PALFINGER AG (ISIN AT0000758305)

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Am 8. März 2012 fand im PALFINGER Service- und Democenter in Salzburg die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der PALFINGER AG statt. Um 11 Uhr begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Alexander Doujak die rund 150 Teilnehmer, unter ihnen auch Elisabeth Mauritz von GSC Research. Der Vorstand war vollzählig vertreten. Das Protokoll führte der Notar Dr. Brix.

Nach einer straffen Erledigung der Formalien erteilte Dr. Doujak den Mitgliedern des Vorstands das Wort.


Bericht des Vorstands

Zunächst informierte der Vorstandsvorsitzende Herbert Ortner die Anwesenden über die beiden Joint Ventures, die am 28.2.2012 gemeinsam mit einem chinesischen Unternehmen gegründet wurden. Diesbezüglich verwies er auf die Ad-hoc-Meldung der vorangegangenen Woche und erklärte ergänzend, dass die mehr als einjährigen Sondierungsgespräche mit strategischen Partnern in China nunmehr abgeschlossen werden konnten. China gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Geschäftsbereich der Gesellschaft, und zwar sowohl als Absatzmarkt als auch im Wettbewerb. Gerade der chinesische LKW-Markt und der Markt für Baumaschinen wachsen stark und nachhaltig.

Für das geplante Wachstum der PALFINGER AG in China war nach Aussage von Herrn Ortner entscheidend, vor Ort einen starken Partner zu finden. Dies ist nach den Einschätzungen des Vorstands mit der Firma Sany Heavy Industry gelungen. Hierbei handelt es sich um den größten Hersteller von Baumaschinen in China und den siebtgrößten weltweit. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet und ist börsennotiert. Es wird privat geführt und erzielte in 2010 mit rund 50.000 Mitarbeitern einen Umsatz von circa 6,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen verfügt über ein fundiertes Know-how. Damit ist, wie der Vorstandsvorsitzende versicherte, das Risiko eines reinen Technologietransfers zu Lasten der PALFINGER AG ausgeschlossen.

Gesellschaftsrechtlich wurden am 28.2.2012 zwei Unternehmen in Form eines 50:50-Joint-Ventures (PALFINGER-Sany) gegründet. Der Gesellschaftszweck ist einerseits die Kranproduktion in China und andererseits der Vertrieb von Mobilkranen, insbesondere in Europa.

Im Anschluss kam Herr Ortner auf den Verlauf des Geschäftsjahres 2011 zu sprechen. Demnach konnten der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent und das EBIT um 83 Prozent gesteigert werden. Das Jahr 2011 war damit das beste der Unternehmensgeschichte.

Das nachhaltige Wachstum wurde durch Internationalisierung und Flexibilisierung ermöglicht. Dies stellt nach Angabe des Vorstandsvorsitzenden auch die Strategie für die künftige Ausrichtung der Gesellschaft dar. Der Umsatz außerhalb der EU hat mittlerweile einen Anteil von 26,5 Prozent am Gesamtumsatz. Mit der Akquisition des russischen Kranherstellers INMAN werden auch die GUS-Länder ein zunehmend bedeutender Markt.

Wie Herr Ortner abschließend bemerkte, ermöglichen der Aktienrückkauf und die Schaffung des genehmigten Kapitals die für eine weitere Internationalisierung erforderliche finanzielle Flexbilität.

Hierzu ergänzte der Produktionsvorstand Martin Zehnder, dass auch die Wertschöpfung weiterhin im Fokus des Vorstands bleibt. Dazu gehöre unter anderem, dass nicht nur kundenspezifisch, sondern auch standardisiert gefertigt werden soll. Mit der Akquisition der Firma INMAN wurde ein russischer Kranhersteller übernommen, der im Jahr 2011 mit circa 400 Mitarbeitern einen Umsatz von 20,5 Mio. Euro erwirtschaftet hat. Die Flexibilisierung müsse, so Herr Zehnder weiter, in allen Wertschöpfungsstufen erhöht werden, also insbesondere in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Prozesse und Mitarbeiter. Nur so könne auf die Volatilität der Märkte reagiert werden.

Im weiteren Verlauf bestätigte das Vorstandsmitglied Wolfgang Pilz (Bereich Marketing und Vertrieb), dass in allen Business Units ein profitables Wachstum erreicht werden konnte. Daran sei auch zu erkennen, dass die Strategie der Diversifikation erfolgreich umgesetzt wurde. Das Segment-EBIT des Bereichs European Units wurde im Jahr 2011 von 53 auf 80 Mio. Euro erhöht. Im Segment Area Units steigerte sich der Umsatz im selben Zeitraum um 30 Prozent. Insbesondere in Nordamerika zeigte sich dabei ein starker Aufschwung.

Der Finanzvorstand Christoph Kaml führte dann aus, dass sich im Geschäftsjahr 2011 der Umsatz um 29,7 Prozent auf insgesamt 845,7 Mio. Euro, das EBIT um 82,8 Prozent auf 67,9 Mio. Euro und das Konzernergebnis um 72,7 Prozent auf 42,0 Mio. Euro gesteigert haben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2011 von 0,22 Euro auf 0,38 Euro je Aktie und damit um 72,7 Prozent zu erhöhen.

Die Nettofinanzverschuldung ist laut Herrn Kaml trotz der Umsatzzuwächse gesunken. So liegt das Gearing (Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital) unter 50 Prozent. Der Cashflow im operativen Bereich beziffert sich auf 37,3 Mio. Euro und der Free Cashflow auf 11,7 Mio. Euro.

Abschließend erklärte der Vorstandsvorsitzende Ortner noch, dass die Internationalisierung auch in Zukunft vorangetrieben werden soll. Der Fokus liege dabei auf Asien, und hier insbesondere auf China sowie auf Russland. Auch das Produktportfolio solle ausgeweitet werden.

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten wirkt sich auch auf die Realwirtschaft aus. Allerdings stellt sich die Situation bei der PALFINGER AG aktuell deutlich besser dar als in den Jahren 2008/09. Das starke vierte Quartal 2011 deutet auf einen weiterhin guten Auftragseingang hin. Sofern sich die äußeren Umstände nicht drastisch ändern, prognostiziert der Vorstand daher für 2012 einen stabilen bis leicht steigenden Umsatz und damit ein Ergebnis, das dem des Jahres 2011 entspricht.


Allgemeine Diskussion

Als erster Redner bedankte sich Dr. Michael Knap vom IVA - Interessenverband für Anleger zunächst für die gute Arbeit der Führungskräfte und der Mitarbeiter. Auf seine entsprechenden Fragen hin wurde dann insbesondere ausgeführt, dass noch nicht entschieden ist, wo und wie die neue Konzernzentrale gebaut werden soll. Zur Anpassung der gesellschaftsrechtlichen Struktur des Konzerns an die tatsächliche Struktur wurden zum Ende des letzten Geschäftsjahres weitere Gesellschaften gegründet.

Im genehmigten Aktienrückkaufprogramm wurde den weiteren Angaben zufolge ein Preisband bis zu 50 Euro vorgegeben. Der tatsächliche Preis von 12,30 Euro entsprach zum Zeitpunkt des Rückkaufs den Marktgegebenheiten. Für die Expansion nach China war es wichtig, einen großen und starken Partner zu haben. Nach Einschätzung des Vorstands erfüllt Sany diese Voraussetzungen optimal.

Ein weiterer Redner gab dem Vorstand den dringenden Rat, bei diesen Joint Ventures mit einem chinesischen Partner für eindeutige Führungs- und Entscheidungsstrukturen zu sorgen. Hierauf erwiderte Herr Ortner, dass in den Verträgen detaillierte Regelungen für Entscheidungskompetenzen und Führung innerhalb der Joint Ventures und auch hin zu den Gesellschaftern enthalten sind. Zudem wurden ein Aufsichtsrat eingesetzt und jeweils Geschäftsordnungen vereinbart. Für den Eskalationsfall ist eine Entscheidung durch ein Schiedsgericht vorgesehen.

Auch die beiden weiteren Aktionäre, die sich noch zu Wort meldeten, sahen die künftige Entwicklung der PALFINGER AG optimistisch und bedankten sich beim Vorstand und den Mitarbeitern.


Abstimmungen

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, konnte Dr. Doujak zu den Abstimmungen überleiten. Zuvor gab er noch die Präsenz auf der Hauptversammlung bekannt. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 35.730.000 Stückaktien waren demnach 26.051.296 Aktien entsprechend 72,95 Prozent vertreten. Alle Tagesordnungspunkte wurden einstimmig ohne Stimmenthaltungen im Sinne der Verwaltung verabschiedet.

Im Einzelnen abgestimmt wurde über die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,38 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4) sowie über die Wahl der Ernst & Young GmbH zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 (TOP 5).

Der Aufsichtsratsvorsitzende beendete die Hauptversammlung um 13 Uhr.


Fazit

Die Strategie des Vorstands der PALFINGER AG - Flexibilisierung, Internationalisierung und Innovation - zahlt sich aus. Dass der Vorstand seine strategischen Vorgaben auch konsequent bis zum Ende umsetzt, wird unter anderem daran deutlich, dass das Vorhaben der Diversifikation mittlerweile erfolgreich abgeschlossen worden ist.

Zu dieser strategischen Ausrichtung des Unternehmens kommen die persönliche Einsatzbereitschaft und Kompetenz der Organmitglieder, die auch im Rahmen der Hauptversammlung immer wieder spürbar werden.

Dem Leitspruch des Unternehmens „Dank Flexibilisierung, Internationalisierung und Innovation weiterhin on top“ kann daher nur zugestimmt werden.


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