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DNI Beteiligungen AG (ISIN DE0005542401)

Lütticher Straße 8a
D-50674 Köln
Deutschland
Tel.:
+49 (0) 221 / 2403496
Fax:
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Dr. Johannes Blome-Drees
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Zur diesjährigen Hauptversammlung hat die Kölner Beteiligungsgesellschaft DNI Beteiligungen AG ihre Anteilseigner wie bereits in den Vorjahren in das Haus am See in Köln Lindenthal eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Georg Issels begrüßte die rund 20 Aktionäre, Gäste und Vertreter der Presse, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, und erteilte nach Erledigung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien dem Alleinvorstand Dr. Johannes Blome-Drees das Wort.


Bericht des Vorstands

Nach Begrüßung der Teilnehmer zeigte sich Dr. Blome-Drees mit dem Geschäftsverlauf der Gesellschaft im abgeschlosseenen Geschäftsjahr 2015 zufrieden, insbesondere weil ein deutlicher Gewinn erzielt werden konnte und im Vergleich zum Vorjahr auch die erforderlichen Abschreibungen kräftig zurückgegangen sind. Auch weitere Kennziffern wie die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen konnten gegenüber 2014 verbessert werden und der Aufwand auf der Personalseite hat sich verringert.

Zum Bilanzstichtag konnte die Gesellschaft nach Vorstandsangabe einen Wertpapierbestand im Anlagevermögen in Höhe von 1,457 (Vorjahr: 1,458) TEUR ausweisen. Relevante Positionen waren dabei die gehaltenen Aktien der RM Rheiner Management, Scherzer & Co. AG sowie der Smart Equity AG. Ferner weist die Bilanz im Umlaufvermögen weitere Wertpapiere im Volumen von 623 (550) TEUR aus,  die sich im Wesentlichen aus Aktien der Scherzer & Co. AG und einer Inhaberschuldverschreibung der edel Music AG zusammensetzen. Die ausgewiesene Eigenkapitalposition erhöhte sich per Jahresende 2015 auf 1,153 (0,931) Mio. Euro was einer Eigenkapitalquote von 54,3 (45,8) Prozent entspricht.

Die Erträge aus der teilweisen oder vollständigen Veräußerung von Wertpapierpositionen verbesserten sich auf 490 (59) TEUR, wesentliche Ertragsbringer waren dabei Verkäufe von Scherzer & Co.-Aktien mit einem Ergebnisbeitrag von 366 TEUR sowie Aktien der Horus AG mit einem Ergebnisbeitrag von 38 TEUR. Bei den Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von 255 (43) TEUR handelt es sich laut Vorstand überwiegend um angefallene Verluste aus Stillhaltergeschäften und Optionen, die mit rund 200 TEUR zu Buche schlagen. Größte Verlustbringer waren dabei laut Dr. Blome-Drees Optionen auf die K+S AG mit 92 TEUR, die Aurubis AG mit 35 TEUR sowie die Aixtron SE mit 24 TEUR. Zudem informierte Dr. Blome-Drees darüber, dass das Volumen der Stillhaltergeschäfte deutlich zurückgefahren worden ist.

Neben der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge auf 57 (46) TEUR haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht auf 73 (74) TEUR verringert. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens gingen auf 17 (44) TEUR zurück. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich der auf 35 (49) TEUR reduzierte Personalaufwand. Insgesamt hat die DNI Beteiligungen AG das Geschäftsjahr 2015 mit einem deutlichen Gewinn abgeschlossen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich auf 221 (minus 118) TEUR, der Jahresüberschuss beträgt 221 TEUR nach einem Vorjahresverlust von 118 TEUR. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG von 1,48 (minus 0,79) Euro.

Im zweiten Teil seiner Ausführungen gab der Vorstand einen kurzen Überblick zu den aktuell wichtigsten Positionen im Portfolio. Die DNI Beteiligungen AG verfügt über einen Bestand von 859.438 Aktien der Scherzer & Co. AG und 11.046 Aktien der RM Rheiner Management AG. Neben 6.000 Aktien der Freenet AG befinden sich im Bestand auch 26.000 Call-Optionen auf Freenet mit Basis 20 Euro und einer Laufzeit bis März 2017, weitere 22.000 Call-Optionen mit einer Basis von 22 Euro und identischer Laufzeit sowie 10.000 Call-Optionen mit Basis 24 Euro und ebenfalls einer Laufzeit bis März 2017. Weiterhin befinden sich im Bestand 80.000 Aktien der Heidelberger Druckmaschinen AG und 33.000 Aktien der Smart Equity AG. Den NAV bezifferte Dr. Blome-Drees auf 12,00 Euro was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um gut 30 Prozent oder 2,50 Euro je Aktie entspricht.

Auch im jetzt laufenden Geschäftsjahr 2016 konnte der DNI-Chef von einer weiterhin erfreulichen Entwicklung bei der wichtigsten Beteiligung, der Scherzer & Co. AG berichten. So hat die Gesellschaft erneut eine Dividende von 0,05 Euro an ihre Anteilseigner ausgeschüttet und der jüngst vermeldete Verkauf der FIDOR Bank-Anteile wird zu einem Ergebnisbeitrag vor Steuern von 2,9 Mio. Euro oder rund 0,10 Euro je Scherzer & Co.-Aktie führen. Auch die Smart Equity AG, an der die DNI Beteiligungen mit 12 Prozent beteiligt ist, hat die erfolgreiche Veräußerung ihrer FIDOR Bank Aktien gemeldet und erwartet einen Ergebnisbeitrag vor Steuern in Höhe von 350 TEUR bzw. einen Effekt auf den inneren Wert von 1,25 Euro je Anteilsschein.

Eine ausgesprochen erfreuliche Dividende zahlt die Freenet AG an ihre Anteilseigner. Nach 1,55 Euro je Anteilsschein in diesem Jahr hat der Vorstand für die Hauptversammlung 2017 bereits eine weitere Anhebung auf 1,60 Euro angekündigt. Damit schüttet das Unternehmen zwischen 50 und 75 Prozent des Free-Cashflows an die Anteilseigner aus und ist laut Dr. Blome-Drees ein richtiger Dividendenriese mit einer steuerfreien Dividendenrendite von satten 6,3 Prozent. Dennoch verfügt das Unternehmen nach dem jüngst als größter Aktionär erfolgten Einstieg bei Sunrise in der Schweiz sowie den Aktivitäten im Bereich DVBT über weitere Wachstumsfantasie in Bezug auf den digitalen Lifestyle und verleiht der Aktie neben der laufenden Rendite noch zusätzliche Kursfantasie.

Zusammenfassend stellte Dr. Blome-Drees fest, dass sich die Lage bei der DNI AG erheblich verbessert hat und man die bestehenden Kerninvestments weiter eng begleiten und aktiv bewirtschaften wird.


Allgemeine Aussprache


Als erster Redner meldete sich Aktionär Hellmerichs zu Wort und wünschte sich auch bei der DNI Beteiligungen AG hinsichtlich der im Portfolio befindlichen Werte und der Transaktionen eine bessere Transparenz und hob in diesem Kontext als Beispiel die Berichterstattung der Scherzer & Co. AG hervor. Hierzu antwortete Dr. Blome-Drees, dass die wesentlichen Portfoliowerte, wie auch die getätigten Transaktionen nebst größten Gewinn- und Verlustbringern im Rahmen des Vorstandsvortrages erläutert werden und die Verwaltung auch für entsprechende Nachfragen der Anteilseigner zur Verfügung steht. Zudem wird auch der aktuelle NAV zum Zeitpunkt der Aktionärsversammlung bekannt gegeben.

Hinsichtlich des Vergleichs mit der Scherzer & Co. in Bezug auf die dort gepflegte Kommunikation erinnerte der Vorstand daran, dass es sich bei der DNI Beteiligungen AG um eine sehr kleine Gesellschaft handelt und man auch nicht ansatzweise vergleichbare Ressourcen zur Verfügung hat.

Auf die Frage nach direkt in der DNI Beteiligungen AG vorhandenen Nachbesserungsrechten antwortete die Verwaltung, dass die Gesellschaft neben einigen kleinen Positionen rund 8.000 Nachbesserungsrechte bei der früheren Mannesmann AG hält. Eine Prognose zum Ausgang des Verfahrens ist aber in seriöser Weise nicht möglich. Angesichts der aktuell im Markt bestehenden Spekulationen z.B. aus einem Gutachten in der ersten Instanz in der AXA Konzern-Spruchstelle wies Aufsichtsratschef Dr. Issels darauf hin, dass es dort wie auch in anderen Verfahren zumeist ein langer Weg bis zu einer hoffentlich erfolgenden Nachbesserung ist. Vor diesem Hintergrund halten weder Aufsichtsrat noch Vorstand es für sinnvoll, dieses Thema bei der DNI Beteiligungen AG zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen. „Wenn eine Nachbesserung kommt, freuen sich alle. Bis dahin warten mir mal in Ruhe ab und denken nicht immer dran“, so Dr. Issels weiter.

Im Zusammenhang mit den von der Gesellschaft getätigten Stillhalter-Geschäften interessierte sich der Redner für den daraus im Berichtszeitraum angefallenen Aufwand. Diesen bezifferte Dr. Blome-Drees auf gut 200 TEUR. Hinsichtlich der verlustreich abgeschlossenen Transaktionen verwies er auf seine Ausführungen im Vorstandsbericht. Aktuelle Terminmarktpositionen sind wie bereits ausgeführt insgesamt 58.000 Call-Optionen auf die Freenet AG. Dabei handelt es sich um 26.000 Calls mit einer Basis von 20 Euro und einer Laufzeit bis März 2017. Weiterhin 22.000 Calls mit einer Basis von 22 Euro und einer identischen Laufzeit sowie 10.000 Calls mit 24er Basis und ebenfalls einer Laufzeit bis März 2017. Bei den genannten Positionen liegt die DNI Beteiligungen laut Dr. Blome-Drees überall vorne. Die Laufzeit bis März ergibt sich aus dem erwarteten Dividendentermin im Mai. Da Dividenden bei Eurex-Optionen jedoch nicht zu einer automatischen Anpassung des Basispreises nach unten führen, wurde zur Verringerung der Risiken aus der Position die Laufzeit bis Ende März gewählt.

Wie der Vorstand auf weitere Nachfrage im Verlauf der Diskussion erläuterte, sind die Konditionen der begleitenden Bank im Bereich der Stillhalter- und Optionsgeschäfte marktüblich und wettbewerbsfähig. Da andere Gesellschaften, bei denen er Vorstand ist, auch über andere Bankverbindungen verfügen, besteht bei den Gesellschaften aus der Lütticher Straße in dieser Hinsicht auch ein guter Marktüberblick.

Ferner interessierte sich Herr Hellmerichs für die Konditionen der zur Verfügung stehenden Kreditlinie und wollte wissen, auf Basis welcher Sicherheiten diese seitens der begleitenden Bank gewährt wird. Bei der angesprochenen Linie handelt es sich nach Aussage des Vorstands um ein normales Lombarddarlehen, welches durch die von der DNI Beteiligungen AG gehaltenen Wertpapiere abgesichert wird. Die Konditionen bewegen sich zwischen 1 und 2 Prozent, wie Dr. Issels ergänzend ausführte.

Hinsichtlich der geübten Kritik von Herrn Hellmerichs, die sich nicht zuletzt an der für seinen Geschmack verbesserungsfähigen Transparenz der Gesellschaft ausdrückte, bat der Aufsichtsratsvorsitzende um Verständnis, dass bei einer derart kleinen Gesellschaft kein Reporting wie z.B. bei der Scherzer & Co. erfolgen kann. Dass bei der DNI Beteiligungen auch stets auf die Kosten geachtet wird, zeigt sich laut Dr. Issels auch daran, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihre Mandate unentgeltlich ausüben und auch der Vorstand lediglich ein überschaubares Gehalt bezieht. Auch wenn man an der einen oder anderen Stelle sicherlich noch etwas besser werden kann, sieht Dr. Issels die Gesellschaft hinsichtlich Transparenz und Wirken des Vorstandes marktfähig und vernünftig aufgestellt.

Werner Friedmann zeigte sich als Vertreter der Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV mit der Entwicklung der Gesellschaft durchaus zufrieden und sieht die DNI Beteiligungen mit der eingeschlagen Richtung auf dem richtigen Weg. Befragt nach den Hintergründen des Investments bei der Heidelberger Druck AG antwortete der DNI-Vorstand, dass man dort unter Turnaround-Gesichtspunkten eingestiegen ist und die Position zu günstigen Konditionen aufgebaut hat.

Grundsätzlich positiv bewertete der Redner auch den Umstand, dass aus der Scherzer & Co. Position 2015 neben dem erstmaligen Dividendenzufluss auch Gewinnrealisierungen erfolgt sind. Dies zeigt nach Einschätzung von Herrn Friedmann, dass die eingeschlagene Strategie der DNI Beteiligungen AG aufgeht. Auf die Frage, wie die angekündigte Diversifizierungsstrategie umgesetzt wird, antwortete der Vorstand, dass ein Teil der Scherzer & Co. Aktien auch wieder zurückgekauft worden ist. Ein weiteres wichtiges Investment sind auch die Freenet-Aktien, die ebenfalls im Anlagevermögen gehalten werden, wohingegen die Anteilsscheine an der Heidelberger Druckmaschinen AG im Umlaufvermögen verbucht sind.

Abschließend interessierte sich Herr Friedmann noch für die Auswirkungen der seit dem 03. Juli 2016 auch für den Freiverkehr geltenden Marktmissbrauchsverordnung. Nach Angabe von Dr. Blome-Drees führt zusätzliche Regulierung naturgemäß immer auch zu zusätzlichem Aufwand, und dieser trifft logischerweise kleine Gesellschaften wie die DNI Beteiligungen AG stärker als Unternehmen mit einem weitaus größeren Anlagevolumen.

Mit Blick auf mögliche weitere Delistings von Freiverkehrswerten äußerte der Aufsichtsratsvorsitzende, dass dies durchaus im Bereich des Möglichen liegt und hier in den kommenden Monaten sicherlich noch das eine oder andere Unternehmen diesen Schritt vollziehen wird. Aus solchen Delistings können sich aber auch durchaus interessante Investmentchancen ergeben. Als Beispiel nannte er die FIDOR Bank AG, an der die Scherzer & Co. AG sowie die Smart Equity AG, an der die DNI Beteiligungen ja ebenfalls beteiligt ist, außerbörslich ein Paket zusammengekauft haben und dies aktuell im Rahmen des Verkaufs der FIDOR Bank an die französische BPCE mit einem schönen Ertrag veräußern konnten. Auch bei Delistings gilt nach Angabe des Aufsichtsratschefs die Regel, dass man sich das entsprechende Unternehmen genau wie die an der Börse handelbaren Werte ansehen muss und auf dieser Grundlage eine Investitionsentscheidung zu treffen ist.

Einer guten Tradition bei den DNI Hauptversammlungen folgend gab Aufsichtsratsmitglied Martin Wirth, der im Hauptberuf Fondsmanager bei der Frankfurt Performance Management AG ist, eine aktuelle Einschätzung zum Marktumfeld ab. Bezogen auf die Diskussion zu sog. Marathon-Aktien gab er zu bedenken, dass sich dies leider meist erst in der Rückschau zeigt, welche Werte sich zu Marathon-Aktien entwickeln. Als Beispiel führte er die oft empfohlene und in den vergangenen Jahren sehr gut gelaufene Fielmann AG an. Bei dieser gestaltete sich die Lage im Jahr 2000 nach einer Änderung der Erstattungsregelungen der Krankenkassen gar nicht so toll und angesichts dieser Gemengelage war damals nicht so klar, dass die nachfolgende Entwicklung eintreten wird.

Zum makroökonomischen Umfeld verwies er auf die anhaltenden Schwierigkeiten insbesondere in der Bankenbranchen bedingt durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld, eine aus seiner Sicht inzwischen vollkommen übertriebene Regulierung, eine flache Wachstumskurve verbunden mit einer stabilen Entwicklung der Konsumentennachfrage bei gleichzeitiger eher zurückhaltender Entwicklung im Investitionsgüterbereich. Diese Ausgangslage führt dazu, dass Unternehmen mit eher konjunkturunabhängigen Geschäftsmodell teilweise mit dem 35- bis 40-fachen Jahresergebnis bewertet werden, während eine Bewertung mit einem 10er KGV für Unternehmen aus dem Bereich Automobile oder Automobilzulieferer schon als zu hoch angesehen wird.

Zur Vorsicht mahnte Herr Wirth auch in Bezug auf die Einschätzungen des Kapitalmarktes zu bestimmten Themen. Derzeit erscheint bei den faktischen Nullzinsen das Thema Leverage überhaupt keine Relevanz mehr in Bezug auf die Risikoeinschätzung von Geschäftsmodellen zu besitzen. Jedoch kann sich die Wahrnehmung des Marktes an dieser Stelle auch schnell einmal ändern, insbesondere wenn sich eine nachhaltige Wende bei der Zinsentwicklung ergeben sollte. Auch in Bezug auf die Inflationsrate sieht Wirth den Tiefstand erreicht bzw. schon durchschritten, so dass auch hier eine Fortschreibung der Entwicklung der vergangenen Jahre nicht möglich ist und sich daraus entsprechende Risiken für die Anlageentscheidung ergeben können. Insoweit sollten sich Anleger nach seiner Einschätzung darauf einstellen, dass nicht nur bei der Entwicklung der Zinsen und der Inflation der Zyklus sein Ende bald erreichen wird und die Märkte insbesondere bei steigenden Zinsen schnell ihr „blaues Wunder erleben können“.

Abschließend erkundigte sich Aktionär Volker Graf noch nach aktuellen Zahlen per 30. Juni 2016. Hierzu antwortete Dr. Blome-Drees, dass als unterjährige Steuerungsgröße die Entwicklung des NAV herangezogen wird und für das Gesamtjahr 2016 ein positives Ergebnis angestrebt wird. Bisher gestaltet sich die operative Entwicklung bei den großen Depotpositionen ebenfalls ordentlich, so dass dieses Ziel auch erreichbar erscheint.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache um 13:42 Uhr wurde die Präsenz mit 47.097 Aktien oder 31,4 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden mit sehr großer Mehrheit bei nur jeweils gut tausend Gegenstimmen und/oder Enthaltungen verabschiedet, die Wahl des Abschlussprüfers erfolgte einstimmig.

Im Einzelnen beschlossen wurde die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3) sowie die Wahl der Formhals Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, 51688 Wipperfürth (TOP 4). Der Versammlungsleiter konnte die Hauptversammlung um 13:50 Uhr schließen.


Fazit

2015 konnte die DNI Beteiligungen AG ein positives Ergebnis erzielen und weist einen Jahresüberschuss von 221 (minus 118) TEUR aus. Dies entspricht einem Jahresergebnis in Höhe von 1,48 Euro je DNI-Aktie nach einem Fehlbetrag je Anteilsschein von 0,79 Euro im Vorjahreszeitraum. Neben der insgesamt positiven Entwicklung der Kapitalmärkte konnte die Gesellschaft auch von der erstmals erhaltenen Dividende der Scherzer & Co. AG profitieren, das Hauptasset der DNI Beteiligungen AG hat an die Anteilseigner einen Betrag von 0,05 Euro je Aktie ausgeschüttet. Auch für 2016 ist eine Dividende auf identischem Niveau bei der Scherzer & Co. AG beschlossen wurden. Zudem wurden 2015 erstmals auch gewisse Ergebnisrealisierungen bei der Scherzer & Co. Position vorgenommen und damit die Beteiligung wie angekündigt auch aktiv bewirtschaftet.

Neben einer gewissen Fantasie aus den im Bestand befindlichen rund 8.000 Nachbesserungsrechten bei der Mannesmann AG - das entsprechende Spruchstellenverfahren läuft nunmehr bereits seit über einem Jahrzehnt - wird die Kursentwicklung der DNI Beteiligungen im Wesentlichen durch die Performance der wichtigsten Beteiligung Scherzer & Co. AG sowie den Positionen in der Freenet AG getrieben. Auf eine DNI-Aktie entfallen beim aktuellen Bestand von rund 860.000 Scherzer & Co.-Aktien demnach 5,7 Scherzer-Anteilsscheine, der NAV wird mit 12,00 Euro angegeben und bewegt sich damit auf der Höhe der aktuell gestellten Börsenkurse. Investoren sollten bei etwaigen Dispositionen jedoch die überschaubare Handelsliquidität der DNI-Aktie beachten und entsprechend mit Limits agieren.


Kontaktadresse

DNI Beteiligungen AG
Lütticher Straße 8a
D-50674 Köln

Tel.: +49 (0)2 21 / 240 34-96
Fax: +49 (0)2 21 / 21 39-01

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Hinweis: Der Verfasser ist Aktionär der beschriebenen Gesellschaft, zudem ist die DNI Beteiligungen AG an der GSC Holding AG als Obergesellschaft der GSC Research GmbH beteiligt. Ferner ist Dr. Issels Vorsitzender des Aufsichtsrats der GSC Holding AG.


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