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Zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung hat die Meridio Vermögensverwaltung AG ihre Anteilseigner am 29. August 2012 in den ROTONDA Business Club e.V. in Köln eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Ulrich Schlink begrüßte die rund 20 Aktionäre und Gäste, darunter Alexander Langhorst von GSC Research und erteilte nach Erledigung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien dem Vorstandsvorsitzenden Uwe Zimmer das Wort.


Bericht des Vorstands


Nach Begrüßung der Teilnehmer gab Herr Zimmer einen kurzen Überblick über das Unternehmen und die Standorte der Gesellschaft. Auch nach der Schließung der Niederlassung in Neuss zum Jahresende 2011 ist die Meridio Vermögensverwaltung ein regional in NRW präsentes Unternehmen. Neben der Zentrale in Köln und einem Vertriebsstandort in Düren ist ein Mitarbeiter der Gesellschaft in Zypern ansässig und managt von dort ein angebotenes Produkt.

Die Entwicklung der sog. Assets-under-Management in den letzten Jahren spiegelt sehr klar die Lage an den Finanzmärkten sowie die Schließung der Niederlassung in Neuss wieder. Zusätzliche Belastungen ergaben sich aus einer Reihe anhängiger Rechtsstreite gegen die Gesellschaft. Nach 167 Mio. Euro per Ende 2009 und 168,6 Mio. Euro zum Jahresende 2010 hat sich das verwaltete Vermögen per Ende 2011 auf 124,8 Mio. Euro verringert. Zum Halbjahresstichtag am 30. Juni 2012 belief sich dieses auf 119 Mio. Euro. Neben den Effekten aus der Schließung der Niederlassung in Neuss und dem Weggang von Mitarbeitern, der branchenüblich auch immer mit dem Abfluss von verwalteten Volumina verbunden ist, hat sich auch das schwierige Marktumfeld belastend ausgewirkt.

Wie Herr Zimmer mitteilte, habe man eher risikoavers investiert und den Anstieg der Aktienkurse seit Ende 2011 in den Kundenportfolien nicht mitgemacht, auch hat sich die schwierige Großwetterlage belastend auf die Neukundenakquise ausgewirkt. Neben nicht vereinnahmten erfolgsbezogenen Vergütungen aus Performancegebühren hat sich auch das Geschäft mit der Vermittlung geschlossener Fonds rückläufig entwickelt. Belastend wirkten sich hier neben dem allgemeinen Umfeld die aufgetretenen Schwierigkeiten insbesondere bei Schiffsfonds aus, so dass die Nachfrage aus dem Kundenkreis deutlich gesunken ist. Das platzierte Volumen lag in 2011 bei 6,4 Mio. Euro nach noch 9,2 Mio. Euro in 2010. Zum Halbjahr 2012 lag dieses bei 2,1 Mio. Euro, hat sich nach Vorstandsangabe in den letzten Wochen jedoch erhöht.

Auch bei den eigenen Investmentfonds hat sich die beschriebene Gesamtmarktentwicklung analog ausgewirkt. Die eigenen Produkte wurden in dem Meridio Funds Sicav konzentriert, das verwaltete Volumen lag per Jahresende 2011 bei 24,7 Mio. Euro und zum Halbjahr 2012 bei 19,9 Mio. Euro. Der gemäß den Vorgaben des Islamic Banking aufgelegte und shariakonforme Investmentfonds hat leider die in diesen gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Daher erfolgte im Mai 2012 die Liquidation dieses Produktes. Das Versicherungsgeschäft wird mit eigenen Ressourcen und nicht aktiv am Markt betrieben. Die Abwicklung erfolgt über die Plattform des Kooperationspartners Consilium in Stuttgart.

Ausgehend von den Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2011 erfolgte bei der Meridio Vermögensverwaltung AG eine Fokussierung auf die Kernaktivitäten im Bereich der Vermögensverwaltung und im Beteiligungsgeschäft. Vor diesem Hintergrund sind auch die Schließung der Niederlassung in Neuss, die Verkleinerung des Vorstands und weitere Maßnahmen zur Absenkung der Verwaltungskosten zu sehen. Künftig konzentriert sich die Gesellschaft auf den Zentralstandort in Köln und die Niederlassung in Düren. Auch in den bestehenden Niederlassungen wurden die Abläufe optimiert und Kostenoptimierungen vorgenommen. Die Abdeckung der aufsichtsrechtlich bestehenden Vorgaben ist damit nach wie vor und vollkommen uneingeschränkt gegeben, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Wie bereits einleitend ausgeführt, ist die Meridio Vermögensverwaltung AG in 2011 sozusagen als Spätfolge der Finanzkrise auch mit Kündigungen, Beschwerden sowie auch Klagen von Kunden und ehemaligen Kunden konfrontiert worden. Hierbei betätigen sich nach Verwaltungsangabe vor allem auf den Anlegerschutz ausgerichtete Anwaltskanzleien. Eine Einschätzung der daraus resultierenden Risiken und der vom Gericht möglicherweise zuerkannten Ersatzansprüche ist laut Vorstand nur sehr schwer möglich.

Im weiteren Verlauf seiner Erläuterungen stellte der Vorstand die wesentlichen Eckdaten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011 vor. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag in 2011 bei minus 1,41 (Vj. minus 0,94) Mio. Euro. Neben dem schwierigen Marktumfeld und nicht vereinnahmten Performancebeiträgen wirkten sich in 2011 auch einige Sondereffekte einmalig belastend auf der Ergebnisseite aus.

Diese beliefen sich nach Auskunft von Herrn Zimmer auf kumuliert 826 TEUR und werden in den Folgejahren nicht mehr entstehen. Im Einzelnen handelte es sich dabei um Abfindungen für ausgeschiedene Mitarbeiter und das ausgeschiedene Vorstandsmitglied in Höhe von 170 TEUR, Kosten für Rechtsstreitigkeiten und zu leistender Schadensersatz in Höhe von 363 TEUR, Belastungen aus dem Verkauf des ersten Bootes in Mallorca von 48 TEUR, die Schließung des Islamic Fonds mit 123 TEUR sowie erforderlich gewordene Wertberichtigungen auf gehaltene Wertpapiere in Höhe von 104 TEUR. Insgesamt lag der Fehlbetrag - bereinigt um diese Sondereffekte - unter dem Niveau des Vorjahres, so der Meridio-Chef weiter. Unter dem Strich wird ein Jahresfehlbetrag von 1,44 (Vj, 0,93) Mio. Euro ausgewiesen, in Verbindung mit dem bestehenden Verlustvortrag beläuft sich der Bilanzverlust des Jahres 2011 auf 3,66 (2,22) Mio. Euro.

Die eingeleiteten Maßnahmen haben sich nach Vorstandsangabe im laufenden Jahr bereits positiv ausgewirkt, wie der Blick auf die Zahlen des ersten Halbjahres belegt. Das Provisionsergebnis konnte im Vorjahresvergleich sogar leicht auf 775 (Vj. 746) TEUR gesteigert werden, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug plus 169 TEUR nach einem Vorjahresminus von 441 TEUR. In den Halbjahreszahlen sind positive Effekte aus dem Verkauf von 75.000 Aktien der V-Bank AG enthalten, Belastungen ergaben sich aus dem Verkauf des zweiten Bootes in Mallorca. Diese Thematik ist damit nunmehr abgeschlossen, im weiteren Jahresverlauf sieht der Vorstand keine Belastungen mehr aus derartigen Vorgängen auf das Unternehmen zukommen.

Wichtige strategische Schritte für das laufende Jahr sind nach seiner Angabe die Erhöhung des verwalteten Volumens, die Bereinigung noch verbliebener Altthemen, die Fokussierung auf die beiden Standorte Köln und Düren sowie die Fortführung der laufenden Schadensersatzprozesse. Angesichts der Änderung der Bedingungen der Börse Frankfurt für Listings im Open Market hat die Meridio Vermögensverwaltung zusammen mit der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG den Hauptbörsenplatz nach Düsseldorf verlagert. Damit möchte man auch den Bezug zur Region NRW noch weiter stärken. Künftig wird die Gesellschaft auch Halbjahreszahlen veröffentlichen.

Die angestrebte Steigerung der Assets-under-Management soll unter anderem auch durch höhere Aktivitäten auf dem Gebiet der Kundenveranstaltungen erreicht werden. Hier sind im laufenden Jahr noch zwei bis drei Veranstaltungen geplant. Zusätzliche Chancen sieht Herr Zimmer auch aus dem laufenden Konsolidierungsprozess in der Branche. Für 2013 erwartet der Vorstand überdies die Rückkehr in die Gewinnzone.


Allgemeine Aussprache

Als einziger Redner meldete sich im Rahmen der Generaldebatte Aktionär Schroth zu Wort und bat den Vorstand um nähere Erläuterungen zu den Gründen, warum der beim Start als vielversprechend eingeschätzte Islamic Fonds nicht erfolgreich war und nunmehr eingestellt wird. Herr Zimmer antwortete hierzu, dass er sehr gut in der islamischen Community vernetzt ist, und man ja auch bereits sehr erfolgreich einen Arabienfonds aufgelegt hat. Daher wurde er angesprochen einen Fonds zu konzipieren und aufzulegen, der den Anforderungen des „islamic banking“ gerecht wird und shariakonforme Geldanlage- und Investitionsmöglichkeiten bietet. Die grundsätzliche Ausgangslage in der Zielgruppe ist nach seiner Aussage auch sehr vielversprechend, da die Sparquote der in Deutschland und Europa lebenden Muslime sehr hoch ist. Allein das Anlagevolumen in Deutschland bewegt sich zwischen 30 und 50 Milliarden Euro, so der Meridio-Chef weiter.

Das Produkt ist in der Community und auch bei Experten sehr gut angekommen, es sei „das erste wirklich shariakonforme Produkt am Markt, welches zudem verbunden ist mit deutscher Wertarbeit“, war der allgemeine Tenor. Die Einführung im Markt wurde von einer breiten Kampagne in den großen türkischsprachigen Tageszeitungen begleitet. Die Resonanz auf diese Kampagne war laut Herrn Zimmer jedoch ausgesprochen ernüchternd und lag „bei null“. Da die Mehrzahl der in Deutschland lebenden Muslime türkischstämmig ist, wurde mit der DITIB auch eine eigene kleine Vertriebsgesellschaft gegründet, um auf diesem Wege an diese Investorengruppe heranzukommen.

Als wesentlicher Grund für den Nichterfolg dieses Ansatzes ist laut Vorstandschef ein Vorkommnis aus den 1990er Jahren zu sehen. Seinerzeit haben einige türkische Investmentgesellschaften über die Moscheen in Deutschland um Gelder für Investitionen in der Türkei geworben. Den Anlegern wurde versprochen das Geld in der Türkei zu investieren, z. B. in Infrastruktur, Immobilien usw. Letztlich hat sich das Ganze jedoch als riesige Betrugsnummer entpuppt mit entsprechenden schmerzhaften Verlusten für die Anleger. Offiziell lag der Schaden bei 18 Milliarden Euro, es wird aber davon ausgegangen, dass der tatsächliche Schaden noch weitaus höher lag, da Gelder nicht nur auf dem Überweisungswege investiert worden sind.

Da es in der noch sehr patriarchalisch geprägten muslimischen Kultur üblich ist, das Familienoberhaupt vor Anlageentscheidungen zu befragen, haben diese angesichts dieser Erfahrungen von einem Investment abgeraten. Herr Zimmer räumte ein, dass er die lange Nachwirkungsdauer dieses Vorkommnisses falsch eingeschätzt hat und eigentlich mit einer besseren Resonanz gerechnet hatte. Der Aufwand aus diesem letztlich nicht erfolgreichen Projekt lag nach seiner Angabe bei rund 200 TEUR.

Die zweite Frage des Redners bezog sich auf die in der Vergangenheit in Spanien vorgehaltenen Boote der Gesellschaft, die inzwischen jedoch veräußert worden sind. Vorstandsmitglied Dirk Potthoff führte aus, dass diese ursprünglich zu Vertriebszwecken angeschafft wurden, in der Zeit wo diese nicht für eigene Veranstaltungen mit Kunden benötigt wurden, habe man diese verchartert. In den vergangenen Jahren konnte über solche Veranstaltungen ein zusätzliches verwaltetes Volumen von etwa 8 Mio. Euro generiert werden.


Abstimmungen

Nach Ende der allgemeinen Aussprache wurde die Präsenz mit 1.844.683 Aktien oder 61,49 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Die Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden mit sehr großer Mehrheit bei 50.357 Enthaltungen zu TOP 2 und 30.000 Gegenstimmen und 7.000 Enthaltungen zu TOP 3 verabschiedet.

Im Einzelnen beschlossen wurde die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3) sowie die Wahl der ECENTIS GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oldenburg, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 (TOP 4).


Fazit

Das schwierige Kapitalmarktumfeld macht auch vor der Meridio Vermögensverwaltung nicht halt und hat auch in 2011 ein erneut negatives Ergebnis beschert. Die eingeleiteten Schritte und Maßnahmen auf der Kostenseite erscheinen folgerichtig und konsequent, die Unternehmensleitung rechnet damit, in 2013 wieder schwarze Zahlen schreiben zu können. Bedauerlich aus Anlegersicht ist sicherlich die Schließung des Islamic Fonds. Der Ansatz erschien hier durchaus vielversprechend und die angesprochene Zielgruppe auch mit entsprechenden Rücklagen ausgestattet. Da hier jedoch aus schlechten Erfahrungen der Zielgruppe in der Vergangenheit kurz- und mittelfristig keine Besserung zu erwarten gewesen ist, war die vorgenommene Schließung die richtige Alternative.

Anleger sollten die weitere Entwicklung abwarten, vielleicht ergibt sich ja im Zuge der Konsolidierung im Vermögensverwaltungsbereich die Chance für Meridio, ihre Assets-under-Management auf anorganischem Wege zu erhöhen und so wieder Wachstumsfantasie in die Aktie zu bekommen.


Kontaktadresse

MERIDIO Vermögensverwaltung AG
Gustav-Heinemann-Ufer 56
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Tel.: +49 (0)2 21 / 3 76 39-0
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