Effecten-Spiegel AG (ISIN DE0005647606)

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HV-Bericht Effecten-Spiegel AG

Dividende von 0,65 Euro beschert Dividendenrendite von über 4,2 Prozent


Zur ordentlichen Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019 hatte die Effecten-Spiegel AG ihre Anteilseigner am 07. August 2020 erstmals zu einer rein virtuellen Hauptversammlung eingeladen. Wie Aufsichtsratschef Wolfgang Aleff bei der Begrüßung der Teilnehmer, unter ihnen Alexander Langhorst für GSC Research, ausführte, macht man hiermit von der Möglichkeit im Rahmen der Covid-19-Gesetzgebung zur Abhaltung einer virtuellen Hauptversammlung Gebrauch.

Die Verwaltung hat sich die Entscheidung für dieses Format nicht einfach gemacht, da der Dialog mit den Aktionären sehr wichtig für den Meinungsaustausch ist. Um jedoch die Teilnehmer keinen unnötigen Gesundheitsrisiken auszusetzen, habe man sich letztlich zur Durchführung in dieser Form entschieden und hofft, dass man sich baldmöglichst wieder in gewohnter Weise zu einer Präsenz Hauptversammlung treffen kann. Nach Abhandlung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien erteilte er sodann dem Alleinvorstand Marlis Weidtmann das Wort.


Bericht des Vorstands


Die Effecten-Spiegel-Chefin begrüßte die Teilnehmer zum 13. Mal in dieser Funktion und stellte dabei fest, dass Anteilseigner und Management in diesem Zeitraum schon viele ungewöhnliche und schwierige Zeiten erlebt hätten, aber das Jahr 2020 tatsächlich alles bisher Dagewesene getoppt habe: „So ist die erste virtuelle Hauptversammlung der Effecten-Spiegel AG in der fast 50-jährigen Unternehmensgeschichte nur ein winziges Beispiel dafür, wie radikal sich das Leben aller innerhalb kürzester Zeit verändert hat. Ein kleines Virus hat die Welt in die wohl schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Zwar war allen das theoretische Risiko einer Pandemie bekannt, aber es hat sich wohl niemand jemals vorstellen können, dass durch eine solche Pandemie binnen kürzester Zeit die Wirtschaft und das ganze gesellschaftliche Leben zum Erliegen kommen könnte.“ Insoweit kann man sich in diesen Zeiten durchaus freuen, in einem so starken und sicheren Land wie in der Bundesrepublik Deutschland zu leben.

Aus der heutigen Perspektive erscheint das Börsenjahr 2019 schon fast unbeschwert und wie aus einer anderen Zeit. Dabei hatten die Marktteilnehmer auch im vergangenen Jahr so ihre Sorgen, die täglich für neue Impulse und Bewegungen sorgte. Hier erinnerte Frau Weidtmann an die Hängepartie um den Brexit, den insbesondere ab September 2019 nochmals deutlich verschärften Handelskrieg zwischen den USA und China oder die zunehmenden geopolitischen Spannungen, etwa mit dem Iran. Zwischenzeitlich brach der Welthandel so stark ein wie nach den Terroranschlägen 2001 oder nach der Finanzkrise 2008. Weitere Schlaglichter im Berichtsjahr waren die Ausweitung des Dieselskandals auch auf BMW, Daimler oder Bosch oder die Debatte um den Klimawandel, vorangetrieben von Greta Thunberg und ihrer Bewegung Fridays for Future.

Größte Sorgen der Entscheider im vergangenen Jahr waren steigende Rohstoffpreise, deren Verfügbarkeit, der Mangel an Fachkräften und ein Rückgang der Konjunktur. Tatsächlich kletterten die Preise vor allem für Gold und Palladium deutlich und auch der Ölpreis legte um 40 Prozent zu. Erfreulicherweise konnten aber auch die Börsen weiter zulegen und profitierten dabei weiterhin von der anhaltend lockeren Geldpolitik der Notenbanken. So legte der Dow Jones um 22,3 Prozent und der S&P 500 sogar um 28,9 Prozent zu. Auch der DAX konnte mit einem Anstieg um 25,5 Prozent eines seiner besten Jahre hinlegen. Hierbei ist laut Effecten-Spiegel-Chefin allerdings zu beachten, dass dies gerade einmal ausreichte, um die Verluste aus dem katastrophalen Jahr 2018 zu egalisieren.

Von dieser positiven Börsenentwicklung konnte man im laufenden Jahr auch durch eine deutliche Ergebnisverbesserung profitieren. Der Anstieg des Jahresüberschusses um 66,42 Prozent auf 2,31 Mio. Euro lag damit sogar über der Performance der Finanzmärkte. Insgesamt konnten Erträge aus Verkäufen von Wertpapieren in Höhe von 4,01 Mio. Euro erzielt werden. Größte Einzelpositionen waren dabei Novartis (409 TEUR), Apple Inc. (368 TEUR), SAP SE (322 TEUR), Walt Disney Company (342 TEUR) sowie Novo Nordisk A/S (308 TEUR). Zudem konnten 1,3 Mio. Euro Dividenden vereinnahmt werden. Aus dem Jahresüberschuss von 2,31 Mio. Euro ergibt sich zusammen mit dem noch bestehenden Gewinnvortrag ein Bilanzgewinn für 2019 von 2,67 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 16,8 Prozent.

Im Portfolio konnte man im Berichtsjahr vor allem von der guten Performance ausländischer Titel profitieren, deren Anteil laut Frau Weidtmann 2019 bei über 37 Prozent lag. Auch die Investments in Small- und MidCaps konnten mehrheitlich im Wert aufholen, allerdings blieben gerade in diesem Bereich einzelne Titel zum Teil deutlich hinter dem Markt zurück. Besonders ausgeprägt war dies bei Unternehmen in Sondersituationen, wie z.B. 1&1 Drillisch oder Grammer. Belastete bei 1&1 Drillisch die Ersteigerung der 5G Frequenzen, die Sorge um die Finanzierung des Netzaufbaus und ein negatives Urteil aus einem Verfahren gegen Telefonica Deutschland, war es bei Grammer der unerwartete Abgang der gesamten Führungsriege nach der Mehrheitsübernahme durch den chinesischen Partner, obwohl dieser ausdrücklich vom Management gewollt gewesen ist.

Wertberichtigungen erfolgten 2019 auf das Grammer-Engagement mit 453 TEUR, bei 1&1 Drillisch waren es 431 TEUR. Weitere Wertminderungen waren erneut bei der mit nur 50 Prozent des Buchwertes gehandelten K+S AG nötig. Zudem wurden Abwertungen bei Rhön-Klinikum (238 TEUR), dem dänischen Medizintechnik-Unternehmen Ambu A/S (107 TEUR) und SGL Carbon (75 TEUR) fällig. Auf das Umlaufvermögen waren per Jahresultimo Abwertungen von 212 TEUR erforderlich. Nach Abgängen von 32,8 Mio. Euro und Zugängen von 37,4 Mio. Euro beläuft sich das aktivierte Finanzanlagevermögen zum Bilanzstichtag auf 53,3 Mio. Euro. Davon entfallen unverändert 2,5 Mio. Euro auf die Beteiligungen an der infas Holding AG sowie den Verlag Blazek & Bergmann.

Größte neue Positionen aus dem Jahr 2019 sind nach Vorstandsangabe der Spezialist für Verbindungstechnik Amphenol Corp. mit einem bilanziellen Wertansatz von 1,6 Mio. Euro. Hinzu kommen BASF (1,3 Mio. Euro), Walt Disney Company (1,2 Mio. Euro) sowie Cancom und Fielmann mit jeweils 1 Mio. Euro und Hella sowie Saint Gobain mit knapp über 950 TEUR. Zudem wurden jeweils 2,5 Mio. Euro in die im vergangenen Jahr von der Hansainvest aufgelegten, von der Effecten-Spiegel AG lizenzierten und der WBS Hünicke Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf, gemanagten Fonds investiert. Beide Fonds sind seit dem 18. April 2019 auch an der Börse in Hamburg notiert.

Mit diesem Portfolio und der vorhandenen Liquidität war man auch gut aufgestellt, als ein kleines Virus namens Covid-19 die Aktenmärkte vergiftete. Markierte der DAX am 17. Februar 2020 mit 13.795 Punkten noch ein neues Rekordhoch, verzeichnete er innerhalb von vier Wochen einen Rückgang um 40 Prozent auf im Tief 8.256 Punkte. Damit notierte der deutsche Leitindex zugleich 30 Prozent unter seiner 200 Tage-Linie. Sowohl die Geschwindigkeit des Rückgangs als auch der Abstand zu dieser 200 Tage-Linie hatten laut Frau Weidtmann historische Dimensionen. Wenngleich die Krise nicht im Finanzsystem entstanden war, erfasste die Angst vor etwaigen Liquiditätsengpässen zuerst den Aktienmarkt, denn nur dieser konnte schnell Liquidität liefern. Entsprechend kam es zu gigantischen Mittelabflüssen, bei fallenden Kursen mussten Lombardkredite nachbesichert werden. Es wurde alles zu Cash gemacht, was möglich war. Daher kam auch der Goldpreis unter Druck, die Bondmärkte trockneten innerhalb kürzester Zeit aus.

Natürlich hat sich auch das eigene Portfolio dieser Entwicklung nicht entziehen können. Dank einer Eigenkapitalquote von 95 Prozent und einer Liquiditätsposition von 19,5 Mio. Euro per Jahresende konnte man diese Marktphase gut überstehen. Natürlich waren und sind auch im Portfolio der Effecten-Spiegel AG Buchverluste zu verzeichnen, allerdings hat man keine Aktien auf Kredit gekauft und musste daher weder zur Unzeit verkaufen noch Nachbesicherungen von Lombardlinien vornehmen.

Einzelne Beteiligungen wie etwa der Medizintechnikanbieter Ambu oder Unternehmen aus dem IT-Sektor konnten sogar vom veränderten Umfeld profitieren. Auch die beiden Langzeitinvestments Sanofi und Gilead, die beide an Medikamenten gegen das Coronavirus forschen, profitierten. Und die Aktien von Basilea Pharma, seit 2015 im Depot, rücken ebenfalls seit einigen Wochen in den Fokus, nachdem man dort vor größeren Erfolgen bei der Entwicklung von Impfprodukten stehen soll. Auch SAP konnte die Verluste von Mitte März bereits vollständig ausbügeln und inzwischen neue historische Höchstkurse markieren. Hierbei profitieren die Walldorfer von der zusammen mit der Telekom entwickelten Corona-Warn-App. Erst kürzlich konnte ein Auftrag der EU-Kommission zur Entwicklung einer Softwareplattform für einen grenzüberschreitenden Austausch von Daten für die Corona-Warn-App ergattert werden. Ebenfalls mehr als verdoppelt hat sich seit Mitte März die Aktie von Infineon.

Ähnliches Potenzial hat man nach Vorstandsaussage auch bei der Wirecard-Aktie gesehen, bei der man fast durchgängig seit 2015 engagiert gewesen ist. Nach einer zwischenzeitlichen Veräußerung mit Gewinn wurde die Aktie 2018 erneut ins Depot aufgenommen, nachdem das Unternehmen in den DAX aufgestiegen war. Kurz danach kamen sogar Übernahmegerüchte auf, die zusätzlich vom ausgeschiedenen Aufsichtsratschef angefacht wurde. Entscheidend für die Investition waren aber das brillante Geschäftsmodell, die sehr gute operative Entwicklung des Ascheimers Zahlungsdienstlers mit hohen Wachstumsraten und einer Kundenbasis mit über 313.000 Namen. Zudem war der CEO Markus Braun mit 7 Prozent am Konzern beteiligt. Man hat zwar gewisse Mängel im Compliance-System gesehen, aber eben nur dort, und entsprechend auch die Klage über die Kanzlei TILP angestrengt. Dass sich dann allerdings 1,9 Mrd. Euro und ganze Geschäftsbereiche und Konten quasi in Luft auflösen und sich Wirecard als riesiger bandenmäßiger Betrug entpuppt, hat man wirklich nicht im Geringsten vermutet. Immerhin handelt es sich bei dem Unternehmen um einen DAX-Wert.

Frau Weidtmann bezeichnete es als „ganz, ganz bitter“, dass man nun ausgerechnet mit Wirecard, die nicht unter Corona litten, einen unterjährigen Verlust von 1 Mio. Euro realisieren musste. Entsprechend blieben die Erlöse aus Wertpapierveräußerungen des Anlagevermögens zum 1. Halbjahr 2020 mit 378 TEUR deutlich hinter dem Vorjahreswert von 1,195 Mio. Euro zurück. Auch die Dividendenerträge liegen mit 344 (Vorjahr: 893) TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert, da reihenweise Dividendenankündigungen zurückgenommen wurden.

Während auf die Wertpapiere des Anlagevermögens zum 30. Juni weder Zu- noch Abschreibungen vorgenommen werden, mussten auf das Umlaufvermögen nach dem Niederstwertprinzip stichtagsbezogen um 184.000 Euro abgewertet werden. Allerdings lagen im letzten Jahr die Abwertungen mit 420.000 Euro mehr als doppelt so hoch.

Positiv wertete die Unternehmenschefin, dass auf der Kostenseite deutliche Verbesserungen realisiert werden konnte. So sanken die Aufwendungen auf 0,866 (1,268) Mio. Euro und das, obwohl sich der Personalaufwand durch Neueinstellungen und die zinsbedingte Erhöhung der Pensionsrückstellungen um insgesamt 48 TEUR auf 535 TEUR erhöht hat. Auf Basis untestierter Zahlen ergibt sich zum 30. Juni 2020 ein Jahresüberschuss von 0,749 (1,237) Mio. Euro. Der Bargeldbestand beträgt 17,6 Mio. Euro. Es bestehen nach wie vor keine Bankverbindlichkeiten. Mit plus 121 TEUR nach minus 179 TEUR im Vorjahr konnte auch das Verlagsgeschäft einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.

Im Gegensatz zur Entwicklung der Börsen war das Jahr 2019 für das Verlagsgeschäft schwierig und zugleich ein Jahr des Umbruchs. Neben dem klassischen Printprodukt wurden die Aktivitäten im Digitalbereich weiter verstärkt. Laut Vorstand ist der Erfolg eines Börsenmagazins heute nicht allein von der Zahl der verkauften Abos und der Einzelhefte abhängig, sondern auch davon, wie es gelingt, sich in den einschlägigen Online-Portalen durchzusetzen. Daher wurde 2019 nach einer Zielgruppenanalyse eine öffentliche Ausschreibung vorgenommen und eine Agentur mit der Konzipierung und Gestaltung der neuen Webseite beauftragt. Diese verfügt über neue Funktionalität und mediale Verknüpfungen und über ein neues Shopsystem mit verschiedenen Bezahlsystemen. Zudem wurde im Unternehmen neueste Hardware inklusive hochmoderner Sicherungssysteme installiert und Schnittstellen geschaffen sowie auch die Redaktion personell verstärkt und geschult. Hierdurch sind Sonderaufwendungen in Höhe von rund 100 TEUR entstanden, die nicht allein durch zusätzliche Heftverkäufe kompensiert werden konnten.

Allerdings hat sich gerade in den ersten Monaten 2020 und der Entwicklung der Corona-Pandemie gezeigt, dass es genau der richtige Zeitpunkt für diese Investitionen war. Denn es wurde nicht nur im Februar 2020 die neue Webseite in Betrieb genommen, sondern es konnten „auf Knopfdruck“ alle VPN-Zugänge aktiviert und somit alle Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt werden, ohne dass es zu irgendwelchen negativen Beeinträchtigungen der Geschäftsabläufe gekommen ist. Zudem profitiert man vom deutlich gestiegenen Informationsinteresse der Anleger, das in der Krisenzeit deutlich gestiegen ist. Dies lässt sich sowohl an der leichten Zunahme der Abonnentenzahlen in den Monaten März und April, aber auch an den gestiegenen Zuschaltquoten beim Anleger-Podcast ablesen.

Sodann berichtete Frau Weidtmann über den weiteren Fortgang der Gerichtsverfahren im Geschäftsjahr 2019. In Sachen MAN SE musste die Volkswagen AG zu guter Letzt den Minderheitsaktionären auch für das Geschäftsjahr 2013 noch die Differenz zwischen der bislang gezahlten Garantiedividende von 3,07 Euro (netto) und der gerichtlich festgesetzten Höhe von 5,10 Euro inklusive Zinsen nachzahlen. Der Effecten-Spiegel AG sind damit weitere 21.930 Euro zugeflossen. Damit ist das Verfahren erfolgreich beendet, nachdem bereits 2018 schon Nachzahlungen von 341 TEUR für die Jahre 2014 bis 2017 vereinnahmt werden konnten.

Nicht wirklich voran geht es weiter im Spruchverfahren bei der HVB. Nachdem die Gutachter nun endlich nach sieben Jahren ihre Stellungnahme zur Bewertung vorgelegt haben, begann der Papierkrieg mit Beschwerden und Anfragen von beiden Seiten erneut. Die ursprünglich für den 30. September 2019 angekündigte ergänzende Stellungnahme wurde erst Anfang März 2020 vorgelegt, so dass alle ursprünglichen Gerichtstermine für 2019 abgesagt wurden. Auch inhaltlich ist die neue Einschätzung der Gutachter eher wenig erfreulich, der von diesen ermittelte Nachbesserungsbetrag wurde auf 2,67 Euro nach zuvor 3,29 Euro herunterkorrigiert. Die Stellungnahmefrist für das neue Gutachten lief bis zum 20.07.2020, neue Termine zur mündlichen Verhandlung wurden für den 21. und 22. Oktober 2020 anberaumt. Mit einer Entscheidung über eine mögliche Nachbesserung wird 2020 aber wohl eher nicht mehr zu rechnen sein.

Deutlich spannender war es laut Frau Weidtmann hingegen im Postbankverfahren, über welches bereits im Vorjahr anlässlich der Hauptversammlung ausführlich berichtet wurde. Nach fast zehn Jahren Verfahrensdauer hat die Deutsche Bank dort nun endlich Teile der Vertragsunterlagen vorlegen müssen. Außerdem sollten insgesamt 17 Zeugen vernommen werden, wobei einige von diesen erfolgreich von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht wegen einer parallel laufenden Strafanzeige Gebrauch gemacht haben, u.a. auch der Ex-Vorstandschef Dr. Josef Ackermann. Im Zeitraum vom 30. Oktober 2019 bis 26. Februar 2020 liefen jeweils mittwochs vor dem OLG die Zeugenbefragungen. Bemerkenswert ist dabei gewesen, dass alle bisherigen Zeugen allesamt unter kollektivem Gedächtnisverlust litten. Sie konnten sich beispielsweise nicht einmal mehr erinnern, ob sie bei den Verhandlungen oder Vertragsabschlüssen überhaupt anwesend waren, sie erkannten z.T. nicht einmal mehr ihre Kürzel und Unterschriften auf den Vertragsunterlagen, so Frau Weidtmann. Für den 03. September 2020 und vorsorglich den 27. Oktober und 23. November wurden weitere Befragungstermine anberaumt, aktuell soll noch der frühere Deutsche Post Finanzvorstand John Allan befragt werden.

Eine Prognose über den weiteren Verfahrensverlauf wollte der Effecten-Spiegel indes nicht wagen. Entscheidend wird laut Frau Weidtmann sein, wie das Gericht diese Aussagen bzw. die Vergesslichkeiten werten wird. Auch hinsichtlich der möglichen weiteren Verfahrensdauer ist keine belastbare Prognose möglich, allerdings hält sie eine Entscheidung im aktuell laufenden Jahr für sehr unwahrscheinlich.

Abschließend ging sie noch auf den Gewinnverwendungsvorschlag unter Tagesordnungspunkt 2 ein. Trotz des aktuell schwierigen Umfelds ist die Gesellschaft in der komfortablen Lage, eine Dividende auszuschütten. Vorgeschlagen wird eine Zahlung von 0,65 (0,55) Euro je Stamm- und Vorzugsaktie. Damit liegt die Gewinnausschüttung um 18 Prozent über dem Vorjahresniveau, das Ausschüttungsvolumen beträgt 2,277 Mio. Euro.

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung im laufenden Jahr zeigte sich Frau Weidtmann durchaus zuversichtlich, dass es erneut die Notenbanken und die riesigen staatlichen Stimuli sein werden, die den wirtschaftlichen Schaden eindämmen könnten. In Bezug auf die erheblichen zusätzlichen Schulden zeigte sie sich aktuell noch nicht besorgt, denn die Alternative bei einem Nichthandeln der Regierungen und der Notenbanken wäre wohl noch deutlich unerfreulicher. Insoweit ist auch das 130 Mrd. Euro schwere Programm in Deutschland aus ihrer Sicht die richtige Antwort auf die schwerste ökonomische Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Zusätzliche Unterstützung könnte vom US-Wahljahr für die Börsen kommen, da dies erfahrungsgemäß eine klassische Wahlrallye nach dem Sommer beschert.


Fragen und Antworten

Im Anschluss an die Rede wurden von Frau Weidtmann die im Vorfeld der Hauptversammlung fristgerecht auf elektronischem Wege über das HV-Portal eingereichten Fragen in der Reihenfolge ihres Eingangs beantwortet. Diese wurden jeweils von der langjährigen Redakteurin Frau Nottelmann stellvertretend für die jeweiligen Fragesteller verlesen.

Auf die Frage von Aktionär Ekkehard Sims, warum bei Aktien in Sondersituationen wie etwa K+S, Vossloh oder SGL Carbon nicht konsequent und rechtzeitig mit Verlust veräußert wird und den Hinweis auf den Umgang der Scherzer & Co. AG mit Engagements wie MAN oder Audi dort antwortete Frau Weidtmann wie folgt. Sie gab zu bedenken, dass sich die Geschäftsmodelle der Effecten-Spiegel AG und der Scherzer & Co. AG unterscheiden, entsprechend agieren beide Unternehmen im Management des eigenen Portfolios auch unterschiedlich. Welches der beiden Geschäftsmodelle langfristig erfolgreicher ist, könne sie zwar nicht beurteilen, die beiden letzten Geschäftsjahre haben allerdings gezeigt, dass auch die Scherzer & Co. AG durchaus Verluste ausweisen musste. Im Gegensatz hierzu hat die Effecten-Spiegel AG in den letzten 13 Jahren ihrer Vorstandstätigkeit trotz aller Krisen in jedem Jahr eine Dividende ausgeschüttet. Im Schnitt lag diese bei 0,70 Euro je Aktie. Zu dem ebenfalls geäußerten Vorschlag einer möglichen Überkreuzbeteiligung mit der Scherzer & Co. AG erklärte Frau Weidtmann, dass angesichts der unterschiedlichen Geschäftsmodelle ein solcher Schritt nach ihrer Einschätzung nur wenig Sinn macht. Ungeachtet dessen ist man seit einigen Jahren mit einem kleinen Bestand an der Scherzer & Co. AG beteiligt.

Verschiedene Fragen wurden auch zum Engagement bei der Wirecard AG eingereicht. Dabei interessierten sich die Fragesteller für die Hintergründe, warum etwa nach Einreichung der Klage im Mai 2020 diese Position nicht konsequent veräußert wurde. Weitere Fragen befassten sich mit der Höhe der entstandenen Verluste aus dem Engagement und mit der eingereichten Klage. Hierzu antwortete die Effecten-Spiegel-Chefin, dass der Wiedereinstieg in die Wirecard-Aktie im Jahre 2018 bereits anlässlich der letztjährigen Hauptversammlung erläutert wurde. Sicherlich hat man bei der Wirecard AG seitens der Effecten-Spiegel AG gewisse Gouvernance-Probleme erkannt und entsprechend auch die Klagen eingereicht. Nach Bekanntwerden des Betrugsfalls wurde die Klage auf die ehemaligen Vorstandsmitglieder und den Abschlussprüfer Ernst & Young sowie auch hinsichtlich der Schadenshöhe erweitert. Da ein Prozessfinanzierer mit an Bord ist, besteht für die Effecten-Spiegel AG kein finanzielles Verfahrensrisiko.

Sicherlich war es rückblickend betrachtet eine Fehleinschätzung, die Aktie nicht früher zu verkaufen. Allerdings muss man sich als Marktteilnehmer auch auf die öffentlich zugänglichen Unterlagen und Informationen und natürlich auch auf testierte Jahresabschlüsse verlassen können. Dass sich nunmehr herausstellt, dass offenbar weite Teile des operativen Geschäfts bei einem DAX-Unternehmen gar nicht existent waren, erschien wohl nahezu allen Beobachtern vor einigen Wochen noch völlig undenkbar, noch dazu unter den sehenden Augen von Abschlussprüfern und Aufsichtsbehörden. Neben Aktien der Gesellschaft selbst wurde in keine weiteren Finanzprodukte mit Bezug auf die Wirecard AG investiert.

Verschiedene Fragen befassten sich mit möglichen Überlegungen zur Einziehung eigener Aktien oder aber der Gleichstellung von Stamm- und Vorzugsaktien bei der Effecten-Spiegel AG. Derzeit hält die Gesellschaft 291.135 Stamm- und 17.734 Vorzugsaktien. Allerdings können die Stammaktien nicht eingezogen werden, da dann die Zahl der Vorzugsaktien mehr als die Hälfte des Grundkapitals übersteigt. Dies wäre aktienrechtlich unzulässig. Daher müsste neben den Stammaktien auch die gleiche Menge Vorzugsaktien eingezogen werden. Auf Basis des aktuellen Bestands an eigenen Vorzugsaktien von 17.734 Stück läge die Zahl der einziehbaren Anteilsscheine bei lediglich etwa 35.000 Stück, was angesichts des zu erwartenden Kosten-/Nutzenaspekts wenig sinnvoll erscheint. Ferner gab sie zu bedenken, dass sich der prozentuale Anteil der Großaktionärin im Falle einer Einziehung von Aktien automatisch erhöht. Frau Weidtmann betonte indes, dass es sich die Gesellschaft vorbehält, eigene Aktien über die Börse zu verkaufen.

Mit Blick auf die auch in den vergangenen Jahren immer wieder aufgeworfene Frage nach einer möglichen Gleichstellung von Stamm- und Vorzugsaktie wies sie darauf hin, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat damit regelmäßig befassen und sich bisher stets gegen einen solchen Schritt entschieden haben. Sicherlich ist es richtig, dass die Vorzugsaktie in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung verloren hat, allerdings existieren diese bei vier DAX-Unternehmen, namentlich BMW, Henkel, RWE und VW weiterhin. Auch im MDAX existiert diese Gattung noch bei den Unternehmen Fuchs Petrolub, Metro und Sartorius AG. Als größten Vorbehalt gegen eine mögliche Gleichstellung führte sie an, dass die Vorzugsaktie qua Gesetz mit einem „nachzuzahlenden Vorzug“ gegenüber den Stammaktien ausgestattet ist. Dies bedeutet keine Mehrdividende gegenüber den Stammaktien, sondern lediglich die Rangfolge der Ausschüttung, wonach die Vorzugsaktien immer zuerst zu berücksichtigen sind. Lt. Satzung der Effecten-Spiegel sind die Vorzugsaktien „bei der Verteilung der Gewinne mit einem nachzuzahlenden Vorzug von 6 Prozent ausgestattet“. Dieser Umstand könnte bei einer Zusammenlegung der Gattungen Zahlungsansprüche auslösen, weshalb bisher immer von einer Zusammenlegung abgesehen wurde.

Angesprochen von Herrn Tillein auf die Gründe für das Investment in Aktien der Porsche Automobil Holding SE griff Frau Weidtmann auf die Vergangenheit zurück. Sie erklärte, dass man sich 2008 hierüber günstig an der Volkswagen AG beteiligen wollte. Auch wenn die vom damaligen Porsche-Chef Wiedeking versuchte Übernahme des Volkswagenkonzerns am Ende nicht erfolgreich war, hält Porsche noch heute mit 53,3 Prozent die Mehrheit der VW-Stammaktien. Inzwischen hat sich Porsche überdies zu einem beständigen Dividendenzahler entwickelt. Die Effecten-Spiegel AG konnte aus dem Engagement bisher (ohne das Jahr 2020) Dividenden in Höhe von 630.440 Euro vereinnahmen. Zudem ist das Unternehmen als Beteiligungsgesellschaft die einzige ihrer Art, die über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, um in Firmen zu investieren, die den aktuellen Trends in der Automotivebranche wie E-Mobilität, Digitalisierung und Autonomes Fahren am besten folgen. Auch dies ist ein Grund für das weiterhin bestehende Engagement. Zu den Klagen wies sie darauf hin, dass die Porsche SE als Muttergesellschaft von VW ebenfalls Offenlegungspflichten gegenüber dem Kapitalmarkt zu erfüllen hat. Juristisch geht es hierbei aber in erster Linie um Sachverhalte auf Ebene des Volkswagenkonzerns.

Hinsichtlich der getätigten Investments interessierte sich Herr Tillein auch für die Hintergründe für die Engagements in zwei Fonds und wollte wissen, inwieweit dies künftig möglicherweise ausgeweitet werden soll. Frau Weidtmann stellte klar, dass die Gesellschaft selbst bereits die vorhandenen Mittel in Aktien anlegt. Bei den beiden Fonds handelt es sich um Engagements in zwei Fonds, bei denen die Effecten-Spiegel AG als Markenlizenzgeber fungiert. Zudem verfolgen diese auch einen etwas anderen Investmentansatz. So investiert der Effecten-Spiegel Aktien-Fonds nach dem Prinzip der Relativen Stärke. Im Effecten-Spiegel Anlage-Mix-Fonds wird das Kapital überwiegend in Renten, Rohstoffe, Währungen und andere Wertpapiere angelegt. Weitere Anlagen in Drittfonds sind daher in der Zukunft nicht vorgesehen.

Nähere Erläuterungen erbat der Fragesteller auch zu den seitens der Hausbanken berechneten Transaktionskosten für Wertpapiertransaktionen. In diesem Kontext verwies er etwa auf das Angebot der flatex AG. Frau Weidtmann antwortete hierzu, dass man im Rahmen der Vermögensverwaltung mit zwei Sparkassen und zwei Privatbanken, namentlich ODDO BHF und der Bethmann Bank zusammenarbeitet. Die Abonnementgebühren werden über die Postbank abgewickelt. Die Konditionen für den Handel mit Wertpapieren und die Depotgebühren werden mit den genannten Instituten jeweils individuell ausgehandelt und sind sehr wettbewerbsfähig. Zudem werden für die dort gehaltenen Liquiditätsbestände keinerlei Verwahrgebühren oder Strafzinsen berechnet. Zu dem genannten Onlinebroker wies sie darauf hin, dass dieser in Folge der Fokussierung auf Privatkunden nicht alle relevanten Börsenplätze abdeckt. Zudem werden bei flatex bereits seit dem Jahre 2017 für Kontoguthaben Strafzinsen erhoben.

Wie bereits in den Vorjahren befassten sich verschiedene Fragen und Fragesteller mit der vom Unternehmen vorgehaltenen Liquidität. Hierzu erinnerte die Effecten-Spiegel-Chefin an ihre Ausführungen aus den Vorjahren. Demnach ist mit ihrer Bestellung zum Einzelvorstand vor 13 Jahren festgelegt worden, dass keine Kredite aufgenommen werden sollen und alle Wertpapierkäufe wie auch alle übrigen Aufwendungen und Kosten aus Eigenmitteln finanziert werden sollen. Vor diesem Hintergrund ist es unumgänglich, stets einen entsprechenden Barbestand vorzuhalten. Seine Höhe soll sich dabei in etwa an der Höhe des Grundkapitals orientieren.

Dass hohe Liquiditätsbestände auch nicht unüblich sind, verdeutlichte sie mit einem entsprechenden Zitat des berühmten Investors Warren Buffet, der vor einigen Jahren einmal auf eine solche Frage festgestellt hat – „Cash ist für Unternehmen  das Gleiche wie Sauerstoff für den Menschen – wenn er da ist, denkt man nicht darüber nach. Es fällt erst auf, wenn er knapp wird. Entscheidend ist daher, dass immer genügend von diesem Sauerstoff auf Lager ist.“

Zu den im Geschäftsbericht ausgewiesenen Liquiditätsbeständen gab Frau Weidtmann zu bedenken, dass es sich dabei stets um Stichtagsbetrachtungen handelt. Beispielhaft verwies sie darauf, dass sich der Liquiditätsbestand z.B. zu Beginn des Dezembers 2019 bei deutlich unter 10 Mio. Euro bewegte. Positiv betrachtet kann sich der Aktionär allerdings darauf verlassen, dass die Gesellschaft stets auch zu mindestens 80 Prozent tatsächlich im Markt investiert ist.

Befragt nach den zu erwartenden Kosten für die diesjährige, erstmals virtuell abgehaltene Hauptversammlung im Vergleich zum Vorjahr antwortete Frau Weidtmann, dass sie keine Einsparungen, sondern vielmehr eine Umverteilung der Kosten erwartet. 2019 lagen die Kosten bei 77.028 Euro. Auch wenn z.B. das Catering entfallen ist, wurde andererseits mehr in die Technik für die Übertragung investiert. Die Zahl der angemeldeten Stamm- und Vorzugsaktien liegt leicht über dem Anmeldeniveau der Vorjahre.

Verschiedene weitere Fragen befassten sich mit den Marketingmaßnahmen des Unternehmens im Berichtszeitraum sowie den Aufwendungen für das Sponsoring beim Düsseldorfer Eishockeyverein DEG. Nach Vorstandsangabe arbeitet man seit rund fünf Jahren mit einer Düsseldorfer Marketing & Beratungsagentur zusammen, welche fortlaufend den Markt beobachtet und mit der zusammen die jeweiligen Werbe- und Marketingmaßnahmen geplant werden. Als Beispiele für in diesem Zeitraum realisierte Kampagnen nannte Frau Weidtmann die großflächige Bahnhofwerbung 2017/2018, die digitale Leserbefragung im April 2019 sowie auch digitale Kampagnen, die über Ströer und eMoteev sowie Aktivitäten in den sozialen Medien und klassischen Printpublikationen wie z.B. FAZ, WELT, SZ und im AnlegerPlus Magazin. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der Agentur das auch im Rahmen der Hauptversammlung gezeigte Imagevideo produziert. Die Aufwendungen für die Sponsoringpartnerschaft mit der DEG bezifferte sie auf 104 TEUR, bei 943 TEUR Gesamtwerbeaufwand 2019.


Abstimmungen

Nach Beendigung der Fragenbeantwortung um 11:52 Uhr wurde die Präsenz, vertreten durch die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft, mit 45.020 stimmberechtigten Stammaktien bei einem Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 9.760.000,00 festgestellt. Darüber hinaus waren Briefwahlstimmen für 867.800 Stammaktien zugegangen entsprechend 22,76 Prozent des Grundkapitals. Insgesamt waren damit 912.820 Stammaktien abgegeben worden entsprechend 23,94 Prozent des Grundkapitals.

Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden mit sehr großer Mehrheit bei nur vereinzelten Gegenstimmen und/oder Enthaltungen verabschiedet.

Im Einzelnen beschlossen wurde die Ausschüttung einer Dividende von 0,65 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Festsetzung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2020 (TOP 5), die Wahl der Wisbert Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neuss zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 (TOP 6) sowie Satzungsänderungen im Zusammenhang mit der Neufassung der Formulierungen zum Teilnahmerecht und Ergänzung der Möglichkeit zur Online-Teilnahme (TOP 7).

Der Versammlungsleiter konnte die Hauptversammlung nach einer Dauer von zwei Stunden um 12:30 Uhr schließen.


Fazit

Vom guten Börsenumfelnd konnte die Effecten-Spiegel AG 2019 erneut profitieren und die Erträge aus dem selbst verwalteten Portfolio ausweiten. Entsprechend dürfen sich die Aktionäre über eine auf 0,65 (0,55) Euro gesteigerte Dividendenausschüttung freuen. Dabei profitieren die Anteilseigner nicht zuletzt von der soliden Finanzstruktur des Unternehmens mit einer Eigenkapitalquote von über 95 Prozent und stets vorgehaltenen auskömmlichen Liquiditätsbeständen. Die Ausschüttung entspricht bezogen auf den aktuellen Aktienkurs von rund 15,50 Euro einer attraktiven Dividendenrendite von 4,2 Prozent, - und das in einem Umfeld, in dem Unternehmen reihenweise die Dividende kürzen oder gar komplett aussetzen.

Aktuell notiert die Aktie an der Börse unterhalb des per Ende Juni 2020 gemeldeten NAV von 20,36 Euro mit einem Abschlag von rund 24 Prozent. Zusammen mit der seit Jahren attraktiven Dividendenrendite von jeweils über 4 Prozent erscheint ein Investment in die Aktie auf mittlere Sicht durchaus attraktiv. Investoren sollten jedoch dabei im Auge behalten, dass der NAV jeweils mit der Entwicklung des Gesamtmarktes entsprechend schwanken kann.


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