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VCI Venture Capital und Immobilien AG (ISIN DE000A0JCYF4)

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Aufgrund eines Einberufungsverlangens der Aktionärin Reich GmbH, die ausweislich der jüngsten Meldung mit mehr als einem Viertel an der Gesellschaft beteiligt ist, hatte die VCI Venture Capital und Immobilien AG für den 4. September 2017 zu einer außerordentlichen Hauptversammlung in das Best Western Premier Schlosshotel nach Heidenheim eingeladen. Auf der Tagesordnung stand lediglich die Neuwahl des Aufsichtsrats.

An den Tischen der Verwaltung hatte Alleinvorstand Aniko Köpf und daneben Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Wilhelm Reich Platz genommen. Herr Reich hatte als Vertreter der Reich GmbH von deren satzungsgemäßem Entsenderecht dieser Gesellschaft Gebrauch gemacht und zunächst seinen Vater Wolfgang Erhard Reich in das Kontrollgremium bestellt. Nach dessen Rücktritt ist er selbst als Ersatzmitglied auf diese Position nachgerückt.

Neben Herrn Reich hatte Aufsichtsratsmitglied Hans-Martin Buhlmann Platz genommen. Er war mit Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 28. Februar 2017 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden war. Zum 1. Dezember 2016 hatte das Amtsgericht Ulm außerdem Georg Engels als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Dieser war allerdings entschuldigt und nicht anwesend.

Anstelle von Herrn Buhlmann und Herrn Engels sollten ausweislich der Tagesordnung wiederum Wolfgang Erhard Reich und daneben Patrick Kenntner, hauptamtlich Vorstand der Karwendelbahn AG, in den Aufsichtsrat gewählt werden. Als Ersatzmitglieder waren in der ursprünglichen Beschlussvorlage Willy Bublitz, Maler und Lackierer, und Dorothea Reich, die Mutter von Wolfgang Wilhelm Reich, vorgeschlagen.


Wahl des Versammlungsleiters

Eröffnet wurde die Hauptversammlung um 10 Uhr von Vorstand Frau Aniko Köpf vor etwa einem Dutzend Aktionäre. Für GSC Research war Matthias Wahler über eine Vollmacht vertreten. Frau Köpf begrüßte die erschienenen Aktionäre im Namen der Verwaltung und teilte sodann mit, dass gemäß den Bestimmungen der Satzung zunächst ein Versammlungsleiter gewählt werden soll.

Aktionärin Caterina Steeg zeigte sich von dieser Ankündigung irritiert. Offensichtlich sind doch zwei Aufsichtsratsmitglieder anwesend, von denen einer die Versammlungsleitung übernehmen könnte. Auch Herr Buhlmann äußerte seine Verwunderung, dass Frau Köpf als Vorstand die Versammlung eröffnet und sie nun einen Versammlungsleiter wählen lassen will. Dabei ist die Versammlungsleitung doch die ureigenste Aufgabe des Aufsichtsratsvorsitzenden.

Auf Nachfrage von Frau Steeg bestätigte Herr Reich junior, dass er selbst und Herr Buhlmann dem Aufsichtsrat angehören. Einen Aufsichtsratsvorsitzenden und einen Stellvertreter gibt es allerdings nicht, was nach seiner Aussage allein die Schuld von Herrn Buhlmann ist. Er ist nicht zu einer Aufsichtsratssitzung erschienen, obwohl diese fristgerecht schriftlich eingeladen worden war. Herr Reich bezeichnete Herrn Buhlmann als Strohmann, der sich von klagefreudigen Aktionären vor den Karren spannen lässt. Als Aufsichtsratsmitglied ist er unfähig.

Dies wollte Herr Buhlmann so nicht stehen lassen. Nach Sichtung seiner Unterlagen informierte er die Anwesenden, dass besagte Aufsichtsratssitzung am 19. August 2017, also an einem Samstag, abends um 20 Uhr in Heidenheim stattfinden sollte. Zudem erfolgte die Einladung erst am 11. August 2017, also mit einer Vorlaufzeit von nicht einmal zwei Wochen und damit nicht fristgerecht. Außerdem war Frau Köpf seiner Aufforderung, ihm zur Vorbereitung die notwendigen Unterlagen zuzusenden, nicht nachgekommen. Dieses Thema wurde später noch einmal aufgegriffen.

An dieser Stelle wollte Frau Köpf nicht näher auf den Sachverhalt eingehen. Sie bat stattdessen um weitere Fragen. Frau Steeg teilte daraufhin mit, dass vor Eintritt in die Abstimmung erst einmal einige Fragen zur Stimmberechtigung von Aktionären, insbesondere der Reich GmbH, geklärt werden müssten. Zudem bezweifelte sie die Ordnungsmäßigkeit der Einladung. Herr Buhlmann wollte vorab geklärt haben, ob es bei der VCI überhaupt ein Aktionärsregister gibt.

Auch auf diese Themen gingen Frau Köpf und Herr Reich an dieser Stelle nicht näher ein. Stattdessen kündigte Frau Köpf an, nun den Versammlungsleiter wählen zu wollen und bat um Vorschläge. Herr Reich junior stellte sich daraufhin selbst zu Wahl. Aktionär Erhard Haas wollte hingegen Herrn Buhlmann als Versammlungsleiter sehen.

Frau Köpf verkündete dann die Erstpräsenz. Vom gesamten Grundkapital von 1.125.000 Euro, eingeteilt in ebenso viele Aktien, waren zu diesem Zeitpunkt 449.992 Aktien anwesend. Dies entsprach einer Quote von 40,00 Prozent.

Wie aus der Präsenzliste zu entnehmen, hatte die Reich GmbH, vertreten durch Wolfgang Wilhelm Reich, mit 365.075 Aktien die Hauptversammlungsmehrheit inne. Herr Buhlmann vertrat für die Vereinigung Institutioneller Privatanleger (VIP) und einen weiteren Aktionär insgesamt knapp 80.000 Stimmen. Ferner hatten Herr Reich privat knapp 5.000 und Frau Steeg etwas mehr als 800 Stimmen angemeldet.

Entsprechend dieser Mehrheitsverhältnisse sprachen sich bei der Abstimmung 365.126 Stimmen für die Wahl von Herrn Reich aus. 80.516 waren dagegen und zudem gab es 4.350 Enthaltungen. Wolfgang Wilhelm Reich war damit als Versammlungsleiter gewählt. Frau Steeg und Herr Haas gaben Widerspruch gegen diese Beschlussfassung zu Protokoll.


Allgemeine Aussprache


Um 10:40 Uhr übernahm Herr Reich die Versammlungsleitung und begrüßte die erschienenen Aktionäre auch im Namen der Verwaltung. Weiterhin stellte er fest, dass die Hauptversammlung form- und fristgerecht einberufen worden ist. Ein Notar war nicht zugegen. Das Protokoll führte er als Versammlungsleiter. Ferner verwies er auf den Eingang eines formal nicht korrekten Gegenantrags, der dennoch ausgelegt worden ist.

Frau Steeg erbat hier das Wort und regte den Abbruch der Veranstaltung an. Die Aktionärin meinte gleich mehrere ernste Mängel zu erkennen. Erstens äußerte sie Zweifel an der ordnungsgemäßen Einberufung der Hauptversammlung. So hat zwar die Reich GmbH als einberufende Aktionärin mitgeteilt, dass sie über mehr als 25 Prozent der Stimmrechte verfügt. Es gab am Tag der Einberufung aber keine entsprechende Mitteilung von Wolfgang Wilhelm Reich, womit die Rechte aus diesen Aktien ruhen.

Zweitens erkannte Frau Steeg ein Problem mit der Einhaltung der Anmeldefrist. Ausweislich der Satzung der Gesellschaft endet die Anmeldefrist drei Werktage vor der Hauptversammlung und nach dem Aktiengesetz zählt der Tag der Hauptversammlung nicht mit. Demnach wäre der letztmögliche Tag für die Anmeldung der 29. August gewesen und nicht wie in der Einladung angegeben der 30. August.

Drittens, so berichtete Frau Steeg, hat ein Aktionär am 10. August 2017 auf zwei Wegen versucht, der Gesellschaft eine Tagesordnungserweiterung zuzustellen. Das erste Mal hatte er den Postweg gewählt, auf diesem Weg war die Zustellung aber nicht möglich gewesen. Das zweite Mal hatte er dann eine natürliche Person beauftragt, der Gesellschaft sein Verlangen schriftlich zu überbringen. Auch dies hat sich jedoch als unmöglich erwiesen.

Wie die Aktionärin an einem Foto aufzeigte, gibt es am Sitz der Gesellschaft drei Briefkästen, wovon ausweislich der Beschriftung der linke und der rechte der VCI zuzurechnen sind. Diese beiden Briefkästen waren aber mit Paketband zugeklebt gewesen, so dass eine fristgerechte Übermittlung der Tagesordnungserweiterung ebenso wenig wie eine Anmeldung zur Hauptversammlung möglich war, was Frau Steeg ausdrücklich rügte. Damit ist nicht auszuschließen, dass sich Aktionäre nicht rechtzeitig anmelden konnten.

Vorsorglich fügte Frau Steeg an, dass sie sich zu dieser Zeit nicht einmal in der Nähe von Heidenheim aufgehalten hat, ebenso wenig andere Personen, die von Herrn Reich und seinen Kollegen gerne unter Generalverdacht gestellt werden. Letztlich ist es aber auch egal, wer die Briefkästen zugeklebt hat. Eine Anmeldung per Post war so auf jeden Fall nicht möglich und Post und Fax sind nun einmal die üblichen Wege. 

Herr Buhlmann richtete in diesem Zusammenhang direkt an Frau Köpf die Frage, welche Meinung sie als Vorstand zu diesem Thema hat. Insbesondere interessierte ihn, wie oft das Büro besetzt ist, nachdem Frau Köpf anscheinend nicht bemerkt hat, dass die Briefkästen zugeklebt sind. „Ich weiß dazu gar nichts“, lautete die knappe Antwort der Vorständin.


Weitere Diskussion


Im Anschluss richtete Frau Steeg eine Reihe von Fragen an den Vorstand. Die Antworten kamen jedoch allesamt von Herrn Reich. Frau Köpf machte sich dessen Ausführungen lediglich zu Eigen. Nachdem die Antworten zunächst nach Meinung von Frau Steeg viel zu knapp ausfielen, ließ sie alle ihre Fragen zu Protokoll geben. Ebenso nahm Herr Reich seine Antworten in die Mitschrift auf.

Zum Ende der Debatte wollte Herr Reich noch durchsetzen, dass sämtliche zu protokollierende Fragen schriftlich eingereicht werden müssen. Von diesem Wunsch rückte er nach Hinweis von Frau Steeg auf die klare rechtliche Lage aber wieder ab, zumal er und Frau Köpf zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon alles notiert hatten.

Die ersten Fragen von Frau Steeg betrafen die Besetzung des Aufsichtsrats. Dies betreffend hatte sie, wie sie in Erinnerung rief, schon auf der ordentlichen Hauptversammlung am 22. September 2016, die letztlich ergebnislos abgebrochen worden war, keine klare Aussage erhalten, nachdem insbesondere Wolfgang Erhard Reich, angeblich aus rechtlichen Gründen, zu diesem Thema keine Aussage hatte machen wollen (Details finden Sie im binäre optionen demokonto kostenlos).

Frau Steeg wollte wissen, wann Wolfgang Wilhelm Reich als Vertreter der Reich GmbH wen in den Aufsichtsrat entsandt hat, wann das entsprechende Schreiben der Gesellschaft zugegangen und wann Frau Köpf als Vorstand davon Kenntnis erlangt hat. Zudem interessierten sie die Details zum Rücktritt von Wolfgang Erhard Reich: An wen war das Rücktrittschreiben adressiert, wann ist es wem zugegangen und wann haben der Vorstand und gegebenenfalls die übrigen Aufsichtsratsmitglieder davon Kenntnis erlangt?

Zu diesem Thema informierte Herr Reich junior, dass sein Vater nicht seinen Rücktritt erklärt hat, sondern er ihn am 15. November 2016 als Vertreter der Reich GmbH abberufen und dann er persönlich als Ersatzmitglied seinen Platz eingenommen hat. Von dieser Aussage zeigten sich Frau Steeg und Herr Buhlmann einigermaßen verwundert, schließlich ist in der Einladung zur Hauptversammlung von einem Rücktritt die Rede. Herr Buhlmann äußerte im Übrigen Zweifel, ob das Entsenderecht auch die Möglichkeit einer Abberufung umfasst. 

Weiter wollte Frau Steeg wissen, wann Herr Reich das Einberufungsverlangen für die außerordentliche Hauptversammlung gestellt, wer es unterschrieben und wann es der Vorstand zur Kenntnis genommen hat. Nach Aussage von Herrn Reich datiert das Schreiben vom 20. Juli 2017. Am gleichen Tag ist es auch der Gesellschaft zugegangen und Frau Köpf hat Kenntnis davon erlangt. Welche Aufsichtsräte wann davon erfahren haben, konnte er nicht genau sagen. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgte am 26. Juli 2017.
Ferner interessierte die Aktionärin, wann der Aufsichtsrat in welcher Zusammensetzung beschlossen hat, Willy Bublitz und Dorothea Reich als Ersatzmitglieder für den Aufsichtsrat aufstellen zu lassen. Dies betreffend informierte Herr Reich, dass der Aufsichtsrat hierzu keinen Beschluss gefasst hat. Auch dies konnten Frau Steeg und Herr Buhlmann nicht nachvollziehen. In der Einladung zur Hauptversammlung ist dies schließlich eindeutig so ausgeführt.

Nach einer kurzen Unterbrechung der Hauptversammlung teilte Herr Reich mit, dass es sich hier möglicherweise um ein „Redaktionsversehen“ handeln könnte. Möglicherweise müsste es heißen, „Die Reich GmbH schlägt vor“. Dieser Aussage wollte Frau Steeg keinen Glauben schenken. Zudem wäre in diesem Fall die Einladung zur Hauptversammlung nicht ordnungsgemäß erfolgt.

„Vielleicht ist es nicht so clever, wenn Sie immer wieder mit rechtsmissbräuchlichen Anliegen gegen die Gesellschaft klagen“, äußerte Herr Reich daraufhin direkt an Frau Steeg gewandt. Ihre Anfrage, ob dies als Drohung verstanden werden müsste, verneinte er. Zugleich äußerte er seine Überzeugung, dass irgendwann der Tag der Abrechnung kommt. Dem konnte Frau Steeg nicht widersprechen. Allerdings fühlte sie sich mit Blick darauf auf der richtigen Seite. 

Weiter wollte Frau Steeg wissen, ob der Gesellschaft in den letzten zwei Jahren vom Registergericht Ulm Zwangsgelder angedroht oder festgesetzt worden sind und wenn ja, aus welchen Gründen. Diese Frage wollte Herr Reich zunächst nicht beantworten, da er sie als unerheblich bewertete. Frau Steeg sah dies völlig anders. Später teilte Herr Reich mit, dass der VCI Zwangsgelder bis zu 5.000 Euro angedroht worden sind, weil die Einladung zur Hauptversammlung vorgenommen werden sollte. Festgesetzt und bezahlt wurde aber nichts.

Ferner war der Aktionärin zugetragen worden, dass das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren wegen nicht offengelegter Konzernabschlüsse für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 eingeleitet hat. Dies bestätigte Herr Reich. Ihre Frage, ob die Gesellschaft dieser Forderung nun nachgekommen ist, verneinte er. „Es gibt keinen Konzern“, stellte er seine Sichtweise klar. 

Die Frage von Frau Steeg, ob der VCI noch weitere Ordnungsgelder angedroht worden sind, bejahte der Versammlungsleiter. Festgesetzt wurden nach seiner Aussage 2.500 Euro und angedroht weitere 2.500 Euro. Die Gesellschaft hat aber Widerspruch eingelegt.

Eine weitere Frage von Frau Steeg betraf den Aktionär Joachim Traut, der die Gesellschaft am 17. August 2017 per Fax aufgefordert hat, ihm das Präsenzverzeichnis der letzten ordentlichen Hauptversammlung zu übermitteln. Sie wollte wissen, warum dies bis heute nicht geschehen ist. Als Aktionär hat Herr Traut zweifellos das Recht dazu.

„Herr Traut soll erst einmal seine Aktionärseigenschaft nachweisen“, lautete die Antwort von Herrn Reich, wovon sich Frau Steeg sehr irritiert zeigte. Schließlich verfügt die VCI AG über Namensaktien, der Gesellschaft muss also bekannt sein, dass Herr Traut seit Jahren Aktionär ist. Er sollte auch im Aktienregister zu finden sein. Die Forderung, er sollte seine Aktionärseigenschaft nachweisen, empfand sie unter diesen Umständen als „grob neben der Spur“.

Von der folgenden Aussage von Herrn Reich, dass Aktionärsregister ja meistens nicht richtig sind, zeigte sich Frau Steeg nicht weniger entsetzt. Sie wollte daraufhin wissen, ob es konkrete Anhaltspunkte gibt, dass das Aktionärsregister der VCI AG fehlerhaft ist. Zudem forderte sie Herrn Buhlmann als Aufsichtsratsmitglied auf, dieser Frage nachzugehen. Herr Reich teilte daraufhin mit, dass schon mit Blick auf die Datenlieferanten beim Aktionärsregister keine 100prozentige Sicherheit garantiert werden kann. 

Frau Steeg ließ daraufhin zu Protokoll geben, dass es nach Meinung von Herrn Reich Unklarheiten gibt, was die Aktionärsstellung von Herrn Traut angeht. Herr Reich änderte seine Antwort danach dahingehend, dass es bei Herrn Traut keine Unklarheiten gibt. Soweit dies zu verstehen war, hat er einen Depotauszug geschickt, der noch geprüft wird. Danach erhält er das gewünschte Präsenzverzeichnis. Die Frage von Frau Steeg, wann damit zu rechnen ist, blieb unbeantwortet.

Großes Interesse hatte Frau Steeg an der Frage, mit welcher Beteiligung die Reich GmbH ins Aktionärsregister der VCI AG eingetragen ist. Dies betreffend wollte Herr Reich mit Verweis auf § 67 Aktiengesetz keine Auskunft erteilen. Damit verfügt die Reich GmbH, wie Frau Steeg daraus folgerte, dann aber auch über kein Entsenderecht. Die Frage, mit welcher Beteiligung die Reich GmbH im Aktienregister eingetragen ist, ging daraufhin als unbeantwortet zu Protokoll.

Aktionär Haas wollte wissen, wie sein Gegenantrag zugänglich gemacht worden ist. Nach Auskunft von Herrn Reich wurde dieser auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Mehrere Aktionäre äußerten sich daraufhin überrascht, dass die VCI wieder über eine Homepage verfügt. Auf der Einladung zur Hauptversammlung findet sich dazu keine Information. Auf Nachfrage nannte Herr Reich die Adresse www.vci-ag.de.

Im Anschluss verlas Herr Haas seinen Gegenantrag in der korrigierten Fassung. Sein Vorschlag lautete, als weitere Aufsichtsratsmitglieder Ralf Bake, Geschäftsführer der MAV Vermögensverwaltung GmbH, und sich selbst zu wählen. Ihm schien es zwingend, das Kontrollgremium mit unabhängigen Personen zu besetzen, nachdem die Gesellschaft seit Jahren keine Abschlüsse mehr vorgelegt hat und auch nur sehr unregelmäßig Hauptversammlungen stattfinden.

Herr Reich stellte hingegen als Aktionär den Antrag, seinen Vater Wolfgang Erhard Reich und, abweichend von dem veröffentlichten Beschlussvorschlag, Georg Engels statt Patrick Kenntner in den Aufsichtsrat zu wählen. Ferner sollten wie angekündigt Willy Bublitz und Dorothea Reich als Ersatzmitglieder gewählt werden.

Auf Nachfrage von Herrn Haas verlas Frau Köpf, welche Mandate die einzelnen Kandidaten noch innehaben. Dies tat sie allerdings so schnell, dass es dem Verfasser nicht möglich war, die Liste komplett mitzuschreiben. Auf die Bitte von Herrn Haas, langsamer zu sprechen, ging Frau Köpf nicht ein. Herr Haas gab daraufhin Widerspruch zu Protokoll. 

Soweit dies zu verstehen war, ist Herr Bublitz noch Aufsichtsratsmitglied bei der SPV Edelmetalle AG, der Beteiligungen im Baltikum AG, der Zieh-Hausbrauerei AG und der Kremlin AG, Herr Engels bei den KK Immobilienfonds I und II, der SPV Edelmetalle AG, der AGS Portfolio AG und der VAP Vorbörsliche Aktienplattform.de AG, Wolfgang Wilhelm Reich unter anderem bei der Beteiligungen im Baltikum AG, der Karwendelbahn AG und der Klosterbrauerei Königsbronn AG sowie Wolfgang Erhard Reich bei der Konsortium AG und der Beteiligungen im Baltikum AG.

Wichtig war Herrn Buhlmann ferner die Frage, seit wann Georg Engels wieder ministrabel ist. Auf Nachfrage aus dem Aktionariat nach dem Hintergrund für diese Frage erläuterte er, dass es eine Überkreuzverflechtung zwischen der VCI AG und der Aurum Sachwerte AG gegeben hat. Herrn Engels war der Aurum AG zum Vorstand berufen worden und Frau Köpf hatte einen Platz im Aufsichtsrat, bei der VCI wäre es mit seiner Wahl in den Aufsichtsrat andersherum, was dem Gesetz widersprechen würde.

Frau Steeg hatte dieses Thema betreffend vernommen, dass Frau Köpf den Beschluss des Aufsichtsrats, mit dem Herr Engels zum Vorstand der Aurum Sachwerte AG berufen worden ist, angefochten hat, um diese Problematik zu lösen. Auf ihre Nachfrage nach dem Sachstand informierte Herr Reich, dass diese Klage noch anhängig ist. Gleichwohl ist Herr Engels nach seiner Überzeugung wählbar und war immer wählbar gewesen.

Diese Meinung teilte Herr Buhlmann nicht. Solange die Klage nicht entschieden ist, ist Herr Engels im Zweifel noch immer Vorstand der Aurum Sachwerte AG und damit aus den genannten Gründen nicht für den Aufsichtsrat der VCI AG wählbar. Herr Reich wollte sich dazu nicht weiter äußern. Er regte an, diesen Sachverhalt bei Gericht klären zu lassen. Die Frage von Frau Steeg, ob Frau Köpf noch dem Aufsichtsrat der Aurum AG angehört, blieb ebenfalls unbeantwortet.

Ferner warf Herr Haas die Frage auf, ob Frau Köpf inzwischen Regressansprüche gegen Wolfgang Wilhelm Reich geprüft hat für die Zeit, in der er als Scheinvorstand für die Gesellschaft tätig gewesen war. Diese Frage beantwortete Herr Reich mit Ja. Ebenso wurde die Rechtmäßigkeit des Entsenderechts der Reich GmbH für ein Aufsichtsratsmitglied geprüft.

Herr Buhmann knüpfte dann nochmals an die Diskussion zum Beginn der Hauptversammlung an. Wie er aus seinen Unterlagen verlas, hat er als Aufsichtsratsmitglied vom Vorstand die letzte festgestellte Bilanz, den letzten Zwischenabschluss, die letzten Prüfberichte des Abschlussprüfers sowie aktuelle Steuerbescheide, Umsatzsteuervoranmeldungen und eine Unternehmensplanung angefordert. Erhalten habe er aber nur einen freundlichen Brief von Frau Köpf und die Einladung zu einem Umlaufbeschluss des Aufsichtsrats.

An Frau Köpf richtete er daraufhin die Frage, ob sie jemals Unterlagen vorbereitet und versendet hat, was diese bejahte. Sie habe die Unterlagen vorbereitet, wenn auch nicht komplett, und Herr Reich habe sie erhalten.

Weiterhin wollte Herr Buhlmann wissen, ob ihr als Vorstand bewusst ist, was sie dem Aufsichtsrat periodisch zukommen lassen sollte. „Selbstverständlich“ lautete die Antwort von Frau Köpf, nachdem sich Herr Reich zunächst über das Wort „periodisch“ amüsiert hatte, was bei den außenstehenden Aktionären betretenes Kopfschütteln auslöste.


Abstimmungen

Vor Eintritt in die Abstimmungen verkündete Herr Reich erneut die Präsenz. Vom gesamten Grundkapital von 1.125.000 Euro, eingeteilt in ebenso viele Aktien, waren 449.808 Aktien vertreten. Dies entsprach einer Quote von 39,98 Prozent.

Der einzige Tagesordnungspunkt, gemäß dem aktualisierten Antrag von Wolfgang Wilhelm Reich die Wahl seines Vaters Wolfgang Erhard Reich und Georg Engels in den Aufsichtsrat, wurde bei 369.426 Jastimmen und 80.382 Neinstimmen mit der erforderlichen Mehrheit gefasst.

Sogleich nach der Verkündung des Ergebnisses wollte Herr Reich die Versammlung schließen, was lautstarke Proteste aus dem Aktionariat zur Folge hatte. Frau Steeg, Herr Buhlmann und Herr Haas hatten zuvor explizit angekündigt, im Anschluss noch Erklärungen abgeben zu wollen, was Herr Reich auch bestätigt hatte. Die besagten Aktionäre gaben dann Widerspruch gegen die Beschlussfassung zu Protokoll.

Kurz vor 16 Uhr schloss der Vorsitzende die Versammlung.


Fazit

Eigentlich hätte die ordentliche Hauptversammlung, die am 22. September 2016 ergebnislos abgebrochen worden war, am 13. Januar 2017 wiederholt werden sollen. Zumindest hatte dies Wolfgang Wilhelm Reich als Versammlungsleiter damals so festgelegt und kommuniziert (siehe binäre optionen template download). Offensichtlich ist dies nicht geschehen. Stattdessen hatte die VCI AG ihre Aktionäre nun zu einem außerordentlichen Treffen zusammengerufen, nur um einen neuen Aufsichtsrat zu wählen.

Nachdem die Reich GmbH, die gemäß den vorliegenden Meldungen Wolfgang Wilhelm Reich zuzuordnen ist, mit mehr als 25 Prozent beteiligt ist und damit bei einer Präsenz von 40 Prozent die Hauptversammlungsmehrheit innehatte, wurde der Beschluss nach seinem Wunsch gefasst. Das Kontrollgremium ist nun wieder komplett mit Vertrauten der Familie Reich besetzt. Ob der Beschluss Bestand hat, bleibt allerdings abzuwarten. Ganz sicher wird es wieder Anfechtungsklagen geben. Ungereimtheiten gibt es genug.

Für die außenstehenden Aktionäre wäre es auf jeden Fall wünschenswert, wenn sich unabhängige Aufsichtsratsmitglieder ein Bild von der Gesellschaft machen könnten. Letztmals ist ein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 (!) festgestellt worden und seither hat es auch keine ordentliche Hauptversammlung mehr gegeben - zumindest keine, die auch Beschlüsse gefasst hätte. Selbst die mittlerweile im Raum stehenden Zwangsgelder haben an dieser Situation bislang nichts geändert.

Mangels aktueller Zahlen lässt sich nicht ansatzweise beurteilen, wie es um die Gesellschaft steht. Angeblich ist die VCI AG die Obergesellschaft der „Reich-Gruppe“. Welche Beteiligungen in welcher Höhe sich aktuell im Bestand befinden, ist aber nicht bekannt. Das Bundesamt für Justiz hat inzwischen ein Ordnungsgeldverfahren wegen nicht offengelegter Konzernabschlüsse für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 eingeleitet. Die Verwaltung bestreitet allerdings, dass es überhaupt einen Konzern gibt.


Kontaktadresse

VCI Venture Capital und Immobilien AG
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D-89518 Heidenheim an der Brenz

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