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HV-Bericht UmweltBank AG

Im zweiten Anlauf alle Beschlüsse mit großer Mehrheit gefasst


Für den 25. September 2015 hatte die UmweltBank AG zum zweiten Mal in diesem Jahr zur Hauptversammlung eingeladen. Etwa 100 Aktionäre und Gäste hatten sich hierzu in der Meistersingerhalle in Nürnberg eingefunden, darunter Matthias Wahler für GSC Research. Pünktlich um 14:15 Uhr eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Günther Hofmann die Versammlung und stellte das Podium vor.


Bericht des Aufsichtsrats

Das erneute Treffen war nach den Worten des Vorsitzenden nötig geworden, nachdem die ordentliche Hauptversammlung am 25. Juni 2015 aufgrund einer technischen Störung vorzeitig abgebrochen werden musste (Details finden Sie im HV-Bericht Juni 2015). Einige Beschlüsse konnten damals nicht gefasst werden. Dies soll nun nachgeholt werden.

Herr Hofmann zeigte sich optimistisch, dass die Abstimmungen diesmal ohne Probleme durchgeführt werden können. In den letzten Monaten sind dies betreffend die Abläufe optimiert worden und außerdem wurde ein technischer Dienstleister mit der Abwicklung der Abstimmungen beauftragt.
 
Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2014 in Form einer Dividende von 1,30 Euro und die Entlastung des Vorstands ist Herrn Hofmann zufolge bereits im Juni ordnungsgemäß abgestimmt worden. Die Tagesordnung beginnt deshalb mit der Entlastung des Aufsichtsrats.

Weiterhin war die Wahl von Edda Schröder in den Aufsichtsrat als Nachfolgerin von Dr. Irene Schöne vorgesehen, die nicht mehr zur Wiederwahl stand. Frau Schröder ist Geschäftsführerin der Invest in Visions GmbH, die Mikrokredite an arme Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern vergibt.

Mit diesem Geschäftsfeld passt Frau Schröder damit nach seiner Überzeugung im weiteren Sinne gut zum nachhaltigen Konzept der UmweltBank. Frau Schröder stellte sich im Anschluss der Hauptversammlung vor, ebenso Heinrich Klotz und Günther Hofmann, die zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat kandidierten.

Nach Abhandlung der Formalien bat Herr Hofmann um Wortmeldungen.


Allgemeine Aussprache

Als erster trat Prof. Dr. Roland Klose als Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ans Rednerpult. Er erlebte zum ersten Mal, dass eine Hauptversammlung wegen technischer Probleme wiederholt werden muss. Ebenso wie der Vorsitzende war er guter Dinge, dass dies künftig nicht mehr geschieht.

Vorstand Goran Bašić bat nochmals um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Er versicherte, dass nach dieser Panne die Prozesse verbessert worden sind und außerdem diesmal ein HV-Dienstleister beauftragt worden ist, so dass ausgeschlossen werden kann, dass so etwas noch einmal passiert.

Die Berichterstattung bewertete Prof. Dr. Klose insgesamt als umfangreich. Zusätzlich zu den notwendigen Unterlagen veröffentlicht die UmweltBank gemäß ihrem Anspruch freiwillig einen ausführlichen Umwelt- und Sozialbericht. Dennoch wurden seiner Meinung nach einige Positionen im Jahresabschluss etwas zu kurz abgehandelt.

Aufgefallen war ihm im Jahresabschluss ein Kredit von 9 TEUR an ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied. Natürlich ist dies nur ein geringer Betrag. Gerade deshalb schien es ihm indes sinnvoll, diesen Kredit zurückzuzahlen, um diese Position komplett verschwinden zu lassen. 

Wie Herr Bašić darlegte, betrifft besagtes Darlehen einen ehemaligen Vorstand, der gemeinsam mit Mitarbeitern der UmweltBank eine Solaranlage errichtet hat. Es war notwendig, in dieser Position dessen Anteil an der gemeinsamen GbR auszuweisen.

Beeindruckt zeigte sich der Aktionärsschützer von der seit vielen Jahren andauernden positiven Ergebnisentwicklung und der regelmäßigen Dividendenerhöhung. Er bat noch um etwas mehr Informationen zu den Erwartungen für das laufende Jahr. Die positive Entwicklung des ersten Halbjahres stimmte ihn hoffnungsfroh, dass erneut mit einer höheren Ausschüttung gerechnet werden kann.

In seiner Antwort verwies Vorstandsmitglied Stefan Weber auf den freiwillig erstellten Halbjahresbericht, in dem zwar nicht in Zahlen, aber doch in Worten eine relativ klare Prognose abgegeben wird. Für das laufende Jahr werden ein leicht steigender Zinsüberschuss und ein leicht rückläufiges Provisionsergebnis erwartet.

Den Gegenantrag von Prof. Dr. Martin Hundhausen, der im Anschluss sprach, konnte der Aktionärsschützer nicht nachvollziehen. Nach seinem Eindruck geht es dem Kritiker um emotionale und in der Vergangenheit liegende Gründe. Er konnte nicht feststellen, dass die angeführten Punkte hinderlich für die positive Entwicklung der Gesellschaft wären.

Nach Prof. Dr. Klose trat Prof. Dr. Hundhausen nach vorne. Er zeigte sich verwundert, dass über die Gewinnverwendung und die Entlastung des Vorstands nicht mehr abgestimmt werden soll. Nach seiner Erinnerung hatte die Vorsitzende nach der letzten Hauptversammlung angekündigt, dass alle Beschlüsse wiederholt werden müssen.

In seiner Antwort verwies Herr Bašić auf die Pressemitteilung vom 20. Juli 2015, in der die Verwaltung zu diesem Sachverhalt Stellung bezogen hat. Im weiteren Verlauf ist die juristische Prüfung der Sachlage zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verwendung des Bilanzgewinns und die Entlastung des Vorstands bestandskräftig beschlossen worden sind. Die Dividende ist auch schon ausgeschüttet. Über diese Punkte kann nicht erneut abgestimmt werden.

Mit den Kandidaten für die Wahlen zum Aufsichtsrat war der Aktionär nur bedingt zufrieden. Er sah bei Herrn Klotz und Herrn Hofmann eine sehr enge Verbundenheit zum Unternehmen. Mehr Unabhängigkeit wäre ihm im Kontrollgremium lieber. Die Kandidatur von Edda Schröder sah er mit Blick darauf schon einmal als gute Sache.

Ungehalten zeigte sich Prof. Dr. Hundhausen, dass er auf der letzten Hauptversammlung einige seiner Meinung nach unbeantwortete Fragen zu Protokoll des Notars gegeben hat, diese aber in dessen Protokoll dann aber nicht gefunden habe. Er verlangte eine Stellungnahme von Seiten der Verwaltung.

Herr Bašić bat um Verständnis, dass er zu diesem Thema nichts sagen könne. Der Inhalt der Niederschrift der Hauptversammlung sei allein Sache des Notars. Bei Fragen solle er sich unmittelbar an diesen wenden und diesem auch seine Liste mit unbeantworteten Fragen übersenden.

Der Aktionär verlas dann seinen Gegenantrag, in dem er erneut forderte, dem Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Unter anderem lautete sein Vorwurf, dass die Stimmen des ehemaligen Vorstandsmitglieds Horst P. Popp bei den Entlastungsbeschlüssen über mehrere Jahre nicht ausgeschlossen worden waren.

Dies ist, wie der Vorsitzende erneut betonte, nicht korrekt. Herr Popp hat sich niemals in eigener Sache entlastet. Die Mutmaßungen des Aktionärs wies Herr Hofmann entschieden zurück.


Abstimmungen

Der Vorsitzende verkündete die Präsenz mit 1.623.243 Aktien. Bezogen auf das gesamte Grundkapital von 14.399.424 Euro, eingeteilt in 5.538.240 Aktien, entsprach dies einer Quote von 29,31 Prozent. Alle Beschlüsse wurden mit großen Mehrheiten von über 96 Prozent gefasst.

Im Einzelnen waren dies die Entlastung des Aufsichtsrats (TOP 1), die Wahl von Edda Schröder, Heinrich Klotz und Günther Hofmann in den Aufsichtsrat (TOP 2), die Bestellung der Baker Tilly Roelfs AG zum Abschlussprüfer (TOP 3) und die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien (TOP 4).

Nach zwei Stunden war die Versammlung beendet.


Fazit

„Deutschlands grüne Bank“ entwickelt sich seit vielen Jahren erfolgreich. Das Ergebnis wächst kontinuierlich und die Dividende wird Jahr für Jahr angehoben. Die Aktionäre können also zufrieden sein. Die Wiederholungs-Hauptversammlung war erwartungsgemäß schnell abgehandelt. Eine umfassende Diskussion der Geschäftsentwicklung hat es bereits vor drei Monaten gegeben.

Mittlerweile liegen die Zahlen für das erste Halbjahr 2015 vor. Der Gewinn je Aktie konnte in diesem Zeitraum um 35 Prozent auf 3,01 (Vorjahr: 2,22) Euro deutlich ausgeweitet werden und es spricht alles dafür, dass sich der positive Trend fortsetzt. Auch bei der Aktie dürfte die Aufwärtsbewegung anhalten. Trotz der beeindruckenden Wertsteigerung der vergangenen Jahre ist die Bewertung dank der anhaltend erfolgreichen Geschäftsentwicklung noch günstig.


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