MioBet AG (vormals Betonusa AG) (ISIN DE000A0B9212)

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Für den 24.9.2007 hatte die MioBet AG, die bis vor kurzem noch unter Betonusa AG (sprich bet on USA) firmiert hatte, zu einer außerordentlichen Hauptversammlung in das Congress Centrum nach Hannover eingeladen. Auf der Tagesordnung stand zum einen die Anzeige über den Verlust des halben Grundkapitals und, als Folge daraus, eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 10:1, um auf diesem Weg die Voraussetzungen für eine spätere Kapitalerhöhung zu schaffen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Robert G. Loch eröffnete die Sitzung um 11 Uhr vor rund 100 Aktionären, einer Reihe von Bodyguards und als Gast Matthias Wahler von GSC Research. Nach der Abhandlung der Formalien übergab der Versammlungsleiter das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Mike Hansch.


Bericht des Vorstands

Eingangs erinnerte Herr Hansch an seine Ausführungen auf der ordentlichen Hauptversammlung im März dieses Jahres (siehe hierzu auch den HV-Bericht 2007 von GSC Research), in denen er bereits die schwierige Situation geschildert hatte, die er bei der Übernahme der Vorstandstätigkeit nach der Amtsniederlegung seines Vorgängers Oliver Binsner vorgefunden hatte. Seither habe er keine Kontrolle mehr über die wichtigen US-Domains gehabt, die geschickt in andere Hände übergeführt worden seien. Herr Binsner sei ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erreichbar gewesen. Eine Schadenersatzklage befindet sich nach Aussage von Herrn Hansch in Vorbereitung, und eine Strafanzeige wurde bereits eingeleitet.

Natürlich hat Herr Hansch, wie dieser weiter ausführte, im Anschluss als Bevollmächtigter der Internet Empire Entertainment Ltd. (IEE) auf Zugang zu den wichtigen Plattformen gedrängt und zu diesem Zweck sogar die Gaming Division auf Antigua eingeschaltet. Und tatsächlich wurde danach eine vollständige Übergabe der Assets vereinbart, die aber immer wieder verschoben wurde, bis zuletzt überhaupt kein neuer Termin mehr genannt wurde.

Bereits seit Dezember 2006 liegen laut Herrn Hansch nun keinerlei Informationen mehr über die Casinos vor. Deshalb wurde beschlossen, den mit der Market Alliance Agency Ltd. vereinbarten Kaufpreis von 34 Mio. EUR, der sich aus den künftigen Gewinnen speisen sollte (Details hierzu finden Sie im HV-Bericht 2007), weitgehend wertzuberichtigen. Dies bedeutet, wie Herrn Hansch betonte, natürlich nicht den Verzicht auf die Zahlung. Nichtsdestotrotz war dieses Vorgehen der Auslöser für den Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals.

Vom geplanten Erwerb des Grand Princess Casino auf Antigua wurde, wie der Vorstandsvorsitzende weiter ausführte, Abstand genommen. Bei der Due Diligence-Prüfung wurden einige Unstimmigkeiten entdeckt, weshalb die schon recht weit gediehenen Verhandlungen abgebrochen wurden, um kein unkalkulierbares Risiko einzugehen.

Am 23.8.2007 wurde laut Herrn Hansch dann überraschend eine Datenbank mit allen Kontoständen der Spieler ausgehändigt, allerdings ausschließlich für die Domain www.betonusa.com. Dies war wichtig, da es ohne diese Kontostände trotz einer neuen Software nicht möglich war, online zu gehen. Die Implementierung der Daten gestaltete sich allerdings schwieriger als erwartet, da beispielsweise Spielernamen doppelt vergeben waren, was die neue Software nicht mehr zuließ.

In Kürze erwartet der Vorstandsvorsitzende nun von der Market Alliance Agency eine Übersicht, wie das Geschäft wieder angelaufen ist. Dabei zeigte er sich recht zuversichtlich, dass das Geld aus dem Kaufpreis nun doch noch fließen wird. Allerdings wird es wohl länger dauern als geplant, bis der gesamte Betrag von 34 Mio. EUR abgezahlt ist. Die erste Kaufpreisrate erwartet er für Oktober dieses Jahres.

Im Anschluss erläuterte Herr Hansch den Grund für die vorgeschlagene Kapitalherabsetzung. Auf diesem Weg soll demnach die Voraussetzung für eine Kapitalerhöhung geschaffen werden, die zeitnah mit Bezugsrecht für alle Aktionäre durchgeführt werden soll und bei der die Aktien zu mindestens 1 EUR ausgegeben werden müssen, was beim derzeitigen Aktienkurs nicht durchführbar ist. Mit dieser Kapitalerhöhung soll das Unternehmen wieder auf solide finanzielle Beine gestellt und die finanziellen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung geschaffen werden. Zurzeit belaufen sich die liquiden Mittel nach Auskunft von Herrn Hansch auf 0,6 Mio. EUR.

Für die Zukunft der MioBet AG gibt es nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden nun zwei Alternativen. Die erste wäre, dass die Hauptversammlung der Kapitalherabsetzung nicht zustimmt, womit es dann auch keine Kapitalerhöhung geben würde und lediglich abgewartet werden könnte, ob und wie viel von dem Kaufpreis für das verkaufte operative Geschäft tatsächlich zufließt. Für viel sinnvoller erachtet er es, dem Vorschlag zuzustimmen, um die MioBet AG im weltweiten Spielemarkt gut aufstellen und schneller wieder in alte Gewinnzonen vorstoßen zu können. Investoren für die Kapitalerhöhung stehen nach Aussage von Herrn Hansch bereit.

Geplant ist im Anschluss die Einbringung der Bluestar-Gruppe, die eine Reihe von Spielhallen umfasst, die sich im Moment noch im Besitz der Familie Hansch befinden. Eingebracht werden soll dieses Asset für 2 Mio. EUR, obwohl der Wert nach Auskunft des Vorstandsvorsitzenden über dieser Marke liegt, und im Anschluss sind weitere Zukäufe und Neueröffnungen geplant.

Zudem liegt nach Aussage von Herrn Hansch bereits ein vollständiges Konzept für die Errichtung von Entertainment-Centern vor, die bei einem Investitionsvolumen von jeweils 4 Mio. EUR nach kurzer Zeit bereits 1 Mio. EUR pro Jahr zum Ergebnis beitragen sollen. Deutschlandweit ist die Errichtung von sechs solchen Centern vorgesehen, und außerdem soll in das Geschäft mit Pferdewetten eingestiegen werden.

Die Konditionen der Kapitalerhöhung stehen laut Herrn Hansch noch nicht im Detail fest. Voraussichtlich wird es ein Bezugsrecht im Verhältnis von 1:2 oder 1:3 für die Altaktionäre geben, und die neuen Aktien werden wohl zu 1 EUR ausgegeben. Alle nicht bezogenen Papiere werden dann im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten.

Der Vorstandsvorsitzende appellierte an die Aktionäre, dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, wieder in die Erfolgsspur zurückkehren zu können. Dann kündigte er noch an, dass er und seine Familie wie schon bei der ordentlichen Hauptversammlung bei der Beschlussfassung ihre Stimmrechte nicht ausüben werden, um die Entscheidung über die Zukunft des Unternehmen alleine den anwesenden Kleinaktionären zu überlassen.


Allgemeine Aussprache

Erwartungsgemäß entspann sich im Anschluss an den Vorstandsbericht eine umfangreiche Diskussion, in der sich eine ganze Reihe von Aktionären zu Wort meldete. Unter anderem waren dies Herr Hobbeling als Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Herr Helmut Prutsch, der auch schon im März dieses Jahres ausführlich gesprochen hatte, Herr Dieter Suchan aus Düsseldorf und Herr Bernd Köhler als Vertreter von Herrn Zapf.

Sämtliche Redner äußerten sich dabei sehr kritisch im Hinblick auf die plötzliche Wertberichtigung von 35 Mio. EUR, die nach Meinung der meisten eigentlich schon bei der ordentlichen Hauptversammlung absehbar gewesen sein muss. Herr Prutsch meinte sogar, es wäre bereits beim Verkauf des operativen Geschäfts klar gewesen, dass das halbe Grundkapital verloren war.

Allgemein gerügt wurde die schlechte Informationspolitik, was Herr Hansch für ein grundsätzliches Statement nutzte. So erinnerte er daran, dass er auf der Hauptversammlung im März durchaus von den Bemühungen bezüglich der Übernahme des Grand Princess Casinos auf Antigua berichtet hatte, was nun eben nicht realisiert werden konnte. Hätte er damals nichts dazu gesagt, wäre dies aber auch falsch gewesen, was er als nicht ganz fair ansah.

Grundsätzlich müsse jedem Aktionär bewusst sein, dass es sich in der Branche um ein Ellenbogengeschäft handelt, in dem durchaus auch Verträge mit Briefkastenfirmen geschlossen werden müssen und in dem mächtige Gegner tätig sind. Herr Hansch zeigte sich überzeugt, dass die MioBet AG eine Zukunft hat. Die Entscheidung, wie es weitergeht, liegt, wie er betonte, aber ausschließlich bei den Kleinaktionären, er werde sich der Stimme enthalten.

Die Kapitalherabsetzung sah Herr Hobbeling unter den gegebenen Umständen als unumgänglich an. Er konnte jedoch nicht verstehen, warum nicht gleichzeitig eine Kapitalerhöhung beschlossen wird, wie dies allgemein üblich ist. Dies ist, wie Herr Hansch darlegte, nicht nötig, da das genehmigte Kapital genutzt werden soll. Wie der Vorstandsvorsitzende auf Nachfrage von Herrn Suchan erklärte, beläuft sich dieses auf 15,75 Mio. EUR, und davon sollen voraussichtlich 6 bis 10 Mio. EUR in Anspruch genommen werden. Voraussichtlich wird das Bezugsverhältnis 1:2 oder 1:3 betragen, und die Umsetzung soll zeitnah nach der Eintragung der Kapitalherabsetzung voraussichtlich noch im vierten Quartal dieses Jahres stattfinden. Mit den eingenommenen Mitteln soll dann die Einbringung der Bluestar-Gruppe finanziert werden.

Auf die Frage von Herrn Hobbeling, welche Beteiligungen sich nun überhaupt noch in der Gruppe befinden, antwortete Herr Hansch, dies seien nur noch die beiden Tochtergesellschaften Blitztrade und Tippgate. Aus dem Verkauf der Genpage Holding wurden nach Auskunft des Vorstandsvorsitzenden 500 TEUR als Festpreis vereinnahmt, vom variablen Bestandteil ist bislang noch nichts zugeflossen.

Mehrere Redner erkundigten sich nach dem aktuellen Stand der Klagen, die gegen Herrn Binsner eingeleitet wurden. Wie Herr Prutsch anmerkte, wurden gegen den Ex-Vorstand auf der ordentlichen Hauptversammlung schwere Anschuldigungen erhoben, und so wollte er wissen, welche Vorwürfe genau gegen Herrn Binsner gerichtet werden, wie hoch der durch diesen angeblich entstandene Schaden ausgefallen ist und, wie Herr Suchan ergänzte, in welcher Höhe mögliche Ansprüche geltend gemacht werden sollen.

Zunächst erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende hierzu, dass eine Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen Herrn Binsner derzeit geprüft wird. Der Sachverhalt ist nach seiner Aussage sehr komplex und muss zunächst komplett aufgearbeitet werden. Eine Strafanzeige wurde, wie später Herr Hansch ergänzte, bereits gestellt mit dem Verdacht auf Untreue, und es ist davon auszugehen, dass diesbezüglich auch Ermittlungen aufgenommen wurden. Die Höhe des Schadens konnte er nicht konkret beziffern, er schätzte diesen aber auf maximal 30 Mio. EUR. Ob es Sinn macht, ihn in dieser Größenordnung einzutreiben, müsse jedoch noch entschieden werden.

Sehr umfangreich fielen die Anmerkungen von Herrn Suchan aus. Dieser merkte zunächst an, dass die MioBet AG nun bereits zum vierten Mal den Namen und auch jedes Jahr ihren Abschlussprüfer gewechselt hat, was ihn grundsätzlich skeptisch stimmte. Den Grund für den Wechsel des Wirtschaftsprüfers meinte er bei der Lektüre der Geschäftsberichte der letzten Jahre gefunden zu haben.

Während der Abschlussprüfer in 2005 nämlich einen ausführlichen Hinweis bezüglich der Werthaltigkeit der eingebrachten Vermögenswerte für notwendig gehalten hatte, enthielt das Testat des neuen Prüfers im Jahr 2006 einen solchen Hinweis nicht mehr. Bezeichnend fand Herr Suchan die Formulierung im Geschäftsbericht 2005/2006, wonach die Entwicklung bezüglich des damals diskutierten Unlawful Internet Gambling Enforcement Acts „mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wird“ und „alle strategischen Handlungsalternativen geprüft werden“. „Beschönigender kann man diesen Sachverhalt nicht mehr darstellen“, meinte der Redner kopfschüttelnd.

Viel zu spät erschien Herrn Suchan der Vorstand auf die Gesetzesänderung in den USA reagiert zu haben. Schließlich wurde das Gesetz bereits seit April 2006 öffentlich diskutiert, aber erst im September verabschiedet und am 13. Oktober unterschrieben. Und passiert sei zu diesem Zeitpunkt nach außen überhaupt nichts, während einige Wettbewerber laut Herrn Suchan durchaus reagiert haben. Daher warf er dem Vorstand Untätigkeit zum Schaden der Aktionäre vor und bezweifelte, dass sich Herr Hansch der Tragweite der neuen Gesetzeslage bewusst war.

Nach Darstellung von Herrn Hansch war keineswegs absehbar, dass das neue Gesetz tatsächlich den Kongress passieren wird. Dieses wurde, wie er betonte, am letztmöglichen Tag durchgewinkt und hat auch die Wettbewerber kalt erwischt. Nach seiner Aussage gibt es inzwischen schon wieder diverse Bestrebungen, dieses Gesetz zurückzunehmen oder zumindest abzuändern. Zudem hätte es nach seiner Einschätzung keine sinnvolle Handlungsalternative zum erfolgten Verkauf des operativen Geschäfts gegeben.

Für nicht ausreichend hielt Herr Suchan den vorgelegten Zwischenabschluss, der für den Zeitraum 1.8.2006 bis 31.5.2007 einen Verlust von 34,1 Mio. EUR und zum Stichtag ein Eigenkapital von noch 3,5 Mio. EUR aufweist. Nach seiner Auffassung hätten zumindest die vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2006/2007, das am 31. Juli geendet hat, vorgelegt werden müssen. Angesichts der Übersichtlichkeit der Bilanz mit nur acht Positionen auf der Aktivseite hätte dies seiner Meinung nach auch vom Aufwand her machbar sein müssen.

Auf Verlangen von Herrn Suchan ging Herr Hansch auch noch einmal etwas näher auf die Gründe ein, warum der Erwerb des Casinos auf Antigua gescheitert ist. Wie der Vorstandsvorsitzende in diesem Zusammenhang ausführte, waren die Verhandlungen bereits soweit gediehen, dass über den schriftlichen Vertrag verhandelt wurde. Bei der abschließenden Due Diligence-Prüfung tauchten dann aber noch Unstimmigkeiten auf, weshalb die Verhandlungen im September 2007, also kurz vor der Hauptversammlung, abgebrochen wurden.

Eine der zentralen Fragen von Herrn Suchan war die nach der Identität des Käufers, sprich wer sich hinter der Market Alliance Agency verbirgt. Nach seiner Recherche können sich die Firmenräume an der angegebenen Adresse auf Gibraltar nicht befinden, und seiner Meinung nach handelt es sich bei diesem Unternehmen bestenfalls um eine Briefkastenfirma. „Natürlich handelt es sich um eine Briefkastenfirma“, entgegnete hierauf Herr Hansch. In der Branche ist dies, wie er noch einmal klarstellte, absolut üblich und in diesem Fall auch notwendig, um die Geschäftsgrundlage zu sichern. Er kenne die Leute, die hinter der Firma stehen. „Wenn das Geld reinkommt, kommt es auch bei uns an“, versicherte er.

Bisher ist, wie der Vorstandsvorsitzende einräumen musste, von den 34 Mio. EUR überhaupt noch nichts zugeflossen. Er rechne aber fest damit, dass noch im Oktober dieses Jahres die erste Rate bezahlt wird und dass ab dann monatlich mindestens 200 TEUR an die MioBet AG fließen. „Auch wenn die Forderung auf 2 Mio. EUR abgeschrieben wurde, werden wir trotzdem versuchen, die vollen 34 Mio. EUR hereinzuholen“, betonte er.


Abstimmungen

Die Präsenz wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden mit 6.362.951 Aktien oder 19,73 Prozent des Grundkapitals bekannt gegeben. Die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 10:1 von 32,25 auf 3,225 Mio. EUR wurde bei 5,17 Millionen Ja- und 1,13 Millionen Neinstimmen mit einer Mehrheit von 82 Prozent gefasst. Seinen Antrag auf Sonderprüfung hatte Herr Suchan gegen Ende der Debatte zurückgezogen, und so endete die Versammlung, nachdem einige Aktionäre noch Widerspruch zu Protokoll gegeben hatten, gegen 19 Uhr.


Fazit

Der Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals ist zwar immer eine tragische Meldung, überraschend kam diese im Fall der MioBet AG aber keineswegs. Schon auf der ordentlichen Hauptversammlung Ende März 2007 wurden Zweifel laut, dass die 34 Mio. EUR aus dem Verkauf des operativen Geschäfts auch zufließen werden. Tatsächlich konnte nun bis heute überhaupt nichts vereinnahmt werden, so dass sich der Vorstand zur weitgehenden Wertberichtigung der Forderung gezwungen sah, auch wenn er nach wie vor von einer Zahlung ausgeht. Man darf gespannt sein, ob tatsächlich noch im Oktober dieses Jahres die erste Rate zufließt.

Um die bilanziellen Verhältnisse wieder zurechtzurücken, wird das Grundkapital nun im Verhältnis 10:1 herabgesetzt. Voraussichtlich sollen dann noch in diesem Jahr über eine Kapitalerhöhung neue Aktien zu 1 EUR ausgegeben werden, um frisches Geld für die künftigen Aktivitäten einzusammeln. Nachdem vom geplanten Erwerb des Grand Princess Casinos auf Antigua aufgrund von Unstimmigkeiten Abstand genommen wurde, soll nun der Betrieb von Spielhallen und Entertainment-Centern im Mittelpunkt stehen.

Ob überhaupt frisches Geld zu 1 EUR eingesammelt werden kann, ist allerdings keineswegs sicher. Der Aktienkurs könnte auch schnell wieder unter diese Marke abtauchen, womit sich die neuen Aktien nur schwer platzieren lassen dürften. Und selbst wenn dies gelingt, sind die Aussichten nach wie vor sehr unsicher - bisher ist praktisch alles gescheitert, was angefasst wurde. Zwar kann dies nur zum Teil dem Vorstand angelastet werden. Für den Anleger kann der Rat aber mit Blick auf die katastrophale Vergangenheit und die mehr als unsicheren Perspektiven nur weiterhin „Finger weg“ lauten.


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