artec technologies AG (ISIN DE0005209589)

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HV-Bericht artec technologies AG

50 Prozent Umsatzwachstum lassen aufhorchen


Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der artec technologies AG (artec) fand am 09. Juli 2021 in virtueller Form statt. Um 10 Uhr eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Veith Hamper die Hauptversammlung. Er gab bekannt, dass außer dem Notar Tino Menge, dem Alleinvorstand Thomas Hoffmann und der Stimmrechtsvertreterin der Gesellschaft keine weiteren Personen physisch anwesend waren. Die restlichen Mitglieder des Aufsichtsrates waren online zugeschaltet. Für GSC Research nahm Reinhard Hock an der Veranstaltung teil.

Es waren keine Gegenanträge bei der Gesellschaft eingegangen. Nach der Verlesung der üblichen Formalien bat Herr Hamper den Vorstand um dessen Ausführungen.


Bericht des Vorstands


Nach seiner Begrüßung merkte Herr Hoffmann an, dass das Jahr 2020 ein außergewöhnliches und mit vielen Unsicherheiten, aber auch neuen Erkenntnissen geprägtes Jahr war. Für artec bedeutete dies neben der Etablierung von Homeoffice auch, die Reisetätigkeit zur Neukundenakquise auf das Nötigste zu reduzieren. Geschäftsprozesse brauchten von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung länger als gewöhnlich. Wichtige Messen in Las Vegas, Amsterdam und Dubai wurden von den Veranstaltern abgesagt, was dem Unternehmen die Chance nahm, neue Geschäftskontakte zu knüpfen. „Vor diesem Hintergrund sind wir mit der operativen Entwicklung von artec im Jahr 2020 zufrieden und blicken trotz der anhaltenden Unwägbarkeiten optimistisch in die Zukunft“, so der Firmenlenker weiter.

Die Krise brachte für artec jedoch auch neue Chancen. So ist es dem Unternehmen gelungen, die digitale Kommunikation sowie die Teamarbeit deutlich zu verbessern, obwohl vorübergehend die Hälfte aller Mitarbeiter von zu Hause aus tätig war. Alle Geschäftsabläufe konnten zuverlässig fortgesetzt werden, versicherte Herr Hoffmann. Aufgrund der hohen Flexibilität und des Willens der Mitarbeiter konnten die Herausforderungen gut überwunden und ein enger Kundenkontakt beibehalten werden. In diesem Kontext sprach er der Belegschaft seinen Dank aus.

Wichtig war Herrn Hoffmann festzuhalten, dass artec generell wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Gerne berichtete er, dass es weder 2020 noch im laufenden Geschäftsjahr notwendig war, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken oder gar zu entlassen.

Dann ging der artec-Chef auf den Verlauf des Jahres 2020 ein. Die Umsatzerlöse stiegen um über 50 Prozent auf 3,08 (Vorjahr: 2,01) Mio. Euro. Die Gesamtleistung lag 2020 bei 3,57 (2,56) Mio. Euro, wovon 503 (530) TEUR auf aktivierte Eigenleistungen entfielen. Vor allem im Geschäft mit Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wurden wichtige strategische Meilensteine erreicht, von denen das Unternehmen auch in Zukunft noch profitieren wird.

Als Beispiel nannte Herr Hoffmann einen Erweiterungsauftrag im mittleren sechsstelligen Eurobereich einer Bundesbehörde für ein zentrales Videoaufzeichnungssystem. Des Weiteren waren Aufträge von mehreren namhaften Medienunternehmen aus dem In- und Ausland zu verzeichnen. Als Neukunde konnte beispielsweise eine staatliche Stelle des Sultanats Oman gewonnen werden.

Das Geschäftsvolumen im Bereich des Media- und Broadcast-Aufzeichnungs- und Analysesystems XENTAURIX belief sich auf 1,0 Mio. Euro. Sehr erfolgreich war artec im letzten Jahr mit dem Abschluss von Abo-, Wartungs- und Serviceverträgen mit wiederkehrenden Umsätzen. Die Verträge haben ein Volumen von ca. 750 TEUR und verteilen sich auf einen Zeitraum von 12 bis 48 Monaten. Dazu tragen wesentlich drei Kunden aus Katar mit insgesamt ca. 300 TEUR bei. Der größte Einzelauftrag im Bereich Behördengeschäft liegt bei 200 TEUR.

Erfreut stellte Herr Hoffmann fest, dass im Berichtszeitraum keine nennenswerten Reklamationen zu verzeichnen waren. Ebenso gab es keine rechtlichen Auseinandersetzungen und keine Forderungsausfälle.

Im Jahr 2020 hat sich artec nach Aussage des Vorstands erfolgreich als Systemlieferant und One-Stop-Shop positioniert. Herzstück ist der MULTIEYE BOS-Manager, eine private cloudbasierte Softwareplattform für mobile Einsatzkräfte, Lagezentren und Leitstellen. Er wurde mit den Spezialisten deutscher Sicherheitsbehörden entwickelt und hat sich im vergangenen Jahr als zentrales Managementsystem für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbearbeitung von klassischen Observierungseinsätzen bewährt.

Auf die Ergebniskennzahlen eingehend, stellte Herr Hoffmann fest, dass das EBITDA mit plus 0,33 (minus 0,15) Mio. Euro in den positiven Bereich zurückgekehrt ist. Positiv wirkte sich hierbei der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 643 (722) TEUR aus. In diesem Posten sind unter anderem die durch Corona rückläufigen Reiseaufwendungen enthalten. Das EBIT verbesserte sich auf minus 0,23 (minus 0,67) Mio. Euro.

Das Nettoergebnis fiel mit 174 TEUR positiv aus. Im Vorjahr war ein Verlust von 1,20 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen. Dies lag an der Veränderung der aktiven latenten Steuern auf die Verlustvorträge, welche 2019 zu dem deutlich negativen Ergebnis geführt hatten. Der operative Cashflow entwickelte sich erfreulich und drehte mit plus 0,74 (minus 0,68) Mio. Euro in den positiven Bereich.

Als nächstes ging der artec-CEO auf die Bilanz zum 31.12.2020 ein. Die Erhöhung der Bilanzsumme auf 4,61 (3,94) Mio. Euro lag im Wesentlichen an der Aufnahme eines Darlehens aus dem Corona-Sonderprogramm der KFW. Das Eigenkapital stieg auf 3,89 (3,72) Mio. Euro, was einer nach wie vor sehr komfortablen Eigenkapitalquote von 84,4 (94,5) Prozent entspricht.

Auf der Aktivseite gab es den stärksten Zuwachs bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die auf 664 (328) TEUR anstiegen. Herr Hoffmann betonte, dass die Forderungen inzwischen weitgehend beglichen worden sind. Die größte Aktiva-Position stellen die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 2,11 (2,07) Mio. Euro dar. Die Bankguthaben lagen zum Bilanzstichtag bei 466 (538) TEUR.

Im Rahmen einer aktuellen Bonitätsanalyse der Deutschen Bundesbank wurde artec erneut mit einer verbesserten Bewertung der Notenbankfähigkeit eingestuft. Das Investmentgrade-Rating von BBB (BBB-) von S&P ist bis zum 31. Mai 2022 gültig. In diese Beurteilung flossen nach Aussage von Herrn Hoffmann nicht nur die nüchternen Zahlen ein, sondern auch die aktuelle Unternehmensentwicklung sowie die positiven Zukunftspotenziale von artec.

Dann kam der Vorstand auf die artec-Aktie, die von drei Analysten beobachtet wird, zu sprechen. Da 2020 am Kapitalmarkt ein sehr volatiles Jahr war, war auch der Kursverlauf der Aktie von entsprechenden Schwankungen gekennzeichnet. Zu Beginn des Jahres notierte sie bei 3,11 Euro und fiel im Zuge des Börsencrashs auf Schlusskursbasis bis auf 2,15 am 16. März 2020. Seitdem hat sich der Kurs erholt und erreichte ein Hoch bei 4,74 Euro. Derzeit werden 3,80 Euro notiert. Zum Jahresende 2020 betrug die Marktkapitalisierung des Unternehmens 11,3 Mio. Euro.

Im nächsten Teil seiner Präsentation ging der Redner auf die Entwicklungen im laufenden Geschäftsjahr 2021 ein. Trotz der nach wie vor herrschenden Unsicherheiten und der teils extrem angespannten Situation auf den Märkten für Halbleiter und Elektronik ist artec positiv in das Jahr gestartet. Das Umsatzplus im ersten Quartal belief sich auf 11 Prozent. Herr Hoffmann führte dies darauf zurück, dass Auftragseingänge aus dem vierten Quartal 2020 ausgeliefert und somit umsatzwirksam wurden.

Die Nachfrage nach den Produkten und Lösungen des Unternehmens fiel in den ersten Monaten jedoch niedriger aus als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, was an der nach wie vor unsicheren wirtschaftlichen Gesamtlage liegt. Das Management geht deshalb davon aus, dass Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr 2021 unter den Vorjahreswerten liegen werden. Der Halbjahresbericht wird im September veröffentlicht.

In seinem Ausblick auf das zweite Halbjahr 2021 erklärte Herr Hoffmann, dass seiner Einschätzung nach die Aussichten für eine positive weltwirtschaftliche Entwicklung gut sind. Die artec technologies AG sollte davon profitieren. „Erfreulich ist die zunehmende Nachfrage nach unseren Produkten in den letzten Wochen“, so der Vorstand.

Besonders hervor hob er dabei die Nachfrage nach den cloudbasierten Lösungen für Sicherheitskräfte, die in einzelnen Fällen Projektgrößen im siebenstelligen Umfang versprechen. Die Verhandlungen befinden sich derzeit noch in einem frühen Stadium. Die Erfolgsaussichten bewertet die Verwaltung auf Grundlage der derzeit geführten Gespräche jedoch als sehr gut.

Des Weiteren ist artec in sehr umfangreiche Ausschreibungen für den zivilen Markt involviert. Verbindliche Angebote, die in der Summe 1 Mio. Euro überschreiten, sind eingereicht. Auch hier bewertet der Vorstand die Auftragschancen als vielversprechend. Die Ausschreibungen betreffen sowohl Neukunden als auch Bestandskunden.

Für einen größeren Auftrag eines europäischen Kunden liegt bereits eine mündliche Zusage vor. Nach Klärung einiger finanztechnischer Formalien hofft das Unternehmen, den Abschluss recht bald verkünden zu können.

Als besorgniserregend bezeichnete Herr Hoffmann die Situation auf den Beschaffungsmärkten. Er geht davon aus, dass sich diese noch weiter zuspitzt und erst gegen Ende des Jahres oder Anfang 2022 entspannen wird.

Als Grundzüge der Geschäftsstrategie nannte der Vorstand das Vorantreiben der Digitalisierung von artec und das Erweitern des Produktportfolios um neue Technologien wie zum Beispiel Blockchain-basierte Lösungen. Als strategisches Unternehmensziel nannte Herr Hoffmann die artec technologies AG als Spezialisten in der Aufbereitung von Informationen audiovisueller Quellen zu positionieren.

Dabei bietet das Unternehmen durch die Verbindung der beiden Plattformen XENTAURIX und MULTIEYE ein im Markt führendes Quellenspektrum von TV und Radio über unterschiedliche Kameras bis hin zu Social Media-Diensten wie YouTube, Facebook oder TikTok an. Schon heute ist es artec gelungen, bei Landes- und Bundesbehörden die Software als zentrale Plattform zur Einsatzplanung und Durchführung zu etablieren.

Ziel ist es, dem Kunden von der Datenerhebung über die Auswertung, Archivierung und Gerichtsverwertung einen einheitlichen Workflow zu bieten, der ein Ausweichen auf Konkurrenzprodukte bei einzelnen Ausschreibungen uninteressant macht.

Um die neuen Produkte effektiv vermarkten zu können, wird die Vertriebsleistung erhöht. Gerade im zivilen Sektor zielt das Vertriebsteam darauf ab, strategische Partner, Distributoren und auch Integrationspartner zu gewinnen. Eine Direktbetreuung findet laut Herr Hoffmann aufgrund der Brisanz vieler Informationen gerade im behördlichen Bereich statt.

Zum Ende seiner Ausführungen ging der artec-Boss noch auf die zwei Tage vor der Hauptversammlung veröffentlichte Unternehmensmeldung zur Durchführung eines Security Token Offerings (STO) ein. Derzeit wird die Emission eines solchen elektronischen Wertpapiers beispielsweise in Form einer Schuldverschreibung, eines Genussrechtes oder auch einer Wandelschuldverschreibung als Alternative zur klassischen Kapitalbeschaffung geprüft.

Als Grund nannte Herr Hoffmann, dass artec im Falle der Gewinnung der angesprochenen Ausschreibungen und Projekte einen hohen Vorfinanzierungsbedarf hat. Auch der langfristige Finanzierungsbedarf spielt eine Rolle, weil die Kunden zunehmend dazu tendieren, die Produkte nicht mehr zu kaufen, sondern zu mieten. Dabei geht es um bis zu siebenstellige Summen.

Mit einem Blockchain-basierten Security Token würde artec seine Finanzierungsstruktur weiter diversifizieren und bestehende sowie neue Anlegergruppen ansprechen. Als weitere Vorteile nannte der Vorstand, dass die Emission digitaler Wertpapiere über eine Blockchain nachhaltig effizienter und günstiger ist. Außerdem lässt sich diese Art von Wertpapier auch besser auf digitalen Handelsplattformen handeln als beispielweise klassische Genussrechte. Durch die hohe Liquidität werden Security Token somit für ein breites Publikum interessanter.

Schließlich würde ein Security Token zur technologischen Weiterentwicklung von artec passen, da sich das Unternehmen im Bereich der Forschung und Entwicklung unter anderem damit beschäftigt, wie die Verschlüsselung von Videoaufnahmen in Blockchains dazu beitragen kann, die Echtheit von Videoclips und Snapshots im Rahmen der Videoüberwachungsobservierung zu garantieren. „Dies ist vor allem für Sicherheitsbehörden interessant“, erklärte Herr Hoffmann.

Basis für das STO von artec ist das am 3. Juni 2021 vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren. Mit diesem Gesetz soll die Digitalisierung des Finanzplatzes Deutschland vorangetrieben werden. Um die Voraussetzungen für die Durchführung eines STO zu schaffen, schlug die Verwaltung die Ermächtigung zur Ausgabe entsprechender Wertpapiere sowie die Schaffung eines Bedingtes Kapitals in der Tagesordnung vor.


Beantwortung der eingereichten Fragen

Ein Aktionär wollte wissen, ab wann bei artec mit stabilen Gewinnen zu rechnen ist, die zu regelmäßigen Dividendenausschüttungen führen. Herr Hoffmann wies darauf hin, dass vor Zahlung einer Dividende zunächst der Bilanzverlust getilgt werden muss. Er zeigte sich zuversichtlich, dass in drei bis fünf Jahren mit einer stabilen Gewinnsituation gerechnet werden kann.

Ein anderer Aktionär erkundigte sich nach dem Book-to-Bill-Ratio. Laut Vorstand belief sich der Auftragseingang im Jahr 2020 auf 3,3 Mio. Euro. Bei Umsätzen von 3,08 Mio. Euro errechnet sich somit eine Book-to-Bill-Ratio von 1,07. Im ersten Halbjahr 2021 sind Auftragseingang und Umsatz nahezu identisch, so dass sich die Book-to-Bill-Ratio auf 1,0 stellt.

Auf die Frage nach den steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen antwortete der CEO, dass für das Jahr 2020 noch kein Steuerbescheid vorliegt. Die fortgeführten Werte der vorbereiteten Steuererklärungen ergeben für die verbleibenden Verlustvorträge ca. 6,35 Mio. Euro in Bezug auf die Körperschaftssteuer und ca. 6,40 Mio. Euro für die Gewerbesteuer.

Dann kam die Frage nach der Marktpositionierung von artec auf und wie hoch das Volumen bezüglich des adressierbaren Marktes ist. Herr Hoffmann bezeichnete die Marktpositionierung von artec als sehr gut, was sich an der steigenden Nachfrage nach Produkten und Lösungen des Unternehmens zeigt. Der allgemeine Markt für Sicherheitstechnik ist mehrere Milliarden US-Dollar groß. Für artec beläuft sich das jährlich abgreifbare Marktvolumen auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Auf den Wettbewerb eingehend meinte der Vorstand, dass es kein anderes Unternehmen gibt, welches eine vergleichbare Technologie wie artec anbietet. Im Broadcast-Geschäft steht artec im internationalen Wettbewerb mit Anbietern wie Mediaproxy aus Australien oder Actus Digital aus Belgien.

Im Anschluss daran wurde gefragt, welches künftig interessante Zielmärkte für artec sein könnten. Herr Hoffmann antwortete, dass zunächst die Märkte im DACH-Raum und im mittleren Osten (Katar, VAE, Irak und Oman) weiter ausgebaut werden. Danach stehen dann Frankreich, Spanien, Italien und Skandinavien auf der Agenda. Zielgruppen für die Produkte sind Sicherheitskräfte, Polizei, Kriminalämter, Staatspolizei, Mediengesellschaften, Werbefirmen, Medienkontrollstellen und Broadcastgesellschaften.

Als nächstes wollte der Aktionär wissen, ob Übernahmen geplant sind und ob artec selbst übernommen werden könnte. Der Vorstand führte dazu aus, dass ihm in den letzten zwölf Monaten zwei IT-Sicherheitstechnikunternehmen zum Kauf angeboten wurden. Grundsätzlich zeigte sich Herr Hoffmann offen für Akquisitionen. Derzeit gibt es aber diesbezüglich keine Pläne. Zwei Beteiligungsgesellschaften aus Kanada und Europa bekundeten zudem ihr Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung an artec technologies.

Schließlich wurde noch nach einer Prognose für Umsatz und Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr gefragt. Laut Vorstand wurde bislang bewusst auf die Veröffentlichung einer Prognose verzichtet, da Kunden, deren Projekte sich bedeutsam auf den Umsatz auswirken würden, noch unentschlossen sind, ob sie kaufen oder mieten werden. Des Weiteren wies Herr Hoffmann auf die schwierige Situation im Beschaffungsmarkt hin. Insgesamt hofft die Verwaltung jedoch, die Zahlen des letzten Jahres verbessern zu können. Weitere Aussagen sollen dann im Halbjahresbericht veröffentlich werden.


Abstimmungen

Vor Eintritt in die Abstimmungen gab der Aufsichtsratsvorsitzende Hamper die Präsenz bekannt. Vom Grundkapital in Höhe von 2.861.650 Euro, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien, waren 1.130.750 Aktien vertreten. Hinzu kamen 77.063 Aktien aus der Briefwahl. was insgesamt einer Präsenz von 42,21 Prozent entsprach.

Alle Tagesordnungspunkte wurden jeweils mit einer Mehrheit von über 99 Prozent im Sinne der Verwaltung beschlossen.

Abgestimmt wurde über die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3) für das Geschäftsjahr 2020, die Wahl der Kohl & Zerhusen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steinfeld zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 (TOP 4), die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen und Genussrechten (TOP 5) sowie die Schaffung eines Bedingten Kapitals 2021 (TOP 6).

Um 11:30 Uhr wurde die Hauptversammlung geschlossen.


Fazit

Die artec technologies AG kann auf eine Umsatzsteigerung von 50 Prozent im Jahr 2020 verweisen, was aufgrund der globalen Herausforderungen durchaus beachtlich ist. Natürlich erfolgte das Wachstum von einem niedrigen Basiswert aus, gibt aber dennoch Anlass zur Hoffnung in Bezug auf die künftige Entwicklung.

Nach Einschätzung des Vorstands, der maßgeblich am Unternehmen beteiligt ist, gibt es keinen vergleichbaren Mitbewerber. Dies zeigt sich auch daran, dass im letzten Jahr anscheinend von zwei Adressen Übernahmeinteresse an artec gezeigt wurde.

Sollte es der Gesellschaft gelingen, umsatzmäßig in den zweistelligen Millionenbereich vorzudringen bei nachhaltiger Profitabilität, wäre dem Unternehmen sicherlich ein deutlich höherer Börsenwert zuzugestehen als die derzeitigen 11 Mio. Euro.


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