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Ernst Russ AG (vorm. HCI Capital AG) (ISIN DE000A0D9Y97)

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Am 10. Mai 2007 fand in Hamburg die diesjährige Hauptversammlung der HCI Capital AG statt. Hierzu hatten sich um 10 Uhr etwa 500 Aktionäre und Aktionärsvertreter sowie Gäste und Pressevertreter im Hotel Atlantic Kempinski an der Alster eingefunden, unter ihnen auch Alexander Ziller von GSC Research. Der Vorstand war vertreten durch die Herren Harald Christ (Vorsitzender), Dr. Rolando Gennari, Dr. Ralf Friedrichs und Wolfgang Essing. Der Aufsichtsrat war unter dem Vorsitzenden Udo Bandow ebenfalls vollzählig erschienen. Notar der Hauptversammlung war, wie bereits bei der ersten Hauptversammlung der Gesellschaft nach dem Börsengang, Dr. Manfred Wenckstern.

Aufgrund des großen Besucherandrangs eröffnete Herr Bandow die Hauptversammlung mit rund 10-minütiger Verspätung und begrüßte alle Anwesenden. Nach der ausführlichen Darlegung der einzelnen Tagesordnungspunkte, des geplanten Ablaufs der Sitzung und der Abstimmung sowie der Erledigung der üblichen Formalien übergab der Versammlungsleiter dann das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Harald Christ.


Bericht des Vorstands

Zunächst begrüßte Herr Christ seinerseits alle Anwesenden, stellte kurz das neue Vorstandsmitglied Wolfgang Essing vor und nannte mit „Wachstum mit Struktur“ den Leitgedanken der HCI Capital AG im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieses war für die Gesellschaft ein wichtiges, erfolgreiches und ereignisreiches, und mit 39,5 Mio. EUR Konzern-Jahresüberschuss konnte das beste Ergebnis seit 22 Jahren erwirtschaftet werden, wie der Vorstandsvorsitzende einleitend betonte.

Als wichtige Ereignisse im Jahr 2006 stellte Herr Christ hiernach das 400. Schiff der HCI-Gruppe heraus, ferner die um 6,9 Prozent über Prospekt auf rund 217 Mio. EUR erhöhte Gesamtausschüttung an die Anleger der HCI-Schiffsbeteiligungen, die Weiterentwicklung des Vertriebs im Ausland, die Bestellung von 14 Schiffen in China, das Joint Venture mit Behringer Harvard im Geschäftsfeld Immobilien. Als weitere wichtige Punkte nannte er die 25-prozentige strategische Beteiligung an der Finanzvertriebsorganisation Aragon AG, das stärkste vierte Quartal der Unternehmensgeschichte sowie verschiedene Produktneuheiten wie Opportunity-Fonds im US-amerikanischen Immobilienbereich, Lebensversicherungs-Zweitmarktfonds für deutsche Lebensversicherungspolicen und das HSC-Zertifikat „HSC Optivita Europe LV Index-Zertifikat“.

Anschließend kam der Vorstandsvorsitzende auf den Jahresabschluss 2006 zu sprechen. Demnach kam es beim platzierten Eigenkapital bei der HCI-Gruppe zu einem kleinen Minus von 1,1 Prozent, während der Gesamtmarkt um 5,7 Prozent nachgab. Danach stellte Herr Christ die Entwicklung in den einzelnen Segmenten vor. So musste der Bereich Schiffe einen Rückgang um 24,8 Prozent hinnehmen, was auf Sondereffekte aus dem Jahr 2005 in Höhe von 106,7 Mio. EUR zurückzuführen ist. Dagegen konnte die Gesellschaft im Segment Immobilien um 79,9 Prozent auf 79,9 Mio. EUR zulegen, bei den Lebensversicherungs-Zweitmarktfonds waren es 62,2 Prozent auf 132,8 Mio. EUR und im Bereich Private Equity sogar 149,7 Prozent auf 43,2 Mio. EUR.

Im Segment Zertifikate hat die Gesellschaft nun auch die Erlaubnis zur Erbringung von Finanzdienstleistungen errungen. Die prozentuale Verteilung der Umsatzerlöse nach Vertriebskanälen im Vergleich zum Vorjahr ergab nach den Angaben des Vorstandsvorsitzenden eine leichte Verschiebung vom institutionellen Vertrieb (von 50 auf 42 Prozent) hin zu den Vertriebsorganisationen (von 15 auf 18 Prozent) und den freien Vertriebspartnern (von 35 auf 40 Prozent).

Im Folgenden ging Herr Christ auf die wesentlichen Kennzahlen des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr ein. Nach seinen Worten gingen die Umsatzerlöse leicht um 3,1 Prozent von 150,2 auf 145,6 Mio. EUR zurück, während die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 1,5 Prozent auf 69,1 (Vj.: 68,1) Mio. EUR und der Personalaufwand um 10,1 Prozent auf 23,9 (21,7) Mio. EUR anstiegen. Beim EBIT legte der Konzern von 48,0 auf 51,1 Mio. EUR zu, ein Plus von 6,5 Prozent, beim Konzern-Jahresüberschuss waren es 4,5 Prozent von 37,8 auf 39,5 Mio. EUR und bei den Beiträgen aus der Vermittlung von Schiffen sogar 97,9 Prozent von 9,4 auf 18,6 Mio. EUR.

Diese erfreuliche Entwicklung schlug sich, wie Herr Christ weiter berichtet, auch auf die wesentlichen Finanzkennzahlen nieder. So verbesserte sich die EBIT-Marge von 32,0 auf 35,1 Prozent und die Nettomarge von 25,2 auf 27,1 Prozent. Damit ergab sich im Berichtsjahr ein Ergebnis je Aktie von 1,64 EUR nach 1,58 EUR in 2005, jeweils bezogen auf 24 Millionen Stückaktien.

Die unbefriedigende Kursentwicklung der HCI-Aktie vor allem im zweiten Halbjahr 2006 resultierte nach Aussage von Herrn Christ im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang und der Reduzierung des platzierten Eigenkapitals im Segment Schiffsbeteiligungen. Die Zunahme bei der Anzahl der Anteilseigner auf rund 19.000 - der Free Float beträgt 56,1 Prozent - sowie der Kursanstieg Anfang dieses Jahres zeige jedoch das Potenzial der HCI Capital AG.

Wie der Vorstandsvorsitzende dann weiter erläuterte, gehören die Auflösung der HCI Holland Fonds I bis VI mit dem guten Exit-Szenario für die Anleger mit einem gewichteten Kapitalrückfluss nach Ausschüttung in Höhe von rund 141 Prozent bei einer durchschnittlichen Fondslaufzeit von acht Jahren und die Auflösung der HCI USA I mit einem ebenfalls guten Exit-Szenario für die Anleger bei einem Gesamtrückfluss in Höhe von rund 166 Prozent inklusive bereits gezahlter Ausschüttungen bei einer Fondslaufzeit von drei Jahren zu den wichtigen Ereignissen seit dem 1. Januar 2007.

Hierzu zählt auch das HSC Shipping Protect I als innovatives Schiffsprodukt mit bankengarantierter Kapitalsicherheit, welches durch die HypoVereinsbank als bonitätsstarkem Partner die Vorteile einer Schiffsbeteiligung mit der Sicherung vor einem möglichen Kapitalverlust kombiniert.

Nach Aussage von Herrn Christ ist die Verwaltung insgesamt mit dem ersten Quartal 2007 zufrieden. So steigerte die HCI Capital AG in diesem Zeitraum den Überschuss um 31,7 Prozent auf 9,9 Mio. EUR, den Umsatz um 11,2 Prozent auf 31,8 Mio. EUR, den Fondsabsatz um 14,9 Prozent auf 139,0 Mio. EUR und den Absatz von Schiffsfonds um 54,1 Prozent auf 77,6 Mio. EUR. An der Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2007, die von einem Jahresüberschuss von rund 31 Mio. EUR ausgeht, wird daher festgehalten. Ferner beinhaltet diese konservative Schätzung den Angaben von Herrn Christ zufolge ein platziertes Eigenkapital von rund 700 Mio. EUR, Umsatzerlöse von rund 150 Mio. EUR sowie ein Ergebnis je Aktie von 1,29 EUR.

Beim weiteren Ausblick auf das Geschäftsjahr und der Benennung der mittelfristigen Ziele der Gesellschaft betonte der Vorstandsvorsitzende die Etablierung der HCI Capital AG als international agierenden Konzern, den weiteren Ausbau der starken Positionierung als Emissionshaus, die Chancen beim Wandel des Markts für geschlossene Fonds, die Weiterentwicklung der Produkt- und Dienstleistungspalette in allen Segmenten, die Erhöhung der Erträge mit wiederkehrendem Charakter, die Stärkung und den Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowie die Entwicklung der HCI Capital AG zum ganzheitlichen Asset Manager.

Mit dem besonderen Dank für die Unterstützung beim Börsengang an die Herren Prof. Dr. Georg Crezelius und Rolf Hunck, die ihre Ämter als Mitglieder des Aufsichtsrats mit der Beendigung dieser Hauptversammlung niederlegten, sowie dem Dank an die Mitarbeiter der Gesellschaft beendete Herr Christ seine Ausführungen.


Allgemeine Diskussion

Gegen 11 Uhr eröffnete Herr Bandow die Generaldebatte. Zuvor erstattete er noch den Aufsichtsratsbericht und stellte die aktuelle Präsenz auf der Hauptversammlung fest. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 24 Mio. EUR, eingeteilt in ebenso viele Aktien, waren zu diesem Zeitpunkt 13.651.140 EUR entsprechend 56,88 Prozent vertreten.

Erster Redner auf der Hauptversammlung war Herr Kapperl von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Dieser gratulierte dem Vorstand für ein gutes Geschäftsjahr 2006 und fragte nach der Anzahl der Schiffsverkäufe im laufenden Jahr. Mit etwas Besorgnis nahm der Aktionärssprecher den 60-prozentigen Anteil der Schiffs-Fonds am Ergebnis der Gesellschaft auf, erkundigte sich daher nach Maßnahmen gegen diese Abhängigkeit und wollte vom Vorstandsvorsitzenden wissen, wie dieser die Chancen für Zertifikate nutzen will.

Hinsichtlich der binäre optionen demokonto kostenlos mit der Einbindung einiger Partner der MPC Capital AG fragte Herr Kapperl nach der Einflussnahme und den strategischen Überlegungen des mit 15,1 Prozent größten Einzelaktionärs der Gesellschaft und vermeintlichen Konkurrenten der HCI Capital AG. Nähere Auskünfte wünschte sich der SdK-Sprecher auch zu der Beteiligung an der Aragon AG und dem genauen Sinn und Zweck für die diesbezüglichen Ausgaben in Höhe von 29,5 Mio. EUR.

Mit seinen weiteren Fragen erhoffte sich der Aktionärssprecher zudem Aufklärung über das Währungsrisiko, die Bankverbindlichkeiten und die Gefahr der Inanspruchnahme, sonstige Leistungen des Wirtschaftsprüfers und Änderungen zur Gewinnerwartung, da diese seines Erachtens sehr konservativ ausgefallen ist und höhere Prognosen den Aktienkurs stützen könnten.

Als nächster Redner konstatierte Herr Ahlert von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) zu Beginn seiner Ausführungen, dass es sich bei der HCI Capital AG aufgrund der hohen Besucheranzahl auf der Hauptversammlung um keinen Geheimtipp mehr handelt und dass die Gesellschaft sich in einem heiklen Umfeld gut geschlagen hat. Zudem zeigte er sich dankbar für die Rendite, merkte jedoch auch die leicht rückläufigen Erträge bei einer Vielzahl von Herausforderungen im globalen Markt an. Flexibilität nannte Herr Ahlert überlebenswichtig, dabei zugleich eine gewisse Kapitalabsicherung herzustellen die Kunst in diesem Geschäft.

Hiernach erfragte Herr Ahlert nach genaueren Angaben zum Projektentwicklungsgeschäft, zu den Dach-Fonds-Produkten und deren Entwicklung in 2007, zudem erkundigte er sich nach der Zukunft des Lebensversicherungs-Zweitmarkts, dem Währungssicherungsgeschäft und Risikomanagement sowie der strategischen Beteiligung an der Aragon AG. Die Aktie sei trotz Ausschüttungen und Ergebnissen noch unterbewertet, diese sei somit noch günstig zu haben, merkte der Aktionärsvertreter an, fragte jedoch zugleich nach den weiteren Plänen und Maßnahmen hierbei. Abschließend erbat sich Herr Ahlert weitergehende Auskünfte über die Schiffssparte und den geplanten Börsengang in diesem Segment der HCI Capital.

Mit jeweils kurzen Redebeiträgen erkundigten sich hiernach weitere Aktionäre der Gesellschaft beim Vorstand nach den in der Einladung zur Hauptversammlung erwähnten Produkten, dem genauen Wert der 60 HCI-Schiffe und etwaigen Planungen in 2007 für neue Schiffs-Fonds, nach der Motivation für die Aktienverkäufe von Herrn Christ im Rahmen der Neuordnung der Aktionärsstruktur sowie den Marketingmaßnahmen, um neue Anlegerschichten zu gewinnen und damit den Aktienkurs zu steigern.


Antworten

Die Fragen wurden je nach Zuständigkeit durch die einzelnen Mitglieder des Vorstands beantwortet. So führte Dr. Gennari aus, dass die HCI Capital im laufenden Geschäftsjahr rund 10 Mio. EUR durch den Verkauf erzielt hat. Neben Schiffsverkäufen ist dies auch im Immobilienmarkt gelungen, wobei hier nur eine mittelfristige Planbarkeit existiere und die Verwaltung je nach Lage im Sinne der Gesellschaft entscheide. Die von Herrn Kapperl angesprochenen Haftungen sind laut Dr. Gennari zur Absicherung beim aktiven Schiffshandel notwendig, da Verträge, Bürgschaften und Bankverbindlichkeiten das finanzielle Risiko mindern. In der 22jährigen Unternehmensgeschichte wurden jedoch noch keine Zahlungen fällig, beruhigte Dr. Gennari die Sorgen des Aktionärsvertreters.

Anschließend merkte Herr Christ mit Blick auf die Beteiligung der MPC Capital AG an, er könne zwar nicht für diese, aber er begrüße deren Engagement und betrachte dies als Ausweis für die gute Arbeit der Gesellschaft. Darüber hinaus bestehe nicht nur ein gesunder Wettbewerb zwischen den Unternehmen, sondern im Schiffsbereich auch eine Zusammenarbeit.

Der große Umbruch im Zertifikate-Markt mit neuen Regularien und Bestimmungen hat die Verwaltung nach Aussage von Herrn Christ dazu bewogen, sich an der Aragon AG zu beteiligen. Zudem sollte dadurch der Eintritt eines Mitbewerbers verhindert und die Gesellschaft als großer Vertriebspartner gesichert werden, ohne dass deren Unabhängigkeit in Frage gestellt würde. Die Ausgaben pro Aktie lagen bei 19 EUR, und der derzeitige Kurs liege bei rund 31 EUR, fügte der Vorstandsvorsitzende an.

Die Währungsverluste durch den hohen Dollarkurs im Berichtsjahr wurden verbucht, erklärte Dr. Gennari und führte weiter aus, dass derzeit Gespräche mit der Bank geführt werden und dass für das zweite Quartal geplant ist, die Konditionen zu erhöhen. Neben der normalen Prüfungstätigkeit hat der Wirtschaftprüfer die Gesellschaft beim Kauf der Anteile an der Aragon AG unterstützt, beantwortete er eine weitere Frage des SdK-Sprechers.

Herr Christ betonte hiernach, der Produktmix sei positiv zu sehen, da die Abhängigkeit von der Schifffahrt von 90 Prozent auf nunmehr 60 Prozent reduziert werden konnte und der für 2008 geplante Zielkorridor bereits am Ende des laufenden Geschäftsjahres erreicht werden dann. Darüber hinaus soll auch die Vertriebs- und Ertragsstruktur breiter aufgestellt werden, schließlich laute das HCI-Motto „Diversifizierung, um Risiken zu minimieren und weiter zu wachsen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Danach führte Herr Friedrichs aus, dass die Risiken sowohl bei den Fonds als auch bei den Lebensversicherungs-Fonds nicht durch die HCI Capital AG, sondern durch die Fonds selbst getragen werden und dass die Projektentwicklungs-Fonds durch ein breites Netzwerk abgesichert sind, wo bei Bedarf jederzeit eingesprungen werden kann. Bei den Vermögensaufbauplänen, die vor gut zwei Jahren eingeführt wurden, erwartet die Verwaltung, 800 TEUR im laufenden Geschäftsjahr erzielen zu können. Schließlich seien die Verträge zum Weiterverkauf der 7,5 Mio. EUR am Holland-Fond so gut wie unterschrieben.

Die finanziellen Mittel für die Beteiligung an der Aragon AG wurden im Dezember 2006 von der Commerzbank bereitgestellt, merkte Dr. Gennari an und führte weiter aus, dass derzeit Gespräche laufen, um eine langfristige Umstrukturierung der Finanzierung zu erreichen. Die Deckungssumme der D&O-Versicherung bezifferte er mit 30 Mio. EUR für Vorstand und Aufsichtsrat, und diese konnte nach seiner Aussage zu günstigeren Konditionen verlängert werden, wobei sich die Einsparungen auf 100 TEUR belaufen.

Wie Herr Friedrich dann berichtete, ist der Metani-Fond für das zweite Quartal 2007 für institutionelle Anleger geplant. Eine größere Planungs- und Rechtsicherheit wünsche sich auch die Verwaltung, doch durch die dauernde Änderung der Rechtsvorschriften komme es zu Haftungen nach steuerlichen Änderungen, und im ungünstigsten Fall seien Projektänderungen oder Projektverwerfungen notwendig. Bezüglich des Währungssicherungsgeschäfts merkte Herr Friedrich noch an, dass ein eigener Devisen- und Zinsspezialist ständig beratend, optimierend und prüfend agiert, mehr könne man nicht tun.

Herr Essing betonte hiernach, dass der Sättigungsgrad bei der Altersvorsorge noch sehr gering ist und dass derartige Beteiligungen immer mehr Akzeptanz erfahren. Die Chancen im boomenden Markt für Zertifikate wolle die Verwaltung durch Neustrukturierung und zusätzliche Neueröffnung von Assets nutzen, da hier hohe Renditen zu erwarten seien.

Der Börsengang der Schiffs AG steht nach Angabe von Herrn Friedrich unmittelbar bevor, wie lange jedoch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) noch benötigt, bleibe weiter unklar, wodurch ein genauer Termin derzeit nicht festgelegt werden könne. Grundsätzlich stehe die geplante Gesellschaft allen offen, die steuerlichen Vorteile der AG gegenüber der KG seien aber geringer.

Danach legte Herr Christ die Gründe für die konservative Prognose des Jahresüberschusses für 2007 dar. Dabei meinte er, er fühle sich mit den vorsichtig prognostizierten 31 Mio. EUR wohl und strebe neben dem gesicherten Geschäft bei den sonstigen betrieblichen Erträgen über die Prognosen hinausgehende Zahlen an. Außerdem gab der Vorstandsvorsitzende zu erkennen, dass er bereit ist, bei signifikanten Änderungen entsprechende Meldungen herauszugeben.

Auf erneute Nachfrage führte Herr Friedrich zu den Schiffs-Fonds weiter aus, dass insgesamt 365 Mio. EUR Volumen entweder in einem großen oder in mehreren kleinen Fonds aufgeteilt werden sollen, was letztlich vom Vertrieb entschieden werde. Der Vertriebsdruck sei sehr gut, aber nicht so einfach bei ein bis zwei Jahren Zeitverschiebung. Die Produktpipeline sieht nach Angabe von Herrn Friedrich vor, dass bis zum Jahr 2011 insgesamt 850 Mio. EUR in Schiffseigenkapital eingebunden werden sollen.

Dr. Gennari bestätigte den Hinweis eines Aktionärs, wonach es weiterhin wichtig ist, das Unternehmen bekannter zu machen. Dies habe er sich bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Aufgabe gestellt und dahingehend über 100 persönliche Aktionärsgespräche mit jeweils einer Dauer von einer bis zu drei Stunden geführt. Die Erhöhung der Aktienbekanntheit bei den institutionellen Anlegern wurde bei sechs großen Veranstaltungen und Unternehmenspräsentationen realisiert, unter anderem in New York, Frankfurt am Main und München. Zudem will Dr. Gennari in Zukunft auch die Kommunikation mit privaten Investoren verbessern, die Erhöhung der Anlegerzahl von 11.000 auf rund 19.000 sei hierfür ein gutes Signal.

Nachfolgend erklärte Herr Christ zum Verkauf einiger seiner Aktienpakete, dass hierbei alles rechtlich überprüft wurde und dass es ihm dabei stets um eine stabile Aktionärsstruktur bei der Gesellschaft ging. Abschließend erteilte der Vorstandsvorsitzende verschiedenen Gerüchten, wonach er ein Amt in der Politik anstrebt, eine Abfuhr und legte ein klares Bekenntnis zur HCI Capital AG ab.


Abstimmungen

Gegen 12:40 Uhr verkündete Herr Bandow den Schluss der Debatte. Die Präsenz auf der Hauptversammlung lag weiterhin bei 56,88 Prozent, die Abstimmung erfolgte im Subtraktionsverfahren. Nachfolgend wurden sämtliche Tagesordnungspunkte mit jeweils über 99 Prozent beschlossen.

Im Einzelnen waren dies die Ausschüttung einer Dividende von 1,40 EUR je Aktie und damit insgesamt 33,6 Mio. EUR aus dem Bilanzgewinn von 41,5 Mio. EUR (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der KPMG Deutsche Warentreuhand zum Abschlussprüfer (TOP 5), die Wahl der Herren Karl Gernandt und Alexander Stuhlmann in den Aufsichtsrat (TOP 6) und Satzungsänderungen (TOP 7).

Die Hauptversammlung war um 13:15 Uhr beendet.


Fazit

Auch die zweite Hauptversammlung der HCI Capital AG nach dem Börsengang hinterließ einen positiven Eindruck. Die Gesellschaft hatte mit dem Hotel Atlantic Kempinski an der Alster einen würdigen Rahmen für die Versammlung gewählt, dessen Räumlichkeiten jedoch dem enormen Besucherandrang nicht ganz gewachsen schienen. Dagegen konnte das Management die schwierigen Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr zur allgemeinen Zufriedenheit der Aktionäre erfüllen. So wurde mit 39,5 Mio. EUR das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren, die Abhängigkeiten vom Schiffsbereich wurden weiter reduziert, das Engagement auf dem wichtigen Zertifikate-Markt ausgedehnt und die hohe Ausschüttungsquote von 1,40 EUR je Aktie im Vorjahr auch für 2007 beibehalten. Damit bleibt auch die Dividendenrendite bei rund 7 Prozent.

Leider bleibt der Aktienkurs trotz der sehr guten Ergebnisse des Konzerns weiter hinter den Erwartungen zurück. Die diesbezüglichen Bemühungen der Gesellschaft scheinen trotz deutlicher Steigerung der Anlegerzahl noch nicht zu fruchten. Dagegen konnte die Aktionärsstruktur nach deren Neuordnung stabilisiert werden, und es scheinen auch Befürchtungen über eine etwaige Einflussnahme der MPC Capital AG unbegründet. Gelingt es dem Management, die positiven Quartalszahlen im laufenden Geschäftsjahr zu bestätigen und damit die äußerst vorsichtige Prognose zu überflügeln, dürfte dies auch an der Börse honoriert werden. Daher dürfte es sich lohnen, die Aktien der HCI Capital AG an schwachen Tagen wieder aufzusammeln.


Kontaktadresse

HCI Capital AG
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Oliver Heitmann

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