RheinLand Holding AG (ISIN DE0008415100)

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HV-Bericht RheinLand Holding AG

RheinLand Holding trotzt dem schwierigen Marktumfeld


Am 3. Juli 2014 fand in Neuss die ordentliche Hauptversammlung der RheinLand Holding AG statt. Die Gesellschaft musste im vergangenen Jahr zwar einen Ergebnisrückgang hinnehmen, allerdings war das Vorjahr durch Sonderfaktoren positiv beeinflusst. So erzielte das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld immerhin das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Rund 300 Aktionäre und Gäste, unter ihnen auch Thorsten Renner für GSC Research, hatten sich im swissôtel eingefunden, um sich über die weiteren Perspektiven der Gesellschaft zu informieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Klaus G. Adam eröffnete die Hauptversammlung und gedachte zunächst den Verstorbenen des vergangenen Jahres.

Zudem teilte er mit, dass Frau Stöcker am 14. Januar 2015 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden wird. Immerhin bleibe sie der Gesellschaft noch im Aufsichtsrat von Tochtergesellschaften verbunden. Als ihr Nachfolger hat der Aufsichtsrat Dr. Lothar Horbach berufen. Anschließend kündigte Dr. Adam an, dass er aus Altersgründen bei erfolgreicher Wahl nicht mehr den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen wird. Den Vorsitz soll zukünftig Anton Werhahn übernehmen. Nach dem Verlesen der sonstigen Formalien übergab Dr. Adam das Wort an das Vorstandsmitglied Jutta Stöcker.


Bericht des Vorstands


Das Management ist mit dem Geschäftsverlauf 2013 zufrieden, stellte Frau Stöcker zu Beginn ihrer Ausführungen klar. Bereinigt um die positiven Sondereffekte in 2012 konnte der Trend der guten Ergebnisse der Vorjahre fortgesetzt werden. Dabei fiel das Wirtschaftswachstum in Deutschland im letzten Jahr gering aus. Allerdings lag die Beschäftigung auf dem höchsten Niveau seit dem Mauerfall und die verfügbaren Einkommen legten weiter zu.

Die Versicherungswirtschaft steigerte ihre Beitragseinnahmen im abgelaufenen Jahr um 3 Prozent, teilte Frau Stöcker mit. Im Bereich Lebensversicherung war Wachstum vor allem bei den Einmalbeiträgen zu verzeichnen. Laut Frau Stöcker wurden fast 50 Milliarden Euro Schadensleistungen ausgezahlt. Davon entfielen allein 7 Milliarden Euro auf Wetterschäden. Bei der Wohngebäudeversicherung kam es sogar zu einem Leistungsanstieg um 45 Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung stieg die Combined Ratio auf ungünstige 102 Prozent. Frau Stöcker bezifferte den daraus resultierenden Verlust für die Branche auf rund 1,4 Milliarden Euro.

Nach Auffassung von Frau Stöcker hat die Lebensversicherungsbranche schon seit 2008 mit Belastungen zu kämpfen. Die Zinsen liegen auf einem historischen Tief und unterhalb der Inflationsrate. Daraus folgernd bezifferte sie die entgangenen Zinseinnahmen in den Jahren 2008 bis 2013 auf rund 15 Milliarden Euro. Der Garantiezins von 3,1 Prozent im Bereich Lebensversicherung schmilzt nur langsam ab, der Anteil der hochverzinslichen Anlagen im Depot geht jedoch weiter deutlich zurück.

Die niedrigen Zinsen haben zu einem deutlichen Wertanstieg der alten Papiere geführt. Dadurch wurden laut Frau Stöcker Bewertungsreserven von rund 80 Milliarden Euro aufgebaut, an denen die Kunden zu beteiligen sind, deren Vertrag ausläuft. Daneben waren noch 7 Milliarden Euro Zinszusatzreserven aufzubringen gewesen. Wie Frau Stöcker weiter berichtete, verbuchte die Lebensversicherungsbranche einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 4 Prozent auf 90,8 Milliarden Euro. Während bei den Einmalbeiträgen ein Plus von 14,1 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro zu verzeichnen war, stiegen die laufenden Beiträge nur geringfügig um 0,5 Prozent auf 64,9 Milliarden Euro.

Zum 1. Januar 2013 wurde die Ontos Lebensversicherungs AG in Credit Life AG umbenannt. Darauf aufbauend wurden die niederländischen Gesellschaften in unselbständige Zweigniederlassungen umgewandelt. Dies führte zu einer Verschlankung der Konzernstruktur und Reduzierung der regulatorischen Anforderungen und somit zu finanziellen Synergien. Die Kosten für die grenzüberschreitende Verschmelzung bezifferte Frau Stöcker auf einmalig 2,2 Mio. Euro. Dem stehen aber jährliche Synergien von 1,5 Mio. Euro gegenüber. Im März 2014 wurden die Verschmelzungen beurkundet und dann erfolgte die Beantragung der Genehmigung. Laut Frau Stöcker erfolgte die Integration der niederländischen Kollegen in Deutschland konfliktfrei.

Die Rheinland Gruppe erzielte Beitragseinnahmen von 512,6 Mio. Euro nach 669,5 Mio. Euro vor Jahresfrist. Diesen Rückgang führte Frau Stöcker auf eine Neuausrichtung des größten Kooperationspartners in der Restkreditversicherung zurück. Aufgrund der Umstellung beim Abrechnungsmodus sind die Zahlen aber nicht vergleichbar. So sanken die Beitragseinnahmen im Geschäftsfeld Restkreditversicherung von 383,7 auf 181,1 Mio. Euro. Ein deutliches Plus von 24,5 Prozent auf 240,0 Mio. Euro verzeichnete das klassische Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. In diesem Bereich verbuchte RheinLand einen positiven Sondereffekt, aber auch bereinigt lag das Wachstum mit 7,0 Prozent klar über der Marktentwicklung von 3 Prozent.

Laut Frau Stöcker ist der Maklervertrieb Rhion im gesamten deutschen Markt präsent. Daneben wurde der Bancassurance Vertrieb breiter aufgestellt. Die Gesellschaft konzentriert sich dabei auf die vier Kernländer Deutschland, Niederlande, Italien und Spanien. Auf diesen Märkten konnten so auch neue Kooperationspartner gewonnen werden. Das vergangene Jahr brachte den größten Hagelschaden aller Zeiten mit sich. Allerdings war die Rheinland Gruppe davon nicht so stark betroffen, die Elementar- und Wetterschäden beliefen sich auf nur rund 8 Mio. Euro. Dadurch verringerte sich die Geschäftsjahresschadenquote auf 54,6 Prozent. Auch der Bereich Kraftfahrt entwickelte sich nach Aussage von Frau Stöcker besser als erwartet und so blieb die Schadensquote mit 88,1 Prozent leicht unter dem Vorjahr. Allerdings musste die Rhion Versicherung höhere Belastungen aus Großschäden verkraften.

In der konventionellen Lebensversicherung sanken die Beiträge um 1,7 Prozent auf 91,5 Mio. Euro. Begründet wurde dies von Frau Stöcker mit der Zurückhaltung bei lang laufenden Verträgen. Die Leistungsauszahlung an Kunden legte dagegen um 8 Prozent auf 64,7 Mio. Euro zu. Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft 45 Auszubildende, teilte Frau Stöcker ergänzend mit. Bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten gelang eine Reduzierung von 74,0 auf 72,7 Mio. Euro.

Kritisch sah Frau Stöcker das Zinsniveau, da die aktuellen Zinsen nicht einmal den Kapitalerhalt sichern. Das laufende Ergebnis aus Kapitalanlagen bezifferte sich auf 47,3 Mio. Euro, inklusive des außerordentlichen Ergebnisses von 4,1 Mio. Euro erwirtschaftete die Gesellschaft insgesamt ein Kapitalanlageergebnis von 51,4 Mio. Euro. Dabei gab die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 3,9 auf 3,6 Prozent nach. Das Anlagevolumen blieb bei 1,48 Milliarden Euro unverändert. Dabei entfielen rund 90 Prozent auf festverzinsliche Wertpapiere, der Aktienanteil liegt bei weniger als einem Prozent, so Frau Stöcker. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 12,7 Mio. Euro. Laut Frau Stöcker erreichte die Gesellschaft seit 2004 mehr als eine Verdopplung des Eigenkapitals auf knapp 152 Mio. Euro.

Innerhalb der AG wurden die beiden niederländischen Versicherungstöchter zu Buchwerten übernommen. Dadurch stieg der Buchwert der Beteiligungen um 35,9 Mio. Euro. Daneben erfolgten weitere Kapitalmaßnahmen bei Tochtergesellschaft in Höhe von 16,0 Mio. Euro. Wie Frau Stöcker informierte, konnte ein Beteiligungsergebnis von 14,7 Mio. Euro nach 9,8 Mio. Euro im Vorjahr vereinnahmt werden.

Keine Veränderungen ergaben sich beim Immobilienbestand. Durch Investitionen erhöhte sich der Buchwert jedoch leicht auf 13,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss kletterte von 6,5 auf 13,2 Mio. Euro. Daraus verblieb laut Frau Stöcker ein Bilanzgewinn von 6,59 Mio. Euro. Die Gesellschaft schlägt für das vergangene Jahr eine Dividende von 1,00 Euro vor. Im Vorjahr hatte RheinLand eine Dividende von 0,70 Euro und einen Bonus von 0,30 Euro gezahlt. Nach Auffassung von Frau Stöcker drückt diese Maßnahme auch die Zuversicht des Managements in die weitere Entwicklung der Gesellschaft aus.

Für das laufende Jahr erwartete Frau Stöcker ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent und ein Anhalten der Niedrigzinsphase. Entsprechend werden die Rahmenbedingungen bei der Lebensversicherung schwierig bleiben. Der Referenzzins für die Zinszusatzreserve sinkt von 3,4 auf 3,2 Prozent. Trotzdem ging Frau Stöcker bei RheinLand von einem moderaten Wachstum im Bereich Lebensversicherung aus. Außerdem müsse man bei den wetterbedingten Schäden von einer neuen Rekordhöhe ausgehen.

Von Januar bis Mai erzielte die Gesellschaft im Bereich Komposit eine Steigerung der Beitragseinnahmen von 9,4 Prozent auf 118,3 Mio. Euro. Beim Thema Bancassurance kam es zu einem Wachstum von 2,8 Prozent auf 92,5 Mio. Euro. Dann kamen allerdings Pfingsten und der große Sturm, betonte Frau Stöcker. Hieraus erwartete sie eine Ergebnisbelastung in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Bei den Lebensversicherungen kam es zu einem kräftigen Anstieg der Beitragssumme um 34,7 Prozent auf 95,4 Mio. Euro.

Auch der Kapitalanlagebestand entwickelte sich nach Aussage von Frau Stöcker gemäß den Erwartungen. Deshalb ging sie in diesem Bereich in 2014 von einem stabilen Ergebnis aus. In Summe rechnete sie mit einem zufriedenstellenden Konzernergebnis. Für den Einzelabschluss erwartete sie fusionsbedingt nahezu eine Verdopplung des Ergebnisses. Angesichts ihres letztens Auftritts auf der Hauptversammlung verabschiedete sich Frau Stöcker von den Aktionären und wünschte der RheinLand Holding weiter viel Erfolg.

Nach Aussage des Vorstandsmitglieds Christoph Buchbender war 2013 das zweitbeste Jahr für RheinLand. Wichtig erachtete er vor allem die Tatsache, dass die Gesellschaft das nachhaltige Wirtschaften der vergangenen Jahre fortsetzte. Der an Pfingsten aufgetretene Orkan verursachte im Rheinland vor allem Schäden durch umgeknickte Bäume. Bei bisher gemeldeten 3.120 Schäden erwartete Herr Buchbender einen Gesamtschaden von 7,5 Mio. Euro. Da ein Teil davon über Rückversicherer abgedeckt ist, rechnete er in den Büchern letztlich mit einer Belastung von rund 2 Mio. Euro.

Der Verkauf von Lebensversicherungen hat sich in Deutschland gegenüber 2010 in etwa halbiert, so der Vorstand. Trotzdem entfielen noch rund 50 Prozent des Beitragsvolumens in der Assekuranz auf Lebensversicherungen. Bei RheinLand liegt der Anteil dagegen bei lediglich 18 Prozent. Nach Ansicht des Vorstands könnte der Garantiezins 2015 weiter auf 1,25 Prozent sinken. Das sich derzeit in Ausarbeitung befindliche Lebensversicherungsreformgesetz bietet Vor- und Nachteile, betonte Herr Buchbender. Aus Sicherheitsgründen wurde das Eigenkapital der RheinLand Leben von 5,6 auf 20 Mio. Euro ausgeweitet. Die Gesellschaft wird sich laut Herrn Buchbender in Zukunft noch stärker auf Risiko-Lebensversicherungen konzentrieren.

Seit 2002 hat die RheinLand Holding das Geschäft mit Restkreditversicherungen aufgebaut. Im Rahmen der Kooperation mit Santander wird man in den kommenden Jahren nur noch einen kleinen Teil erhalten und damit den größten Kunden verlieren. Allerdings werde man das dort bestehende Geschäft ertragswirksam abwickeln. Dabei können bis 2020 nennenswerte Erträge vereinnahmt werden. Da diese Entwicklung nicht überraschend kam, hat man das Geschäft mit anderen Kunden deutlich ausgebaut. In 2014 soll das Neugeschäft mit anderen Kunden bereits 150 Mio. Euro ausmachen. Bis 2017 ging Herr Buchbender von einem Anstieg auf knapp 300 Mio. Euro aus. Ab 2015 werden dann auch noch Neukunden wie ADAC, Haspa oder ZEG hinzukommen, teilte Herr Buchbender zum Ende seiner Ausführungen mit.


Allgemeine Diskussion


Herr Hocker zeigte sich als Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) mit der RheinLand-Aktie zufrieden, da sie eine stabile Verzinsung bietet. In diesem Rahmen interessierte ihn die Mittelfristprognose des Unternehmens. Mittelfristig erwartete Frau Stöcker in der AG und im Konzern ein Ergebnis vor Steuern zwischen 15 und 20 Mio. Euro. Lobende Worte fand Herr Hocker auch für die Dividendenzusammenlegung auf 1,00 Euro je Aktie. Trotzdem sprach er gleich mögliche Dividendensteigerungen, auch vor dem Hintergrund des bevorstehenden 135-jährigen Jubiläums, an. Seit 2006 zahlte die Gesellschaft 0,70 Euro Dividende und einen Bonus von 0,30 Euro, erklärte Frau Stöcker. Ziel wird auch zukünftig die Dividendenkontinuität sein, zumal parallel auch die Selbstfinanzierungskraft der Gesellschaft gestärkt werden soll. Ob das Jubiläum im kommenden Jahr eine Rolle spielt, werde man sehen, so Frau Stöcker.

Des Weiteren thematisierte Herr Hocker die Kosten der bestehenden Nachrangdarlehen. Wie Vorstandsmitglied Udo Klanten berichtete, lagen die Zinssätze für die 40 Mio. Euro Nachrangdarlehen bei 7,0 bis 7,5 Prozent. Allerdings hat die Gesellschaft eine fristenkongruente Anlage mit 3,5 Prozent Zinsen getätigt, so dass die Belastung bei 1,6 Mio. Euro liegt. Nach der erneuten Zurückführung im laufenden Jahr wird die Belastung dann nur noch bei 0,8 Mio. Euro liegen.

Anschließend interessierte den Aktionärssprecher, ob durch den Umzug von Venlo nach Neuss auch Personal verloren wurde. Laut Frau Stöcker gab es Ausgleichszahlungen für die Mitarbeiter, um die steuerliche Vorteile in den Niederlanden auszugleichen. Beim Umzug gab es dadurch keinerlei Abgänge zu verzeichnen. Allerdings werden zum Jahresende einige wenige Mitarbeiter ausscheiden, da sie die größere Fahrtstrecke nicht mehr auf sich nehmen wollen.

Da das Thema schon seit Jahren eine Rolle spielt, bat Herr Hocker um Angabe der Kosten für die Einführung von Solvency II. Nach Aussage von Frau Stöcker wird Solvency II nun zum 1. Januar 2016 kommen. Dabei dienen die Jahre 2014 und 2015 noch als Vorbereitungsphase. Sie bezifferte die Kosten seit 2005 auf rund 7 Mio. Euro und die laufenden Kosten ab 2014 auf etwa 1 Mio. Euro jährlich.

Die zusätzliche Beratungstätigkeit von KPMG war Herrn Hocker ein Dorn im Auge. Hier forderte er eine bessere Trennung zwischen Prüfung und Beratung. Im vergangenen Jahr wurden 97.000 Euro für Systemprüfungen gezahlt, die sehr nah an der Abschlussprüfung hängen, erläuterte Frau Stöcker. Ab dem laufenden Jahr wird die Steuerberatung an einen anderen Berater vergeben und der Vertrag ist bereits unterzeichnet, fügte sie hinzu.

Herr Pfeiffer regte für das kommende Jahr an, die Gründe für den Ergebnisanstieg noch besser zu erläutern. Im Hinblick auf Credit Life interessierte ihn das auf die Sparda Bankengruppe entfallende Volumen, das Herr Buchbender mit 26 Mio. Euro benannte. Nachfolgend kam Herr Schweimanns auf das Thema Personal zu sprechen. Die Fluktuationsrate von 6,2 Prozent hielt Frau Stöcker für einen sehr niedrigen Wert. Bei den Auszubildenden hatte RheinLand vor einiger Zeit einmal ein Jahr ausgesetzt. Jetzt wächst die Zahl der Auszubildenden aber wieder. Laut Frau Stöcker werden im August etwa 30 Auszubildende neu eingestellt, so dass die Gesellschaft dann gut 50 Auszubildende entsprechend einer Quote von 6 Prozent aufweisen kann.

Der Vertreter der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV begrüßte die langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie. Zudem dankte er Mitarbeitern und Management für die gute Arbeit in den vergangenen Jahren. Herr Ehresmann forderte die Angabe der individuellen Vorstandsbezüge. Bei drei Vorständen könne das Gehalt jedes Einzelnen ganz einfach mit Grundrechenarten ermittelt werden, meinte Dr. Adam. Hinsichtlich größerer Aktionäre bei der RheinLand Holding verwies der Aufsichtsratsvorsitzende auf das ausliegende Teilnehmerverzeichnis. In diesem Zusammenhang stellte er auch klar, dass die Gesellschaft keine Beherrschung durch einen Aktionär erfährt.

Eine weitere Frage eines Aktionärs beschäftigte sich mit dem Modell der Prämienzahlungen bei Vertragsabschlüssen. Der Vertrieb erfolgt über den Bankenvertrieb oder die eigene Organisation, berichtete Herr Buchbender. Dort sind die Provisionen grundsätzlich deutlich niedriger als im freien Vertrieb. Vermutlich wird die Tendenz in Richtung geringere Abschlussprovisionen und dafür höhere laufende Provisionen gehen, mutmaßte der Vorstand. Dies werde aber ein Projekt sein, das sich über mehrere Jahre erstrecken wird.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Aussprache leitete Dr. Adam zu den Abstimmungen über. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 9.830.400 Euro, eingeteilt in 3.840.000 Aktien, waren 2.792.855 Aktien entsprechend 72,73 Prozent vertreten. Die Beschlüsse wurden alle nahezu einstimmig im Sinne der Verwaltung gefasst. Dies waren die Ausschüttung einer Dividende von 1,00 Euro (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl von KPMG zum Abschlussprüfer (TOP 5) und die Wahl der Herren Dr. Adam, Dr. Baum, Thywissen, Werhahn, Stark und Daners in den Aufsichtsrat (TOP 6).


Fazit und eigene Meinung


Die RheinLand Holding AG kann erneut auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Trotz eines häufig schwierigen Marktumfeldes knüpfte die Gesellschaft an die Erfolge der Vorjahre an. Die Zuversicht des Managements in die weitere Entwicklung des Unternehmens unterstreicht auch die vorgenommene Änderung bei der Dividendenausschüttung. Zahlte RheinLand die vergangenen Jahre immer eine Basisdividende von 0,70 Euro und einen Bonus von 0,30 Euro, so wurde dies nun zu einer Basisdividende von 1,00 Euro zusammengefasst.

Beim Abbau der Nachrangdarlehen kommt die Gesellschaft weiter gut voran, was auch zu einer geringeren Zinsbelastung führt. Erfreulich gestaltete sich auch wieder der Auftakt ins Geschäftsjahr 2014. Nach dem guten Start sollte eine Ergebnissteigerung im laufenden Jahr auf Konzernebene möglich sein. Von der guten Geschäftsentwicklung profitierte der Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten nur gering. Entsprechend bietet die RheinLand-Aktie weiterhin eine sehr attraktive Bewertungsrelation und eine immerhin 3-prozentige Dividendenrendite.


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