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MERKUR BANK KGaA (ISIN DE0008148206)

Bayerstraße 33
D-80335 München
Deutschland
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Die Merkur Bank KGaA hatte für den 8. Juni 2016 zur Hauptversammlung in die Räume der Hanns-Seidel-Stiftung nach München eingeladen. Etwa 200 Aktionäre und Gäste hatten sich dort eingefunden, um sich über die erfolgreiche Privatbank zu informieren. Für GSC Research war Matthias Wahler vor Ort.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Traut eröffnete die Versammlung um 11 Uhr und teilte mit, dass sein Vorgänger Ulrich Brugger sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Er selbst wurde dann in der Sitzung vom 26. April 2016 zum Vorsitzenden gewählt. Dem Aufsichtsrat gehört Herr Traut bereits seit 2004 an.

Im Anschluss erläuterte Herr Traut die Formalien und informierte über das soziale Engagement der Gesellschaft. Dazu gehört seit über 20 Jahren die Unterstützung der Deutsch-Mosambikanischen Gesellschaft, die eine Vielzahl von Projekten in dem südostafrikanischen Land unterstützt. Dafür wurden 2015 insgesamt 90 TEUR aufgewendet.

Nach einigen ergänzenden Worten zum Bericht des Aufsichtsrats übergab der Vorsitzende an Dr. Marcus Lingel, persönlich haftender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merkur Bank.


Bericht der Geschäftsleitung


Dr. Lingel begann seine Ausführungen mit einigen Angaben zur Wirtschaftslage in Deutschland, die sich 2015 recht robust dargestellt hat. Die deutschen Banken haben hiervon allerdings wegen ihrer strukturellen Probleme nicht profitiert. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld belastete die Institute enorm. Nach einer aktuellen Umfrage gehen die deutschen Banken davon aus, dass ihre Profitabilität bis 2019 um 20 bis 25 Prozent sinken wird.

Die Merkur Bank wird diesem Trend nach Überzeugung von Dr. Lingel nicht folgen. Sie hebt sich weiterhin positiv von der Branche ab und hat auch das Geschäftsjahr 2015 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung sieht sich damit in der eingeschlagenen Strategie bestätigt.

Als wichtige Elemente sieht er das unternehmerische Denken, mit dem sich die Merkur Bank vom Markt unterscheidet. Ebenso wichtig ist die Unabhängigkeit. Die Berater sind völlig frei in der Produktauswahl und bei Kooperationen gibt es keine verpflichtenden Abnahmen. Als vorteilhaft erachtet er zudem das langfristige Denken. All dies zusammen führt zu einer hohen Glaubwürdigkeit gegenüber den Kunden.

Die Merkur Bank ist, wie Dr. Lingel weiter ausführte, traditionell aufgestellt. Das Geschäft umfasst die klassische Transformation von Sparern zu denen, die Kredite benötigen. Zudem engagiert sich das Münchner Institut im Firmenkreditgeschäft. Hier spezialisiert sich die Merkur Bank auf die Bereiche Bauträger, Leasing und Mittelstand.

Das Geschäftsmodell ist also einfach und transparent. Und die Merkur Bank ist nicht im Ausland aktiv, spekuliert nicht auf dem Kapitalmarkt und betreibt keine wesentliche Fristentransformation. Speziell mit Letzterem wird sich die Merkur Bank nach Überzeugung von Dr. Lingel in einer anhaltenden Niedrigzinsphase deutlich von anderen Instituten abheben. Da es keine Ergebnisbeiträge aus der Fristentransformation gibt, habe man hier auch nicht viel zu verlieren.

Schon vor Jahren hat die Geschäftsleitung indes erkannt, dass im Einlagengeschäft ein Wettbewerbsvorteil allein über den Zins nicht ausreichen wird. Bereits 2009 ist die Merkur Bank deshalb verstärkt in die ganzheitliche Beratung eingestiegen und konnte in diesem Bereich seither selbst als kleiner Marktplayer gute Erfolge verzeichnen.

2015 ist das Depotvolumen um 20 Prozent auf 212 Mio. Euro gewachsen. Dabei legte das Filialgeschäft deutlich stärker zu als der Onlinevertrieb. Online werden jedoch viele Kunden angesprochen. Dr. Lingel will deshalb weiterhin einen kombinierten Ansatz verfolgen. Dies unterscheidet die Merkur Bank auch von der Konkurrenz.

Sehr lukrativ gestaltet sich nach wie vor der Bauträgerbereich. Gerade in Ballungsräumen wie München und Stuttgart, in denen die Merkur Bank aktiv ist, ist die Nachfrage nach Immobilien ungebrochen. Das Neugeschäft konnte hier von dem schon hohen Vorjahreswert um weitere 10 Prozent auf 730 Mio. Euro gesteigert werden. Es wurden auch weitere Kooperationspartner aufgenommen.

Das Leasinggeschäft entwickelte sich stabil. In diesem Bereich soll die Merkur Bank nach Aussage von Dr. Lingel auch nicht so stark wachsen. Lieber soll die Marge auf dem hohen Niveau stabil gehalten werden. Mit dem Neugeschäftsvolumen von 115 Mio. Euro ist der Vorsitzende der Geschäftsleitung zufrieden. Die Risikolage ist weiterhin gut, es gibt so gut wie keine Ausfälle.

Das Mittelstandsgeschäft blieb mit einem Neugeschäftsvolumen von 48 Mio. Euro hinter den Erwartungen zurück. Als Grund nannte Dr. Lingel die sehr zurückhaltende Investitionstätigkeit vieler kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Die Merkur Bank will diesen Bereich derzeit auch nicht stärker forcieren. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs sind die Margen mittlerweile zu gering für das Risiko.

Der Zinsüberschuss ist laut Dr. Lingel auf 21,6 (Vorjahr: 21,2) Mio. Euro nochmals leicht gestiegen. Allerdings erfordert die Regulatorik immer mehr Liquidität und dafür müssen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen Zinsen bezahlt werden. Die Zinsmargen entwickeln sich infolge des zunehmenden Konkurrenzdrucks ebenfalls rückläufig. Mit der Zinsmarge von 2,37 (2,39) Prozent ist Dr. Lingel aber durchaus zufrieden.

Der Provisionsüberschuss hat auf 10,4 (9,8) Mio. Euro ebenfalls zugelegt. Steigerungen gab es vor allem im Wertpapierbereich, während sich das Filialgeschäft seitwärts bewegte. Bei den Kreditbearbeitungsgebühren war ein Rückgang zu verzeichnen. Auch die Merkur Bank spürt hier den zunehmenden Konkurrenzdruck. Mit dem Erreichten zeigte sich der Firmenchef aber sehr zufrieden.

Eine permanente Herausforderung ist laut Dr. Lingel mit Blick auf die ständig steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen das Kernkapital. Es gilt immer eine Balance zwischen dem Kapital und dem Ausbau des Kreditgeschäfts zu finden. Die Eigenmittel, die neben dem harten Kernkapital auch das sonstige Kernkapital und das Ergänzungskapital umfassen, beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 74,7 (73) Mio. Euro.

Weiter informierte Dr. Lingel, dass die Risikovorsorge auf 2,2 (0,9) Mio. Euro deutlich angehoben wurde. In Anbetracht der vielfältigen Marktrisiken schien es der Geschäftsleitung sinnvoll, das gute operative Ergebnis zu nutzen, um die Kapitalausstattung noch weiter zu verbessern. Derzeit stellt sich die Risikostruktur sehr positiv dar. Dies wird aber nicht immer so bleiben.

Die erhöhte Risikovorsorge führte dazu, dass sich der Jahresüberschuss trotz des operativen Erfolgs auf 2,6 (3,6) Mio. Euro rückläufig entwickelte.  Das Ergebnis je Aktie verminderte sich auf 0,51 (0,64) Euro. Im Branchenvergleich ist dies, wie Dr. Lingel betonte, aber immer noch ein sehr guter Wert.

Der Vorschlag an die Hauptversammlung lautete, die Dividende auf 0,22 (0,20) Euro anzuheben. Die Ausschüttungsquote steigt damit auf 43 (31) Prozent. Damit komme man dem Versprechen näher, mittelfristig dauerhaft 50 Prozent des Ergebnisses als Dividende zu zahlen. Man müsse aber natürlich auch das Kapital im Auge behalten.

Um die Ertragssituation trotz der sinkenden Margen und des zunehmenden regulatorischen Aufwands zu stabilisieren, wurde laut Dr. Lingel im vergangenen Jahr ein Kostensenkungsprogramm eingeleitet. Das Cost-Income-Ratio konnte auf 65 (66,7) Prozent reduziert werden. Dieses Niveau zu halten wird nach seiner Einschätzung schon eine Herausforderung sein.

Im Zuge der Kostensenkungsmaßnahmen ist die Geschäftsleitung auch das Thema Haftungsentschädigung angegangen. Bisher erhalten die persönlich haftenden Gesellschafter einen Betrag von 0,04 Prozent der Kundeneinlagen, die in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Nun wurde beschlossen, eine Obergrenze von 300 TEUR und ab 2020 einen Höchstwert von 200 TEUR festzulegen. Dies soll auch in die Satzung aufgenommen werden.

Abschließend warf Dr. Lingel einen Blick auf die Aktie, mit deren Entwicklung er nicht zufrieden ist. Von der insgesamt positiven Börsenentwicklung des vergangenen Jahres konnte sie nicht profitieren. Obwohl die Merkur Bank eine ganz andere Risikolage als andere Kreditinstitute aufweist, wird sie nach seiner Vermutung wohl in Sippenhaft genommen. Die Substanz von 8,20 Euro kommt im aktuellen Kurs von 6 Euro jedenfalls nicht zum Ausdruck.
 
In das laufende Jahr ist die Merkur Bank recht gut gestartet. Im ersten Quartal sind die Vermögensanlagen um 4 Prozent gewachsen und auch im Finanzierungsgeschäft setzte sich die positive Entwicklung fort.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich im ersten Quartal dank des guten Zinsergebnisses und infolge einer geringeren Risikovorsorge auf 1,8 (1,7) Mio. Euro. Der Periodengewinn konnte auf 1,05 (0,85) Mio. Euro ausgeweitet werden. Dr. Lingel geht davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzt. Im Gesamtjahr 2016 wird der Gewinn je Aktie eher höher liegen als 2015.


Allgemeine Aussprache

Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sprach von einem Geschäftsjahr mit viel Licht und wenig Schatten. Das Ergebnis fiel zwar etwas geringer aus. Dies ist jedoch allein der höheren Risikovorsorge geschuldet. Und die Dividende geht wie versprochen in Richtung einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent.

Quirin Taubert von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bezeichnete die Merkur Bank als „gallisches Dorf“ der Bankenwelt. Das Institut konzentriert sich auf lukrative Nischenmärkte und betreibt vor allem kein Investmentbanking. Ihn erstaunte, dass die Aktie trotz der guten Ertragslage und der hohen Dividende 30 Prozent unter dem Buchwert notiert.

Herr Bauer wollte ebenso wie Aktionär Eckhard Stauffenberg wissen, ob es konkrete Anlässe für die Ausweitung der Risikovorsorge gibt. Dies verneinte Dr. Lingel. Er hält es aber für sinnvoll, die aktuell sehr solide Ertragslage zu nutzen, um rechtzeitig für eine Eintrübung der Situation vorzusorgen. Man könne ja nicht davon ausgehen, dass es ewig so gut läuft.

Befragt nach den Erfahrungen mit den neuen Filialen freute sich Dr. Lingel berichten zu können, dass die vor drei Jahren neu eröffnete Niederlassung in Plauen die Erwartungen noch übertroffen hat. Es konnte dort bereits ein Depotvolumen von 25 Mio. Euro akquiriert werden.

Aus diesem Erfolg hat die Geschäftsleitung die Strategie abgeleitet, dass mit größeren Filialen ein besseres Wachstum erreicht werden kann, da eine intensivere Beratung möglich ist. Im laufenden Jahr sollen nun einige kleinere Filialen verschmolzen und deren Kundenberater zusammengezogen werden. Dies eröffnet nach Überzeugung von Dr. Lingel bessere Wachstumsmöglichkeiten.

Auf Nachfrage von Herrn Taubert ergänzte er, dass der Standort Erfurt dauerhaft etabliert werden soll. Es gibt aber keinen zeitlichen Druck. Über die Ausweitung des Geschäfts auf ganz neue Regionen denkt die Geschäftsleitung derzeit nicht nach. Dafür ist es noch zu früh und in den bereits bearbeiteten Gebieten gibt es ausreichend Wachstumspotenzial.

Die aktuelle Zurückhaltung im Mittelstandsgeschäft begründete Dr. Lingel mit dem deutlich verschärften Wettbewerb. Die Banken verfügen derzeit über viel Geld und können es am Kapitalmarkt nicht sinnvoll anlegen. Viele sehen das Kreditgeschäft als Allheilmittel. In der Folge sinken die Margen, die Risiken werden aber nicht kleiner. Die Merkur Bank hält sich deshalb lieber zurück.

Ebenso wie Herr Stauffenberg wollte Herr Bauer wissen, warum die Steuerquote trotz des rückläufigen Gewinns gestiegen ist. Dies liegt laut Dr. Lingel darin begründet, dass die gebildeten Rückstellungen teilweise steuerlich nicht abzugsfähig sind. Im Hinblick auf die gute Ertragslage hält er es dennoch für sinnvoll, entsprechend vorzusorgen.

Ferner war dem SdK-Sprecher aufgefallen, dass die Forderungen an die Bundesbank gestiegen, die gegen andere Kreditinstitute aber gefallen sind. Dies erschien ihm wenig sinnvoll. Bei der Bundesbank müssen mittlerweile schließlich Guthabenzinsen gezahlt werden.

Dies betreffend informierte Finanzchef Claus Herrmann, dass inzwischen auch die Geschäftsbanken negative Zinsen berechnen. Alle Institute haben zu viel Geld, keines will deshalb etwas für zusätzliche Mittel zahlen. Der Vorteil ist also nicht mehr vorhanden und bei der Ausleihung an Geschäftsbanken gibt es zusätzlich ein wirtschaftliches Risiko.

Im Nachtragsbericht hatte Herr Bauer von durchgeführten Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalquoten gelesen, weil sich der Bauträgerbereich über Plan entwickelt. Er wollte wissen, was genau hier gemacht wurde. Eine Kapitalerhöhung hat es ja offensichtlich nicht gegeben.

In seiner Antwort erläuterte Dr. Lingel, dass auf dem aktuellen Kursniveau weit unter dem Buchwert eine Kapitalerhöhung möglichst vermieden werden soll. Statt neuer Aktien wurden deshalb Tier1- und Tier2-Anleihen ausgegeben. Dies ist im Moment die günstigere Variante, und diese Anleihen zählen ebenfalls zum Kernkapital.

Herr Taubert hatte den Unterlagen entnommen, dass die Merkur Bank nicht mit Lockangeboten arbeiten will. Nun bietet sie aber doch 1,3 Prozent auf das Tagesgeld bei einem Depotübertrag von mehr als 50 TEUR. Ihm schien dies genau in diese Kategorie zu fallen.

Wie Dr. Lingel darlegte, sieht er diesen Zins nicht als Lockangebot, sondern als Investition in die Zukunft. Das Angebot gilt ja auch nicht nur für Neu-, sondern ebenso für Bestandskunden. Bei einer Zinsspanne von 2,3 Prozent ist diese Offerte wirtschaftlich zu vertreten.

Eine weitere Wortmeldung kam vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Brugger. Er stellte klar, dass sein Rücktritt nicht aus persönlichen Gründen erfolgt ist, wie dies sein Nachfolger in den einleitenden Worten dargestellt hatte. Ausschlaggebend waren vielmehr wachsende Differenzen in Bezug auf die Prüfungs- und Leistungsfähigkeit der anderen Aufsichtsratsmitglieder.

Um dieses Thema klarzustellen, verlas Herr Traut im Wortlaut das Schreiben seines Vorgängers, in dem er seine Bereitschaft zur Amtsniederlegung erklärt. Weitere Erklärungen hat er nicht abgegeben. Herr Traut räumte ein, dass persönliche Gründe nicht explizit erwähnt werden. Er hatte dies aber so aufgefasst.

Grundsätzliche Kritik übte Herr Brugger an der Haftungsentschädigung. Unter TOP 8 soll zwar nun eine Deckelung beschlossen werden. Die beiden Komplementäre haben aber schon im vergangenen Jahr jeweils 292 TEUR erhalten, die Obergrenze von 300 TEUR dürfte mit dem wachsenden Geschäftsvolumen also wohl schon in diesem Jahr erreicht werden.

Ihm schien es nicht richtig zu sein, dass die Komplementäre die Vorteile einer KGaA in Anspruch nehmen, sich aber zugleich die Risiken extra vergüten lassen. Seiner Meinung nach wäre dies mit dem Gewinnanteil bereits abgegolten, zumal sie gegebenenfalls auch noch Regressansprüche gegenüber der Bank geltend machen könnten.

Dr. Lingel konnte diese Kritik nicht recht nachvollziehen. Die Regelungen wurden schließlich getroffen, als Herr Brugger noch Aufsichtsratsvorsitzender war und mit der vorgeschlagenen Beschlussfassung kommen die Komplementäre den Aktionären entgegen. Das Niveau würde sonst schon in diesem Jahr auf über 300 TEUR steigen.

Betreffend die Aktivitäten in Mosambik äußerte Herr Brugger Zweifel, ob diese Spenden tatsächlich dem Interesse der Bank dienen. Seiner Auffassung nach ist dieses Engagement die Privatsache der Herren Siegfried und Dr. Lingel, die nichts mit dem Geschäftszweck der Bank zu tun haben. Er monierte zudem, dass nicht auch andere soziale Aktivitäten verfolgt werden.

Nach Überzeugung von Dr. Lingel ist soziales Engagement durchaus wichtig für die Merkur Bank. Speziell die deutsch-mosambikanische Gesellschaft wird auch von Kunden persönlich unterstützt. Die Merkur Bank hat darüber hinaus noch 49 TEUR für verschiedene andere soziale Zwecke gespendet. Die größte Position ist aber die deutsch-mosambikanische Gesellschaft.

Die Frage von Herrn Brugger, ob die Konditionen bei der Vermietung von Räumen an die Familie Lingel allesamt Münchner Verhältnisse abbilden, bejahte Dr. Lingel. Es geht auch nur um ein Büro mit 550 qm, das für 21 Euro je qm vermietet wird. Der Aufsichtsrat hat sich selbst vergewissert, dass marktübliche Konditionen abgerechnet werden.

Herr Stauffenberg bat um Erklärung, warum der Gewinnanteil der Komplementäre um 16 Prozent gestiegen ist, obwohl sich das EBT rückläufig entwickelt hat und das Teilbetriebsergebnis nur um 9 Prozent gestiegen ist.

Nach Aussage von Dr. Lingel liegt dies ausschließlich in der Steuer begründet. Die Ergebnisverwendung erfolgt immer nach Kapitalanteil. Während die Versteuerung bei den Aktionären auf Ebene der AG erfolgt, müssen die persönlich haftenden Gesellschafter die Steuer indes privat abführen. Deshalb erscheint deren Anteil höher.

Ein Rechtsanwalt aus Frankfurt wollte wissen, ob die Sonderprüfung durch die Bankenaufsicht einen besonderen Anlass hatte. Hierzu stellte Herr Traut klar, dass der Aufsichtsrat diese Prüfung im Einvernehmen mit der Geschäftsleitung in Auftrag gegeben hat. Es ging dabei auch um die Spendenaktivitäten. Etwaige Nachteile wurden sofort materiell ausgeglichen.

Nicht einverstanden war Herr Bauer, dass bei der unter TOP 7 vorgesehenen Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals ein umfassender Bezugsrechtsausschluss möglich sein soll. Er kündigte an, gegen diese Beschlussfassung zu stimmen.

Dr. Lingel bat um Verständnis, dass es mit Blick auf die zunehmenden regulatorischen Anforderungen unbedingt sinnvoll ist, wenn alle Möglichkeiten offengehalten werden. Er erinnerte daran, dass das Bezugsrecht soweit möglich bisher nie ausgeschlossen worden ist und appellierte an die Aktionäre, auch diesem Beschlussvorschlag zuzustimmen.


Abstimmungen

Herr Traut verkündete die Präsenz mit 3.614.595 Aktien. Bezogen auf das gesamte Grundkapital von 13.235.200 Euro, eingeteilt in 5.170.000 Aktien, entsprach dies einer Quote von 69,91 Prozent.

Die meisten Beschlüsse, im Einzelnen die Dividende von 0,22 Euro (TOP 3), die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafter (TOP 4) und des Aufsichtsrats (TOP 5) sowie die Wahl der KPMG AG zum Abschlussprüfer (TOP 6), wurden mit Mehrheiten über 99 Prozent gefasst.

Bei der Aufhebung des alten und der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (TOP 7) lag die Zustimmungsquote bei 78 Prozent. Bei der Änderung der Satzung betreffend die Haftungsentschädigung der persönlich haftenden Gesellschafter (TOP 8) waren es 97 Prozent.

Der persönlich haftende Gesellschafter Siegfried Lingel stimmte sämtlichen Beschlussfassungen ausdrücklich zu.

Um 14 Uhr schloss Herr Traut die Versammlung.


Fazit

Einmal mehr unterstreicht die Merkur Bank ihre Sonderstellung in der Branche. Während die großen Kreditinstitute in dem zunehmend schwierigen Marktumfeld immer mehr Probleme haben, entwickelt sich das Münchner Institut weiterhin solide. Dies gelingt, weil die Merkur Bank sich allein auf das klassische Bankgeschäft fokussiert und auf risikobehaftete Bereiche verzichtet.

Das Ergebnis entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 zwar rückläufig. Dies liegt aber allein an der höheren Risikovorsorge, die aus kaufmännischer Vorsicht und mit Blick auf die stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen vorgenommen wurde. Das Teilbetriebsergebnis legte um 9 Prozent zu, was insbesondere im Branchenvergleich eine gute Leistung ist. Und mit den höheren Rückstellungen bildet sich immer mehr Substanz.

Dennoch kommt die Aktie nicht voran. Offenbar wird die Merkur Bank von vielen Anlegern in Sippenhaft genommen. Dabei wäre ein Investment sehr interessant. Beim aktuellen Kurs von 6 Euro und einer Dividende von 0,22 Euro beträgt schon die laufende Rendite fast 4 Prozent. Und die Dividende wird in den nächsten Jahren weiter steigen, nachdem die Ausschüttungsquote in Richtung 50 Prozent angehoben werden soll.

Für das laufende Jahr dürften die Aktionäre eine Dividende von 0,25 Euro oder vielleicht noch etwas mehr erhalten. Und trotz dieser hohen Rendite notiert die Aktie rund 30 Prozent unter dem Substanzwert, der sich Ende 2015 mit 8,20 Euro errechnete und der durch die einbehaltenen Gewinne stetig weiter steigt. Die Merkur Bank ist ein interessantes Investment.


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