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Zu ihrer diesjährigen Hauptversammlung hat die Meridio Vermögensverwaltung AG ihre Anteilseigner wie bereits in den Vorjahren am 20. August 2014 in den ROTONDA Business Club e.V. in Köln eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Ulrich Schlink begrüßte die rund 20 Aktionäre und Gäste, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, und erteilte nach Erledigung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien dem Alleinvorstand Uwe Zimmer das Wort.


Bericht des Vorstands

Nach Begrüßung der Teilnehmer berichtete Herr Zimmer zunächst über das allgemeine Kapitalmarkt- und Branchenumfeld, in dem sich die Meridio Vermögensverwaltung bewegt. Insgesamt leidet die gesamte Branche immer noch unter den Nachwirkungen der Finanzkrise in Bezug auf das Anlageverhalten der Anleger, aber auch mit Blick auf die immer weiter voranschreitende Regulierung des Marktes. Insbesondere für kleinere Anbieter wird das regulatorische Umfeld nach Vorstandsangabe immer schwieriger. Weitere Belastungen ergaben sich aus dem Weggang von zwei Mitarbeitern im Jahre 2012, die sich als Vermögensverwalter selbstständig gemacht haben. In der Folge kam es zu Mittel- und Kundenabflüssen. Auf der strukturellen Seite konnten in 2013 Fortschritte erzielt werden. Hierzu zählen laut Herrn Zimmer die Konzentration des Unternehmens am Hauptsitz in Köln und der Umzug in die aktuellen und deutlich günstigeren Räume. Im Bereich des Backoffices wurden ebenfalls Einsparungen durch den Abbau von zwei Mitarbeitern erzielt.

Die Akquise von neuen Kunden und zusätzlichen Mitteln gestaltete sich nach Vorstandsangabe hingegen weiter schwierig. Als Hauptgrund nannte der Meridio-Chef die eigene vorsichtige Anlagestrategie in den Kundenportfolien, in denen man trotz der positiven Börsenentwicklung mit einer ausgewogenen Aktienquote und insoweit auch einer eher konservativen Ausrichtung agierte. Mit dieser fundamental geprägten Herangehensweise war es in 2013 natürlich nicht möglich, eine Outperformance gegenüber dem DAX zu erzielen. Neben der Überzeugung, dass die Entwicklung der Märkte vor allem liquiditätsgetrieben erfolgte, agiert man auch mit Blick auf die Beschwerden in der Vergangenheit insgesamt vorsichtig, da es insbesondere im Nachgang zur Finanzkrise in 2008 zu einer Vielzahl rechtlicher Auseinandersetzungen mit ehemaligen Kunden gekommen ist. Bei der Neukundenakquise wirkt sich natürlich die eigene Performance ebenfalls derzeit nicht wirklich hilfreich aus, wenngleich diese unter dem Aspekt einer ausgewogenen Risikostruktur der Kundenportfolien bewusst so gefahren wird. Auch sind aktuell viele Kunden mit ihren derzeitigen Bank- oder Vermögensverwaltungspartnern zufrieden, so dass auch die Wechselbereitschaft eher gering ausgeprägt ist.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen erläuterte Herr Zimmer die wesentlichen finanziellen Eckdaten des Unternehmens anhand der ausliegenden Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung. So lagen die Forderungen gegenüber Kreditinstituten bei 227 (Vorjahr: 590) TEUR, in den Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 249 (244) TEUR sind auch die zu vereinnahmenden Gebühren von diesen enthalten, die immer erst im Folgejahr nach dem Bilanzstichtag entrichtet werden. Die Position Aktien und Wertpapiere verringerte sich im Jahresvergleich auf 676 (1.023) TEUR per Ende 2012. In der Position Beteiligungen in Höhe von 602 (602) TEUR werden die Aktien an der V-Bank AG in München ausgewiesen, hiervon wurde in 2014 ein weiterer Teil veräußert, so Herr Zimmer weiter. Die Bilanzsumme verringerte sich auf 1,96 (2,72) Mio. Euro. Die Rückstellungen lagen bei 442 (394) TEUR, in diesem Betrag ist auch die Vorsorge für etwaige Ersatzansprüche von ehemaligen Kunden enthalten, die gegen die Meridio Vermögensverwaltung juristisch vorgehen. Der Jahresfehlbetrag beträgt 831 (494) TEUR so dass sich die Eigenkapitalposition auf 1,33 (2,16) Mio. Euro reduziert hat.

Das Provisionsergebnis verringerte sich im Jahresvergleich auf 1,32 (1,56) Mio. Euro, zusätzlich konnten Erträge aus Wertpapieren in Höhe von 0,151 (1.250) TEUR erzielt werden. Neben dem leicht auf 1,31 (1,36) Mio. Euro verringerten Personalaufwand lagen die übrigen Verwaltungsaufwendungen bei 917 (942) TEUR. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf minus 828 (minus 454) TEUR. Unter dem Strich liegt der Jahresfehlbetrag bei 831 nach 494 TEUR. Als Gründe für die erneut rückläufige Ergebnisentwicklung verwies Herr Zimmer auf fehlende Performancebeteiligungen und die zu verkraftenden Mittelabflüsse. Performancegebühren werden erst wieder vereinnahmt werden können, wenn die verwalteten Portfolien neue All-Time-Highs markieren, eine Erhöhung der Aktienquoten in den Kundenportfolios ist nach Vorstandseinschätzung angesichts der vielen Unsicherheiten im Umfeld derzeit nicht sinnvoll, da auch erhebliche Abwärtsrisiken bestehen.

Die Zahl der Kunden verringerte sich von 877 per Ende 2012 über 820 per Ende 2013 auf aktuell 812. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich das verwaltete Vermögen, welches per Ende 2012 und 2013 bei jeweils rund 100 Mio. Euro lag und aktuell rund 85 Mio. Euro beträgt. Hinsichtlich der Akquise neuer Kunden verwies Herr Zimmer auf die bereits eingangs gemachten Aussagen zum allgemeinen Umfeld. Das vermittelte Volumen bei geschlossenen Fonds lag per Ende 2011 bei 6,4 Mio. Euro, sank per Ende 2012 auf 4,5 Mio. Euro und kletterte auf 6,7 Mio. Euro in 2013. Im vermittelten Volumen zeigt sich das sehr schwierige Umfeld in dieser Anlageklasse. Ein nicht zu unterschätzendes Thema ist hier auch, dass eine ganze Reihe von Initiatoren vom Markt verschwunden sind. Herr Zimmer zeigte sich jedoch überzeugt davon, dass geschlossene Produkte als Beimischung durchaus einen sinnvollen Anlagebaustein darstellen.

Ebenfalls rückläufig entwickelte sich das in den von Meridio verwalteten Investmentfonds angelegte Volumen. Lag dieses Ende 2012 noch bei 15,7 Mio. Euro, war per Ende 2013 ein Rückgang auf 9,3 Mio. Euro und aktuell auf 9,2 Mio. Euro zu verzeichnen. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, wurden teilweise verschiedene Fondstranchen zusammengelegt. Angesichts der sehr geringen Volumina ist auch die Schließung einzelner Produkte denkbar, so Herr Zimmer weiter. Nach wie vor wenig Dynamik entfaltet auch die Zusammenarbeit mit der Consilium AG bei Versicherungsprodukten. Hier will man sich ergebende Cross-Selling-Potenziale insbesondere im Bereich der Altersvorsorge nutzen. Bisher sind die Erfolge aber sehr überschaubar. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinslage und der Diskussionen über die Zukunft der Lebensversicherungen ist dies nach Einschätzung von Herrn Zimmer jedoch auch wenig verwunderlich.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres lagen die Provisionserlöse bei 616 (713) TEUR, die sonstigen Erträge beliefen sich auf 11 (45) TEUR. Beim Personalaufwand machen sich die eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen bemerkbar, so dass diese auf 453 (560) TEUR zurückgegangen sind. Die sonstigen Aufwendungen sanken auf 195 (253) TEUR. Nach Vorstandseinschätzung sind mit den jetzt vollzogenen Maßnahmen auf der Kostenseite aber alle Optimierungspotenziale gehoben, so dass weitere Absenkungen nicht mehr möglich sind. Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 188 (86) TEUR standen Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 395 (0) TEUR gegenüber. Hierbei handelte es sich um den Verkauf von 52.000 der insgesamt 102.000 im Bestand befindlichen Aktien der V-Bank AG. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach sechs Monaten liegt damit bei plus 219 TEUR nach minus 150 TEUR im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um einmalige positive und negative Effekte wurde ein operativer Fehlbetrag von 35 TEUR erzielt.

Unzufrieden zeigte sich Herr Zimmer mit der Entwicklung des Aktienkurses der Meridio Vermögensverwaltung AG, dieser lag zuletzt bei 0,80 Euro bei sehr geringen Umsätzen an der Börse. Für die Zukunft strebt die Verwaltung eine Erhöhung der Assets-under-Management an. Neben der traditionellen Teilnahme an Depotcheckaktionen will man auch mit eigenen Kundenveranstaltungen punkten und auf diese Weise im Markt auf sich aufmerksam machen. Mit der Konzentration der gesamten Aktivitäten am Standort in Köln soll die Optimierung der Strukturen abgeschlossen werden. Ab September wird die Leitungsebene um einen Mitarbeiter für die Bereiche Personal, Organisation, Rechnungswesen, aber auch Akquise durch Herrn Barth verstärkt. Dieser hat in der Vergangenheit die Rechtsabteilung bei Credit Suisse geleitet. Bei der Steigerung der Assets-under-Management setzt Meridio nach Vorstandsangabe auch gezielt auf die Kooperation und Zusammenarbeit mit Rechtsanwaltskanzleien, über die mögliche Mandate für wohlhabende Personen akquiriert werden sollen. Es ist vorgesehen, dass jeder Mitarbeiter ein zusätzliches Volumen von 3 Mio. Euro akquiriert, bezogen auf sieben Mitarbeiter rechnet der Vorstand mit einem Volumen von 20 Mio. Euro pro Jahr. Neben der Gewinnung neuer Kunden soll das angestrebte Volumen auch durch positive Performance der bereits verwalteten Volumina erzielt werden.

Ein weiterer Ansatz zur Gewinnung zusätzlicher Volumina ist auch die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Lang & Schwarz bei Themenzertifikaten. Hier sind bereits vier verschiedene am Markt, wodurch sich Herr Zimmer ebenfalls die Generierung von weiterem externen Kapital verspricht. Aktuell sind in den verschiedenen Zertifikaten 3 Mio. Euro investiert.


Allgemeine Aussprache

Als erster Redner meldete sich Aktionär Uwe Jännert zu Wort und stellte sich als Aktionär seit dem IPO vor, der jedoch in diesem Jahr erstmals selbst an der Hauptversammlung teilnehmen kann. Im Zusammenhang mit dem Weggang von Mitarbeitern wollte er wissen, ob es keine Möglichkeit gab, den vom Vorstand beschriebenen Weggang von Kunden und Kundenvolumen zu verhindern. Hierzu erklärte Herr Zimmer, dass es in der Vergangenheit keine Sperren gab, die eine Mitnahme der Kunden verhindern würden. Auch ein Wettbewerbsverbot in künftigen Anstellungsverträgen wird das Problem nach Verwaltungseinschätzung nicht vollständig lösen können, da in einem solchen Fall eine entsprechende Vergütung für dieses Wettbewerbsverbot zu entrichten wäre. Im konkreten Fall war es so, dass die beiden Mitarbeiter zu Beginn des Jahres 2012 bei der BaFin einen Antrag gestellt haben, eine eigene Vermögensverwaltung zu eröffnen, während der Bearbeitungszeit dieses Antrages jedoch noch ganz normal bei Meridio gearbeitet haben. Die Meridio AG und deren Organe wussten hiervon nichts, auch die BaFin habe ihn aus Datenschutzgründen nicht unterrichten dürfen, so Herr Zimmer weiter. Auch eine vertraglich längere Bindung ist im Markt nicht umsetzbar, dort ist es laut Vorstand üblich, dass bestehende Mandate täglich gekündigt werden können. Es ist auch nicht erkennbar. warum sich ein Kunde auf aus seiner Sicht nachteilige und längere Bindungsfristen einlassen sollte.

Mit Blick auf das ausgegebene jährliche Akquise-Ziel, dass jeder Mitarbeiter einen Volumenzuwachs von 3 Mio. Euro generieren soll, antwortete der Meridio-Chef, dass ein solcher in der Vergangenheit schon erzielt werden konnte, räumte jedoch ein, dass dies nicht auf alle Mitarbeiter zutrifft. In dem genannten Wert sind nicht nur neu akquirierte Volumen, sondern auch Zuwächse aus Volumensteigerungen durch entsprechende Performance oder die Vermittlung von geschlossenen Beteiligungen enthalten. Der ausgegebene Wert von 3 Mio. Euro pro Jahr und Mitarbeiter ist nach Aussage von Herrn Zimmer eine branchenübliche Größenordnung.

Des Weiteren wollte Herr Jännert wissen, ob im Kontext der unter Tagesordnungspunkt 5 vorgesehenen Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals zeitnah eine Kapitalerhöhung vorgesehen ist. Hierfür existiert nach Vorstandsangabe derzeit kein Plan, Bei dem Beschluss handelt es sich lediglich um die Erneuerung des vorherigen genehmigten Kapitals, welches andernfalls in 2014 ausgelaufen wäre.

Ferner wollte Herr Jännert angesichts der Veränderungen in der bestehenden Fondspalette von Meridio wissen, ab welchem verwalteten Volumen sich ein Fonds rechnet. Die Antwort auf diese Frage ist laut Herrn Zimmer abhängig von der jeweiligen Vertragsgestaltung mit der auflegenden Fondsgesellschaft. Ausgehend davon können sich auch volumenmäßig sehr kleine Fonds für den Anbieter bereits rechnen, für den Anleger ist dies jedoch meist nicht so. Grund hierfür sind laut Meridio-Chef die neben der Verwaltervergütung, die bei den eigenen Fonds in der Regel 1,5 Prozent p.a. beträgt, die zusätzlichen Kosten z.B. für die Verwahrstelle, Depotbank usw. Diese sind zwar grundsätzlich volumenabhängig und hierdurch bei großen Volumen sehr überschaubar, bei kleinen Fonds fallen hier jedoch Mindestgebühren an, die dem Fondsvermögen zusätzlich zur Verwaltervergütung belastet werden und dementsprechend die Fondsperformance belasten.

Um Prüfung bat Aktionär Jännert, inwieweit ausweislich der vorliegenden Bilanz und des bestehenden Bilanzverlusts eine Meldung über den Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals gemäß Paragraph 92 Absatz 1 AktG sowie die unverzügliche Einberufung einer Hauptversammlung erforderlich gewesen wäre. Hierzu erklärte der Vorstand, dass nach Feststellung des Wirtschaftsprüfers alle aufsichtsrechtlichen Kapitalkennziffern im vorliegenden Jahresabschluss eingehalten worden sind. Ergänzend teilte der Vorstand nach Rücksprache mit den Rechtsberatern der Gesellschaft mit, dass formal ein solcher Verlust vorlag und dies der Gesellschaft bekannt war. Dieser mehr als hälftige Verlust ist aber durch die Aufdeckung eines Teils der vorhandenen stillen Reserven durch den zwischenzeitlichen Verkauf eines Teils der gehaltenen V-Bank Aktien quasi wieder geheilt worden. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Vermeidung unnötiger Kosten habe man keine außerordentliche Hauptversammlung einberufen.

Auf Frage von Aktionär Alexander Langhorst, zugleich Verfasser des vorliegenden Berichts, um welche Kanzlei es sich bei dem vom Vorstand in seiner Antwort zitierten Rechtsberater handelt, wurde die Kanzlei Heuking Lüer in Köln genannt.

Nähere Angaben wollte Herr Jännert auch in Bezug auf die Entwicklung der Beteiligung an der V-Bank AG. Laut Herrn Zimmer ist die Meridio Vermögensverwaltung an der V-Bank AG seit deren Gründung beteiligt und hielt ursprünglich 172.000 Aktien des Unternehmens. Von diesem Bestand wurden im ersten Schritt 70.000 Aktien veräußert und wie berichtet in 2014 weitere 52.000 Aktien verkauft. Der restliche Bestand beträgt noch 50.000 Aktien. Mit dieser Beteiligung ist man nach Vorstandsangabe nach wie vor noch einer der größeren Aktionäre. Eine Veräußerung der weiteren Anteile ist derzeit nicht vorgesehen, wie Herr Zimmer auf weitere Nachfrage in der Generaldebatte erklärte. Man werde aber die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten beobachten und gegebenenfalls auch mit Blick auf die V-Bank-Beteiligung reagieren. Die Erwerbskurse für die V-Bank-Aktien lagen bei 5,80 und 5,95 Euro, so der Meridio-Chef weiter.

Angesprochen auf mögliche Überlegungen zu einem Delisting der Meridio-Aktie antwortete Herr Zimmer, dass sich die Unternehmensleitung hierzu bisher keine Gedanken gemacht hat.

Als zweiter Redner meldete sich Herr Ehresmann zu Wort und zeigte sich mit der Entwicklung und den erlittenen Mittelabflüssen durch den Weggang von Mitarbeitern ebenfalls nicht sonderlich erfreut. Ebenfalls skeptisch zeigte er sich im Hinblick auf die Belastungen aus der Regulierung. Hierzu erklärte Herr Zimmer, dass die Meridio Vermögensverwaltung auch als vergleichsweise kleines Unternehmen sehr viele Meldungen abgeben muss und dies in der Tendenz auch in der Zukunft eher weiter zunehmen wird. Mit der personellen Verstärkung ab September auf diesem Gebiet sieht sich die Verwaltung aber hier künftig besser aufgestellt.

Etwas zu dürftig war Herrn Ehresmann der Aussagegehalt des Aufsichtsratsberichts. Hier interessierte er sich für die Inhalte der verschiedenen Sitzungen und regte an, künftig mehr Aussagegehalt in die Berichte zu bringen. Laut Herrn Schlink war in jeder Sitzung des Aufsichtsrat die wirtschaftliche Entwicklung der Meridio ein sehr wichtiger und intensiv besprochener Bereich. Zu verschiedenen Terminen wurde auch der Wirtschaftsprüfer hinzugezogen. Hierbei wurden auch verschiedene Möglichkeiten und Optionen zur Senkung der Kosten und der Akquise von zusätzlichem Geschäft und Anlagevolumen besprochen.

Befragt nach dem aktuellen Stand bei den noch anhängigen Schadensersatzklagen gegen die Meridio Vermögensverwaltung erklärte Herr Schlink, dass diese weitgehend abgearbeitet sind und zuletzt auch keine weiteren Fälle mehr hinzugekommen sind. Ergänzend erklärte hierzu Aufsichtsratsmitglied Dr. Balzer, dass derzeit noch fünf Verfahren anhängig sind, teilweise liegen hier schon erstinstanzliche Urteile vor, aber die Rechtsmittelfristen sind noch nicht abgelaufen. Bis zum heutigen Tage hat die Meridio Vermögensverwaltung nach seiner Auskunft noch nicht einen Fall vor Gericht verloren. Um ein Gefühl zu vermitteln, erläuterte er überdies, dass im Falle von eingegangenen Vergleichen die Vergleichshöhen im Schnitt bei 2 bis 5 Prozent der insgesamt geltend gemachten Forderungen lagen, was nach seiner Einschätzung zeigt, welche Intentionen hier zumeist hinter den ursprünglich aufgerufenen Vergleichssummen stehen.

Aktionär Oliver Schroth erkundigte sich unter anderem nach den im Bestand befindlichen offenen Immobilienfonds, auf welche im Berichtsjahr erneut Abschreibungen angefallen sind. Hierbei handelt es sich laut Herrn Zimmer unter anderem um den AXA Immoselect, einen weiteren Immobilienfonds von TMW sowie den SEB Immobilienfonds. Die genannten Fonds befinden sich in Liquidation und es erfolgen abschlagsweise Zahlungen an die Anteilsinhaber. Ursprünglich erfolgte die Investition in diese Produkte vor dem Hintergrund des mit Festgeld vergleichbaren Charakters der Produkte, die jedoch eine deutlich höhere Verzinsung geboten haben.

Nach Beantwortung der Frage zur Paragraph 92 Absatz 1 Thematik meldete sich Herr Jännert erneut zu Wort und zeigte sich sehr betrübt über die Antwort und erklärte, dass er gehofft habe, dass er sich geirrt hätte. Angesichts der aus seiner Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat begangenen groben Pflichtverletzungen kündigte er an, gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmen zu wollen, und erklärte überdies Widerspruch zu Protokoll des Notars. Aufsichtsratschef Schlink wies in einer Antwort hierzu den vom Redner geäußerten Vorwurf zurück und stellte fest, dass die Organe der Gesellschaft über keine gesetzlichen Vorschriften hinweggegangen sind.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache um 13:15 Uhr wurde die Präsenz mit 2.369.174 Aktien oder 78,97 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden mit sehr großer Mehrheit bei zumeist rund 342.000 Gegenstimmen verabschiedet, lediglich bei der Wahl des Wirtschaftsprüfers war die Opposition mit 14 Nein-Stimmen und 342.056 Enthaltungen geringer ausgeprägt.

Im Einzelnen beschlossen wurden die Entlastung von Vorstand (TOP2) und Aufsichtsrat (TOP 3), die Wahl der ECENTIS GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oldenburg zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 (TOP 4), die Aufhebung und Neufassung des genehmigten Kapitals (TOP 5), sowie die Wahl der Herren Hans-Ulrich Schlink, Dr. Peter Balzer und Thorsten Ebertowski in den Aufsichtsrat (TOP 6). Aktionär Jännert erklärte Widerspruch zu Protokoll des Notars. Der Versammlungsleiter konnte die Hauptversammlung nach knapp zweieinhalb Stunden gegen 13:30 Uhr schließen.


Fazit

Operativ leidet Meridio weiterhin unter dem nicht leichten Umfeld an den Kapitalmärkten. Insbesondere die zuletzt recht positive Performance an den Aktienmärkten erschwert die Akquise neuer Kunden, da diese mit ihren bestehenden Verwaltern derzeit meist recht zufrieden sind und daher keinen Wechsel anstreben. Ob es gelingt, die vom Vorstand ausgegebene Zielsetzung eines jährlichen Volumenzuwachses von 3 Mio. Euro pro Mitarbeiter und in Summe rund 20 Mio. Euro wirklich zu erreichen und damit den in den letzten Jahren zu verzeichnenden Abschmelzungsprozess bei den Assets-under-Management aufzuhalten, bleibt abzuwarten.

Als sehr problematisch erachtet der Verfasser die Thematik einer möglicherweise nicht erfolgten Meldung gemäß Paragraph 92 Absatz 1 Aktiengesetz bei der Meridio Vermögensverwaltung. Ausweislich der vorliegenden Bilanz bestand zum Bilanzstichtag ein Verlust von mehr als der Hälfte des gezeichneten Kapitals und demnach auch eine Pflicht zur Information der Anteilseigner im Wege einer unverzüglich einzuberufenden Hauptversammlung wie im Aktiengesetz vorgegeben. Die von der Verwaltung vorgetragene Argumentation der Rechtsberater, dass es sich hierbei nur um einen temporären Effekt handelte und dieser durch die Veräußerung von Aktien der V-Bank im Jahr 2014 beseitigt werden konnte, weshalb auch aus Kostenerwägungen auf die Einberufung einer entsprechenden außerordentlichen Hauptversammlung verzichtet werden konnte, erscheint dem Verfasser doch sehr mutig. Es erscheint angeraten, den Sachverhalt intern und mit den beratenden Partnern (Anwaltskanzlei Heuking und Abschlussprüfer) aufzuklären und zu prüfen, wann dieser Sachverhalt erkannt wurde und warum die Einberufung der Hauptversammlung unterlassen wurde und auch keine Information an die Anteilseigner auf anderem Wege z.B. über eine Corporate News erfolgt ist.

Inwieweit sich vor diesem Hintergrund die auf Nachfrage vom Versammlungsleiter getroffene Aussage, dass sich die Verwaltung hier an das Aktiengesetz gehalten hat, auch dauerhaft aufrechterhalten lässt, bleibt abzuwarten. Investoren sollten zunächst die weitere Entwicklung abwarten, insbesondere inwieweit der Sachverhalt der Paragraph 92 Absatz 1 AktG Thematik noch zusätzliche negative Folgen verursacht, und sich mit etwaigen Dispositionen zurückhalten.


Kontaktadresse

MERIDIO Vermögensverwaltung AG
Konrad-Adenauer-Straße 25
D-50996 Köln

Tel.: +49 (0)2 21 / 37 63 9-0
Fax: +49 (0)2 21 / 37 63 9-11

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Hinweis: Der Verfasser ist Aktionär der beschriebenen Gesellschaft.


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