Plan Optik AG (ISIN DE000A0HGQS8)

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HV-Bericht Plan Optik AG

Schwacher US-Dollar belastet die Ergebnisrechnung


Die in Elsoff ansässige Plan Optik AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Wafern aus Glas, Glas-Silizium-Kombinationen und Quarz. Die aus diesen Wafern gefertigten Chips sind bereits heute Kernelement von jährlich mehr als 100 Millionen Sensoren und Mikrofluidik-Systemen. Eingesetzt in den Bereichen Life Science, Chemie und Pharma sind die strukturierten Wafer des Unternehmens die aktiven Elemente von Mikrofluidik- und Lab-on-Chip-Systemen. Hierzu zählen beispielsweise Biochips oder Nano-Dosiersysteme und Nano-Zerstäuber für die Verabreichung von Medikamenten.

Eine weitere wichtige Kundengruppe von Plan Optik ist die Automobilindustrie. Hier liefert das Unternehmen mikrostrukturierte Bauteile für Sensoren von Antiblockiersystemen (ABS), Airbags, Elektronischen Stabilitätsprogrammen (ESP), Reifendruck-Sensoren (RDS) sowie moderne Common Rail Dieselmotoren.

Zu ihrer diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung hatte die Plan Optik AG ihre Anteilseigner für den 25. Juni 2008 wie bereits in den Vorjahren in die Stadthalle in Westerburg eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Achim Geyer begrüßte die rund 25 Aktionäre, Gäste und Vertreter der Presse, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, und erteilte nach der Erledigung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien dem Alleinvorstand Michael Schilling das Wort.


Bericht des Vorstands

Nach der Begrüßung der Teilnehmer zeigte sich Herr Schilling mit dem operativen Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Berichtszeitraum durchaus zufrieden. Die Produktion von Glaswafern und Produkten für die optische Industrie nahm um mehr als 20 Prozent zu, und neben einem stabilen Verlauf des Geschäfts mit Bestandskunden konnten weitere neue Auftraggeber hinzugewonnen werden. Bei einem um 28 Prozent auf 8,5 (Vj.: 6,6) Mio. Euro verbesserten Auftragseingang konnte in 2007 ein Umsatz von 6,18 (6,01) Mio. Euro erwirtschaftet werden, wobei sich die Gesamtleistung auf 6,8 nach zuvor 6,6 Mio. Euro erhöhte.

Auf der Umsatz- und Ergebnisseite hat sich jedoch der anhaltend schwache US-Dollar belastend ausgewirkt. Der Anteil des Geschäfts im US-Dollar-Raum beträgt mehr als 50 Prozent des Gesamtvolumens bei einer im Euro-Raum angesiedelten Produktion. Trotz entsprechender Absicherungsmaßnahmen ergeben sich hier laut Herrn Schilling entsprechende Belastungen und Ergebnisminderungen. Ein vollständiges Hedging ist allerdings nicht möglich, da die Zeitpunkte der jeweiligen Umsätze nicht exakt im Voraus zu bestimmen sind. Aktuell prüft die Verwaltung alle möglichen Optionen, um den Anteil der im US-Dollar-Raum angesiedelten Produktion bzw. den Einkauf von Vormaterial und Vorprodukten zu steigern. Konkrete Entscheidungen in dieser Richtung sind bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht getroffen worden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 1,0 (1,67) Mio. Euro, und aus dem Jahresüberschuss von 0,614 (1,05) Mio. Euro ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,18 Euro nach 0,62 Euro im Jahr zuvor. Beim Vorjahreswert ist jedoch die geringere sich im Umlauf befindende Aktienzahl zu beachten. Die Aktionäre sollen am Unternehmenserfolg in Form einer Dividende von 0,10 Euro je Anteilsschein beteiligt werden.

Die Finanzlage des Unternehmens ist nach wie vor ausgesprochen gesund, und die gute Eigenkapitalquote ermöglicht es der Gesellschaft Angabe von Herrn Schilling auch in der Zukunft, alle Wachstumschancen im Markt der MEMS (Micro-Electro-Mechanical System) wahrzunehmen. Angesichts der zuletzt wieder deutlich verschärften Kreditanforderungen von Bankenseite stellt dies einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil für die Plan Optik AG dar.

Fortschritte konnten im Berichtsjahr auch bei der Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Kunden erzielt werden. Aktuell entfallen rund 87 Prozent der Umsatzerlöse auf die 25 größten Kunden, der restliche Umsatz wird mit einer Vielzahl weiterer Kunden erzielt. Der Prozess der weiteren Diversifizierung bei den Kunden sowie bei den Absatzgebieten soll auch in der Zukunft weiter vorangetrieben werden.

Neben den Effekten aus den Wechselkursveränderungen haben sich auf der Ergebnisseite im Berichtszeitraum auch verstärkte Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E), die teilweise auch in Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen betrieben wird ,belastend ausgewirkt. Im Mittelpunkt stand hierbei nach Aussage von Herrn Schilling neben der Entwicklung neuer Carrier auch der Einstieg in die Fertigung von 12-Zoll-Glaswafern. Insgesamt belief sich das Investitionsvolumen im Berichtszeitraum auf 1,48 (1,58) Mio. Euro, wovon auf den Neubau der Halle am Standort in Elsoff 0,933 Mio. Euro entfallen. Weitere 0,398 (1,1) Mio. Euro entfallen auf technische Anlagen und Maschinen, die zum Teil im Eigenbau realisiert wurden. Als Grund hierfür nannte Herr Schilling den größtmöglichen Know-how-Schutz im Kerngeschäftsfeld.

Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstand auch mit der Entwicklung der in 2006 erworbenen Tochtergesellschaft Little Things Factory (LTF). Dieses Unternehmen konnte die Umsatzerlöse auf 0,4 Mio. Euro mehr als verdoppeln und dabei ein leicht positives operatives Ergebnis erwirtschaften. Auf technologischer Basis kann das Know-how der LTF auch in Marktbereichen der Plan Optik AG eingesetzt werden, der entsprechende Know-how-Transfer innerhalb der Unternehmensgruppe wurde im Berichtsjahr erfolgreich auf den Weg gebracht. Insbesondere die vorhandene Sandstrahltechnologie zur Aufbringung vielfältiger Mikrostrukturen auf spröden Materialien wie Glas und Silizium verfügt nach Einschätzung von Herrn Schilling über ganz erhebliches weiteres Potenzial. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Mikroreaktionstechnik, wo gerade ein Verfahren zum fortlaufenden Produktions-Screening entwickelt wird.

Für das laufende Geschäftsjahr gab der Plan Optik-Chef lediglich einen verhaltenen Ausblick. Als Belastungsfaktoren sind weiterhin der schwache US-Dollar sowie die von den USA ausgehenden Konjunkturrisiken mit entsprechenden Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Kunden zu nennen. Infolge der wenige Tage vor der Hauptversammlung eingegangenen Mitteilung eines Kunden, über eine Reduktion der Abnahmemengen um 40 Prozent bis zum ersten Quartal 2009 rechnet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzvolumen leicht unter dem Vorjahreslevel, das Ergebnis soll dennoch positiv ausfallen.

Mittel- und längerfristig zeigte sich Herr Schilling jedoch zuversichtlich und überzeugt von den Wachstumschancen des Unternehmens. Wachstumstreiber sollen dabei neben neuen Produkten ab dem Jahr 2009 vor allem die Sensoren zur Reifendruckmessung darstellen, die ab dem Jahr 2012 in der EU vorgeschrieben werden sollen.


Allgemeine Aussprache

Als erster Redner meldete sich Rechtsanwalt Eberle als Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zu Wort und wollte der insgesamt recht positiven Einschätzung des Vorstands zum Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht zustimmen. Insbesondere zeigte er sich ausgesprochen unzufrieden mit der Entwicklung des Aktienkurses seit der vorjährigen Hauptversammlung mit einem Rückgang um fast zwei Drittel. Angesichts des deutlichen Ergebnisrückgangs im Vorjahresvergleich bat der Aktionärsschützer den Vorstand auch um eine aktuelle Aussage zur geplanten künftigen Dividendenpolitik.

Wie Herr Schilling in seiner Antwort darlegte, gibt es in Bezug auf die richtige Ausschüttungspolitik viele Meinungen, die Verwaltung strebt jedoch an, auch weiterhin eine etwa hälftige Ausschüttung des Jahresergebnisses an die Aktionäre vorzunehmen, solange dies wirtschaftlich sinnvoll und vertretbar ist. Mit dieser Vorgehensweise befindet sich das Unternehmen auf einem guten Mittelweg, wie der Plan Optik-Chef weiter feststellte.

Bezogen auf die Kursentwicklung stimmte der Vorstand dem Redner zu und verwies darauf, dass er und seine Familie als größte Einzelaktionäre und einem Anteil von knapp 32 Prozent am Unternehmen mit dieser ebenfalls alles andere als zufrieden sind. Unabhängig hiervon erachte er es jedoch als falsch, allein auf den Aktienkurs bezogen hektische Aktivitäten zu entfalten und nur von Quartalsergebnis zu Quartalsergebnis zu denken. Auf die ergänzende Frage von Herrn Eberle zum aktuellen Status beim geplanten Segmentwechsel des Unternehmens antwortete Herr Schilling, dass ein solcher dann erfolgen soll, wenn die Plan Optik AG die erforderliche Größe erreicht hat, aktuell bestehen in dieser Hinsicht jedoch noch keine konkreten Planungen.

Nähere Erläuterungen erbat der DSW-Sprecher auch in Bezug auf die vom Vorstand berichteten Maßnahmen zur personellen Stärkung der Führungsebene im Unternehmen. Laut Herrn Schilling wurde in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe Stellen neu besetzt, und durch diese Maßnahmen wurde die bislang im Unternehmen nicht vorhandene zweite Managementebene geschaffen. Diese Aussage gilt, wie der Vorstand betonte, insbesondere auch für den Bereich Finanzen, der seit Mai 2008 durch eine zweite Person verstärkt wurde und der damit eine deutliche Aufwertung erfahren hat.

Des Weiteren erkundigte sich der Aktionärsschützer nach den Auswirkungen der US-Dollar-Schwäche auf das Zahlenwerk der Plan Optik und zeigte sich verwundert, dass hier derartig starke Spuren zu verzeichnen waren, nachdem in 2006 lediglich Belastungen von etwa 42 TEUR angegeben wurden. Nach Vorstandsangabe wirkt sich insbesondere eine schnelle Veränderung der Wechselkursrelationen belastend aus. Wenngleich die Geschäfte entsprechend abgesichert werden, können sich Probleme ergeben, wenn die Zahlungsziele im Exportgeschäft entsprechend lang sind bzw. überschritten werden.

Die Absicherung der US-Dollargeschäfte erfolgt den weiteren Angaben zufolge in etwa für 30 bis 50 Prozent des erwarteten Geschäftsvolumens im Vorfeld. Zum Einsatz kommen hier sowohl ein Optionsmodell, welches jedoch mit höheren Absicherungskosten verbunden ist, als auch ein Hedgingmodell. Ergänzend bezifferte Herr Schilling die Wechselkursbelastungen in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf gut 100 TEUR.

Ferner erkundigte sich Herr Eberle nach den Möglichkeiten eines Natural Hedging gegen die Belastungen aus dem schwachen US-Dollar. Der Vorstand verwies in diesem Zusammenhang auf die bereits laufenden Überlegungen zum Aufbau einer eigenen Fertigung in Fernost. Ein solcher Schritt macht jedoch nur Sinn, wenn am neuen Standort eine bestimmte Mindestgröße erreicht wird, der Aufbau einer zweiten Produktionsstätte mit nur fünf Mitarbeitern ist nach seiner Angabe unsinnig. Vor diesem Hintergrund stellt ein solcher Schritt kurz- und mittelfristig eher keine Option dar.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage, inwieweit der Know-how-Abfluss verhindert werden kann, wenn beispielsweise ein Standort in China oder einem der anderen aufstrebenden Staaten errichtet wird. Eventuell ist ein solcher Standort auf Sicht eine Alternative zur Herstellung eher „älterer Produkte“, bei denen das Risiko des Know-how-Abflusses überschaubarer ist. Ebenfalls sind die zusätzlichen Belastungen auf der Managementebene zur Umsetzung eines solchen Projekts zu bedenken, so der Vorstand weiter.

Im Zusammenhang mit dem Anstieg der Löhne und Gehälter im Jahresvergleich bat der Aktionärsschützer um eine nähere Aufschlüsselung des Anstiegsbetrags. Laut Vorstand geht der Anstieg außer auf eine Bonuszahlung an die Mitarbeiter auch auf eine Ausweitung des Mitarbeiterstamms insgesamt zurück. Befragt nach der Zusammensetzung der Vorstandsbezüge teilte Herr Schilling mit, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr eine fixe Vergütung in Höhe von 120 TEUR erhalten hat, die Tantieme belief sich auf 40 TEUR, und weitere 7 TEUR stehen im Zusammenhang mit der privaten Nutzung des Dienstwagens. Für das Jahr 2008 rechnet der Vorstand mit einer deutlich geringeren und gegen null tendierenden Tantiemezahlung.

Ferner erkundigte sich Herr Eberle nach dem aktuellen Status des Hallenneubaus und den Gründen für die eingetretenen Verzögerungen. Nach Angabe von Herrn Schilling hatte die vom Bauunternehmen erstellte Bodenplatte einen Riss. Dieser Mangel wurde von diesem zunächst bestritten, so dass die Plan Optik AG ihre Rechtsposition erst nach der Erstellung eines entsprechenden Gutachtens durchsetzen konnte. Mit Ausnahme der zeitlichen Verzögerungen sind der Gesellschaft laut Vorstand jedoch keine weiteren Schäden entstanden, die Kosten des Gutachtens usw. gehen zu Lasten des Bauunternehmens.

Angesprochen auf Zahlungen und sonstige finanzielle Unterstützungen der Tochtergesellschaft LTF antwortete Herr Schilling, dass diese als Anschubfinanzierung ein Darlehen über 117 TEUR von der Plan Optik AG erhalten hat, im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 17 TEUR erwirtschaften.

Aktionär Smeiers warf im Zuge seiner Wortmeldung unter anderem die Fragestellung auf, ob die nunmehr zur Zahlung an die Aktionäre vorgesehene Dividende nicht besser im Unternehmen behalten und für etwaige Zukäufe eingesetzt werden sollte. Der Plan Optik-Chef führte hierzu aus, dass es gar nicht so einfach ist, ein geeignetes Übernahmeobjekt zu finden. In den vergangenen Monaten hat sich der Vorstand eine Reihe potenzieller Kandidaten angesehen, allerdings sind die geforderten Kaufpreise zu hoch. Aktuell werden von Verkäuferseite Bewertungen in Höhe des Umsatzes aufgerufen, aus Sicht der Plan Optik AG ist ein Kauf jedoch allenfalls auf Basis einer Ertragsbewertung vertretbar und sinnvoll. Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich Schilling jedoch zuversichtlich, dass die geforderten Bewertungen wieder vertretbarere Größenordnungen annehmen und dass sich dann auch wirtschaftlich attraktive Chancen bieten.

Nicht ganz nachvollziehbar erschien dem Redner auch der getätigte Aufwand für das vom Unternehmen beauftragte Research über die Plan Optik-Aktie. Der Vorstand verwies im Zuge seiner Antwort darauf, dass die Gesellschaft als im Entry Standard gelistetes Unternehmen mindestens von einem Analysten beobachtet wird und einige weitere Investor Relations-Maßnahmen mitmachen muss, um diese Stellung nicht zu gefährden.

Im Zusammenhang mit dem Schutz des Know-hows bat Herr Smeiers ebenfalls um detailliertere Informationen. Laut Vorstandsangabe handelt es sich dabei überwiegend um verfahrenstechnisches Know-how, es gibt jedoch auch Bereiche, in denen sich dieses auf bestimmte Personen bzw. bestimmte Personen im Zusammenspiel mit bestimmten Maschinen bezieht. Auf die ergänzende Frage, inwieweit man die von Plan Optik angewendeten Verfahrenstechniken auch bei anderen Materialien als Glas zum Einsatz bringen kann, antwortete Herr Schilling, dass diese bereits bei Silizium zum Einsatz gelangen, wobei es sich aber nicht um einen neuen Marktbereich handelt. Die Ausweitung der Einsatzgebiete auf andere Materialien ist aber immer ein Thema und steht dabei stetig auf Wiedervorlage.

Aktionär Hilden betonte im Rahmen seines Wortbeitrags die besondere Wichtigkeit der Vertriebsbemühungen im Bereich Automotive und regte an, hierbei die dortigen Vertriebs- und Marketingabteilungen vom angebotenen Produkt und dessen Vorteilen zu überzeugen. Nach seiner eigenen Erfahrung aus über 20 Jahren Tätigkeit in dieser Branche wird eine Lösung vom Autobauer nachgefragt, wenn diese den Endkunden anspricht bzw. diesem plausibel gemacht werden kann.

Der Vorstand stimmte der Einschätzung, dass eine Verstärkung der Vertriebsaktivitäten besondere Priorität besitzt, uneingeschränkt zu und informierte darüber, dass bereits ein weiterer Vertriebsmitarbeiter eingestellt wurde. Da es sich bei den von Plan Optik angebotenen Produkten jedoch um erklärungs- und beratungsbedürftige Erzeugnisse handelt, ist ein technisch versierter Vertriebsmitarbeiter erforderlich, und diese Spezies ist derzeit am Markt nicht ganz so problemlos verfügbar.

Im weiteren Verlauf bat Aktionär Heppner unter anderem um nähere Informationen zum Wettbewerbsumfeld, in dem sich die Plan Optik AG bewegt, sowie zum Volumen des adressierten Markts. Der größte Wettbewerber von Plan Optik, die Firma technisco, sitzt laut Herrn Schilling in Japan und bewegt sich auf der Umsatzseite in einer ähnlichen Größenordnung. Dieses Unternehmen ist die Tochtergesellschaft eines großen Maschinenbauers. Der dortige Markt ist für ausländische Mitbewerber nur ausgesprochen schwierig zu erschließen. Ferner sitzen auch in den USA noch einige deutlich kleinere Anbieter, die jedoch insbesondere bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren in Zusammenarbeit mit den Kunden keine nennenswerte Rolle spielen.

Die Bezifferung des für Plan Optik relevanten Markts ist nach Vorstandsangabe nur ausgesprochen schwer möglich, da keine konkreten Zahlen hierzu vorliegen. Am Markt verfügbar sind allenfalls Daten für die fertigen Endprodukte, in denen wiederum Teile von Plan Optik zum Einsatz gelangen, diese helfen jedoch lediglich bei der Beurteilung der möglichen Zuwachsraten und prozentualen Wachstumsaussichten weiter. Hinsichtlich der Wettbewerbssituation erläuterte der Vorstand, dass sich das Unternehmen bei bestimmten Aufträgen auch im Wettbewerb zu Anbietern anderer Werkstoffe, z.B. von Silizium-Wafern, befindet, wenn der Einsatz von Glas-Wafern nicht zwingend nötig ist und insbesondere bei derartigen Projekten der Wettbewerbsdruck deutlich höher ist.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache gegen 15:40 Uhr wurde die Präsenz mit 2.418.322 Aktien oder 69,09 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden mit sehr großer Mehrheit bei zumeist nur wenigen tausend Gegenstimmen und/oder Enthaltungen verabschiedet.

Im Einzelnen beschlossen wurden die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,10 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der LAHN-DILL GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Gießen, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008 (TOP 5), die Ermächtigung zum Erwerb und zur Weiterveräußerung eigener Aktien (TOP 6) sowie die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals samt Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts nebst entsprechender Satzungsänderung (TOP 7).


Fazit

Im Geschäftsjahr 2007 konnte die Plan Optik AG erneut ihre Umsatzerlöse leicht steigern. Trotz einer Erhöhung der Produktionsmengen um 20 Prozent hat sich dies im Zahlenwerk nicht zuletzt infolge des schwachen US-Dollars jedoch kaum ausgewirkt. Auf der Ergebnisseite waren überdies Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie die Ausweitung der Kapazitäten am Standort in Elsoff zu verkraften, die sich erst in den kommenden Jahren durch steigende Absatzmengen sowie die Einführung neuer Produkte amortisieren werden.

Auf Basis des 2007er Ergebnisses je Aktie von 0,18 Euro wird die Plan Optik-Aktie beim aktuellen Kursniveau von 2,40 Euro mit einem KGV von 13,3 bewertet. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der Verfasser aufgrund der jüngst vermeldeten Abnahmekürzung eines wichtigen Kunden mit einer allenfalls stagnierenden Ergebnisentwicklung, so dass sich die Bewertung beim 2008er KGV eher verteuern dürfte. Die Dividendenrendite beläuft sich auf Basis der Ausschüttung von 0,10 Euro auf immerhin knapp 4,2 Prozent.


Kontaktadresse

Plan Optik AG
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Ansprechpartner Investor Relations

Bernhard Nothdurft

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