DLB-Anlageservice AG (ISIN DE0005540306)

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HV-Bericht DLB-Anlageservice AG

Mit operativer Performance von 19,1 Prozent weit vor den großen Indizes – und 2021 läuft es noch besser


Trotz der anhaltenden Covid-19-Pandemie fand die Hauptversammlung der DLB-Anlageservice AG auch in diesem Jahr als Präsenzveranstaltung statt. Im Brauhaus Riegele in Augsburg hatten sich zu diesem Zweck am 21. September 2021 unter Beachtung der bekannten Hygienevorschriften etwa 20 Aktionäre eingefunden. Für GSC Research war Matthias Wahler vor Ort.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Schuhwerk eröffnete die Versammlung um 11 Uhr und begrüßte die erschienenen Aktionäre. Nach Erläuterung der Formalien und einigen ergänzenden Ausführungen zum Bericht des Aufsichtsrats übergab er das Wort an den langjährigen Alleinvorstand Michael Höfer.


Bericht des Vorstands

Herr Höfer begann seinen Vortrag mit einigen Ausführungen zu den Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2020, das von einer außergewöhnlich hohen Volatilität bei der Wirtschaftsentwicklung und an den Kapitalmärkten geprägt war. Er erinnerte an den „Corona-Crash“ im März 2020, an den sich in den Folgemonaten eine schnelle Erholung anschloss, so dass beispielsweise der DAX das Jahr sogar mit einem kleinen Plus von 3,5 Prozent beendete.

Die DLB knüpfte im Berichtszeitraum mit einer positiven operativen Performance von 19,1 Prozent an die langjährige erfolgreiche Entwicklung der Vergangenheit an und schnitt deutlich besser ab als der DAX. Nachdem im vergangenen Jahr aus Vorsichtsgründen die Dividende noch auf 0,30 Euro gekürzt worden war, wurde diesmal eine Ausschüttung von 0,60 Euro vorgeschlagen, was beim aktuellen Aktienkurs von 18 Euro eine Basisverzinsung von 3,3 Prozent bedeutet.

Herr Höfer fuhr fort mit der Erläuterung des Jahresabschlusses 2020 und begann mit der Bilanz. Die größte Position im Anlagevermögen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen mit einer unveränderten Bewertung von 2,8 Mio. Euro. Diese umfassen die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften Focus-Industrie-Beteiligungs AG und VAB Verlags AG. Hinzu kommen die sonstigen Wertpapiere, die sich durch den Erwerb von 10,9 Prozent der Aktien der AB Effectenbeteiligungen AG (ABE) auf 1,8 (Vorjahr: 1,3) Mio. Euro erhöhten.

Im Umlaufvermögen reduzierten sich die Forderungen gegen die beiden Beteiligungsunternehmen leicht auf 1,85 (1,89) Mio. Euro. Davon entfielen zum Bilanzstichtag 0,81 (1,09) Mio. Euro auf das Verrechnungskonto mit der VAB und 1,05 (0,80) Mio. Euro auf die Focus. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen mit 60 (90) TEUR im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. Die Wertpapiere im Umlaufvermögen erhöhten sich durch Zukäufe auf 197 (136) TEUR. Korrespondierend verringerten sich die liquiden Mittel auf 203 (473) TEUR.

Auf der Passivseite wuchs das Eigenkapital auf 6,8 (6,6) Mio. Euro. Daraus errechnet sich laut Herrn Höfer wiederum ein etwas höherer Buchwert von 13,52 (13,22) Euro je Aktie. Die sonstigen Verbindlichkeiten von 124 (104) TEUR umfassen mit 88 (78) TEUR insbesondere Verbindlichkeiten aus Honoraren. Bankverbindlichkeiten gibt es weiterhin nicht. Die zur Verfügung stehenden Kreditlinien werden allenfalls für kurzfristige Anlagezwecke eingesetzt.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich deutlich auf 138 (294) TEUR. Als Grund nannte Herr Höfer, dass die Erfolgshonorare von ABE und VAB im Unterschied zu den Vorjahren direkt abgerechnet wurden. Entsprechend reduzierten sich auch die Aufwendungen der DLB. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf 141 (180) TEUR zurück. Sie enthalten im Wesentlichen Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlage- bzw. Umlaufvermögens mit 79 (105) TEUR bzw. 22 (11) TEUR sowie Zuschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 40 (45) TEUR.

Die Beteiligungserträge werden unverändert mit 367 TEUR ausgewiesen und umfassen Ausschüttungen der Tochtergesellschaften Focus mit 198 TEUR und VAB mit 169 TEUR. Kleinere Einnahmepositionen sind daneben die Erträge aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens mit 21 (37) TEUR sowie Zinsen und ähnliche Erträge von 42 (41) TEUR, die sich im Wesentlichen aus den vereinnahmten Darlehenszinsen von Focus und VAB zusammensetzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 220 (159) TEUR. Darin enthalten sind neben Verlusten aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens von 61 (31) TEUR bzw. 13 (0) TEUR im Wesentlichen die Verwaltungsaufwendungen, darunter als größte Position die Beratungshonorare für die Analysten mit 79 (69) TEUR. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens summierten sich auf 67 (108) TEUR.

Ertragssteuern fielen wie in den Vorjahren nicht an. Bei dem ausgewiesenen Betrag von 6 TEUR handelt es sich nach Angabe des Vorstands um eine Gewerbesteuernachzahlung. Letztlich reduzierte sich der Jahresüberschuss um 45 Prozent auf 302 (545) TEUR. Aus dem Bilanzgewinn von 808 (806) TEUR soll wie ausgeführt eine auf 0,60 (0,30) Euro erhöhte Dividende und somit ein Gesamtbetrag von 300 (150) TEUR ausgeschüttet werden.

Herr Höfer fuhr fort mit ergänzenden Angaben zu den beiden Beteiligungsgesellschaften. Die Focus AG weist dank höherer Gewinnrealisierungen vor allem bei den Positionen Fabasoft, Einhell, Hunter Douglas, Wacker Neuson und Süss Micro und zusätzlich Zuschreibungen auf Bestandspositionen einen deutlich erhöhten Jahresüberschuss von 229 (141) TEUR aus. Daraus soll eine unveränderte Dividende von 0,20 Euro ausgeschüttet werden. Die aktuellen Schwerpunktinvestments sind Adesso, AT&S, Einhell, Eurokai, Fabasoft, Polytec und Süss Micro.

Bei der VAB rutschte das Ergebnis aufgrund von geringeren Gewinnrealisierungen und höherer Abschreibungen mit minus 200 (plus 465) TEUR in den negativen Bereich. Tatsächlich verlief das Berichtsjahr aber auch bei dieser Gesellschaft erfreulich. Die operative Performance des VAB-Portfolios lag bei respektablen 30 Prozent. Die Dividende wurde deshalb mit 0,50 Euro unverändert beibehalten. Gewinne wurden bei der VAB vor allem mit Allgeier, Heliad, SHS und Teranga realisiert, Verluste insbesondere mit HolidayCheck und Absicherungsgeschäften.

Mit dem Kursverlauf der DLB-Aktie zeigte sich der Vorstand relativ zufrieden. Im Berichtsjahr legte die Notierung nur leicht um 1 Prozent auf 15,20 Euro zu. Im bisherigen Jahresverlauf 2021 ging es aber auf 18 Euro weiter nach oben. Dennoch wird die Aktie laut Herrn Höfer weiterhin mit einem hohen Discount zum inneren Wert gehandelt. Das Handelsvolumen hat sich noch weiter reduziert, was der Vorstand als Zeichen für eine gewisse Verbundenheit und Zufriedenheit der Aktionäre wertet.

Herr Höfer kam dann zum Ausblick. Im vergangenen Jahr hatte er bereits über die geplante Zusammenführung der beiden österreichischen Gesellschaften VAB und ABE berichtet (siehe HV-Bericht 2020). Nun konnte er vermelden, dass erste Schritte auf diesem Weg vollzogen wurden.

Im Juni 2021 zeichnete die DLB eine Sachkapitalerhöhung der ABE und erhielt für die Einbringung von 234.550 VAB-Aktien im Gegenzug 215.000 ABE-Aktien. Damit reduzierte sich die Beteiligungshöhe an der VAB auf 31 Prozent, während sich die Quote bei der ABE auf 40 Prozent erhöhte. Diese Transaktion wird Herrn Höfer zufolge zu einer erheblichen Auflösung von stillen Reserven führen. Zudem wurde der VAB-Anteil an der ABE von 6,25 Prozent an die DLB verkauft.

Sodann beschloss die Hauptversammlung der VAB im Juli 2021 die Auflösung der Gesellschaft. Der Verkauf wesentlicher Vermögenswerte an die ABE wurden bereits durchgeführt. Die endgültige Auflösung der Gesellschaft wird wegen der zwölfmonatigen Gläubigerschutzfrist jedoch erst im Herbst 2022 erfolgen.

Das Anlagevolumen der ABE wuchs durch die Kapitalerhöhung und die Übernahme des VAB-Depots deutlich an. Dies ermöglicht, nachdem sich die Gesellschaft nach der konsequenten Umstellung der Anlagestrategie nach den Grundsätzen des Value-Investing zwischenzeitlich sehr erfolgreich entwickelt, eine weitergehende Verbesserung der Kosten-Relation.

Mit der Entwicklung der Depots der DLB-Gruppe im bisherigen Jahresverlauf 2021 ist der Vorstand sehr zufrieden. Mit einer Performance zwischen 25 und 40 Prozent schneiden sie deutlich besser als der DAX ab. Herr Höfer will daran arbeiten, dass sich diese Entwicklung bis zum Jahresende fortsetzt. Wie in der Vergangenheit ist es das Ziel, unabhängig von der Marktentwicklung die operativen Grundlagen für eine solide Dividende und eine weitere Steigerung des Ergebnisses zu schaffen.


Allgemeine Aussprache

Aktionär Walter Benzinger zeigte sich sehr erfreut, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat für eine Präsenz-Veranstaltung entschieden haben. Ebenso gratulierte er zu der hervorragenden Geschäftsentwicklung. Eine Performance von 19,1 Prozent kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Bei der VAB und der Focus waren es sogar 30 bzw. 38 Prozent, also ganz enorme Renditen, und im laufenden Jahr setzt sich der sehr positive Trend fort. Die Performance liegt damit weit vor den Indizes.

Insgesamt hat die DLB nach Rechnung des Aktionärs seit dem Jahr 2006 kumuliert einen Gewinn von 3,24 Mio. Euro erzielt und davon 3,11 Mio. Euro an Dividenden ausgeschüttet. Einmal mehr sah er sich in seiner Auffassung bestätigt, dass das Kürzel DLB wohl für „Die Lukrative Beteiligungsgesellschaft“ stehen muss. Zudem wurden nach seiner Einschätzung mit den Veränderungen in der Beteiligungsstruktur die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt.

Die erste Frage von Herrn Benzinger bezog sich auf die Bilanz und konkret auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung, die inzwischen auf nur noch 500 Euro abgeschrieben ist. Nach seiner Erinnerung waren es vor nicht allzu langer Zeit noch mehr als 50.000 Euro gewesen. Er wollte wissen, ob es nicht langsam wieder Zeit wird, zu investieren.

Wie Herr Höfer ausführte, war der Wert vor einigen Jahren insbesondere deshalb deutlich höher, weil sich damals noch ein Auto im Bestand der Gesellschaft befunden hatte. Inzwischen ist das Fahrzeug geleast. Ansonsten ist bei der DLB nicht viel Betriebs- und Geschäftsausstattung erforderlich. Im Wesentlichen geht es um Computer und Software, die bei Bedarf erneuert werden. Die Möbel sind schon alt, der Vorstand sieht aber keine Notwendigkeit, neue anzuschaffen.

Die Erklärung des Vorstands zum Grund für den deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse hatte Herr Benzinger verstanden. Ihn interessierte, ob die neue Regelung nun dauerhaft beibehalten werden soll. Wie Herr Höfer ausführte, war es aus steuerlichen Gründen sinnvoll, dass die Honorare der österreichischen Gesellschaften direkt abgerechnet werden. Aus heutiger Sicht wird es auch so bleiben.

Weiterhin hatte Herr Benzinger dem Bericht des Vorstands entnommen, dass die Ausleihungen an die Focus AG um rund 250 TEUR gestiegen sind. Befragt nach dem Sinn der Erhöhung erläuterte Herr Höfer, dass die DLB von der Beteiligungsgesellschaft eine Dividende von rund 200 TEUR erhalten hätte. Um diese Summe auszuzahlen, hätten die Focus Aktien verkaufen müssen. Darauf habe man verzichtet und den Betrag stattdessen dem Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Letztlich macht dies keinen großen Unterschied, nachdem die DLB über die hohe Beteiligungsquote ohnehin zu 90 Prozent an der Wertentwicklung der Focus AG partizipiert. Und die Focus AG hat sich in den letzten Jahren sehr erfolgreich entwickelt. Es ist jedoch geplant, dass das Geld mittelfristig an die DLB zurückfließt. Im Zusammenhang mit der Neuordnung der Beteiligungsstruktur in Österreich versucht dies der Vorstand steuerlich zu optimieren.

Befragt nach dem aktuellen Stand der Liquidation der VAB berichtete Herr Höfer, dass das meiste schon passiert ist. Im Depot der Gesellschaft befinden sich nur noch Restbestände, die zeitnah veräußert werden sollen. Das Ziel ist es, bereits zum 31. Dezember 2021 die Schlussbilanz aufzustellen und auch steuerlich abzurechnen; hier könnte durchaus ein sechsstelliger Betrag anfallen. Nach Ablauf der Gläubigerschutzfrist sollen die Aktionäre dann im August 2022 ausgezahlt werden.

In diesem Zusammenhang ergänzte der Vorstand, dass die ABE jetzt eine vernünftige Größenordnung für eine börsennotierte Gesellschaft erreicht hat. Dies sieht er insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Kosten für ein Börsenlisting in Österreich höher sind als in Deutschland. Der Haupthandel in der ABE-Aktie findet allerdings in Stuttgart statt, nachdem die Gesellschaft überwiegend deutsche Aktionäre hat.

Die Beteiligungsquote der DLB an der ABE wird sich laut Herrn Höfer mit Abschluss der Umstrukturierung von derzeit rund 40 Prozent auf voraussichtlich über 50 Prozent erhöhen. Die DLB hält heute noch etwa 30 Prozent an der VAB, die eventuell auch noch in die ABE eingebracht werden sollen. Damit wäre die ABE dann deutlich größer als die Focus. Die Focus AG soll mit Blick auf die hohen steuerlichen Verlustvorträge erst einmal nicht liquidiert werden.

Grundsätzlich positiv wertete Herr Benzinger, dass die DLB mit einer Eigenkapitalquote von enorm hohen 98 Prozent sehr solide aufgestellt ist. Trotzdem drängte sich ihm die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, zumindest ein bisschen Fremdkapital einzusetzen, um das Anlagevolumen weiter zu erhöhen. Eventuell könnte man auch über eine Kapitalerhöhung nachdenken.

Nach Aussage von Herrn Höfer soll grundsätzlich daran festgehalten werden, dass die DLB nur mit Eigenkapital arbeitet, um unabhängig von Banken zu bleiben. Die Kreditlinien werden nur vorübergehend genutzt. Beispielsweise wird für die aktuelle Dividendenzahlung kurzfristig ein Teil des Kreditrahmens beansprucht. Eine Kapitalerhöhung könnte man grundsätzlich durchführen. Ein genehmigtes Kapital stünde zur Verfügung. Aktuell sieht der Vorstand jedoch keinen Bedarf. Prinzipiell ist aber natürlich richtig, dass das Geschäft skalierbar ist.

Aktionäre Weeke war ebenfalls hochzufrieden mit der Entwicklung der DLB und richtete seinen Dank an den Vorstand für die tolle Leistung. Er erkundigte sich ergänzend nach dem Verrechnungszins, der bei den Ausleihungen zwischen der DLB und den Beteiligungsgesellschaften vereinbart ist. Hier gilt laut Herrn Höfer gegenwärtig ein Zinssatz von 2 Prozent, was für beide Seiten ein faires Niveau ist.

Nicht nachvollziehen konnte Herr Weeke, dass trotz Bilanzierung nach dem Niederwertprinzip immer wieder Zuschreibungen vorgenommen werden. Wie Herr Höfer erläuterte, werden beim Niederstwertprinzip Aktien grundsätzlich auf etwaige niedrigere Börsenkurse abgeschrieben. Wenn die Notierung im Folgejahr wieder steigt, muss aber auch wieder zugeschrieben werden, allerdings maximal bis zu den Anschaffungskosten. Insofern sind auch bei Anwendung des Niederstwertprinzips Zuschreibungen möglich.

Zudem schien für Herrn Weeke nicht recht zusammenzupassen, dass die VAB das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust von 200 TEUR abschloss, obwohl das Depot mit einer hervorragenden Performance von 30 Prozent glänzt. Dies erklärt sich nach Angabe des Vorstands damit, dass in der Gewinn- und Verlustrechnung nur realisierte Gewinne und Abschreibungen auftauchen. Wenn keine Gewinne realisiert werden, finden sich dort also nur noch Abschreibungen und Kosten, womit ein Verlust ausgewiesen wird.

Der Wert der Depots der VAB ist tatsächlich um 30 Prozent gestiegen. Die Gewinne wurden aber nicht realisiert und dies war im Nachhinein die richtige Entscheidung, nachdem die Kurse seit dem Bilanzstichtag weiter gestiegen sind. Dafür nimmt der Vorstand gerne in Kauf, dass für ein Geschäftsjahr ein Verlust ausgewiesen wird. Die weit wichtigere Kennzahl ist die erzielte Performance.

Interesse hatte der Aktionär zudem an einer konkreteren Aussage, wie groß die Lücke zwischen dem Kurs der DLB-Aktie und ihrem inneren Wert aktuell ist. Offenbar ist sie zumindest nicht kleiner geworden. Nach Aussage des Vorstands wurde die DLB-Aktie in den letzten Jahren immer mit einem Abschlag zwischen 25 und 35 Prozent auf den inneren Wert gehandelt. Derzeit ist es eher der obere Bereich. Für Anleger, die neu einsteigen wollen, ist dies ein Vorteil. Sie können die Aktie mit einem sehr hohen Sicherheitspuffer erwerben.


Abstimmungen

Vor Eintritt in die Abstimmungen verkündete Herr Schuhwerk die Präsenz. Vom gesamten Grundkapital vom 4.000.000 Euro, eingeteilt in 500.000 Aktien, waren 294.381 Aktien vertreten. Dies entsprach einer Quote von 58,88 Prozent. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Im Einzelnen waren dies die Dividende von 0,60 Euro (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4) sowie die Bestellung der Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer (TOP 5).

Nach etwas mehr als einer Stunde schloss der Vorsitzende die Versammlung.


Fazit

Die DLB-Anlageservice AG hat das Geschäftsjahr 2020 sehr erfolgreich abgeschlossen. Mit einer operativen Performance von 19,1 Prozent knüpfte die Beteiligungsgesellschaft an die langjährige erfolgreiche Entwicklung der Vergangenheit an und schnitt deutlich besser als die großen Indizes ab. Im laufenden Jahr geht es sogar noch stärker voran. Bis heute liegen die Depots zwischen 25 und 40 Prozent im Plus. Das ist eine beeindruckende Entwicklung.

Nachdem die Dividende im vergangenen Jahr aus Vorsichtsgründen gekürzt worden war, beschloss die Hauptversammlung diesmal mit 0,60 Euro wieder eine Ausschüttung in der gewohnten Größenordnung. Beim aktuellen Aktienkurs von rund 18 Euro bedeutet dies immerhin eine Basisverzinsung von 3,3 Prozent - und im kommenden Jahr wird es aus heutiger Sicht nicht weniger werden. Auch von dieser Seite ist also eine sehr solide Entwicklung zu verzeichnen.

Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten immerhin um 20 Prozent auf aktuell 18 Euro zugelegt. Der Discount zum NAV ist damit aber nicht kleiner geworden, sondern er hat sich im Gegenteil auf etwa 30 Prozent erhöht. Mit Blick auf die nachweislich sehr erfolgreiche Entwicklung in den letzten Jahren ist nicht nachzuvollziehen, dass die Aktie mit einem solchen Abschlag auf den inneren Wert gehandelt wird. Für Aktionäre, die neu einsteigen wollen, ist dies aber ein Vorteil. Sie können die Aktie mit einem enormen Sicherheitspuffer erwerben.


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