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DNI Beteiligungen AG (ISIN DE0005542401)

Lütticher Straße 8a
D-50674 Köln
Deutschland
Tel.:
+49 (0) 221 / 2403496
Fax:
+49 (0) 221 / 213901
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Dr. Johannes Blome-Drees
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Die DNI Beteiligungen AG hatte für den 30. August 2011 zu ihrer diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Erstmals fand die Veranstaltung im Renaissance Hotel in Köln statt. Etwa 35 Aktionäre und Gäste hatten sich dort eingefunden, darunter Alexander Langhorst für GSC Research, um sich über die Geschäftsentwicklung der Beteiligungsgesellschaft zu informieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Georg Issels eröffnete die Veranstaltung kurz nach 11 Uhr und begrüßte alle Erschienenen. Weiterhin teilte er mit, dass das Aufsichtsratsmitglied Rainer Thaler aufgrund eines unaufschiebbaren Termins nicht anwesend sein kann und sich entschuldigen lässt. Sein Aufsichtsratskollege Martin Wirth war hingegen präsent. Nach der Abhandlung der Formalien übergab Dr. Issels dann das Wort an den Alleinvorstand Dr. Johannes Blome-Drees.


Bericht des Vorstands

Nach der Begrüßung der Teilnehmer gab Dr. Blome-Drees einleitend einen kurzen Überblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2010. Diese waren demnach von einer sehr positiven Entwicklung der Wirtschaft geprägt, wobei insbesondere Deutschland als sehr exportorientierte Volkswirtschaft hiervon profitieren und mit einem Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,6 Prozent die höchste Wachstumsrate seit der Wiedervereinigung erzielen konnte. Die erfreulichen realwirtschaftlichen Daten haben sich auch an den Aktienmärkten ausgewirkt, insbesondere ab dem vierten Quartal 2010.

Von diesem positiven Wirtschafts- und Kapitalmarktumfeld konnte in 2010 auch die DNI Beteiligungen AG profitieren und das Geschäftsjahr 2010 sehr erfolgreich abschließen, so der Vorstand. Wesentliche Ertragsbringer waren dabei neben Zuschreibungen bei den Finanzanlagen und hier vor allem auf die Anteile an der Scherzer & Co. AG auch Erträge aus getätigten Stillhaltergeschäften an der Börse. Das Finanzanlagevermögen der DNI Beteiligungen AG beläuft sich nach Vorstandsangabe auf 2,239 (Vj.: 1,795) Mio. Euro, und die verfolgte Anlagestrategie ist auf eine langfristige Wertsteigerung ausgerichtet.

Bei den im Anlagevermögen verbuchten Wertpapieren handelt es sich nach Aussage von Dr. Blome-Drees um Aktien der RM Rheiner Management AG, der Scherzer & Co. AG sowie der White Energy Ltd. Das Volumen der Wertpapiere des Umlaufvermögens beträgt 323 (151) TEUR, und bei einer Bilanzsumme von 2,634 Mio. Euro beläuft sich das Eigenkapital auf 1,509 (1,061) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich in der Folge auf 57,3 nach zuvor 46,7 Prozent.

Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) berichtete der DNI-Chef, dass sich der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen aus Wertpapiergeschäften im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 376 (202) TEUR erhöht hat und dass zugleich erfreulicherweise auch die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens signifikant auf 41 (235) TEUR zurückgegangen sind. Verringert haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf 241 (305) TEUR, wobei in dieser Position nach Angabe von Dr. Blome-Drees Zuschreibungen auf die Finanzanlagepositionen in Höhe von 219 TEUR enthalten waren.

Relativ konstant blieben den weiteren Ausführungen zufolge die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 95 (82) TEUR sowie die Personalkosten mit 33 nach zuvor 25 TEUR. Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit damit deutlich auf 460 (169) TEUR, und der Jahresüberschuss kletterte auf 448 nach zuvor 169 TEUR. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 2,98 Euro nach 1,13 Euro im Vorjahr. Ebenfalls niedergeschlagen hat sich diese positive Entwicklung im Aktienkurs der Gesellschaft, welcher von 11,10 Euro zu Beginn des Jahres 2010 auf 14 Euro zum Jahresende zulegen konnte und seither auf etwa diesem Level notiert.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen stellte Dr. Blome-Drees die drei größten Positionen im Portfolio der DNI Beteiligungen AG näher vor. Die RM Rheiner Management AG (siehe hierzu auch den binäre optionen demokonto kostenlos von GSC Research) war bisher auf sogenannte Abfindungsergänzungsansprüche spezialisiert, welche sich aus der gerichtlichen Überprüfung von aktienrechtlichen Strukturmaßnahmen wie z.B. beim Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags oder eines Squeeze-outs ergeben. Das Unternehmen entwickelte sich in 2010 mit einem mehr als verdoppelten Jahresüberschuss und einem Ergebnis je Aktie von 1,60 Euro erfreulich, die Anteilseigner haben eine Dividendenzahlung von 0,75 Euro je Aktie erhalten.

Das Volumen der genannten Nachbesserungsrechte beläuft sich bei der RM Rheiner Management AG auf 28,85 Mio. Euro, und im Geschäftsjahr 2010 konnte aus der Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG eine Nachbesserung von 7.600 Euro vereinnahmt werden, was bezogen auf das eingereichte Volumen einer Nachbesserungsquote von 20 Prozent entspricht. Bezogen auf alle bisher beendeten Transaktionen ergibt sich laut Dr. Blome-Drees sogar eine Quote von 40 Prozent. Wenngleich dieser Wert nicht einfach hochgerechnet werden kann, zeigte sich der DNI-Chef zuversichtlich, dass auch künftig erhebliche Ergebnisbeiträge aus den Nachbesserungsrechten vereinnahmt werden können.

Mit der Auflage eines Total Return Fonds, bei dem eine konservative und auf den Kapitalerhalt in allen Marktphasen ausgerichtete Strategie verfolgt wird, sowie mit Anlagen in China habe die RM Rheiner Management AG ihr Spektrum in den vergangenen Monaten deutlich erweitert, so Dr. Blome-Drees. Insbesondere die Expansion nach China habe das Risikoprofil der Gesellschaft deutlich erhöht, dennoch sieht der Vorstand der DNI insbesondere auf dem dortigen Markt mittelfristig exzellente Investitionschancen auf der Basis nach wie vor ausgesprochen günstiger Bewertungsniveaus.

Bis jetzt wurden durch die RM Rheiner Management AG dort 1,4 Mio. US Dollar in Unternehmen investiert, welche von den Chancen des Inlandskonsums profitieren. Nach aktuellem Stand rechnet der Vorstand der Gesellschaft im laufenden Jahr nicht mehr mit einem positiven Ergebnisbeitrag aus dem dortigen Engagement, aber nach wie vor mit einem positiven Ausgang der Investments. Seitens der Börse werde das China-Engagement derzeit skeptisch gesehen, wie der Kursrückgang auf 18 Euro zeige, so Dr. Blome-Drees, der vom Engagement bei der RM Rheiner Management AG jedoch weiterhin überzeugt ist.

Als zweiten Wert nannte der Vorstand die White Energy Ltd. aus Australien, welche bereits im Vorjahr neu ins Portfolio aufgenommen worden ist. Seitens dieser Gesellschaft wurde eine Technologie entwickelt, mit der Braunkohle so verarbeitet werden kann, dass sie den gleichen Heizwert wie Steinkohle besitzt. Damit verringert sich auch der Schadstoffausstoß.

Derzeit befindet sich die White Energy in der chancenreichen Phase der Kommerzialisierung jahrelanger und weitgehend abgeschlossener Entwicklungsarbeit. Zielsetzung ist hier die langfristige Wertsteigerung. Wenngleich der Aktienkurs zuletzt deutlich von 4 auf gut 2 australische Dollar nachgegeben hat, zeigte sich der Vorstand der DNI nach wie vor überzeugt von den Potenzialen der entwickelten Technologie, so dass er weiterhin engagiert bleiben wird. Im Erfolgsfall bestehe erhebliches Kurspotenzial.

Beim dritten näher vorgestellten Unternehmen handelt es sich um die Scherzer & Co. AG (siehe hierzu auch den binäre optionen template download von GSC Research). Bei dieser ebenfalls in Köln ansässigen Beteiligungsgesellschaft wird seit der operativen Neuausrichtung im Geschäftsjahr 2005 eine sicherheits- und chancenorientierte Investitionspolitik verfolgt. Mit diesem Ansatz konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 ebenfalls profitieren. So konnte bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 4,034 Mio. Euro ein Jahresüberschuss von 3,93 Mio. Euro oder 0,14 Euro je Aktie erwirtschaftet werden.

Die positive Entwicklung des Jahres 2010 hat sich bei der Scherzer & Co. AG nach Angabe von Dr. Blome-Drees auch in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011 weiter fortgesetzt, das Halbjahresergebnis vor Steuern und Zinsen beträgt 1,98 Mio. Euro.

Sehr positiv entwickelte sich auch die Aktie der Gesellschaft, deren Kurs von 0,99 Euro per Ende 2009 auf 1,20 Euro Ende 2010 zulegen konnte und die aktuell trotz des schwierigen Marktumfelds bei 1,10 Euro notiert. Im Berichtsjahr wurde die Position bei der Scherzer & Co. AG vorsichtig, aber sukzessive ausgebaut. Bei der Aktie dieses Unternehmens handelt es sich nach Vorstandsangabe um ein Value-Investment, das mit einem relativ hohen Abschlag auf den NAV (Net Asset Value) notiert.

Abschließend gab der DNI-Chef noch einen Ausblick auf die Entwicklung der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr. Angesichts des aktuell deutlich eingetrübten Marktumfelds, welches durch die wieder aufkommenden Sorgen um die Staatsschulden geprägt wird, begleitet von Sorgen über eine deutliche Abkühlung der Konjunktur bis hin zu einem möglichen Rückfall in eine Rezession, bat der Vorstand um Verständnis dafür, dass keine konkrete Ertragsprognose für das Gesamtjahr abgegeben werden kann.

Hierbei erinnerte Dr. Blome-Drees an eine alte Börsenweisheit, die besagt, dass „überbordender Optimismus teuer werden kann und dass die Vorsicht ein guter Ratgeber ist“. Vor diesem Hintergrund wurden die bestehenden Eurex-Positionen in der ersten Augustwoche mit fühlbaren Verlusten geschlossen, um das Risiko entsprechend deutlich zu vermindern. Zum Abschluss seiner Erläuterungen bekräftigte der Vorstand, alles daran zu setzen, um den Wert der DNI Beteiligungen AG weiterhin nachhaltig zu steigern.


Allgemeine Aussprache

Als erster Redner meldete sich Aktionär Eberhard Knebel aus Münster zu Wort und zeigte sich sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr. Dabei lobte er die Höhe des erzielten Jahresergebnisses sowie die vollständige Tilgung des noch bestehenden Bilanzverlustvortrags. Nähere Informationen erbat Herr Knebel dann mit Blick auf die weiteren sich im Bestand befindenden Werte. Dr. Blome-Drees wies in seiner Antwort darauf hin, dass die DNI in den vergangenen Jahren das bestehende Portfolio konsequent bereinigt hat und dass es sich bei den im Vortrag näher vorgestellten Unternehmen quantitativ klar um die drei größten Positionen handelt.

Mit Blick auf die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ging Herr Knebel auf die Diskussion zum dortigen China-Engagement ein, wobei er den Vorstand um dessen Einschätzung zu diesem weiteren Betätigungsfeld und der Beteiligungshöhe der DNI bat. Die Beteiligungshöhe an der RM Rheiner Management AG bezifferte Dr. Blome-Drees auf 3 Prozent. Hinsichtlich der neu aufgenommenen China-Aktivitäten werde man sehen, ob sich diese Neuausrichtung des Unternehmens bezahlt machen wird. Wenngleich er an den darin liegenden Chancen nicht zweifle, sei er mit dem Börsenkurs natürlich nicht zufrieden, so Dr. Blome-Drees weiter. Eine abschließende Beurteilung des China-Engagements bei der RM Rheiner Management AG ist nach seiner Aussage derzeit aber noch nicht möglich.

Etwas skeptisch zeigte sich Herr Knebel in Bezug auf das Engagement bei der White Energy Ltd. Daher wollte er vom Vorstand wissen, inwieweit die nun auch auf politischer Seite immer beliebter werdenden erneuerbaren Energien sich hier belastend auf die Chancen auswirken. Nach Auskunft des Vorstands handelt es sich bei White Energy sicherlich um das riskanteste Engagement im Portfolio, und hier sei auch nach wie vor noch Geduld vonnöten. Ob die erhofften Potenziale gehoben werden können, werde man nach dem Abschluss des aktuellen Testlaufs unter realen Bedingungen sehen können und dann entsprechend schlauer sein.

Auch wenn sich die erneuerbaren Energien weiterhin auf dem Vormarsch befinden, zeigte sich Dr. Blome-Drees überzeugt davon, dass dem Energieträger Kohle auch in der Zukunft weiterhin eine wichtige Bedeutung zukommen wird, weshalb keine Beeinträchtigung der Chancen der bei White Energy sich in der Entwicklung befindenden Energiegewinnung erkennbar sei.

Gewisse Bewertungsphantasie im Portfolio sah Herr Knebel in der Beteiligung an der Scherzer & Co. AG. Der Vorstand stimmte dieser Einschätzung zu und erklärte, dass man sich ebenfalls wünschte, dass sich die Geschäftspolitik und die gute Entwicklung dort auch in nachhaltig höheren Kursen niederschlägt. Wie alle Beteiligungsgesellschaften leide jedoch auch die Scherzer & Co. AG bei einem sich abschwächenden Börsenumfeld, Dr. Blome-Drees sieht die Gesellschaft im Vergleich mit anderen Unternehmen aus diesem Bereich aber vergleichsweise krisenfest aufgestellt.

Angesprochen auf mögliche Überlegungen zur Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals antwortete der Vorstand, dass hierzu aktuell keine konkreten Überlegungen angestellt werden.

Als zweiter Redner meldete sich Aktionär Markus Böker zu Wort und erkundigte sich unter anderem nach weiteren sich im Bestand befindenden Werten. Laut Vorstand handelt es sich dabei z.B. um Aktien der Sachsenmilch AG als nächstgrößter Position. Hier setzt man seitens der DNI darauf, dass sich der Wert der Aktie der aktuell im Unternehmen vorhandenen Cashposition annähert. Ferner befinden sich auch noch Aktien der Reederei Norden Frisia AG im Bestand. Diese wurden bereits vor langer Zeit zu Kursen um die 500 DM erworben und werden aktuell bei der VEH VALORA EFFEKTEN HANDEL AG mit einem Geldkurs von 1.200 Euro gesucht. Die ebenfalls seit Jahren gehaltene Beteiligung an der GSC Holding AG wurde weitgehend abgeschrieben, so der Vorstand weiter.

Nähere Informationen erbat der Redner auch in Bezug auf die möglichen Risiken aus den getätigten Stillhaltergeschäften am Terminmarkt, wobei er wissen wollte, inwieweit diese beherrschbar sind. Nach Aussage von Dr. Blome-Drees werden ohnehin nur solche Geschäfte getätigt, die verantwortbar sind. Laufende Engagements werden darüber hinaus stets sehr eng begleitet. Angesichts der deutlichen Eintrübung des Marktumfelds wurden daher die bestehenden Positionen zu Beginn des Monats August deutlich zurückgefahren, da die hohen Volatilitäten derzeit alles andere als gute Rahmenbedingungen für derartige Geschäfte darstellen.

Befragt nach einer möglichen Dividendenzahlung in der Zukunft antwortete der Vorstand, dass eine Dividendenausschüttung nicht vorgesehen ist und dass die erwirtschafteten Überschüsse vorwiegend zur Stärkung der Unternehmenssubstanz verwendet werden sollen.

Auf die Frage von Herrn Böker nach einer etwas konkretisierten Prognose für das laufende Geschäftsjahr bat Dr. Blome-Drees um Verständnis dafür, das er angesichts des aktuellen Umfelds keine konkrete Prognose abgeben kann. Nach einem positiven ersten Halbjahr 2011 wurden die Stillhaltergeschäfte im August mit einem fühlbaren Verlust geschlossen, und je nach weiterer Börsenentwicklung sei ebenfalls noch nicht absehbar, inwieweit sich bei den beiden Beteiligungen RM Rheiner Management AG und Scherzer & Co. AG weiterer Zu- oder Abschreibungsbedarf ergibt.

Ein weiterer Redner interessierte sich dafür, inwieweit die White Energy AG auch über eigene Kohlereserven verfügt. Nach Vorstandsangabe steht bei dem Engagement natürlich die entwickelte Technologie zur Verbesserung der Eigenschaften von Braunkohle klar im Vordergrund, wobei diese derzeit in Indonesien unter Realbedingungen getestet wird. Die dort aufgetretenen Probleme mit der Entstehung von Stäuben aus der Trocknung der Braunkohle, welche zu gewissen Verzögerungen geführt haben, sollen in den kommenden Monaten behoben werden können.

Das Unternehmen hat laut Dr. Blome-Drees im vergangenen Jahr auch Kohlevorkommen in Australien erworben, die aber derzeit noch nicht ausgebeutet werden. Ergänzend berichtete der Vorstand, dass die White Energy-Aktien zu einem Kurs von 2,40 Euro erworben wurden und dass es sich bei diesem Engagement schon um eine Beteiligung mit Venture Capital-Charakter handelt.


Abstimmungen

Nach der Beendigung der allgemeinen Aussprache um 12:05 Uhr wurde die Präsenz mit 40.956 Aktien oder 27,304 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden einstimmig angenommen.

Im Einzelnen beschlossen wurden der Vortrag des Bilanzgewinns in Höhe von 106.218,20 Euro auf neue Rechnung (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4) sowie die Wahl der Formhals Revisions- und Treuhand-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Wipperfürth, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 (TOP 5).

Anschließend gab der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Martin Wirth noch eine Einschätzung zur aktuellen Lage an den Finanzmärkten aus seiner Sicht ab. Mit Blick auf die momentan sehr stark im Fokus stehende Staatsschuldenfrage in Europa und den USA zeigte er sich überzeugt davon, dass die derzeit bestehenden Defizite sich durch Ausgabenkürzungen und/oder Einnahmenerhöhungen durchaus lösen lassen. Sicherlich sei dies in einzelnen Staaten ein steiniger und unangenehmer Weg, der aber durchaus gangbar sei.

Die damit im Zusammenhang stehenden Anpassungsprozesse können sich jedoch nach Meinung von Herrn Wirth je nach Ausgangslage in den einzelnen Ländern über einen Zeitraum von einigen Jahren hinziehen. Persönlich hält er die Bewertungen an den Börsen derzeit für billig, was jedoch nicht bedeute, dass es nicht noch billiger werden kann. Bei weiteren Rücksetzern an der Börse bieten sich nach seiner Einschätzung Chancen, bei denen man Deep Value erwerben kann.

Der Aufsichtsratsvorsitzende konnte die Hauptversammlung dann nach gut eineinhalb Stunden um 12:30 Uhr schließen.


Fazit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die DNI Beteiligungen AG vom guten Kapitalmarktumfeld profitieren und ihr Ergebnis deutlich verbessern. Neben gestiegenen Erträgen aus Wertpapiertransaktionen profitierte die Gesellschaft dabei auch von Kursanstiegen bei Beteiligungen, welche entsprechende Zuschreibungen auf die Positionen ermöglichten.

Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis je Aktie von 1,13 Euro auf 2,98 Euro, mit dem Jahresüberschuss von 447 (Vj.: 169) TEUR konnte überdies der noch bestehende Bilanzverlustvortrag vollständig abgearbeitet werden, und es wird ein Betrag von 106 TEUR auf neue Rechnung vorgetragen. Damit ist die DNI Beteiligungen AG vom Grundsatz her dividendenfähig, Vorstand und Aufsichtsrat verfolgen jedoch die angesichts der Gesellschaftsgröße nachvollziehbare Strategie, die Erträge zur Stärkung der Unternehmenssubstanz zu verwenden.

Eine Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr ist angesichts der deutlichen Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten in den letzten Wochen schwierig, weshalb vorsichtige Anleger derzeit insgesamt eine abwartende Position einnehmen sollten. Unruhige Zeiten ermöglichen jedoch auch durchaus das eine oder andere Schnäppchen, so dass insbesondere an sehr schwachen Börsentagen durchaus auch bei der DNI-Aktie die Chance auf einen günstigen Einstieg bestehen könnte.


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