Securenta AG (ISIN )

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Zu einer außerordentlichen Hauptversammlung lud am 10. September 2002 die zur Göttinger Gruppe zählende Securenta AG ihre Aktionäre in die Göttinger Stadthalle ein. Anlass für die Einberufung war die Feststellung eines Verlusts von mehr als der Hälfte des Grundkapitals (AktG 92, Abs. 1).

Etwa 400 Aktionäre, Gäste und Vertreter der Presse, darunter auch Alexander Langhorst von GSC Research, folgten dieser Einladung, um sich über die aktuelle Situation bei der Gesellschaft zu informieren. Nach Erledigung der allgemeinen Formalien und dem Hinweis des Aufsichtsratsvorsitzenden Bodo Steffen auf die personellen Veränderungen im Vorstand der Securenta AG erteilte er dem Vorstandssprecher Dr. Jürgen Rinnewitz das Wort.


Einführung

Vor Wiedergabe der Vorstandsausführungen soll an dieser Stelle kurz auf die Ereignisse und Diskussionen rund um die Securenta AG sowie die Göttinger Gruppe insgesamt hingewiesen werden. Die Göttinger Gruppe Holding KGaA ist mit rund 33 Prozent an der Securenta AG beteiligt. In den vergangenen Jahren wurden von der Göttinger Gruppe Anlageprodukte vertrieben, die durch die Anlage von Geldern in typischen und atypischen stillen Beteiligungen und unter Ausnutzung der früher gültigen steuerlichen Rahmenbedingungen ihre Renditen erzielt haben.

Um die Seriosität der aufgelegten Finanzprodukte ist in den vergangenen Jahren eine heftige Diskussion entbrannt, die in einer Reihe anhängiger Verfahren vor deutschen Gerichten mündete. Da diesbezüglich bislang noch keine letztinstanzliche Entscheidung getroffen wurde, bleibt abzuwarten, was dabei als Ergebnis verkündet wird. Ungeachtet des Ausgangs der laufenden Verfahren belastete die breite Diskussion in der Öffentlichkeit Ansehen und Ruf der Gesellschaft spürbar.

Ein weiteres wesentliches Ereignis war in diesem Zusammenhang das zu Beginn des Jahres 2001 vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BaKred) festgesetzte Moratorium über das zur Securenta AG gehörende Bankhaus Partin GmbH & Co. KGaA (siehe hierzu auch den HV-Bericht von GSC Research). Das endgültige Aus für die Bank erfolgte nach dem Scheitern der rechtlichen Schritte gegen das BaKred am 22. August 2001 durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Bankhaus.

Neben den bereits genannten Gesellschaften ist auch die im Freiverkehr der Börse München notierte Zucker & Co. Vermögensverwaltung AG der Göttinger Gruppe zuzuordnen; auch zu dieser Gesellschaft hatte GSC Research einen detaillierten Bericht über die letzte Hauptversammlung erstellt.


Bericht des Vorstands

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Rinnewitz (zugleich auch Vorsitzender der Geschäftsführung der Göttinger Gruppe Holding KGaA) begrüßte die Erschienenen ebenfalls sehr herzlich und teilte den Aktionären mit, dass im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2000 ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals festgestellt worden ist. Vor diesem Hintergrund habe man, wie im Paragraphen 92 Abs. 1 des Aktiengesetzes festgelegt, diese außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um den Aktionären diesen Sachverhalt anzuzeigen. Der Vorstandsvorsitzende wies in seiner Erklärung jedoch explizit darauf hin, dass das "Thema Insolvenz überhaupt nicht zur Debatte steht, nicht heute und auch nicht morgen".

Vor der Darlegung der Gründe für die erforderlich gewordene Verlustanzeige gemäß § 92 AktG wies der Vorstandsvorsitzende darauf hin, dass man diese vermutlich bei weit reichender Auslegung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) hätte vermeiden können. Aus Gründen der höheren Transparenz und um Kritik an der Bilanzierungspraxis vorzubeugen, habe man jedoch von dem Ermessenspielraum bei der Bewertung der erheblichen stillen Reserven abgesehen und erstatte nunmehr die Verlustanzeige. In diesem Zusammenhang wies Dr. Rinnewitz auf die aus seiner Sicht bessere Bilanzierungspraxis nach IAS hin, da diese ein zutreffenderes Bild über das Unternehmenspotenzial liefere.

Wesentliche Ursachen für die Verlustanzeige waren Wertberichtigungen und Abschreibungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem zwischenzeitlich in Insolvenz befindlichen Bankhaus Partin sowie Wertberichtigungen beim Immobilienbestand der Gesellschaft. Dr. Rinnewitz betonte, dass die Securenta AG in den Jahren 1996 bis 1998 nachhaltige und beachtliche Gewinne erwirtschaftete, die in Bereichen von rund 22 Mio. EUR beim Jahresüberschuss lagen, während die Eigenkapitalquote in diesem Zeitraum jeweils deutlich mehr als 50 Prozent betrug.

Der Verlust auf der Grundlage der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 errechnet sich nach Vorstandsangabe wie folgt: unter Verrechnung des Bilanzverlusts aus dem Jahre 1999 in Höhe von 102,2 Mio. EUR mit der Kapitalrücklage in Höhe von 10,5 Mio. EUR und den noch bestehenden Gewinnrücklagen in Höhe von 2,4 Mio. EUR ergibt sich ein Verlust in der Größenordnung von 89,4 Mio. EUR. Bei Addition des vorläufigen Verlusts für das Jahr 2000 in Höhe von 47,9 Mio. EUR ergibt sich ein Gesamtverlust von 137,1 Mio. EUR, wobei die Hälfte des Grundkapitals bei einem Wert von 91,8 Mio. EUR überschritten wird.

Die Verluste aus der Beteiligung am Bankhaus Partin resultieren nach Ansicht von Dr. Rinnewitz nicht aus Missmanagement, sondern aus den Zerschlagungsabsichten von dritter Seite, die die Bank trotz eines haftenden Eigenkapitals von 40 Mio. EUR und trotz liquider Mittel im Volumen von 171 Mio. EUR "dicht gemacht haben" (Anmerkung des Verfassers: bei dieser Aussage war deutliches Gemurmel und Gelächter aus dem Auditorium zu vernehmen).

Ohne Partin wäre in den Jahren 1999 und 2000 mit 74,47 Mio. EUR und 7,7 Mio. EUR nach Angabe der Verwaltung lediglich ein Verlust in Höhe von 82,9 Mio. EUR angefallen. Es zeige sich an dieser Stelle deutlich, dass ohne die von dritter Seite betriebene Insolvenz des Bankhauses Partin keine Verlustanzeige nach § 92 AktG erforderlich geworden wäre, so Dr. Rinnewitz. "Trotz Partin sind wir nicht klein zu kriegen und werden kurzfristig erfolgreich sein und es auch langfristig bleiben", so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Im Branchenvergleich reiht sich die Securenta AG nach eigener Einschätzung in die Liste der Unternehmen wie Allianz AG, MLP AG, Commerzbank AG oder der Gold-Zack-Gruppe ein, die ebenfalls zum Teil massive Kursverluste hinnehmen mussten. Nicht zuletzt angesichts des deutlich eingetrübten konjunkturellen Umfelds sowie auch des Branchenumfelds habe man sich für eine deutlich vorsichtigere Bewertungs- und Bilanzierungspraxis entschieden.

Im Anschluss nannte Dr. Rinnewitz als Eckdaten des vorläufigen Jahresabschlusses 2000 vorsorgliche Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz des Bankhauses Partin für das gruppeninterne Kreditgeschäft in Höhe von 7,7 Mio. EUR, Wertberichtigungen auf Immobilien inklusive des Best Western Hotel-Gebäudes in Wittenberge in Höhe von 22,2 Mio. EUR, Rückstellungen für Zinsen auf strittige Umsatzsteuern im Volumen von 2,5 Mio. EUR, Aufwendungen für Auseinandersetzungsguthaben der stillen Gesellschafter für die Jahre 1999 und 2000 im Gesamtumfang von 12,3 Mio. EUR. Weitere Aufwendungen in Höhe von etwa 8,3 Mio. EUR wurden im Zusammenhang mit der Anpassung der Gesellschafterkonten an die Steuerbilanz erforderlich.

Im zweiten Teil seines Vortrags stellte Dr. Rinnewitz den Aktionären die geplanten und zum Teil bereits in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Zukunftssicherung der Gesellschaft vor. Oberstes Ziel des Managements ist nach seinen Angaben die Wiederherstellung der Dividendenfähigkeit der Securenta AG. Zu diesem Zwecke werde man der Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss für das Jahr 2001 befindet und in der ersten Jahreshälfte 2003 stattfinden soll, einen Kapitalschnitt in Höhe des Bilanzverlusts vorschlagen. Nur durch den beabsichtigten Kapitalschnitt wird nach Vorstandsangabe ab dem Jahr 2005 die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung ermöglicht.

Die strategische Neuausrichtung der Securenta AG ist nach Vorstandsangabe bereits erfolgreich auf den Weg gebracht worden. In einem ersten Schritt wurden im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms und der Optimierung der internen Betriebsabläufe die Verwaltungsaufwendungen durch den Abbau der Mitarbeiterzahl von 950 auf 490 reduziert. Die Einsparungen aus dieser Maßnahme belaufen sich auf rund 0,8 Mio. EUR, wenn man die Werte zum 31.12.1999 mit denen vom 31.12.2001 vergleicht, so Dr. Rinnewitz.

Ein weiterer wichtiger Schritt war nach Vorstandsangabe der Abschluss neuer Kooperationen und Partnerschaften mit externen Produktgebern. Nach der Einstellung der eigenen Emissionen soll sich die Securenta AG nach Angabe von Dr. Rinnewitz als Emissionsdienstleister für Dritte positionieren und eine hohe Marktdurchdringung im Segment Financial Services erreichen. Inzwischen konnten mehr als 10 namhafte Kunden gewonnen werden. Am Markt wird nach Vorstandsangabe insbesondere die kundenbezogene Ausrichtung der angebotenen Dienstleistungen geschätzt.

Als wichtigste Maßnahme nannte Dr. Rinnewitz die Konzentration der Securenta AG auf ihre Kernkompetenzen mit Fokus auf Emissions-Network-Support. In diesem Bereich konnten bereits erhebliche Erfolge erzielt werden, die sich nach Vorstandsangabe unter anderem im Bereich der Wertpotenziale der wichtigsten Tochtergesellschaften widerspiegeln.

Die Securenta-Dienstleistungsfirmen C. S. Customer Service Center GmbH, GöZIT GmbH und Interpart GmbH decken die Geschäftsfelder Call Center, Customer Relationship-Management, IT-orientiertes Vertriebsmanagement, Business Development und Internal Control ab. Aktuell liegt der Unternehmenswert dieser Unternehmen nach Angabe des Vorstandschefs bei 123,4 Mio. EUR. Dieser Wertansatz wurde laut Dr. Rinnewitz von einem angesehenen Gutachter ermittelt. Bis zum Jahre 2005 soll sich aus diesem neuen Kerngeschäftsbereich ein Liquiditätspotenzial von insgesamt 36,2 Mio. EUR ergeben.

Im Anschluss stellte Dr. Rinnewitz die Leistungsbilanz der Securenta AG vor. Neben den Mitteln der Aktionäre im Volumen von 79 Mio. EUR wurden von typischen und atypisch stillen Gesellschaftern weitere 1,5 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt. Diese Mittel wurden nach Angabe der Verwaltung in Immobilien (141 Mio. EUR) sowie Unternehmensbeteiligungen und Wertpapiere (107 Mio. EUR) investiert. Rund 122 Mio. EUR entfallen nach Aussage von Dr. Rinnewitz auf stille Reserven, daneben ist noch ein Investitionspotenzial im Volumen von rund 700 Mio. EUR vorhanden. Rechnet man die erfolgten Desinvestitionen im Umfang von 52 Mio. EUR mit ein, ergibt sich ein Wert der Investitionen von 1,018 Mrd. EUR. Der Deckungsgrad von Investitionen zu Einlagenpotenzial vor Steuern beträgt nach Vorstandsangabe 64,2 Prozent, nach Steuern liegt dieser bei 96,2 Prozent.

Im Hinblick auf die fälligen Auseinandersetzungsguthaben der stillen Gesellschafter für die Jahre 1999 und 2000 führte der Vorstandsvorsitzende aus, dass von den 3,5 Mio. EUR, die für das Geschäftsjahr 1999 errechnet wurden, bereits 1 Mio. EUR ausgezahlt wurden, eine weitere Tranche in Höhe von 1 Mio. EUR soll im Laufe des Monats Oktober folgen. Der verbleibende Betrag von 1,5 Mio. soll laut Dr. Rinnewitz dann in mehreren weiteren Tranchen zur Auszahlung gelangen.

Die Höhe des Auseinandersetzungsguthabens für das Geschäftsjahr 2000 kann nach Verwaltungsangabe erst nach der Erstellung und Testierung des Jahresabschlusses für das Jahr 2000 errechnet werden. Die Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2000 befindet, soll am 20. Dezember 2002 stattfinden. Dr. Rinnewitz appellierte an diesem Punkt an die Loyalität aller Gesellschafter und Aktionäre gegenüber der Securenta AG und deren Management.

Abschließend betonte der Vorstandsvorsitzende, dass es Ziel der eingeleiteten Neuausrichtung der Securenta AG ist, nach Beschlussfassung über den Kapitalschnitt die Dividendenfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen und ab dem Jahre 2005 auch wieder Ausschüttungen vornehmen zu können. Für das Geschäftsjahr 2001 soll gemäß einer vorgelegten Graphik eine "rote Null" ausgewiesen werden, und für das Geschäftsjahr 2002 erwartet man ein Ergebnis von 2 Mio. EUR, welches über rund 5,5 Mio. EUR in 2003 und circa 9 Mio. EUR in 2004 auf rund 11 Mio. EUR im Jahr 2005 ansteigen soll. Zudem sei nach wie vor der Börsengang der Securenta AG klares Unternehmensziel, so Dr. Rinnewitz (Anmerkung des Verfassers: bei dieser Aussage war schallendes Gelächter aus dem Auditorium zu vernehmen).

Hinsichtlich der laufenden Klagen gegen die Gesellschaft sowie des laufenden Ermittlungsverfahrens bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gab sich der Vorstandsvorsitzende siegesgewiss. Bisher wurden 125 Klagen abgewiesen, lediglich in 3 Verfahren habe man in der ersten Instanz eine Niederlage einstecken müssen, und in diesen Fällen wurde jeweils eine Revision eingeleitet. Bezüglich des laufenden Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Braunschweig zeigte sich Dr. Rinnewitz sehr zuversichtlich, dass dieses innerhalb der kommenden Wochen eingestellt wird. Im Zusammenhang mit den weiterhin in der Öffentlichkeit kursierenden Vorwürfen stellte Dr. Rinnewitz klar: " Wir lassen uns nicht mit Dilettanten und Kriminellen über einen Kamm scheren".


Allgemeine Diskussion

Als erster Redner meldete sich Dr. Schad als Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zu Wort und stellte die Frage in den Raum, inwieweit es wohl Sinn macht, dem guten Geld für den Erwerb der inzwischen nahezu wertlosen Aktien der Securenta, die in der Spitze zu über 120 DM das Stück gehandelt wurden, weiteres Geld für Klagen gegen die Gesellschaft hinterherzuwerfen. Sehr ungehalten zeigte sich der DSW-Sprecher angesichts der auf der Hauptversammlung am 18.12.2001 vom Vorstandsvorsitzenden abgegebenen Prognose für das Geschäftsjahr 2000, der gemäß der ungeprüften Zahlen für das Jahr 2000 einen Gewinn in Höhe von rund 30 Mio. EUR in Aussicht gestellt hatte. Statt dessen müsse man jetzt einen Verlust aus dem Jahre 2000 im Volumen von über 47 Mio. EUR zur Kenntnis nehmen.

Bezüglich des vom Vorstandsvorsitzenden bemühten Vergleichs der Securenta AG mit Unternehmen wie Allianz AG, MLP AG oder Commerzbank AG meinte Dr. Schad, die Gesellschaft möge von derartigen Vergleichen absehen, da die genannten Unternehmen "nicht Ihre Klasse sind" und im Gegensatz zur Securenta AG nicht kurz vor einer drohenden Insolvenz stehen. Auf die Frage an den Vorstand, wann genau die Notwendigkeit der Anzeige eines Verlusts in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals festgestellt wurde, erklärte Dr. Rinnewitz, dieser sei am 17. Juli 2002 bei den hausinternen Jahresabschlussarbeiten festgestellt worden.

Im Anschluss an diese Feststellung habe man den Sachverhalt überprüft und am 22. Juli 2002 im Rahmen einer Vorstandssitzung beraten. In dieser wurde dann die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Anzeige des Sachverhalts gemäß den Bestimmungen des § 92 AktG beschlossen. Die Einladungsveröffentlichung erfolgte im Bundesanzeiger am 30. Juli 2002. Der mit der Abschlussprüfung beauftragte Wirtschaftsprüfer Pütz, Gast und Partner hat neben der steuerlichen Beratung, die über eine Filiale dieser Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgt, keinerlei weiteren Beratungsmandate im Securenta-Konzern inne.

Ein weiterer Fragenkomplex des DSW-Vertreters, der auch von vielen weiteren Rednern im Laufe der Generaldebatte angeschnitten wurde, beschäftigte sich mit den fälligen, aber noch offen stehenden Auseinandersetzungsguthaben der stillen Gesellschafter sowie deren Einlage insgesamt. Besondere Sorge bereitete Dr. Schad dabei die angespannte Liquiditätssituation der Gesellschaft.

Dr. Rinnewitz verwahrte sich an dieser Stelle, wie auch im weiteren Verlauf der Diskussion, gegen Unterstellungen, dass die Insolvenz der Securenta AG bevorsteht. Eine Insolvenz der Gesellschaft sei weder heute noch morgen ein Thema für die Securenta AG. Die ersten Auszahlungen für die Auseinandersetzungsguthaben seien inzwischen erfolgt, und die noch offenen Beträge werden gemäß Aussage von Dr. Rinnewitz in den kommenden Monaten in mehreren Tranchen zur Auszahlung gelangen.

Bezüglich der personellen Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft in den letzten Monaten erkundigte sich Dr. Schad nach möglichen Abfindungszahlungen an die ausgeschiedenen Mitglieder. Nach Aussage des Aufsichtsratsvorsitzenden Bodo Steffen sind an die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder keinerlei Abfindungen gezahlt worden.

Eine längere Diskussion ergab sich dann im Zusammenhang mit den zitierten Wertgutachten für die Tochtergesellschaften C. S. Customer Service Center GmbH, GöZIT GmbH und Interpart GmbH, in denen diesen Gesellschaften ein Unternehmenswert von 123,4 Mio. EUR zugebilligt wurde. Dr. Schad forderte den Vorstand auf, die Gutachter zu benennen, respektive die Gutachten der Hauptversammlung in vollem Umfang zur Kenntnis zu bringen. Dies wurde von der Verwaltung verweigert unter Hinweis auf die Tatsache, dass Gutachter, die für die Göttinger Gruppe in der Vergangenheit tätig geworden sind, einem massiven öffentlichen Druck ausgesetzt wurden, ihre Mandate dort niederzulegen.

Zu dieser Aussage meldete sich Dr. Schad erneut zu Wort und betonte, er könne zwar in gewissem Maße Verständnis für Erfordernisse zur Geheimhaltung aufbringen, angesichts des massiven Vertrauensbruchs des Vorstands könne er jedoch nur noch glauben, was er schwarz auf weiß zu sehen bekomme. Andernfalls beschleiche ihn der Verdacht, dass die zitierten Gutachten "das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen", mit anderen Worten gesprochen, dass es sich dabei um "Gefälligkeitsgutachten" handelt.

In der aufgeheizten Stimmung im Saal, die sich infolge des Wortgefechts über die Bewertungsgutachten entwickelte, kommentierte Vorstandsmitglied Marina Götz den Vorwurf von "Gefälligkeitsgutachten" mit den folgenden Worten: "Ich möchte mich dagegen verwehren, dass Sie uns als Betrüger titulieren." Der Aufsichtsratsvorsitzende Steffen ergänzte die Vorstandsausführungen dahin gehend, dass "die Göttinger Gruppe geprüfter ist als alle anderen Unternehmen in Deutschland." Der Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Rinnewitz verurteilte "die rein polemischen Grabredner" der Securenta AG, deren Auftreten nicht im Sinne der Aktionäre sei. Der erfragte Buchwert der Immobilien der Securenta AG wurde von Vorstandsmitglied Götz mit etwa 182 Mio. DM beziffert.

Weitere hitzige Wortgefechte zwischen der Verwaltung auf der einen sowie den Herren Dr. Schad und Rechtsanwalt Lachmair, der rund 400 Kläger gegen die Gesellschaft vor Gericht vertritt, auf der anderen Seite, entzündeten sich anhand der verfehlten Prognose für das Jahresergebnis 2000, welches noch im Dezember 2001, also nahezu 12 Monate nach Ende des Geschäftsjahres, mit einem Überschuss von 30 Mio. EUR prognostiziert wurde und nunmehr mit einem vorläufigen Verlust von 47 Mio. EUR deutlich negativ ausgefallen ist. Dr. Schad erkundigte sich, wie belastbar nun dieses vorläufige Ergebnis ist und ob dieses sich möglicherweise bis zur Vorlage eines testierten Jahresabschlusses noch weiter verschlechtern könnte. Bei einer weiteren Verschlechterung ist nach Auffassung von Dr. Schad im schlimmsten Fall auch eine Insolvenz zu befürchten.

Hierzu führte Dr. Rinnewitz in Richtung von Dr. Schad aus, "sie können das Wort Insolvenz so oft nennen, wie sie wollen, es ist für die Securenta AG kein Thema". Ein namhafter Gutachter (Anmerkung des Verfassers: auch bei diesem Gutachten wurden keine näheren Angaben zum erstellenden Gutachter gemacht) habe diesen Sachverhalt geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass für die Gesellschaft keine Insolvenzgefahr besteht. Nach Auskunft des Aufsichtsratsvorsitzenden handelt es sich bei den vorläufigen Zahlen um ein Worst Case-Szenario.

Im Zusammenhang mit den Prognosen auf der letzten Hauptversammlung verwahrte sich Dr. Rinnewitz gegen Vorwürfe, er habe damals falsche Angaben gemacht. Er stehe nach wie vor zu den damaligen Aussagen, so der Vorstandsvorsitzende weiter, da diese den zum damaligen Zeitpunkt bekannten Tatsachen entsprochen haben. Seither hätten sich jedoch neue Erkenntnisse ergeben, die erhebliche Wertberichtigungen erforderlich machten. Um derartige Vorkommnisse zu vermeiden, werde man künftig nur noch testierte Zahlen veröffentlichen.

Die vom DSW-Vertreter aufgeworfene Frage, inwieweit die damaligen Aussagen gegebenenfalls einen Fall der unrichtigen Wiedergabe von Zahlen (§ 400 AktG) darstellen, kommentierte der Vorstandsvorsitzende mit den Worten, er habe sich nach eigener Einschätzung "weder im strafrechtlichen Bereich noch in einer Grauzone" bewegt. Ferner forderte er, ebenso wie der Aufsichtsratsvorsitzende, von den Aktionären mehr Sachlichkeit in der Argumentation.

Ebenfalls heftige Diskussionen zwischen Verwaltung und Aktionären ergaben sich im Zusammenhang mit den staatsanwaltlichen Ermittlungen in Braunschweig. Bezugnehmend auf Veröffentlichungen in der Presse zeigte sich die Verwaltung sehr zuversichtlich, dass das Verfahren "kurz vor der Einstellung" stehe. Die Hinweise von Dr. Schad, dass bereits auf der vergangenen Hauptversammlung am 18.12.2001 von einer in Kürze bevorstehenden Einstellung des Verfahrens die Rede gewesen sei und das Ermittlungsverfahren noch immer andauere, wurde von der Verwaltung nicht näher kommentiert, mit Ausnahme des Hinweises auf die Veröffentlichungen in der Presse.

Gegen die von Dr. Schad und Herrn Lachmaier getätigten Einschätzungen, dass bei einem Ermittlungsverfahren vor der Münchener Staatsanwaltschaft vermutlich bereits eher ein Ergebnis erzielt worden wäre, verwahrten sich Vorstand und Aufsichtsrat. Aufsichtsratschef Steffen führte in diesem Zusammenhang aus, dass man der Staatsanwaltschaft alle gewünschten Unterlagen zur Verfügung gestellt habe und die Staatsanwaltschaft in Braunschweig sehr wohl in der Lage sei, dieses Verfahren durchzuführen. Die Verwaltung der Securenta AG habe volles Vertrauen in die Justizorgane des Landes Niedersachsen und gehen davon aus, dass auch bei anderen Staatsanwaltschaften ein in der Sache identisches Ergebnis erzielt werde.

Aktionär Schnettka meldete sich zu Wort und erkundigte sich nach dem aktuellen Stand der Darlehen, die von der Securenta AG an die Göttinger Gruppe Holding KGaA ausgereicht wurden. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, wie es möglich und zulässig sein kann, dass an die Göttinger Gruppe Holding KGaA, die über ein gezeichnetes Kapital von 5,5 Mio. DM verfügt, wovon noch 3 Mio. DM ausweislich der letzten vorliegenden Abschlüsse aus dem Jahre 1998 ausstanden, Darlehen in Höhe von 208 und 143 Mio. DM ausgereicht werden.

Aufgrund dieser Ausleihungen an die Göttinger Gruppe Holding KGaA sei dort ein bezogen auf das Eigenkapital zigfach höherer Gewinn je Aktie erwirtschaftet worden als bei der Securenta AG. Ferner bemängelte Herr Schnettka, dass diesen Darlehen offensichtlich keinerlei Sicherheiten zu Grunde liegen. Die Darlehen resultieren nach Angabe der Verwaltung aus der Verlagerung der ehemaligen Göttinger Beteiligungs AG mit einem Volumen von über 1 Mrd. DM.

Im weiteren Verlauf der noch bis etwa 20:00 Uhr andauernden Debatte meldeten sich viele weitere Aktionäre zu Wort und zeigten sich wenig zuversichtlich bezüglich der weiteren Entwicklung der Securenta AG. Angesichts der immer wieder aufgeworfenen Frage nach dem Börsengang erklärte der Vorstand, dass ein solcher Schritt erst erfolgen soll, wenn die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Gesellschaft stimmen. Hauptaufgabe sei daher weiterhin das Vorantreiben der Neuausrichtung der Securenta AG. Die von einigen Aktionären vorgeschlagene Lösung, über die bereits im Freiverkehr der Bayerischen Börse notierte Zucker & Co. AG ein Listing der gesamten Unternehmensgruppe zu realisieren, lehnte der Vorstand ab. "Wir wollen nicht über die Hintertür an die Börse gehen", so Dr. Rinnewitz weiter.

Den von vielen Aktionären kritisierten Aktienkurs der Gesellschaft im Telefonhandel bezeichnete der Vorstand als völlig unzureichend, da dieser in keiner Weise den inneren Wert der Aktie von Securenta widerspiegle. Ein Ausscheiden der Aktie aus dem Telefonhandel, wie von einigen Rednern gefordert, will der Vorstand näher prüfen. Dr. Rinnewitz gab in dieser Angelegenheit jedoch zu bedenken, dass damit jegliche Handelsmöglichkeit für die Aktie entfallen würde.

Deutliche Kritik an der Geschäftspolitik des Unternehmens wurde von Aktionären geäußert, die früher selbst Produkte der Göttinger Gruppe vermittelt haben. Insbesondere wurde die Informationspolitik gegenüber den Vertriebspartnern in den letzten Monaten sowie die Kündigung der Verträge kritisiert. In den Augen der ehemaligen Vertriebspartner ist nicht nachzuvollziehen, wieso der früher als wesentliches Asset dargestellte Vertrieb der Göttinger Gruppe einfach dichtgemacht wurde. Als Gründe nannte die Verwaltung die Einstellung der Platzierung eigener Produkte zum Jahresende 2000. Der Vertrieb von Produkten dritter Anbieter sei ebenfalls nicht mit dem gewünschten Erfolg realisierbar gewesen, weswegen sich die Verwaltung zu diesem Schritt gezwungen sah.

Die Forderung aus dem Aktionariat, der Vorstand möge eine eidesstattliche Versicherung darüber zu Protokoll geben, dass keine Insolvenz der Securenta AG droht, wurde seitens der Verwaltung zurückgewiesen. Dr. Rinnewitz erklärte hierzu, dass sich Vorstand und Mitarbeiter der Gesellschaft in den vergangenen Monaten bereits sehr stark und über das übliche Maß hinaus für die Securenta AG und deren Fortbestehen eingesetzt haben und dass sie dies auch in den kommenden Monaten und Jahren tun werden.

Auch die geäußerten Rücktrittsforderungen wies er zurück und erklärte, er wolle so lange wie möglich und so lange, wie er das Vertrauen der Aktionäre und des Aufsichtsrats genießt, weiter für die Securenta AG tätig bleiben. Mit dieser Äußerung trat Dr. Rinnewitz auch Spekulationen entgegen, die ein Ausscheiden aus der Securenta AG und der Göttinger Gruppe AG zugunsten einer anderen Vertriebsgesellschaft als wahrscheinliches Szenario bezeichneten.

Fragen nach der Identität der Unternehmen, für die die Service-Gesellschaften der Securenta AG ihre Dienstleistungen erbringen, wurden von der Verwaltung mit dem Hinweis auf die erforderlichen Notwendigkeiten zur Geheimhaltung zurückgewiesen. Diese Notwendigkeit begründete der Aufsichtsratsvorsitzende mit den Ereignissen um den Kooperationspartner Activest (Fondsgesellschaft der Bayerischen HypoVereinsbank), der nach Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit der Göttinger Gruppe so hohem öffentlichem Druck ausgesetzt wurde, dass die angestrebte Zusammenarbeit seitens Activest dann doch nicht umgesetzt wurde. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung wird die Verwaltung zukünftig nach eigenen Angaben keine näheren Details zu Kundenbeziehungen mehr bekanntgeben.


Abstimmungen

Aufgrund der Tagesordnung, die die Bekanntgabe eines Verlusts in Höhe der Hälfte des Grundkapitals sowie einen Bericht des Vorstands über die Maßnahmen der Sanierung vorsah, waren auf der Versammlung keine Beschlüsse zu fassen. Die Präsenz wurde im Verlauf der Hauptversammlung mit 38,87 Prozent festgestellt.


Fazit

An dieser Stelle soll ausdrücklich nicht die Frage nach der Seriosität oder Nichtseriosität der von der Gesellschaft vertriebenen Anlageprodukte und den damit im Zusammenhang stehenden Sachverhalten geklärt oder kommentiert werden, da dies ohnehin derzeit vor den Gerichten erörtert und letztinstanzlich entschieden wird. Vielmehr stellt sich die Frage, inwieweit die Securenta AG in ihrer jetzigen Form, mit den handelnden Personen sowie der gelebten Geschäfts- und Informationspolitik gegenüber dem Kapitalmarkt und den Aktionären, eine Zukunft hat.

Die Chancen der Gesellschaft, einer besseren Zukunft entgegenzugehen, sieht der Berichterstatter nach dem Besuch der Veranstaltung allerdings wenig positiv. Bei allem gebotenen Respekt muss sich eine Verwaltung, die derart massive Verluste in den vergangenen Jahren zu verantworten hat, schon selbstkritisch die Frage stellen, wo die Ursachen für diese Entwicklungen liegen. Wenn sie dies in den Augen der Aktionäre, die die Verluste schließlich tragen müssen, nicht in ausreichenden Maße getan hat, muss sich das Management dann zumindest die Fragen und die kritisch gemeinten Einschätzungen der Mitgesellschafter anhören und darauf brauchbare Antworten geben.

Die von der Verwaltung immer wieder geforderte Sachlichkeit der Debatte während der Hauptversammlung ging nicht zuletzt auch deshalb mit zunehmender Veranstaltungsdauer verloren, weil die wenig erhellenden Antworten und zum Teil belehrenden Ausführungen des Vorstands dieser Prämisse wohl kaum gerecht wurden. Die nahezu schon gebetsmühlenartig wiederholte Aussage von Vorstand und Aufsichtsrat, dass die Schuld nahezu ausnahmslos bei den anderen - will meinen, externen Faktoren - liegt, sei es den bösen Rechtsanwälten geschädigter oder sich geschädigt fühlender Anleger auf der einen Seite oder dem Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesengesetz auf der anderen Seite, welches die Schließung der Partin Bank verfügte, greift sicherlich deutlich zu kurz.

Zudem vermisst man weiterhin den erforderlichen Sinneswandel in den Reihen der Verwaltung, einmal zu überlegen, ob nicht das eigene massive und teilweise rechthaberische Auftreten in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart einen erheblichen Beitrag zum desaströsen Bild lieferte und auch noch immer liefert. Selbst wenn man sich juristisch gesehen im Recht befindet und dies womöglich auch seitens der Justiz bestätigt wurde, bedeutet dies nicht, dass sich die Sichtweise der Justiz auch uneingeschränkt in der öffentlichen Wahrnehmung niederschlägt. Dies ist vor allem dann nicht der Fall, wenn dies in der typischen Form der Göttinger Gruppe kommuniziert wird.

Ein weiterer massiver Kritikpunkt auf der Hauptversammlung, dem sich der Berichterstatter in vollem Umfang anschließt, ist, dass weiterhin mit Gutachten und Bewertungen von "namhaften Experten" argumentiert und von der Öffentlichkeit und den Mitgesellschaftern verlangt wird, dass die gemachten Angaben einfach geglaubt werden. Nachfragen werden mit dem Hinweis abgeblockt, dass die beauftragten Gutachter dann erheblichem öffentlichem Druck ausgesetzt würden. Bei allem Verständnis für betriebsbedingte Gründe, die eine Offenlegung bestimmter Informationen in bestimmten Situationen nicht ermöglicht, darf man sich als Verwaltung vor dem Hintergrund der vielen Aussagen und Einschätzungen aus der Vergangenheit, die sich im Nachhinein als nicht mehr haltbar erwiesen haben, nicht ernstlich über das hohe Misstrauen der Aktionäre wundern.

Eine minimale, wenn auch wohl eher theoretische Chance für eine bessere Zukunft gibt es nach Einschätzung des Autors vielleicht doch noch. Hierzu wäre aber eine Offenlegung aller für die Aktionäre bisher nicht überprüfbaren Unterlagen und Gutachten, gegebenenfalls im Rahmen einer Sonderprüfung, zwingend erforderlich. Daneben wäre auch ein kompletter personeller Neuanfang in den Organen der Securenta AG sowie im Gesamtkonzern unumgänglich. Ohne diese Schritte wird eine nachhaltige Wende zum Positiven, sofern überhaupt noch möglich, wohl nicht eintreten. Eine Anlageempfehlung kann vor dem Hintergrund der völlig unzureichenden Informationslage und den vielen Unsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Tochtergesellschaften nicht gegeben werden.


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