Effecten-Spiegel AG (ISIN DE0005647606)

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HV-Bericht Effecten-Spiegel AG

Aktie notiert noch immer 40 Prozent unter dem Net Asset Value (NAV)


Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel AG fand am 14.5.2010 im Congress Center in Düsseldorf statt. Über 300 Aktionäre und Gäste hatten sich an diesem Brückentag in der dortigen Stadthalle eingefunden, darunter Matthias Wahler für GSC Research. Der Aufsichtsratsvorsitzende Udo Christochowitz eröffnete die Versammlung um 10:30 Uhr, erläuterte die Formalien und übergab das Wort nach der Vorstellung der handelnden Personen an den Alleinvorstand Marlis Weidtmann.


Bericht des Vorstands

Einleitend sprach Frau Weidtmann einige Worte zur allgemeinen Börsenentwicklung, die in den letzten zwei Jahren nach ihrer Einschätzung den Erfahrungsschatz selbst langjähriger Aktionäre übersteigen dürfte. Rückblickend lag es für viele Marktteilnehmer natürlich auf der Hand, dass es so kommen musste, tatsächlich haben aber wohl die allermeisten Anleger in dieser Zeit Geld verloren.

Nach der Erfahrung von Frau Weidtmann ist es nicht einfach, in einem solchen Umfeld die richtige Strategie zu finden und diese in allen Wirrungen durchzuhalten. Ausgehend vom Höchststand von vor zwei Jahren liegt der DAX schließlich heute noch immer mit 26 Prozent im Minus. Mit Blick darauf zeigte sie sich recht zufrieden, dass der NAV (Net Asset Value) der Effecten-Spiegel-Aktie in den letzten zwei Jahren nur um knapp 10 Prozent von 20,66 Euro auf 18,66 Euro nachgegeben und damit die meisten Benchmarks deutlich geschlagen hat.

Danach ging Frau Weidtmann zunächst auf die Kapitalanlage für eigene Rechnung ein, die beim Geschäft der Effecten-Spiegel AG klar dominiert. Vorab teilte sie mit, dass der Kassenbestand sich per Saldo auf 26,3 Mio. Euro beläuft, was einer Liquiditätsquote von 35 Prozent entspricht. Die Investitionsquote lag am 31.12.2009 bei 65 Prozent.

Eines der zentralen Themen war im vergangenen Jahr die Rückführung der Beteiligung an der Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 AG von 24,5 auf 3,0 Prozent. Wie Frau Weidtmann in Erinnerung rief, hatte der verstorbene Vorstand Bolko Hoffmann die Beteiligung im Juni 2007 durch den Zukauf von 21.500 Aktien auf diese Höhe aufgestockt. Er verfolgte damit das Ziel, eine feindliche Übernahme der Effecten-Spiegel AG zu verhindern, nachdem Blazek & Bergmann (B&B) etwa ein Drittel der Stammaktien der Effecten-Spiegel AG hält.

Damit lag also ein über das Vermögensinteresse hinausgehender Grund für den Ankauf dieser Beteiligung vor. Dennoch hat ein Anteilseigner in den vergangenen Jahren mehrfach die Überprüfung dieser Transaktion gefordert. Am 11.5.2009, also wenige Tage nach der letztjährigen Hauptversammlung, hat Frau Weidtmann deshalb ein rechtliches Gutachten in Auftrag gegeben, das im Ergebnis die Wirksamkeit der Transaktion bestätigte. Zugleich stellten die Prüfer jedoch fest, dass der Erwerb der Beteiligung nicht nachhaltig geeignet war, um die Unabhängigkeit der Gesellschaft zu sichern.

Als Resultat daraus und um eine mögliche negative Auswirkung auf das Ansehen des ehemaligen Vorstands zu vermeiden, einigten sich Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft mit der Witwe von Herrn Hoffmann am 11.11.2009 auf eine einvernehmliche Rückabwicklung. Ein Wertgutachten einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigte den im Juni 2007 ermittelten Wert der Gesellschaft als angemessen. Am 23.11.2009 überwies Frau Hoffmann dann den ursprünglichen Kaufpreis von 4,076 Mio. Euro und erhielt im Gegenzug die B&B-Aktien zurück. Die Beteiligung der Effecten-Spiegel AG reduzierte sich damit wieder auf die ursprünglichen 3 Prozent.

Ohne vorherige Anfrage bei der Gesellschaft zum Stand der auf der Hauptversammlung 2009 angekündigten internen Überprüfung der Transaktion wurde jedoch laut Frau Weidtmann im Oktober 2009 ein gerichtlicher Antrag auf Sonderprüfung dieser Vorgänge gestellt. Zu diesem Zeitpunkt war die Rückabwicklung bereits eingeleitet. Dennoch wurde der Antrag nicht zurückgenommen. Im Juni dieses Jahres steht nun die erste mündliche Verhandlung an, wofür Frau Weidtmann bilanziell Vorsorge getroffen hat.

Weiter informierte die Firmenchefin, dass sich die Effecten-Spiegel AG im vergangenen Jahr im Rahmen einer Kapitalerhöhung an der GSC Info und Beteiligungen AG beteiligt hat. Sie erwarb 175.000 Aktien und hält damit nun 25 Prozent an dem Unternehmen, das über seine 100-prozentige Tochter GSC Research GmbH als unabhängiges Researchhaus umfangreiche Informationen insbesondere zu kleinen und mittleren Aktiengesellschaften bereitstellt.

Dieses Leistungsspektrum kann der Effecten-Spiegel gut nutzen, zumal es gerade bei kleinen Gesellschaften oftmals sehr schwierig ist, verlässliche Zahlen zu erhalten. Aufgrund der sehr überschaubaren Personalstruktur ist der Effecten-Spiegel daher in diesem Bereich auf Fremdleistungen angewiesen, die im Jahr 2008 noch 182 TEUR betrugen. Im Berichtszeitraum konnte diese Belastung unter anderem durch die Nutzung von GSC Research auf die Hälfte reduziert werden.

Wie Frau Weidtmann weiter ausführte, unterstützt sie GSC auch bei der Loslösung vom FID Verlag und bei der Etablierung eines eigenen, unabhängigen Börsenbriefs, dem „nebeneffectenBrief“. Um die Unabhängigkeit des Researchhauses nicht aufs Spiel zu setzen, beansprucht die Effecten-Spiegel AG jedoch trotz der Beteiligungshöhe keinen Sitz im Aufsichtsrat.

Ebenso handhabt Frau Weidtmann dies bei der EquityStory AG, an der die Effecten-Spiegel AG inzwischen mit 5,5 Prozent beteiligt ist. Dieses Unternehmen verfügt als Marktführer im Bereich der Online-Unternehmenskommunikation über ein ausgezeichnetes Geschäftsmodell, ein professionelles Management und eine blitzsaubere Bilanz und hat sich im Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatzrückgang von nur 3 Prozent auf 9 Mio. Euro sehr achtbar geschlagen. Der Gewinn belief sich immerhin auf 1,6 Mio. Euro oder 1,34 Euro je Aktie.

Besonders beeindruckend findet Frau Weidtmann die starke Marktstellung von deren Tochtergesellschaft DGAP Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH, die bei der Erfüllung der Meldepflichten in Deutschland weiterhin die erste Wahl ist und über einen Marktanteil von 73,9 Prozent verfügt. Sehr positiv wertet sie zudem die Ausweitung des Geschäfts auf unnotierte Unternehmen, was erheblich dazu beitrug, dass die Kundenzahl im vergangenen Jahr auf 4.800 fast verdoppelt werden konnte. Im laufenden Jahr will man bei der EquityStory AG den Umsatz um mindestens 10 Prozent und den Gewinn überproportional steigern. Frau Weidtmann will die Kompetenz aus diesem Haus nun auch nutzen, um die eigene Homepage aufzupolieren.

Wesentlich problematischer stellt sich die Entwicklung bei der 313music JWP AG dar, an der die Effecten-Spiegel AG mit 16,81 Prozent beteiligt ist. Zumindest konnte dieses Unternehmen den in 2008 noch enorm hohen Verlust von 11,5 Mio. Euro in 2009 bis auf 0,5 Mio. Euro drücken. Der Umsatz schnellte infolge der Neuausrichtung von 3,9 auf 15,5 Mio. Euro nach oben, was sie als großen Erfolg des Teams um Vorstand Klaus Munzert wertet. Mit der Verpflichtung von neuen Künstlern hat sich der positive Trend im ersten Quartal 2010 weiter fortgesetzt.

Die größte Beteiligung ist, wie Frau Weidtmann weiter ausführte, nach wie vor die Action Press Holding AG. An diesem Unternehmen hält die Effecten-Spiegel AG mehr als 41 Prozent. Aufgrund dieser hohen Beteiligungsquote ist die Gesellschaft hier auch im Aufsichtsrat vertreten. Die Organisation dieses Unternehmens wurde im vergangenen Jahr deutlich gestrafft, und es wurden Verwaltungskosten eingespart. Die Gruppe umfasst inzwischen nur noch die Bildagentur in Hamburg und das Bonner Marktforschungsinstitut infas GmbH, die sich beide sehr unterschiedlich entwickelten.

Während die Bildagentur infolge der Schwierigkeiten der Verlagsbranche einen Umsatzeinbruch von 29 Prozent hinnehmen musste und einen Verlust von 57 TEUR ausweist, profitiert infas von dem zunehmenden Bedarf an verlässlichen Marktdaten. Dieses Segment weist für 2009 vor Steuern einen Gewinn von 1,1 (Vj.: 0,9) Mio. Euro aus, womit sich das Vorsteuerergebnis im Konzern aber dennoch auf 0,7 (1,1) Mio. Euro reduzierte. Für infas lässt die Auftragslage im laufenden Jahr weitere Umsatz- und Ergebniszuwächse erwarten. Bei der Bildagentur wurden Frau Weidtmann zufolge Maßnahmen beschlossen, die das Ergebnis kurzfristig in die Gewinnzone zurück- und langfristig auf alte Höhen führen sollen.

Wie Frau Weidtmann weiter mitteilte, konnten die Buchverluste, die im Gesamtdepot vor einem Jahr noch über 10 Mio. Euro betragen haben, bis heute weitgehend aufgeholt werden. Die einzige Ausnahme war die Porsche-Aktie, die noch unter das Niveau von 2008 abgerutscht ist und bei der eine Abschreibung von 1,8 Mio. Euro vorgenommen werden musste. Wie Frau Weidtmann betonte, ist Porsche jedoch trotz aller Querelen noch immer der profitabelste Autobauer der Welt. Sie hält angesichts der Vermögenswerte - Porsche hält 50,74 Prozent an den VW-Stammaktien - und des starken Autogeschäfts einen Kurs von 60 Euro auf jeden Fall für gerechtfertigt.

Die größten Positionen im Depot sind inzwischen, wie Frau Weidtmann anhand einer Grafik aufzeigte, Unternehmen aus dem Finanz- und Versicherungsbereich, aus Industrie und Energie sowie Infrastruktur. „Wir setzen also klar auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung“, erklärte sie diese Ausrichtung.

Unverändert hält die Effecten-Spiegel AG die Anteile an der Postbank, die sie im Zusammenhang mit dem Einstieg der Deutschen Bank erworben hat. Frau Weidtmann geht davon aus, dass die Deutsche Bank, deren Ziel von Anfang an die mehrheitliche Übernahme des Mitbewerbers war, ihre Beteiligung inzwischen zu niedrigeren Kursen als die ursprünglich bezahlten 45 Euro in Richtung der Meldeschwelle von 30 Prozent ausgebaut hat, um ihren Einstandspreis zu verbilligen.

Eine größere Position wurde außerdem bei der Swiss Life AG aufgebaut, die nach Einschätzung von Frau Weidtmann zu den günstigsten Aktien der Branche zählt. 2009 war mit einem Gewinn von 324 Mio. CHF im fortgeführten Geschäft ein sehr erfolgreiches Jahr für das Schweizer Unternehmen. Mit der Übernahme des Finanzdienstleisters AWD Holding AG kann das Unternehmen nun seine Produkte auch besser im deutschen Markt anbieten.

Die größte Position im Depot ist unverändert die Siemens AG mit einem Anlagevolumen von knapp unter 6 Mio. Euro. Nach der Aufarbeitung der Korruptionsvorwürfe und nach diversen Wechseln im Management sieht Frau Weidtmann dieses Unternehmen heute als Vorbild für Transparenz. Sehr zufrieden ist sie vor allem mit der aktuellen Geschäftsentwicklung. Im bisherigen Jahresverlauf 2010 hat der Elektronikriese alle Erwartungen übertroffen und mit einer Umsatzrendite von 11,3 Prozent in den Sektoren inzwischen sogar die lange Jahre führende General Electric überholt. Sehr positiv wertet sie auch das Auftragsvolumen von 1 Milliarde Euro, das bereits im Vorfeld der Expo fest in den Büchern stand.

Im Bereich Maschinenbau hält die Effecten-Spiegel AG unverändert Anteile an der RENK AG und an der Klöckner-Werke AG. Bei Letzterer wurde Frau Weidtmann zufolge inzwischen der Squeeze-out angekündigt, was grundsätzlich nicht überrascht, nachdem die Salzgitter AG schon länger über 95 Prozent am Grundkapital hält. Dass die gebotene Barabfindung mit 14,33 Euro je Aktie aber sogar noch unter dem freiwilligen Angebot von 15 Euro aus dem Jahr 2007 liegt, obwohl sich die Perspektiven seither deutlich verbessert haben, hält Frau Weidtmann für inakzeptabel.

Im Anschluss informierte die Vorstandschefin über die aktuellen Entwicklungen bei der HypoVereinsbank (HVB). Die Effecten-Spiegel AG hatte demnach mit der Einreichung von circa einer Million Aktien zum Abfindungspreis von 38,26 Euro in 2008 einen Verlust von knapp 2 Mio. Euro realisiert und diesen komplett in der Bilanz zum 31.12.2008 verarbeitet. Außer den Rechts- und Beratungskosten bestehen damit keine Risiken mehr. Mögliche Nachbesserungsansprüche, von denen Frau Weidtmann fest ausgeht, sind in der Bilanz ebenfalls nicht enthalten.

Der Optimismus von Frau Weidtmann gründet unter anderem auf dem ersten Anhörungstermin im Spruchstellenverfahren, der am 15. April 2010 stattgefunden hat. Nach ihrem Eindruck haben die Bewertungsangaben der Wirtschaftsprüfer beim Vorsitzenden Richter Krenek durchaus Zweifel hinterlassen. Wie die meisten anderen Anwesenden auch konnte dieser beispielsweise nicht nachvollziehen, dass der Gewinn der Bank ausgehend von den im Gutachten unterstellten Wachstumsraten nur steigen soll, wenn die Bevölkerung wächst. Ihrer Meinung nach deutet Vieles darauf hin, dass der Richter nochmals diverse Punkte von einem Gutachter überprüfen lassen könnte.

Wichtig erscheint Frau Weidtmann vor allem mit Blick auf die Finanzkrise, dass bei der Bewertung in Deutschland das Stichtagsprinzip gilt. Ausschlaggebend ist also die Situation zum Zeitpunkt der Hauptversammlung am 26./27.6.2007, als die HVB noch prächtig verdient hat. Darüber hinaus wirft sie die Frage „der Fruchtziehung“ vom Zeitpunkt der beschlussfassenden Hauptversammlung im Juni 2007 bis zur Eintragung des Squeeze-outs ins Handelsregister im September 2008 auf. Diesen Aspekt lasse man unabhängig vom laufenden Spruchstellenverfahren derzeit juristisch prüfen.

Um das Anlagevolumen noch weiter zu streuen, hat Frau Weidtmann außerdem 2 Mio. Euro in Aktien der Biotest AG investiert. Dieses Unternehmen schätzt sie als weitgehend krisenresistent ein und sieht noch erhebliches Potenzial. Eine weitere Neuerwerbung war die dänische Danisco AS, einer der weltweit führenden Anbieter von Lebensmittelzutaten, Enzymen und bio-basierten Lösungen, der an 142 Standorten in 47 Ländern präsent ist.

Wie vor einem Jahr angekündigt, hat Frau Weidtmann außerdem den Rohstoffbereich weiter ausgebaut. Großes Aufwärtspotenzial sieht sie vor allem beim Silber, in das sie über den ZKB Silver ETF investiert hat. Wichtig war ihr dabei vor allem die zu 100 Prozent physische Hinterlegung mit der Möglichkeit zur Auslieferung, wobei dies bei einem Bestand von knapp drei Tonnen per Stand Ende 2009 nicht gewollt ist. Darüber hinaus hat sie mit BHP Billiton ebenfalls Aktien aus der Rohstoffbranche erworben.

Im Umlaufvermögen hält die Effecten-Spiegel AG neben eigenen Anteilen unverändert die Aktien der russischen Gazprom und zudem Wertpapiere des chinesischen Batterie- und Autoherstellers BYD. Letzterem eröffnet sich insbesondere im Bereich Elektroautos enormes Potenzial. Ein stärkeres Engagement in China ist wegen des sehr großen staatlichen Einflusses und der Benachteiligung ausländischer Investoren allerdings nicht geplant.

Da viele europäische und amerikanische Gesellschaften global so aufgestellt sind, dass man mit ihnen indirekt am asiatischen Wachstum partizipiert, werde sich die Effecten-Spiegel AG daher auch weiterhin überwiegend auf den europäischen und den amerikanischen Markt fokussieren, wo es genügend renditestarke Unternehmen gibt.

Erstmals hat Frau Weidtmann darüber hinaus wegen des sehr niedrigen Zinsniveaus einen Teil der Liquidität in Unternehmensanleihen investiert. Die Laufzeiten liegen zwischen 2 und 5 Jahren, und die Einstandsrendite beträgt bis zu 8,5 Prozent. Aktuell sind nach ihrer Aussage 8,75 Prozent des Anlagevolumens in Anleihen investiert, während die Aktienquote durch Nachkäufe auf 71,5 Prozent angehoben wurde.

Im zweiten Teil ihrer Rede sprach die Firmenchefin über das Verlagsgeschäft, das sich in dem für die Branche extrem schwierigen Jahr 2009 gut behauptet hat. Nicht ohne Stolz informierte sie das Auditorium, dass bei einem nur moderat rückläufigen Umsatz von 3,25 (3,46) Mio. Euro zumindest ein kleiner Gewinn von 62 TEUR erwirtschaftet wurde, obwohl die Werbeaufwendungen verdoppelt worden sind und Mitbewerber vom Markt verschwunden sind.

Obwohl sich nach ihren eigenen Worten die Medienlandschaft komplett verändert, hält Frau Weidtmann es für falsch, jedem Trend ungeprüft zu folgen. Zudem habe sie noch niemand wirklich überzeugen können, wie ein Verlag mit dem Medium Internet Geld verdienen kann. Die Basis wird daher beim Effecten-Spiegel weiterhin die Print-Ausgabe bleiben.

„Möglicherweise hätten wir in den letzten Jahren manches besser machen können. Mit Sicherheit hätten wir aber auch vieles schlechter machen können.“, kam Frau Weidtmann dann zum Ende ihrer Ausführungen. Die derzeit breite Aufstellung der Gesellschaft sei nicht die Maxime der Anlagestrategie für alle zukünftigen Jahre, führte sie weiter aus. So sei es durchaus möglich, dass man demnächst anders agieren wird, weil die Ausrichtung auf wenige Einzelwerte sinnvoll erscheint. Auch den Anteil der Unternehmensanleihen will sie tendenziell wieder herunterfahren, sobald sich das Zinsniveau ändert.


Allgemeine Aussprache

Als erster Redner dankte Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) Frau Weidtmann für ihren gewohnt ausführlichen Bericht mit einem Überblick über die wichtigsten Titel im Portfolio. Vermisst hatte er jedoch Angaben zum Engagement in die Deutsche Bank AG, von dem sich der Effecten-Spiegel im vergangenen Jahr wieder getrennt hat. Auch von den Beteiligungen an der K+S AG und an der HOCHTIEF AG hatte er nichts gehört.

In ihrer Antwort bestätigte Frau Weidtmann, dass sie bei der Deutschen Bank einen schönen Gewinn mitgenommen hat. HOCHTIEF und K+S befinden sich hingegen nach wie vor im Depot. Die Beteiligung an HOCHTIEF wies, wie sie in diesem Zusammenhang anfügte, auch die größte Wertaufholung auf. Kumuliert mit den stillen Reserven sind die stillen Lasten aktuell per Stand heute auf circa 500 TEUR zusammengeschmolzen. Allerdings ist die Börsenlage noch sehr angespannt und hoch volatil, wie der Donnerstag vergangener Woche zeigte, an dem die stillen Lasten im Depot im Minutentakt wieder zunahmen.

Die im Geschäftsbericht genannten Zuschreibungen von 438 TEUR im Umlaufvermögen betreffen, wie die Firmenchefin auf Nachfrage des DSW-Vertreters mitteilte, mit 113 TEUR die eigenen Aktien und mit 325 TEUR die Beteiligung an Gazprom. Im Anlagevermögen konnte bei der Beteiligung an dem IT-Unternehmen Ariba Inc. eine Zuschreibung von 361 TEUR vorgenommen werden.

Die ganzseitigen Werbeanzeigen, die am Tag der Hauptversammlung in der FAZ und der SZ abgedruckt waren und die die schon immer sehr kritische Haltung des Effecten-Spiegel zum Euro nochmals aufgriffen, erinnerten Herrn Hechtfischer stark an die Kampagne des Firmengründers Bolko Hoffmann zur Euro-Einführung. Nun wollte der DSW-Vertreter wissen, ob sich auch Frau Weidtmann in dieser Thematik wiederfindet oder ob der Euro-Verfall nur als Aufhänger für die Werbung diente.

Wie Frau Weidtmann hierauf mitteilte, stand damals das gesamte Team hinter den Äußerungen von Herrn Hoffmann zum Euro. Man habe bei der jetzigen Werbekampagne die eigene Kompetenz zeigen und darauf hinweisen wollen, dass der Effecten-Spiegel die erste Publikation war, die bereits 1997 vor der Euro-Einführung gewarnt hat, und diese Situation habe man nun entsprechend genutzt.

Aufgefallen war Herrn Hechtfischer, dass Frau Weidtmann nur im Zusammenhang mit der EquityStory AG gesagt hat, dass „die Beteiligung Spaß macht“. Bei der GSC Info und Beteiligungen AG sah er ebenfalls mögliche Synergieeffekte. Jedoch konnte er bei der 313music weiterhin keine echten Perspektiven erkennen und wunderte sich, dass Frau Weidtmann nicht einmal die anstehenden Kapitalmaßnahmen erwähnt hat. Kleinaktionär Heitkamp forderte die Firmenchefin auf, bei der 313music nicht an der Kapitalerhöhung teilzunehmen.

In ihrer Antwort wies Frau Weidtmann noch einmal darauf hin, dass diese Gesellschaft inzwischen keine riesigen Verluste mehr schreibt und das operative Geschäft selbst finanzieren kann. Sie sieht den richtigen Zeitpunkt gekommen, um über eine Kapitalherabsetzung, gekoppelt mit einer Kapitalerhöhung, nun auch die Bilanzstruktur wieder zu ordnen. Im Übrigen brauche die 313music frisches Geld, da sonst keine medienwirksamen Künstler unter Vertrag genommen werden können.

Die Effecten-Spiegel AG werde die geplanten Kapitalmaßnahmen auch mitgehen, denn schließlich sei diese die größte Anteilseignerin und hätte somit auch die größte Verwässerung zu tragen. Zudem würde dies nach Überzeugung von Frau Weidtmann ein falsches Signal an den Markt aussenden, wenn die Großaktionärin die Maßnahmen nicht mitträgt. Unnötige Risiken will sie natürlich nicht eingehen. Daher stimmt sie sich bei diesen Fragen auch sehr eng mit dem Aufsichtsrat ab. Nach der Umsetzung der Kapitalmaßnahmen sieht Frau Weidtmann aber durchaus eine gute Chance, dass die 313music langfristig dividendenfähig wird.

Eine weitere Frage des DSW-Vertreters betraf die Action Press Holding AG. So wollte er wissen, wann dort nach dem derzeit stattfindenden Umbruch wieder eine Art „Normalzustand“ erreicht sein könnte. Kleinaktionär Nimsch äußerte große Zweifel, dass die Fotoabteilung wieder auf eine bessere Spur zurückkehren wird, und plädierte dafür, dieses Geschäft zu veräußern. Unklar war ihm außerdem, warum die Action Press-Aktie aktuell noch tiefer notiert als während der Finanzkrise, obwohl das Unternehmen doch angeblich besser dasteht. Eigentlich müsste seines Erachtens Frau Weidtmann in diesem Fall zukaufen.

In ihrer Antwort informierte Frau Weidtmann über die vom Vorstand bei der Bildagentur eingeleiteten Maßnahmen. Geplant ist nun, speziell den Kernbereich „Paparazzi“ zu stärken, in dem die Action Press Marktführer ist, und im Gegenzug unrentable Randaktivitäten aufzugeben. In 2010 wird die Gesellschaft nach ihrer Überzeugung wieder auf die Gewinnspur zurückfinden.

Der Verkauf der Bildagentur würde nach Aussage von Frau Weidtmann zwar eine Option darstellen, den Zeitpunkt findet sie dafür aber unpassend, nachdem die Krise noch nicht völlig ausgestanden ist und sich die Anzahl der Interessenten in Grenzen hält. Den Kurs der Action Press-Aktie empfindet sie ebenfalls als unbefriedigend. Sie will das ohnehin schon recht große Engagement aber nicht wieder in Richtung 50 Prozent aufstocken, auch wenn die Aktie unter Wert notiert.

Sehr froh zeigte sich Herr Hechtfischer, dass beim Thema B&B nun endlich klare Verhältnisse geschaffen sind. Seine Frage nach dem Gutachten hatte Frau Weidtmann bereits in ihrem Vortrag beantwortet. Dass die Blazek & Bergmann AG immer noch der größte Aktionär der Effecten-Spiegel AG ist, bestätigte Frau Weidtmann. Weitere große Aktionäre sind nicht bekannt.

Aktionär Nimsch sprach insbesondere der Witwe von Herrn Hoffmann seinen Dank aus, dass sie die B&B-Anteile trotz des stark negativ veränderten Umfelds zum ursprünglichen Preis zurückgenommen hat. Allerdings wunderte er sich sehr, dass der Kurs der Effecten-Spiegel-Aktie auf diesen Erfolg überhaupt nicht reagiert hat. Dem konnte Frau Weidtmann nur beipflichten. Schließlich hatte der Erwerb dieser Beteiligung einst auch einen deutlichen Kursabschlag zur Folge.

Weiterhin erinnerte der Aktionärsschützer an die Aussage der Firmenchefin auf der letzten Hauptversammlung, als sie bei der HVB im Spruchstellenverfahren noch eine Nachbesserung von 5 bis 8 Euro für wahrscheinlich gehalten hatte. Seine Frage, ob sie an dieser Einschätzung weiterhin festhält, beantwortete Frau Weidtmann dahingehend, dass sie weiterhin mit einer Nachbesserung rechnet. Wie hoch der Betrag ausfallen wird, dazu wagte sie derzeit allerdings keine genaue Prognose mehr. Am oberen Ende der genannten Spanne werde dieser wohl eher nicht liegen, der Einreichungsverlust werde aber auf jeden Fall wettgemacht werden.

Mehr Informationen erbat sich Herr Hechtfischer auch zu der Beteiligung an der Ariba Inc. Er hatte aus der letzten Hauptversammlung mitgenommen, dass sich Frau Weidtmann von diesem Engagement trennen will. Nun entwickelt sich das IT-Unternehmen aber offenbar wieder erfreulich, und die Beteiligung wurde sogar aufgestockt.

Grundsätzlich hat sich, wie Frau Weidtmann hierauf erklärte, ihre Haltung betreffend Ariba nicht geändert. Zwar schreibt das Unternehmen dank verstärkter Lizenzverkäufe inzwischen erstmals schwarze Zahlen, es besteht aber noch eine Reihe von Unwägbarkeiten, die nur schwer einzuschätzen sind. In letzter Zeit hat sie sich in dieser Position etwas bewegt und Aktien sowohl ge- als auch verkauft. Langfristig will sie sich von der Ariba-Beteiligung aber eher trennen.

Ferner erkundigte sich Herr Hechtfischer nach dem Schwerpunkt der Anleiheinvestitionen. Er meinte, bei einer Rendite von bis zu 8,5 Prozent durchaus ein recht hohes Risiko zu erkennen, was Frau Weidtmann so nicht stehen lassen wollte. Diese Einschätzung treffe zwar für einige wenige Anleihen wie die von Gazprom zu, grundsätzlich achtet die Firmenchefin aber durchaus auf die Bonität. Unter anderem befinden sich nach ihrer Aussage Papiere von GrenkeLeasing, Wienerberger und Fresenius im Depot.

Schließlich war dem Aktionärsschützer aufgefallen, dass mit 0,55 Euro wieder eine gleich hohe Dividende auf Stamm- und Vorzugsaktien gezahlt werden soll. Er hielt es für sinnvoll, die beiden Aktiengattungen zusammenzulegen. Dieses Thema griffen später noch weitere Aktionäre mit der gleichen Forderung auf.

Frau Weidtmann bestätigte, dass die Vorzugsaktien betreffend die Dividendenhöhe über keinen Vorzug verfügen. Sie werden aber bevorzugt am Gewinn beteiligt und verfügen darüber hinaus über einen Nachzahlungsanspruch. Es gibt jedoch Überlegungen, die Dividendenpolitik künftig anders zu gestalten. Mit Blick darauf hält sie eine Zusammenlegung der Aktiengattungen nicht für sinnvoll.

Im weiteren Verlauf erkundigte sich Herr Nimsch nach den Plänen, die mit dem umfangreichen Bestand an eigenen Aktien verfolgt werden. Aktionär Heitkamp schlug vor, diese schnellstmöglich einzuziehen, um weitere Anteile erwerben zu können. Bei einem Abschlag von 40 Prozent auf den NAV wäre dies nach seiner Überzeugung die beste Möglichkeit, die hohe Liquidität zu investieren und so Werte zu schaffen. Dass der Börsenhandel damit noch illiquider wird, würde er dafür gerne in Kauf nehmen.

Dieses Thema sah Frau Weidtmann allerdings völlig anders. Ihrer Meinung nach kann der Börsenkurs nur mit solider Arbeit und einer gesunden Bilanzstruktur nach oben bewegt werden. Die Aktien einzuziehen, empfände sie als unlogisch. Damit würde das am Markt vor Jahren eingesammelte Kapital wieder vernichtet. Sie hält dieses Vorgehen bei einer grundsoliden Gesellschaft nicht für sinnvoll, sagte aber zu, das Thema intern nochmals zu prüfen.

Mehrfach kam darüber hinaus die Forderung nach mehr Transparenz auf. Herr Heitkamp schlug einen Segmentwechsel und regelmäßige Aktionärsbriefe vor. Auch dies müsste nach seiner Überzeugung zu einem Abbau des enorm hohen Abschlags zum NAV beitragen. „Wir haben in den letzten Jahren dies betreffend schon viel getan“, entgegnete hierauf Frau Weidtmann. Aber gerade in diesem Geschäft permanent Entscheidungen und unterjährige Aktienbewegungen mitzuteilen und sich damit auf Diskussionen einzulassen, hält sie nicht für sinnvoll.

Die Firmenchefin versicherte jedoch, weiter an der Transparenz zu arbeiten, eine „gläserne AG“ werde es allerdings auch zukünftig nicht geben. Grundsätzlich soll der Bereich Investor Relations aber durchaus ausgebaut werden. Hier will Frau Weidtmann auf die engen Kontakte zur EquityStory AG zurückgreifen.

Die Frage eines Kleinaktionärs, warum Frau Weidtmann nicht lieber für das eigene Depot die Aktien kauft, die sie im Effecten-Spiegel empfiehlt und deren Kurs sich in letzter Zeit zum Teil vervielfacht habe, konnte die Firmenchefin gut nachvollziehen. Sie bat aber um Verständnis, dass sie vor einem Jahr mit stillen Lasten in Millionenhöhe im Rücken nicht das Risiko eingehen wollte, in die vielfach hochspekulativen Werte zu investieren. Da sich das Journal an den Kleinaktionär richtet, wäre dies in vielen Fällen wegen der Marktenge und der damit einhergehenden geringen Handelsumsätze der besprochenen Titel auch gar nicht in einer vernünftigen Größenordnung möglich gewesen.

Ein anderer Kleinaktionär griff dann nochmals das Thema IG Farben auf und bot sich für eine Zusammenarbeit an, um eventuelle Ansprüche vielleicht doch noch durchsetzen zu können. Hier stellte Frau Weidtmann aber klar, dass nach ihrer Überzeugung in den vergangenen Jahren sämtliche Ansatzpunkte mehrfach juristisch von verschiedenen Rechtsanwaltskanzleien geprüft worden sind, ohne dass dies zu einem positiven Ergebnis geführt hätte. Noch einmal ansetzen will sie nur, wenn tatsächlich konkret Ansprüche erkennbar sind, um im Interesse aller Anteilseigner keine weiteren Ressourcen zu verschwenden. Die Beteiligung ist seit 2008 komplett abgeschrieben.

Danach erkundigte sich Kleinaktionär Zukunft nach der weiteren Dividendenpolitik. Wie Frau Weidtmann in ihrer Antwort ausführte, sollen die Ausschüttung möglichst jedes Jahr ein bisschen erhöht und Ausfälle dauerhaft vermieden werden. Den Gewinn will sie so weitgehend ausschütten, komplett festlegen wollte sich die Firmenchefin diesbezüglich aber nicht.

Kleinaktionär Salb bat noch um weitere Informationen zur Entwicklung im laufenden Jahr. Hier informierte Frau Weidtmann, dass die ersten vier Monate recht erfolgreich verlaufen sind. Eine Prognose für das Gesamtjahr wollte sie mit Blick auf das sehr unsichere Umfeld, in dem selbst der Dow Jones in einer halben Stunde 1.000 Punkte absacken kann, lieber nicht abgeben.

Schließlich meldete sich noch Rechtsanwalt Sekera-Terplan aus München zu Wort. Dieser hatte auf der letztjährigen Hauptversammlung einen Sonderprüfungsantrag betreffend die Geschehnisse um Blazek & Bergmann gestellt, den der Aufsichtsratsvorsitzende aber nicht angenommen hatte, und er zeigte sich überrascht, dass diese Transaktion nun rückabgewickelt wurde.

Herr Sekera-Terplan stellte im Folgenden eine Reihe von Detailfragen zu diesem Thema, die Frau Weidtmann soweit möglich auch beantwortete. Dabei bestätigte sie unter anderem, dass im Rahmen der Rückabwicklung keinerlei Nebenabreden mit Frau Hoffmann getroffen wurden, der Kaufpreis in voller Höhe zurückgeflossen und die Rückabwicklung damit rechtswirksam ist. Der Rechtsanwalt war damit aber nicht zufrieden und gab die Fragen als unbeantwortet zu Protokoll.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Debatte gab der Aufsichtsratsvorsitzende die Präsenz auf der Hauptversammlung bekannt. Von den insgesamt ausgegebenen 2.000.000 Stammaktien waren demnach 784.832 Stammaktien entsprechend 39,24 Prozent vertreten. Alle Beschlüsse wurden im Folgenden mit großer Mehrheit zumeist nahe 100 Prozent gefasst. Lediglich bei den Entlastungen regte sich mit jeweils 28.000 Gegenstimmen etwas Widerspruch.

Im Einzelnen beschlossen wurden die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,55 Euro für die Stamm- und für die Vorzugsaktien (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Festsetzung der Aufsichtsratsvergütung mit 4.500 Euro für das einfache Mitglied (TOP 5), die Wahl der Wisbert Treuhand GmbH zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 (TOP 6) und die Anpassung der Satzung an das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) (TOP 7).


Fazit

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Effecten-Spiegel AG wieder an die früheren erfolgreichen Jahre angeknüpft. Die Ergebnisrechnung weist mit 2 Mio. Euro einen schönen Gewinn aus, die stillen Lasten wurden weitgehend aufgeholt, und die Aktionäre erhalten eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie. Auch die Verlagsaktivitäten schreiben weiterhin schwarze Zahlen, was in dem für die Branche sehr schwierigen Umfeld sicher nicht selbstverständlich ist.

Ein großer Erfolg war überdies die Rückabwicklung des Beteiligungserwerbs an der Verlag Blazek + Bergmann seit 1891 AG zum Einstandspreis, nachdem sich die mit diesem Engagement verbundenen Erwartungen nicht erfüllt haben. Dies bedeutete immerhin einen Mittelzufluss von 4 Mio. Euro für die Gesellschaft. Es erstaunt, dass der Aktienkurs darauf überhaupt nicht reagiert hat. Dieser dümpelt weiterhin rund 40 Prozent unter dem NAV (Net Asset Value). Der Kurs sollte sich diesem Niveau mit der positiven Geschäftsentwicklung zumindest annähern können.


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