücksichtigung des Dividendenbonus von 0,22 Euro, der 2008 anlässlich des zehnjährigen Börsenjubiläums gezahlt wurde, bleibt noch ein Zuwachs von 8 Cent.
Anschließend fasste Herr Dr. Mayrose den Erreichungsgrad der geschäftspolitischen Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr noch einmal in einer Grafik zusammen. Das Ziel, mindestens eine Akquisition durchzuführen, sei aus den geschilderten Gründen nicht erreicht worden. Anders ausgedrückt sagte er, dass man es angesichts der hohen Kaufpreisvorstellungen der Verkäufer auch nicht mit aller Gewalt erreichen wollte. Erreicht wurden erneut das Ziel einer Outperformance gegenüber dem SDAX und das einer Dividendensteigerung. Zur Kommentierung des vierten Unternehmensziels „Beibehaltung gesunder Bilanzrelationen“ sowie der anderen Finanzkennzahlen übergab Herr Dr. Mayrose das Wort an den Finanzvorstand der GESCO AG, Herrn Robert Spartmann.
Herr Spartmann erörterte im Nachfolgenden das Zahlenwerk der GESCO AG. Da die grundlegenden Eckdaten seit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen Ende Mai schon bekannt waren, griff er einige Positionen heraus und erläuterte einige Hintergründe von Bilanz und GuV etwas ausführlicher. Der Umsatz stieg demnach im Geschäftsjahr 2008/09 um 13,6 Prozent auf 378,4 (Vorjahr 333,2) Mio. Euro. Da wie bereits ausgeführt im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Akquisition getätigt wurde, war fast der gesamte Umsatzzuwachs organischer Natur. Eine höhere Umsatzausweitung verhinderte die gegen Ende des Jahres auch bei den Unternehmen der GESCO-Gruppe angekommene wirtschaftliche Abkühlung. Diese zeigte sich bereits im Auftragseingang im Geschäftsjahr 2008/09, der nur noch um 3,1 Prozent auf 384,0 (372,4) Mio. Euro zulegte und damit deutlich hinter dem Umsatzwachstum zurückblieb.
Bei den gestiegenen operativen Ergebniskennziffern EBITDA bzw. EBIT machte sich im Jahresverlauf lange Zeit die Fixkostendegression positiv bemerkbar. Hier profitierte GESCO wesentlich länger von der Entwicklung, als man es erwartet hatte. So arbeiteten noch im Sommer nahezu alle Unternehmen der GESCO-Gruppe an der Kapazitätsgrenze. Das EBITDA legte demzufolge um 12,2 Prozent auf 49,7 (44,3) Mio. Euro zu, das EBIT wuchs noch einen Tick stärker um 14 Prozent auf 38,9 (34,2) Mio. Euro. Die Ertragssteuerzahlungen bildeten sich als Folge der Unternehmenssteuerreform um knapp 3 Prozent auf 10,9 (11,2) Mio. Euro zurück.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich hingegen hauptsächlich als Folge von Abschreibungen auf Wertpapiere von 0,8 Mio. Euro um etwas mehr als ein Viertel auf minus 4,3 (-3,4) Mio. Euro. An dieser Stelle verwies Herr Spartmann darauf, dass gemäß den IFRS (IAS)-Regularien die Anteile der Geschäftsführer an den GmbH & Co KGs im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Die internationalen Rechnungslegungsvorschriften betrachten Anteile Dritter an Personengesellschaften als Fremdkapital und ordnen die damit korrespondierenden Ausschüttungen somit dem Zinsergebnis zu. Diese Anteile beliefen sich auf nahezu unveränderte 1,0 (1,0) Mio. Euro, so dass das „eigentliche“ Finanzergebnis im engeren Sinne minus 3,3 (- 2,4) Mio. Euro betrug.
Die an der „üblichen“ Stelle der GuV ausgewiesenen Anteile Dritter von 2,1 (1,7) Mio. Euro würden demzufolge nur die Anteile der Geschäftsführer an den GmbHs umfassen. Unter dem Strich profitierte die GESCO AG beim Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter also von dem lange Zeit des Geschäftsjahres guten Geschäftsverlauf. So verbesserte sich der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter um ein Fünftel auf 21,6 (17,9) Mio. Euro, was mit einem Ergebnis je Aktie von 7,16 (5,92) Euro einher ging.
Im Nachfolgenden kommentierte Finanzvorstand Robert Spartmann ausgewählte Details der Bilanz. Er stellte heraus, dass sich die Investitionen – Firmenerwerbe gab es nicht – im vergangenen Geschäftsjahr mit 12,4 (12,0) Mio. im Rahmen des langjährigen Durchschnitts bewegt hätten. Die größten Investitionen wurden bei der Tochter Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH in neue Immobilien und Anlagen sowie bei MAE in eine neue Produktionshalle vorgenommen. Herr Spartmann stellte zudem heraus, dass die Unternehmen der GESCO-Gruppe über alle Abnehmerbranchen hinweg in etwa gleichmäßig gewachsen seien, und dass man sich weiterhin als breit aufgestellt sehe, um sog. „Klumpenrisiken“ im Portfolio zu vermeiden. Zum Auslandsanteil des Umsatzes von 27 Prozent merkte er an, dass zu dieser Quote ein erheblicher Anteil an indirektem Export hinzukomme, da viele Tochtergesellschaften eine Zulieferfunktion inne hätten und somit erst das Endprodukt in den Export ginge.
Bei der Kommentierung der Bilanzstrukturen stellte Herr Spartmann heraus, dass GESCO im Konzern per Ende März eine Eigenkapitalquote von knapp 40 (Vorjahr 38) Prozent ausweise, was er als sehr gesund ansehe. Zudem gewährleiste das EBITDA jederzeit die Bedienung der zinstragenden Verbindlichkeiten. Somit setzte Herr Spartmann den letzten Haken im Zielerreichungstableau im Bereich „Gesunde Bilanzstrukturen“ und wendete sich dem Vergleich der letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt kommunizierten Prognose mit den jetzt veröffentlichten Zahlen zu. Insgesamt übertraf man die Prognosen sowohl beim Umsatz als auch beim Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter leicht. Insofern, betonte Herr Spartmann, war es seinerzeit richtig, nicht die hervorragenden Zahlen des damals bekannten ersten Quartals fortzuschreiben, sondern eine schon zu diesem Zeitpunkt erwartete Konjunkturabkühlung in die eigene Prognose mit einzubeziehen.
Im nächsten Schritt wandte sich Herr Spartmann dem Thema Finanzmarktkrise und Rezession zu. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die Ausgangsposition, die Symptome sowie damit einhergehende Maßnahmen und Chancen für die GESCO-Gruppe. Insgesamt sieht er die GESCO-Gruppe unter bilanziellen Gesichtspunkten als krisenfest an. Alle relevanten Finanzkennziffern würden stets volle Handlungsfähigkeit bei Investitionen und Akquisitionen gewährleisten. Mit einem Anteil des Goodwills von 6 Prozent des Eigenkapitals hält sich seiner Meinung nach zudem potenzieller Abschreibungsbedarf aus zukünftigen Impairment-Tests in Grenzen.
Operativ hält das GESCO-Management seine Töchter weiterhin für gut positioniert. Dank einer vorausschauenden und mit der Geschäftsführung vor Ort eng abgestimmten Investitionspolitik gäbe es keinen Investitionsstau. Besonders wichtig war Herrn Dr. Mayrose die Tatsache, dass die Belegschaften weiterhin hochmotiviert seien und auch jetzt in der Krise „mitzögen“, d.h. auch Sparmaßnahmen mittragen würden.
Die Symptome der Krise zeigten sich bei der GESCO-Gruppe je nach Unternehmen und relevantem Markt in unterschiedlichen Wellen. Erste Auswirkungen gab es schon Ende 2008, ab März / April 2009 hatte die Krise bis auf wenige Ausnahmen die gesamte Unternehmensgruppe erreicht. Allerdings hoben die beiden GESCO-Vorstände heraus, dass die Krise für jedes GESCO-Unternehmen unterschiedliche Konsequenzen habe und man somit stets situationsbezogen agieren müsse. Nichtsdestotrotz würden natürlich bei allen Unternehmen Kosten und Investitionen noch mehr als in der Vergangenheit auf dem Prüfstand stehen. Allerdings wolle man auf keinen Fall die Chancen ungenutzt lassen, die sich in Form schwächelnder Mitbewerber und damit möglicher Marktanteilsgewinne in der Krise ergeben könnten. Eine wichtige Voraussetzung dafür seien eine offene Kommunikation nach innen und die Motivation der Belegschaften und Geschäftsführer.
Die Krise berge auch Chancen, fuhren Herr Dr. Mayrose und Herr Spartmann fort. So hätten einige Tochtergesellschaften der GESCO gute Chancen, von der entsprechenden Branchenkonsolidierung zu profitieren und ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Zudem würden sich auf der Akquisitionsseite jetzt wieder interessante Möglichkeiten ergeben, nachdem die Einkaufspreise in den letzten Boomjahren überzeichnet gewesen wären. Herr Spartmann schloss die Ausführungen zur Krise mit der Überlegung, dass gerade jetzt die finanzielle Solidität bzw. Stabilität der GESCO ein wichtiger Vorteil für die einzelnen Tochtergesellschaften in ihrem jeweiligen Wettbewerbsumfeld sei. Er gehe davon aus, dass die jetzige Krise auch einen Branchentest für die gesamte Beteiligungsindustrie darstelle.
Wie üblich gab GESCO auch in diesem Jahr zu Sommerbeginn eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bekannt. Bevor er auf die Prognose für 2009/10 einging, beleuchtete der Finanzvorstand noch einmal die derzeitige Ausgangslage. Demnach habe GESCO mehrere extrem gute Jahre hinter sich, was natürlich jetzt eine hohe Messlatte darstelle. Der Auftragsbestand betrug immer noch rund 154 Mio. Euro. Die Konjunkturprognosen sind aktuell sehr pessimistisch. Für das BIP wird im Schnitt ein Rückgang von 6 Prozent vorhergesagt. Der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) geht von einem Umsatzminus in einer Bandbreite von 10 bis 20 Prozent aus. Die genaue Entwicklung wird hier von einer möglichen Erholung im zweiten Halbjahr 2009 abhängen. Von den Unternehmen der GESCO-Gruppe planen derzeit nur drei Unternehmen ein Wachstum, die Mehrzahl erwartet zum Teil deutliche Rückgänge. Trotz der breiten Aufstellung könne sich somit auch die GESCO-Gruppe nicht dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld entziehen.
Herr Dr. Mayrose und Herr Spartmann leiteten jetzt zur Prognose für das Geschäftsjahr 2009/10 (bis 31.3.) über. Demnach erwartet GESCO - wie bereits in der Pressemitteilung anlässlich der Dividendenankündigung Ende Mai ausgeführt – deutliche Rückgänge beim Umsatz und überproportional bei den Ergebniskennziffern. Der überproportionale Ergebnisrückgang ergibt sich aus mehreren Faktoren, von denen GESCO in den Boomjahren profitierte, die aber jetzt zwangsläufig in der Krise den negativen Trend verstärken. So hätten die GESCO-Unternehmen in den letzten Jahren von einer nahezu optimalen Auslastung und einer damit einher gehenden Fixkostendegression profitiert. In der Rezession steige zudem auch der Preisdruck. Eine Kapazitätsanpassung und daraus erwachsende Kosteneinsparungen könne oft nur zeitverzögert umgesetzt werden. Auch halte sich das Einsparungspotenzial bei prinzipiell entlastenden Maßnahmen wie z.B. der Kurzarbeit in Grenzen. Zudem wolle das Management der GESCO „die Unternehmen nicht kaputtsparen, sondern sie so erhalten, dass sie am nächsten Aufschwung überproportional partizipieren“.
Herr Dr. Mayrose betonte, dass mögliche Akquisitionen weiter geprüft werden, jedoch wie gewohnt nicht in der Unternehmensplanung berücksichtigt seien. Die Planung sieht demnach für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz in einer Bandbreite von 280 bis 310 Mio. Euro vor, was ein Umsatzminus gegenüber 2008/09 von bis zu einem Viertel bedeuten würde. Den Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter sehe man in einem Korridor von 7,0 bis 10,5 Mio. Euro, was im Extremfall einem Gewinneinbruch auf ein Drittel des Vorjahresniveaus entsprechen würde. Das Ergebnis je Aktie würde sich in diesem Szenario auf 2,31 bis 3,47 Euro belaufen.
Die übergeordneten strategischen Zielsetzungen für das laufende Geschäftsjahr beinhalteten wiederum, mindestens eine Akquisition zu tätigen, gesunde Bilanzrelationen aufzuweisen, die Benchmark SDAX in der Wertentwicklung der Aktie zu übertreffen sowie die Ausschüttungspolitik beizubehalten. Rein formell sei das Kriterium der Akquisition ja schon erfüllt, ergänzte Herr Dr. Mayrose seine Ausführungen, insofern habe man nach der Kesel-Akquisition die Vorgabe in die Wortwahl einer weiteren Akquisition umformuliert.
Abschließend fassten Herr Dr. Mayrose und Herr Spartmann noch einmal die derzeitige Lage bei GESCO in Stichworten zusammen. Demnach blicke die GESCO-Gruppe auf sehr gute Jahre zurück, in denen sie ihre hohe Ertragskraft bewiesen habe. Das aktuelle Geschäftsjahr 2009/10 werde nach Ansicht des Managements schwierig. Für 2010/11 wage man nach derzeitigem Erkenntnisstand noch keine Prognose. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven stufe der Vorstand jedoch weiterhin als gut ein, da die Unternehmen der Gruppe substanziell gesund seien und in ihren Märkten eine gute Wettbewerbsposition besäßen. Zudem biete die jetzige Krise unter Umständen gute Möglichkeiten für weitere Akquisitionen neuer Unternehmen für die GESCO-Gruppe.
Als Fazit stellte der GESCO-Vorstand fest, dass 2009 und 2010 schwierige Jahre werden, man jedoch schon jetzt die Voraussetzungen für den nächsten Aufschwung schaffen wolle. An dieser Stelle verabschiedeten die beiden Vorstände die per Internet-Livestream zugeschalteten Teilnehmer und bedankten sich für das Interesse an der GESCO AG.
Allgemeine Diskussion
Der erste Analyst wollte wissen, wie sich das Working Capital im laufenden Geschäftsjahr entwickeln werde und wie die Investitionsplanung bei GESCO aussähe. Der Vorstand beantwortete die Frage dahingehend, dass man von einer Abnahme des Working Capital ausgehe und Investitionen von circa 8 Mio. Euro plane, was ungefähr 4 Mio. Euro unter der langjährigen Richtgröße von 12 Mio. Euro läge. Die nächste Frage bezog sich auf ein Festhalten an den bekannten Zielbranchen Werkzeug- und Maschinenbau sowie Kunststofftechnik und ob sich hier nicht im Stahlbereich Klumpenrisiken ergeben würden. Der GESCO-Vorstand verneinte diese These des Fragestellers. Die Frage eines möglichen Stellenabbaus und daraus erwachsender Einmaleffekte sah der Vorstand auf Ebene der gesamten Unternehmensgruppe derzeit als vernachlässigbar an.
Ein weiterer Analyst fragte nach den Auswirkungen des Stahlpreises für GESCO, der Zyklik des Geschäftes und den Hintergründen der jetzt getroffenen Dividendenentscheidung. Zudem wollte er wissen, ob GESCO eine Anleiheemission plane. Die Vorstände Herr Dr. Mayrose und Herr Spartmann beantworteten gemeinsam die Fragen. „Den Stahlpreis“ gäbe angesichts des breit gefächerten Bedarfs für die Unternehmen der GESCO-Gruppe nicht, allerdings sei tendenziell im Herbst ein eher rückläufiges Preisniveau zu beobachten gewesen. Mit der Einteilung in zyklische und nicht zyklische Kunden tat sich der GESCO-Vorstand schwer. Er meinte aber, dass nach dem drastischen Lagerabbau bei vielen Kunden jetzt eine Normalisierung der Bestellungen vermeldet werden kann. Die Dividendenhöhe für das Geschäftsjahr 2008/09 sei auch in der GESCO AG intensiv diskutiert worden, sagten unisono beide Vorstände. Man habe allerdings die bisherige Dividendenpolitik fortsetzen wollen. Eine Anleiheemission sei derzeit nicht geplant.
Der nächste Fragesteller wollte zunächst nähere Auskünfte zur Kesel-Akquisition, da er doch aufgrund des hohen Automobilanteils dort ein gewisses Risiko sähe. Herr Dr. Mayrose verneinte diese Vermutung. Zwar betrage der Anteil der Autobranche am Kesel-Umsatz fast die Hälfte, aber ein reiner Automobilzulieferer sei das Unternehmen nicht. Zudem sei der Kaufpreis sehr akzeptabel gewesen. Die zweite Frage betraf den Wunsch nach der Nennung der drei Wachstumsunternehmen. Herr Dr. Mayrose sagte, dass dies zum einen die in Landmaschinentechnik tätige Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH sei. Zum anderen würde die SVT GmbH als Hersteller von Verladearmen für LNG (Flüssigerdgas) von dem Trend zu dieser Energieform profitieren. Das dritte Unternehmen sei die im Anschluss zur Besichtigung anstehende MAE, die aktuell insbesondere mit ihren Radsatzpressen von der guten Entwicklung der Bahnbranche in einigen Emerging Markets wie z.B. China auch in der Krise profitiere.
Eine weitere Frage hatte die Bandbreite bei Umsatz und Ergebnis zum Gegenstand. Der Fragesteller bat um nähere Erläuterungen für diese Vorgehensweise. Herr Spartmann sagte, dass die unteren Grenzen auf einer Fortschreibung des schwierigen Umfeldes basierten, während die oberen Grenzen eine konjunkturelle Aufhellung im zweiten Halbjahr implizieren würden.
Als nächsten Punkt sprach ein Analyst die den meisten Anwesenden bekannte Thematik der Finanzierung der GESCO-Gruppe in Schweizer Franken an und fragte, ob die Verwerfungen an den Finanzmärkten den Vorstand hier zu einer Neueinschätzung der Sinnhaftigkeit dieser Vorgehensweise bewogen hätten. Beide Vorstände erklärten, dass Art und Umfang der Finanzierung in Schweizer Franken regelmäßig auf dem Prüfstand stünden und die Engagements teilweise zurückgefahren worden seien.
Ein weiterer Fragesteller wollte wissen, ob im ersten Quartal Unternehmen der GESCO-Gruppe rote Zahlen geschrieben hätten. Der Vorstand sagte, dass dies bei drei Unternehmen der Fall gewesen sei. Er bat um Verständnis, dass er diese nicht nennen wolle. Er betonte jedoch, dass die betreffenden Unternehmen nicht in ihrer Existenz bedroht seien.
Der nächste Analyst erkundigte sich nach Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Dazu bemerkte der Vorstand, dass GESCO hier nicht so treffsichere Unterlagen habe wie Unternehmen mit Namensaktien. Man gehe jedoch davon aus, dass sich momentan 70 Prozent des Anteilbesitzes auf circa 5.000 Privatanleger verteilen. Kein institutioneller Anleger besitze nach derzeitigem Kenntnisstand meldepflichtige 3 Prozent des GESCO-Kapitals. Somit betrage der Streubesitz nach wie vor 100 Prozent. Nach dem eigenen Eindruck sei allerdings die Anzahl der ausländischen Investoren etwas zurückgegangen.
Die beiden letzten Fragen bezogen sich auf das Verhalten der Kunden in der Rezession. Ein Fragesteller wollte wissen, ob es in großem Umfang zu Auftragsstornierungen oder Verschiebungen gekommen sei. Herr Dr. Mayrose sagte, dass eher Verschiebungen zu vermelden seien, was oft für die betroffenen Unternehmen mangels Lagerraum eine logistische Herausforderung darstelle. Um die Kunden nicht zu verlieren, zeige sich das lokale Management mit Rückendeckung des Holding-Vorstandes jedoch meist sehr kulant und flexibel. Die abschließende Frage bezog sich auf die Problematik von Nachverhandlungen, die gemäß den Ausführungen des Fragestellers derzeit die Unternehmen der Automobilzulieferindustrie stark von Seiten der Automobilhersteller unter Druck setzen würden. Konkret wollte er wissen, in welchem Umfang diese Thematik auch auf die hier tätigen Unternehmen der GESCO-Gruppe zuträfe. Herr Dr. Mayrose sagte, dass dies bei GESCO nicht in dem geschilderten Umfang der Fall sei, da die entsprechenden Firmen im Unternehmensverbund meist keine leicht ersetzbaren Standardteile produzieren würden.
Vorstellung MAE Maschinen- und Apparatebau Götzen GmbH und Betriebsbesichtigung
Da der Geschäftsführer Rüdiger Götzen wegen eines Termins verhindert war, übernahm der technische Leiter, Herr Manfred Mitze, kurzfristig den Vortrag. MAE wurde 1931 vom Großvater des heutigen Geschäftsführers Rüdiger Götzen, Herrn Gerhard Götzen, als „Maschinen- und Apparatebau Erkrath GmbH“ gegründet. Das weltweit operierende Unternehmen der Maschinenbaubranche meldete seit 1990 23 Patente an. Mit derzeit 120 Mitarbeitern wurde 2008 ein Umsatz von 24,6 Mio. Euro erwirtschaftet. In der letzten Handelsblatt-Umfrage wurde das seit 1997 zur GESCO-Gruppe gehörende Unternehmen in die Gruppe der „100 erfolgreichsten Mittelständler“ eingestuft.
Nachfolgend schilderte Herr Mitze die wichtigen Meilensteine der Unternehmensgeschichte von 1931 bis zum heutigen Tage. Dabei erläuterte er auch anhand des Beispiels einer Lokomotive den Beitrag der MAE zu diesem Endprodukt. MAE fing 1931 mit der Auftragsproduktion von Glasmaschinen und Straßenbahnbremsen an. In den 50er Jahren zeichnete sich dann im Wesentlichen der heutige Tätigkeitsschwerpunkt ab. Mit hydraulischen Maschinen zum Richten von Wellen oder ähnlichen Komponenten wurde der Grundstein für die heutige Unternehmensausrichtung gelegt.
Die genannten Produkte wurden im Zuge des technischen Fortschritts und der Erfindermentalität der Mitarbeiter fortlaufend verbessert. Besonders die digitale Revolution in den 1990er Jahren gab dem technischen Vorsprung der MAE-Geräte nochmals einen Schub. Dabei handelte das Management von MAE stets sehr pragmatisch und marktorientiert.
Insgesamt zeigten die neuen Gerätegenerationen die Fähigkeit, mit mehr Presskraft immer größere Teile mit zunehmender Präzision ausrichten zu können. Herr Mitze und Herr Dr. Mayrose erklärten den verblüfften Teilnehmern, dass ein Richten insbesondere von wärmebehandelten Teilen weiterhin notwendig ist, da bis jetzt keine Produktionsverfahren existieren, die diesen Schritt der Materialnachbearbeitung überflüssig machen würden.
Die Kunden von MAE kommen aus den verschiedenartigsten Branchen. Neben dem immer noch wichtigsten Bereich Automobilindustrie und den entsprechenden Zulieferern sind dies auch Maschinenbauunternehmen. Zudem sind vor allem in den letzten Jahren Bahnbetreiber und Schienenfahrzeughersteller wichtige Kunden von MAE geworden. Herr Mitze erläuterte die Bedürfnisse dieses Kundenkreises anhand anschaulicher Beispiele mit dem ICE oder mit Straßenbahnzügen. Der größte Auftrag kam in diesem Bereich unlängst von den chinesischen Eisenbahnen, die etliche Maschinen für das Aufpressen von Radsätzen auf Achsen in den dortigen Bahnbetriebswerken bestellt haben. Insgesamt sei das Unternehmen heute breiter aufgestellt als in der Vergangenheit.
Herr Mitze erläuterte zum Schluss die Firmenstruktur und Philosophie von MAE. Das Unternehmen kommt auf einen Eigenfertigungsgrad von 10 bis 15 Prozent. Dabei werden nur die unverwechselbaren Bestandteile der Mechanik, Elektrik und vor allem der Steuerung der Maschinen selbst entwickelt. Im Vertrieb arbeite man mit einem Mix aus eigenen Mitarbeitern und Handelsvertretern, wobei man in China eine eigene Serviceniederlassung unterhalte. MAE besetze mit seinen Produkten zumeist als Weltmarktführer eng abgegrenzte Nischen. Dabei lege man neben einem guten Produkt- auch Wert auf ein optimales Serviceangebot. Bei der finanziellen Begleitung des Wachstums nutzt man die Zugehörigkeit zur GESCO-Gruppe, die dem Management jedoch im Tagesgeschäft eine weitreichende Selbstständigkeit einräume.
In der folgenden kurzen Diskussion wurde die Abhängigkeit von der Automobilindustrie thematisiert. Herr Mitze sagte dazu, dass diese zunehmend geringer werde und gerade die Bahnindustrie die dortigen Umsatzverluste überkompensiere. Die Frage nach den Gefahren eines Engagements in China für die MAE-Patente beantworteten Herr Mitze und Herr Dr. Mayrose gemeinsam. Beide sagten, dass die Gefahr zwar nicht von der Hand zu weisen sei. Auf der anderen Seite sei die Gefahr für MAE aufgrund des Nischenmarktes und des komplizierten Produktangebotes nicht so groß wie bei Herstellern von leicht kopierbaren Massenprodukten. Zudem gäbe es gerade in der Bahntechnik keine Alternative zu einem Engagement in China.
In der anschließenden Betriebsbesichtigung erläuterte Herr Mitze dann sehr anschaulich anhand einiger von seinen Mitarbeitern durchgeführter Richtprozesse die praktischen Hintergründe der Tätigkeit des Unternehmens. Zudem schilderte er sehr lebendig die technischen und kaufmännischen Hintergründe zu vielen in den Hallen derzeit in Montage befindlichen Geräten. Auch der technisch nicht so bewanderte Analyst bekam so einen Eindruck von der Erfindermentalität im Hause der MAE. Der für alle Analysten interessante Tag klang bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen und weiteren Gesprächen mit dem Vorstand der GESCO und dem technischen Leiter von MAE, Herrn Mitze, aus.
Fazit und eigene Meinung
Die zum dritten Mal am Standort einer operativen Gesellschaft durchgeführte Analystenkonferenz hat den Teilnehmern das Geschäftsmodell der GESCO AG erneut in anschaulicher Weise vor Augen geführt. Dabei wurde den Analysten die GESCO-Maxime einer weitreichenden operativen Selbständigkeit der Unternehmen erneut glaubwürdig vermittelt.
Nach dem Rekordjahr 2008/09 (bis 31.3.) erwartet GESCO nach eigenem Bekunden ein weitaus schwierigeres laufendes Geschäftsjahr 2009/10, für dessen Herausforderungen man sich aber angesichts der breiten Aufstellung und der soliden Finanzlage bestens positioniert sieht. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr beinhaltet angesichts der Rezession sehr zurückhaltende Einschätzungen des GESCO-Managements.
Derzeit geht man von einem Umsatz in einer Bandbreite von 280 bis 310 Mio. Euro aus. Den Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter sieht GESCO in einem Korridor von 7,0 bis 10,5 Mio. Euro, was ein Ergebnis je Aktie zwischen 2,31 und 3,47 Euro bedeuten würde. Der Vorstand sagte in der Veranstaltung, dass bei einer Aufhellung der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2009 eher die oberen Eckpfeiler der Prognose wahrscheinlich wären, bei einer Fortsetzung der schlechten Wirtschaftsentwicklung jedoch eher die unteren Begrenzungen.
Zweifelsohne gehört die GESCO-Aktie weiterhin zu den attraktiven Investitionsmöglichkeiten im Nebenwertesektor, da sie auch dem Aktienanleger eine Beteiligung am „Herzstück der deutschen Wirtschaft“, dem nicht börsennotierten Mittelstand ermöglicht. Zudem sind die Zielunternehmen in einer der deutschen Vorzeigebranchen, dem Maschinenbau, tätig. Mit einem KGV von 15 bis 10 auf Basis der Unternehmensprognosen und des Börsenkurses vom 7.7. ist die GESCO-Aktie weiterhin nicht überbewertet. Bei einer Aufhellung des Wirtschaftsklimas sollten auch die GESCO-Unternehmen und damit die Aktie wieder an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.
Die GESCO AG kann sich zwar nicht der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung entziehen, ist jedoch für die damit verbundenen Herausforderungen nach unserem Eindruck gerüstet und aufgrund der guten finanziellen Ausstattung in keinster Weise im Bestand gefährdet.
Kontaktadresse
GESCO AG Döppersberg 19 D-42103 Wuppertal
Tel.: +49 (0) 202 / 24820 - 0 Fax: +49 (0) 202 / 24820 - 49
E-Mail: gesco(at)gesco.de Internet: www.gesco.de
Ansprechpartner Investor Relations
Oliver Vollbrecht
Tel.: +49 (0) 202 / 24820 - 18 E-Mail: info(at)gesco.de
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