Shareholder Value Beteiligungen AG (ISIN DE000A168205)

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HV-Bericht Shareholder Value Beteiligungen AG

Aktienkurs weist hohen Discount zum inneren Wert auf


Am 11. Mai 2021 fand die ordentliche Hauptversammlung der Shareholder Value Beteiligungen AG (SVB) statt. Auch die Beteiligungsgesellschaft hielt ihr jährliches Aktionärstreffen erneut in rein virtuellem Rahmen ab. Das turbulente Börsenjahr schloss die SVB mit einer deutlichen Steigerung beim inneren Wert ab. Damit entwickelte sich der innere Wert merklich besser als der DAX. Für GSC Research berichtet Thorsten Renner über den Verlauf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Helmut Fink eröffnete die Hauptversammlung mit leichter Verspätung um 16:05 Uhr und entschuldigte sich für die leichte Verspätung und technischen Probleme zu Beginn. Im Anschluss begrüßte er die Online-Teilnehmer sowie die Mitglieder der Verwaltung. Nach der Erläuterung der Formalitäten und den Aktivitäten des Aufsichtsrats übergab Dr. Fink das Wort an das Vorstandsmitglied Simon Pliquett.


Bericht des Vorstands

Herr Pliquett brachte sein Bedauern zum Ausdruck, dass auch in diesem Jahr keine Präsenz-Hauptversammlung möglich ist. Deshalb hat sich die Gesellschaft zur zeitnahen Abhaltung einer virtuellen Hauptversammlung entschieden. Die Corona-Pandemie führte im vergangenen Jahr zu extremen Schwankungen am Kapitalmarkt. Sowohl DAX als auch SDAX brachen in der Spitze bis zu 39 Prozent ein. Allerdings kam es ebenso zu einer starken Erholung.

Die SVB erzielte im vergangenen Jahr noch einen Anstieg des inneren Wertes um 12,0 Prozent und schloss damit deutlich besser als der DAX ab. Als Wachstumstreiber nannte Herr Pliquett vor allem die secunet Security Networks AG (secunet), deren Kurs neue Höchststände erreichte. Aber auch Intershop Comunications AG und Sixt Leasing SE verzeichneten einen deutlichen Kursanstieg. Bis zum 30. April 2021 stieg der innere Wert auf 153,80 Euro, was ein Plus von 19,4 Prozent bedeutete. Dieser Zuwachs lag erneut deutlich über der Marktentwicklung, konstatierte der Vorstand. Der Wertzuwachs wurde dabei auch weiterhin von der Entwicklung bei secunet getragen.

Seit 2000 weist die SVB einen Performancevorsprung von 260 Prozent gegenüber dem SDAX auf. Wie Herr Pliquett berichtete, liegt der Vorsprung gegenüber dem DAX sogar bei 550 Prozent. Aber die positive Entwicklung beim inneren Wert schlug sich nicht in der Kursentwicklung nieder. Im vergangenen Jahr sank der Kurs sogar um 4 Prozent. Der Discount weitete sich nun bereits auf 27 Prozent aus, was der Vorstand jedoch nicht nachvollziehen konnte und auch nicht für gerechtfertigt hielt. Am 6. Mai 2021 entschied sich deshalb die SVB für ein Aktienrückkaufangebot. Hierbei sollen bis zu 20.000 Aktien zu einem Preis von 120 Euro erworben werden. Die Ankauffrist läuft dabei vermutlich vom 12. bis 26. Mai.

Das Marktumfeld des letzten Jahres wurde auch für einige Umschichtungen genutzt. Dabei erfolgte der Verkauf der Sunrise Communications Group mit Gewinn, teilte Herr Pliquett mit. Auch die Beteiligung an Sixt Leasing SE wurde zum Übernahmepreis von 18 Euro je Aktie veräußert. Wie Herr Pliquett berichtete, wurde jedoch auch die Position in der METRO AG mit Verlust aufgelöst. Ansonsten gab es lediglich Reduzierungen des Anteilsgewichts bei secunet.

Die daraus resultierenden Mittel wurden zur Aufstockung der Beteiligungen an der SMT Scharf AG und der AOC Value genutzt. Daneben begleitete die SVB die Optionsanleihe bei der Intershop Communications AG im Volumen von 1,5 Mio. Euro. Nach Aussage von Herrn Pliquett erfolgte mit der Schaltbau Holding AG die Aufnahme einer neuen Depotposition. Zum Geschäftsjahresende belief sich das Vermögen der Gesellschaft auf 90,5 Mio. Euro verteilt auf 15 Positionen. Von den 15 Positionen sind zwei Titel nicht notiert, zwei stammen aus Großbritannien und ein Wert aus Kanada. Die Wertansätze in der Bilanz belaufen sich dabei auf 57,8 Mio. Euro. Darauf basierend summieren sich die stillen Reserven auf 32,7 Mio. Euro. Die höchsten stillen Reserven betrafen secunet mit 25,85 Mio. Euro und WashTec mit 2,55 Mio. Euro, führte Herr Pliquett aus.

Im laufenden Jahr erfolgte ein Übernahmeangebot zu 8,22 Euro bei der SMT Scharf AG. In diesem Rahmen wurden rund 300.000 Aktien angedient. Das Angebot erfolgte zusammen mit der Share Value Stiftung. Von den angedienten Aktien entfielen dabei 70 Prozent auf die SVB und 30 Prozent auf die Share Value Stiftung. Um die Gewichtung zu reduzieren, wurde die Position an der secunet reduziert. Nach den sehr guten Zahlen zum ersten Quartal 2021 und weiteren Kurssteigerungen erfolgten weitere selektive Verkäufe bei secunet. Wie Herr Pliquett ferner mitteilte, wurde die Schaltbau Holding AG mittlerweile zur zweitgrößten Position mit einem Anteil von 13 Prozent ausgebaut.

Für das vergangene Jahr wies die SVB einen Jahresüberschuss von 162 TEUR aus. Dieser wurde mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet, womit noch ein Bilanzverlust von 3,5 Mio. Euro verblieb. Die realisierten Kursgewinne beliefen sich auf 6,7 Mio. Euro und enthielten 4,5 Mio. Euro aus secunet und 3,6 Mio. Euro aus Sixt Leasing SE. Auf der anderen Seite resultierten Verluste aus METRO AG in Höhe von 1,2 Mio. Euro und aus Absicherungsgeschäften von 1,1 Mio. Euro. Die vereinnahmten Dividenden des letzten Jahres bezifferte der Vorstand auf 622 TEUR, wobei der Großteil aus secunet und InnoTec TSS AG resultierte. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich ein deutlicher Anstieg auf 1,1 Mio. Euro. Hierbei machten sich Kosten im Vorfeld des Übernahmeangebots bei SMT Scharf AG und nicht realisierte Verluste aus Futures bemerkbar, betonte Herr Pliquett zum Ende seiner Ausführungen.

Anschließend übernahm sein Vorstandskollege Frank Fischer, der vor allem zum Thema Modern Value Investing referierte. Zur Philosophie des Value Investing gehören unverändert die Sicherheitsmarge, das Abstellen auf eigentümergeführte Unternehmen und der wirtschaftliche Burggraben. Als frühe Beispiele des klassischen Value Investing nannte er AGROB oder den Schweizer Fleischverarbeiter Bell, die neben ihrem normalen Geschäft noch über Grundstücke verfügten, die mehr als die Marktkapitalisierung abdeckten.

Beim Modern Value Investing suche man nach Firmen mit einer Preissetzungsmacht wie secunet, GfK oder WashTec. Bei diesem Ansatz gehe es um eine nachhaltige Rendite mit wunderbaren Firmen, so Herr Fischer. Denn hohe, stabile Kapitalrenditen legen die Grundlage für den langfristigen Anlageerfolg. Als Beispiel nannte Herr Fischer freenet, eine Gesellschaft mit einer hohen Dividendenrendite, die jedoch nicht so stark wächst. Dagegen wächst Unilever etwas stärker und teilt auch die Gewinne mit den Anlegern. Alphabet weist jedoch nahezu eine Monopolsituation auf und wächst hervorragend, was eine tolle Kapitalrendite ermöglicht, erklärte der Vorstand.

Hinsichtlich des angekündigten Aktienrückkaufs der SVB-Aktien meinte Herr Fischer, dies führt zu einer Liquidität in der Aktie, die sonst an der Börse eher nicht gegeben ist. Somit eröffnet der Aktienrückkauf dem Anleger auch Verkaufsmöglichkeiten. Sofern der Erwerb jedoch deutlich unter dem inneren Wert erfolgt, erachtete er den Rückkauf als eindeutig werterhöhend.

Bei diesem Ansatz gehe es um eine nachhaltige Rendite mit wunderbaren Firmen, so Herr Fischer. Denn hohe, stabile Kapitalrenditen legen die Grundlage für den langfristigen Anlageerfolg. Als Beispiel nannte Herr Fischer freenet, eine Gesellschaft mit einer hohen Dividendenrendite, die jedoch nicht so stark wächst. Dagegen wächst Unilever etwas stärker und teilt auch die Gewinne mit den Anlegern. Alphabet weist jedoch nahezu eine Monopolsituation auf und wächst hervorragend, was eine tolle Kapitalrendite ermöglicht, erklärte der Vorstand.

Die Beteiligung an secunet bereitet bereits seit vielen Jahren Freude, da die ersten Käufe bei Kursen um die 4 Euro erfolgten, teilte Herr Fischer mit. Jüngst hatte die Aktie Kurse von 360 Euro erreicht. Die Gesellschaft weise eine unglaublich gute Stellung auf und auch die SINA-Produkte versprechen weiteres Wachstum im Bereich der sicheren Kommunikation. Herr Fischer sah auch in den kommenden Jahren noch vielfältige Wachstumschancen für das Unternehmen. Aufgrund der massiven Kurssteigerung habe man jedoch die Gewichtung im Depot durch Verkäufe etwas nach unten angepasst.

Nach den Worten von Herrn Fischer hatte die Schaltbau Holding AG über Jahrzehnte ein Know-how im Bahnbereich aufgebaut. Die Gesellschaft positioniert sich vor allem als Spezialist für intelligente Energiekonzepte auf Gleichstrombasis. Daneben finden die Produkte ihren Einsatz vor allem bei Lkw und Bussen. Herr Fischer sah bei der Gesellschaft in Zukunft hohes Potenzial. Hierbei ging es auch um die Digitalisierung von Stellwerken und Erneuerung von Bahnübergängen. Der Einstieg erfolgte zu günstigen Preisen, man bringe bei dieser Position aber auch ausreichend Geduld mit, führte Herr Fischer aus.

Derzeit ist der Markt durch eine extrem lockere Geldpolitik geprägt, meinte der Vorstand. Sollte die Liquidität jedoch zurückgehen, könnte dies zu Inflation und höheren Zinsen führen. Die Rohstoffpreise verzeichneten häufig bereits höhere Preise. Zudem läuft die Hausse an den Börsen bereits seit einigen Jahren. So zeigen einige Indikatoren an, dass man sich bei der Bewertung eher am oberen Ende bewegt. In diesem Rahmen wies Herr Fischer auch auf die deutlich gestiegene Spekulation auf Kredit hin. Von der Ergebnisseite her setzt sich jedoch der positive Trend weiter fort. Auch wenn der Markt noch intakt sei, könne die Volatilität weiter zunehmen. Deshalb sei in Zukunft „Selektivität absoluter Trumpf“. Die SVB agiere unverändert als langfristiger Investor, vorübergehende Schwankungen können dabei aber nicht ausgeschlossen werden, so Herr Fischer zum Ende seiner Ausführungen.


Allgemeine Fragerunde

Vor dem Eintritt in die Fragerunde teilte der Aufsichtsratsvorsitzende mit, dass insgesamt über 100 Einzelfragen eingegangen sind. Zunächst erkundigte sich ein Aktionär nach der Umschichtung der Aktien durch Dr. Fink. Dabei handelte es sich um eine Transaktion auf Aktionärsbasis, bei der ein größeres Paket umplatziert wurde, erklärte Dr. Fink. Der Anteil der Aktien in der Verus Capital Partners AG wurde reduziert, da nicht alle Mitinvestoren mit der hohen Gewichtung zufrieden waren. Er hab aber weiter hohes Vertrauen in die SVB, denn die Gesellschaft verfügt über ein erfahrenes Investmentteam und eine langfristige Perspektive. Die umplatzierten Aktien sind jetzt an eine Gesellschaft gegangen, die zu 100 Prozent in seinem Besitz stehe, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Im Hinblick auf die Vergütung der Shareholder Value Management meinte Dr. Fink, die Vergütung wurde erst 2019 einer Überprüfung unterzogen. Deshalb stehe eine neuerliche Anpassung der Vergütungsstruktur nicht zur Diskussion. Mehrere Fragen drehten sich um das Übernahmeangebot bei SMT Scharf AG. Laut Herrn Pliquett hat die SVB 70 Prozent der angedienten Aktien übernommen. Damit hält sie nun 1.135.055 Aktien entsprechend 24,6 Prozent. Innerhalb des Pools liegt der Anteil bei 36,6 Prozent. Eine vollständige Übernahme der Gesellschaft sei jedoch nicht geplant.

Weitere Fragen beschäftigten sich mit der Absicherung und der Anzahl der Aktionäre sowie der Anzahl der vertretenen Werte im Depot. Laut Herrn Pliquett werden Absicherungen bedarfsweise eingesetzt und erfolgen dann über Index-Futures oder auch Aktienoptionen. Wie er weiter mitteilte, sind bei der Gesellschaft insgesamt 1.200 Aktionärsnummern vertreten. Als neuer Wert kam lediglich die Schaltbau Holding AG hinzu, bei den anderen Werten gab es allenfalls Aufstockungen oder Reduzierungen.

Hinsichtlich der ersten Käufe in den Wertpapieren nannte der Vorstand Studio Babelsberg 2007, secunet 2009, Edding 2010, InnoTec 2012, SMT Scharf und WashTec 2013, Immunodiagnostic 2014, Intershop 2016, Acceleratio Topco 2017, AOC Value, Mears Group, EnviroLeach Technologies sowie Highlight 2018 und Schaltbau 2020. Befragt nach dem Zinsaufwand nannte Herr Pliquett rund 10 TEUR, der variable Zinssatz bewegt sich dabei zwischen 10 und 20 Basispunkten.

Hinsichtlich der Kosten der Hauptversammlung in den beiden vergangenen Jahren nannte Herr Pliquett eine Summe von jeweils knapp 20 TEUR. In diesem Rahmen teilte er auch mit, dass man sich sehr gut vorstellen könne, im kommenden Jahr wieder eine Präsenz-Hauptversammlung abzuhalten, falls es die Umstände zulassen. Zur unter TOP 6 vorgeschlagenen Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals meinte der Vorstand, hierbei handelt es sich lediglich um einen Vorratsbeschluss. Die letzte Kapitalerhöhung hatte die Gesellschaft bereits im Jahr 2006 vollzogen.

Mehrere Fragen drehten sich auch um den angekündigten Aktienrückkauf, den man in der letzten Woche angekündigt hatte. Laut Herrn Pliquett wurde das Thema in zwei Sitzungen mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Vor allem den hohen Discount zum inneren Wert hielt er nicht für gerechtfertigt. Allerdings diene der Rückkauf nicht der Kurspflege, sondern ermöglicht den Anlegern auch die Abgabe von Stücken, da sich sonst der Umsatz an der Börse in der SVB-Aktie in engen Grenzen hält.

Ebenfalls im Blickfeld standen die zu erwartenden Kosten der diesjährigen Hauptversammlung. Hier rechnete der Vorstand mit Mehrkosten von etwa 25 TEUR, da in diesem Jahr auch die Kosten für den Notar hinzukommen. Die Entwicklung bei secunet erachtete Herr Pliquett als erfreulich und er machte auch weiteres Potenzial aus. Ein Verkauf von secunet-Aktien erfolgte auch nur wegen einer Reduzierung der Portfoliogewichtung. Die erfragte Gewichtung von secunet bezifferte er auf aktuell rund 24 Prozent. Bei einer höheren Gewichtung von Aktien innerhalb des Portfolios sei auch immer die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich. Etwas Kritik gab es von Seiten eines Aktionärs am Engagement der Organmitglieder in der SVB-Aktie. Dies konnte der Vorstand nicht nachvollziehen, da sämtliche Organmitglieder Aktien an der Gesellschaft halten und zudem im letzten Jahr auch noch weitere Zukäufe erfolgten.

Danach gab es zahlreiche Fragen zur weiteren Entwicklung bei den einzelnen Beteiligungen. Laut Frank Fischer gab es bei secunet einen Wechsel im Management. Der ehemalige CEO steht dem Unternehmen aber weiterhin beratend zur Verfügung. Der neue Vorstandsvorsitzende macht ebenfalls einen hervorragenden Job. Das Unternehmen verfügt über sehr interessante Produkte, die jetzt auch eine sichere Kommunikation bei Messaging und Video ermöglicht. Risiken könnten im Rahmen der Bundestagswahl auftreten, woraus sich zeitliche Verzögerungen bei Bestellungen ergeben könnten. Das Thema Cyber-Security wird aber auch weiterhin in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine bedeutende Rolle spielen.

Hinsichtlich der genauen Bedingungen der Optionsanleihe bei Intershop verwies Herr Fischer auf die Homepage der Gesellschaft. Die SVB hält jedenfalls 1.500 Teiloptionsanleihen zu je 1.000 Euro und somit insgesamt 1,5 Mio. Euro. Diese berechtigen zum Aktienbezug bei einem Preis von 2,19 Euro, so dass jede Teiloption zum Bezug von 456 Aktien berechtigt. Wie Herr Fischer ausführte, ist ein Delisting bei Intershop nicht angedacht. Die Transformation des Geschäftsmodells dauert allerdings deutlich länger als gedacht. Ungeachtet dessen wolle man bei der Beteiligung nun aber noch die Ernte einfahren, so der Vorstand.

WashTec habe man weiter im Portfolio, auch wenn keine Aufstockung, sondern eine Neuaufnahme von Schaltbau erfolgte. Nach Ansicht von Herrn Fischer könnten bei WashTec durch die Umstellung auf E-Fahrzeuge auch Risiken aufkommen, da die E-Autos nicht so häufig zur Tankstelle mit Waschanlagen fahren müssen. Hinsichtlich AOC Value erklärte Herr Fischer, der Bereich der Radiologie bei Agfa ist im ersten Quartal etwas unter Druck gekommen. Allerdings gestalten sich die Verkäufe im Bereich Healthcare-IT sehr erfolgreich. In den kommenden Monaten rechnete der Vorstand mit einer Aufholung der schwachen Zahlen des ersten Quartals.

Zum Themenkomplex GfK über das Vehikel Acceleratio Topco meinte Herr Fischer, beim Großaktionär KKR handelt es sich eher um einen ungeduldigen Investor und man schaue schon nach einem Exit. In der umfangreichen Restrukturierung wurden rund 7.000 Mitarbeiter entlassen, auch wenn jetzt wieder ein Mitarbeiteraufbau erfolgte. KKR werde sich eine gute Exit-Möglichkeit suchen. Herr Fischer konnte sich vorstellen, dass dort noch hohe stille Reserven schlummern und gehoben werden könnten.

Bei SMT Scharf hoffte Herr Fischer auf die China-3-Zulassung. In diesem Rahmen hoffte er auch, dass der Prozess im Juni abgeschlossen werden kann. Insgesamt konnte er aber noch über keine neuen Informationen berichten. Die führende Stellung der Gesellschaft im Weltmarkt berechtige aber zur Zuversicht. Bei Immunodiagnostic gab es sehr viele Retouren, teilte Herr Fischer mit. Andere Marktteilnehmer konnten die Tests schneller und günstiger anbieten. Nach Ansicht des Vorstands könnte aber bei dieser Gesellschaft das Ende der Durststrecke gekommen sein.

Weitere Fragen beschäftigten sich mit dem Thema Absicherung. Wie Herr Fischer entgegnete, wurde in der Corona-Zeit eine Absicherung vorgenommen. Allerdings habe dies leider einen negativen Ergebnisbeitrag mit sich gebracht. Insgesamt wurden hierbei Verluste von 1,1 Mio. Euro verbucht. Über den Stichtag hinaus gelang es, noch offene Positionen mit einem kleinen Verlust zu schließen. Zur Entwicklung bei EnviroLeach berichtete Herr Fischer über einen Besuch vor Ort in Kanada. Nach Aussage des Kollegen befinde sich das Unternehmen immer noch in einem Frühstadium der Kommerzialisierung. Die Entwicklung der Gesellschaft gehe dabei deutlich langsamer voran als erwartet.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Fragerunde leitete Dr. Fink zu den Abstimmungen über. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 6.975.000 Euro, eingeteilt in 697.500 Aktien, waren 288.335 Aktien entsprechend 41,34 Prozent vertreten. Die Beschlüsse wurden alle bei wenigen Gegenstimmen im Sinne der Verwaltung gefasst.

Dies waren die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3), die Wahl der WEDDING & Cie. GmbH zum Abschlussprüfer (TOP 4), die Wahl der Herren Dr. Fink, Dr. Drill und Schindler in den Aufsichtsrat (TOP 5), die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (TOP 6) sowie die Satzungsänderung zur Teilnahme an der Hauptversammlung (TOP 7).

Gegen 18:30 Uhr konnte Dr. Fink die Hauptversammlung wieder beenden.


Fazit und eigene Meinung

Die Shareholder Value Beteiligungen AG schloss das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich ab. Dabei verzeichnete das Beteiligungsunternehmen einen Anstieg des inneren Wertes um 12,0 Prozent. Damit entwickelte sich die Gesellschaft deutlich besser als der DAX, erzielte aber auch eine Outperformance gegenüber dem SDAX. Besonders erfreulich entwickelte sich im vergangenen Jahr die Beteiligung an der secunet Security Networks AG. Aufgrund des starken Kursanstiegs entschloss sich das Management zu teilweisen Gewinnmitnahmen, um die relative Gewichtung im Depot zu verringern. Die Zahlen für das erste Quartal 2021 belegen jedoch, dass secunet weiter auf Wachstumskurs bleibt.

Auch bei der Intershop Communications AG stellen sich langsam Erfolge ein, auch wenn die Transformation des Geschäftsmodells deutlich länger dauert als zunächst erwartet. Immerhin verzeichnete die Gesellschaft bereits das fünfte Quartal in Folge ein positives operatives Ergebnis. Dagegen gestaltet sich die Entwicklung bei SMT Scharf derzeit etwas schleppend. Jedoch unterbreitete die SVB ein Übernahmeangebot für 8,22 Euro je Aktie, in dessen Rahmen gut 200.000 Aktien von SMT Scharf vereinnahmt wurden. Ebenfalls wird ein Downlisting angestrebt, um Kosten einzusparen. Die Hoffnungen bei SMT Scharf ruhen vor allem auf der erwarteten China-3-Zulassung, die zu einer deutlichen Nachfragebelebung führen sollte.

Trotz der positiven Entwicklung des inneren Wertes konnte die Aktie der SVB nicht vollständig folgen. Zum 30. April 2021 belief sich der innere Wert auf 153,80 Euro je Aktie, der Aktienkurs lag jedoch lediglich bei 113,00 Euro, was einen Discount von 26,5 Prozent bedeutete. Vor dem Hintergrund des hohen Discounts entschloss sich das Management Anfang Mai, ein freiwilliges öffentliches Rückkaufangebot über bis zu 20.000 SVB-Aktien zu einem Preis von 120 Euro abzugeben. Mittlerweile hat sich der Aktienkurs dem Rückkaufspreis angenähert, wenngleich immer noch ein hoher Discount gegeben ist. Angesichts des guten Managements und des interessanten Beteiligungsportfolios bietet die SVB-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau eine sehr attraktive Kaufgelegenheit.


Kontaktadresse

Shareholder Value Beteiligungen AG
Neue Mainzer Straße 1
D-60311 Frankfurt

Tel.: +49 (0)69 / 66 98 30-0
Fax: +49 (0)69 / 66 98 30-16

Internet: www.svb-ag.de
E-Mail: ir(at)shareholdervalue.de


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