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euromicron AG (ISIN DE0005660005)

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Mit einer Überraschung endete die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der Frankfurter euromicron AG communication & control technology. Die Gesellschaft hatte ihre Aktionäre zu dieser Veranstaltung für den 18. Juni 2009 in das Auditorium der Commerzbank geladen. Der Einladung folgten rund 100 Teilnehmer, darunter auch Hans-Hermann Mindermann für GSC Research, der zudem rund 40.000 Aktien für die VIP Vereinigung institutionelle Privatanleger e.V. in der Veranstaltung vertrat.

Pünktlich um 10 Uhr eröffnete der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Franz-Stephan von Gronau die Versammlung. Neben der Erledigung der üblichen Formalien erstattete dieser auch den Bericht des Aufsichtsrats und erläuterte die Vergütungsstruktur des Vorstands, ehe er das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Willibald Späth übergab.


Bericht des Vorstands

2008 war kein einfaches, aber insgesamt erfolgreiches Jahr für euromicron, leitete Dr. Späth seine Ausführungen ein. Dies bedeutet insbesondere, dass die Umsätze um 21 Prozent auf 165 Mio. Euro zulegten, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 33 Prozent auf 16 Mio. Euro gesteigert wurde und das Ergebnis je Aktie um 16 Prozent auf 1,78 Euro anstieg. Zugleich gelang in 2008 der Abschluss der Umstrukturierung zu einem Technologiekonzern bei Positionierung des Unternehmens zu einer operativen Führungsgesellschaft und der Abschluss der in den vergangenen Jahren umgesetzten Buy-and-Built-Phase.

Vom Umsatzanstieg des vergangenen Geschäftsjahres entfielen rund 16 Prozentpunkte auf organisches Wachstum, wobei nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden in allen Segmenten Zuwächse zu verzeichnen waren. Auf die ausländischen Beteiligungen entfiel ein Umsatzanteil von 18,6 Prozent. Die EBIT-Marge zeigt eine qualitative Verbesserung der Aktivitäten mit einem Anstieg von 8,8 auf 9,7 Prozent, was vor allem auf Prozessoptimierungen zurückgeht.

Die Verbesserung drückt sich auch in den Kennzahlen der einzelnen Segmente aus. So steigerte die euromicron Nord den Umsatz um 30 Prozent und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sogar um rund 60 Prozent. Die euromicron Süd musste dagegen aufgrund der kritischen Entwicklung auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt Einbußen hinnehmen. Ohne diese Effekte allerdings wären der Umsatz um 5 Prozent und das EBIT um rund 20 Prozent gestiegen.

Mit 70,4 Mio. Euro lag Ende Dezember 2008 ein hoher Auftragsbestand vor, der im Verlauf des ersten Quartals 2009 sogar auf rund 80 Mio. Euro ausgeweitet werden konnte. Damit ist, wie Dr. Späth betonte, bereits ein wesentlicher Teil des für das Gesamtjahr geplanten Umsatzes vertraglich fixiert. Gleichwohl trägt man bei der Gesellschaft dem Wirtschaftsumfeld Rechnung durch ein Einsparprogramm, über das neben einer Reduzierung des Materialverbrauchs Einsparungen beim Personalaufwand und den sonstigen Ausgaben erzielt werden sollen. Die damit angestrebte Ergebnisreserve wird je nach Geschäftsverlauf entweder für die Ergebnisabsicherung oder für die Vermarktung und neue Produkte investiert.

Die wesentlichen Ziele der in den vergangenen Jahren verfolgten Buy-and-Built-Strategie hat die Gesellschaft inzwischen erreicht, so dass nunmehr die Built-and-Integration-Arbeit in den Vordergrund gerückt ist. Damit, so Dr. Späth, ist ein klar strukturierter Technologiekonzern entstanden, der unter anderem der Glasfaserspezialist Deutschlands und Partner für Fragen der Netzinfrastruktur ist. Dabei gibt es eine flächendeckende Präsenz im Inland und eine europaweite Tätigkeit in allen gängigen Netzwerktechnologien.

Im vergangenen Jahr erfolgten allerdings noch mehrere kleinere Akquisitionen zur Abrundung der Angebotspalette. Gleichwohl zeigt das Ergebnis von 2008, dass die Buy-and-Built-Phase abgeschlossen ist. Noch in 2007 stammten beispielsweise mehr als die Hälfte des Umsatzwachstums aus Akquisitionen, während dies in 2008 nur noch 6 Prozentpunkte sind.

Teil der Unternehmensstrategie ist den weiteren Angaben des Vorstandsvorsitzenden zufolge die Ausweitung der internationalen Position, die allerdings langsam und vorsichtig betrieben wird. So wurde in 2008 die italienische Qubix S.p.A. erworben, die den Zugang zu den italienischen und osteuropäischen Märkte eröffnet. Einräumen musste Dr. Späth aber zugleich, dass die Expansion in internationale Märkte nicht ohne Risiken ist. So hat sich die in 2007 akquirierte österreichische Cteam GmbH (inzwischen zu euromicron austria umfirmiert) deutlich abweichend von den Planungen entwickelt, was insbesondere auf den zwischenzeitlichen Zusammenbruch des dortigen Markts im Mobilfunkbereich zurückgeht.

Die dort in 2008 erzielten Umsätze gehen zudem vor allem auf den in 2007 aufgebauten Auftragsbestand zurück. Seit einem halben Jahr ist euromicron daher mit allen im Konzern vorhandenen Lösungsansätzen und Produkten in Österreich aktiv. Erste Zeichen für eine Verbesserung sah Dr. Späth zudem in dem im ersten Quartal 2009 auf rund 2 Mio. Euro gestiegenen Auftragseingang. Gleichwohl hält er das Umsatzziel von 10 bis 15 Mio. Euro in Österreich weiterhin für anspruchsvoll. Zudem ergänzte er, dass die Erfahrungen der österreichischen Tochter an anderer Stelle im Konzern dazu beitrugen, neue Aufträge zu erhalten, so beispielsweise von AFN.

Das Leitmotiv für die Jahre 2009 und 2010 lautet Built-and-Integration, also das organische Zusammenwachsen von unterschiedlichen Unternehmen und Unternehmenskulturen. Dazu sind beispielsweise in den letzten Monaten rund zehn Unternehmensverschmelzungen im Konzern erfolgt, um den Verbund effektiver und effizienter zu gestalten. Strategische und geschäftsfeldübergreifende Aufgaben übernimmt künftig die neu geschaffene euromicron international services GmbH, so beispielsweise die Verwaltung von Grundstücken und Gebäuden, spezielle Finanzierungsmodelle im Ausland oder zentrale Einkaufsaufgaben.

Während der Buy-and-Built-Phase wurde euromicron von den Banken konstruktiv begleitet. Die Maßnahmen umfassten insbesondere den Aufbau einer höheren Verschuldung in der Bilanz als Preis für das Wachstum. Nunmehr steht die Optimierung der Bilanzstruktur auf der Agenda, bei der die bislang kurzfristige Finanzierung schrittweise in eine strukturierte, laufende Wachstumsfinanzierung überführt wird, womit unter anderem auch die Stabilisierung des Ratings als Investment-Grade-Unternehmen erreicht werden soll.

Im Sinne einer ausbalancierten Berücksichtigung der Interessen von Kreditgebern, Aktionären und Unternehmen setzt man bei euromicron nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden auf eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Dazu wird die Hälfte des Jahresüberschusses für die Rückführung von Krediten und den Ausbau des Konzerns genutzt, während die andere Hälfte als Dividende eingesetzt wird. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlug die Verwaltung daher eine Dividende von 0,80 Euro je Aktie vor, womit Dr. Späth zugleich die Aktionäre angemessen an der guten Entwicklung des Unternehmens beteiligt sah.

Gute Wachstumsperspektiven sieht der Vorstandsvorsitzende in den Märkten Gesundheits- und Pflegebereich sowie in der Altenbetreuung. Speziell für diesen Markt hat euromicron daher auch geeignete Lizenzen erworben. Zur Sicherung des Wachstums steht aber auch darüber hinaus in Abhängigkeit von Veränderungen im Markt künftig die Aufnahme weiterer Produkte in das Portfolio an. Wachsen will der Konzern jedoch, soweit es geht, aus eigenen Kräften, und nur wo nötig sollen Zukäufe getätigt werden. Bedarf für Wachstum sieht Dr. Späth dabei vor allem im internationalen Umfeld, wobei bei Akquisitionen die unverändert großen Unterschiede in Rechts- und Wirtschaftspolitik der Länder mit den daraus resultierenden Risiken beachtet werden.

In den kommenden fünf Jahren sieht Dr. Späth den Umsatz auf eine Größenordnung von 500 Mio. Euro anwachsen, während er für 2011 eine Zielgröße von rund 300 Mio. Euro und für 2009 ein Ansteuern der 200-Mio.-Euro-Grenze nannte.


Allgemeine Diskussion

Eröffnet wurde die Generaldebatte durch einen Beitrag von Herrn Burgwald, der für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sprach. Aus seiner Sicht verdient die Verwaltung für das in 2008 erzielte Ergebnis höchstes Lob, das er unter anderem an dem EBIT-Anstieg um 33 Prozent und dem im Januar 2009 erreichten stärksten Auftragseingang in der Unternehmensgeschichte festmachte.

Die Verwaltung bat Herr Burgwald um Ausführungen zu den Perspektiven des Unternehmens, speziell in Anbetracht eines Abschlusses der Phase der Umrüstung von Kupfer auf Glasfaser, sowie zur künftigen Bedeutung des Health Care- und des Sicherheitsmarkts für euromicron. Ferner wollte er wissen, wie die mittelfristig angestrebten 500 Mio. Euro Umsatz erreicht werden sollen. Aufgefallen war dem DSW-Vertreter zudem, dass die vorgeschlagene Dividende von 0,80 Euro je Aktie 41 Prozent des Ergebnisses statt der als Dividendenpolitik genannten 50 Prozent entspricht, wozu er um eine Erläuterung bat. Zugleich äußerte er die Vermutung, dass der Vorschlag auch mit der Finanzierungssituation des Unternehmens zu tun haben könnte.

Schließlich ging der Aktionärsschützer noch auf die vorgeschlagene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ein. Die von der Verwaltung genannte Eigenschaft als Akquisitionswährung vermochte er dabei nicht nachzuvollziehen, denn die bisherigen Akquisitionen wurden jeweils in bar bezahlt.

Auch Erhard Braun von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) lobte die Verwaltung in Anbetracht der Ergebnisse des Vorjahres und freute sich, davon als Aktionär zu profitieren. Eine Ursache für den Erfolg sah der SdK-Sprecher auch in der Konstanz bei den Mitgliedern der Verwaltung und den Aktienkäufen durch den Vorstandsvorsitzenden, die ein vertrauensbildendes Signal setzen. Den Geschäftsbericht, der in diesem Jahr auch seine Anregungen berücksichtigte, bezeichnete Herr Braun als den besten in der Unternehmensgeschichte, was ebenfalls für die Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden in dessen Bericht gelte.

Sodann warb Herr Braun für eine Mitgliedschaft der Aktionäre in einer der beiden großen Aktionärsorganisationen, speziell bei der SdK, da diese für die Interessen der Aktionäre auftreten. Im Zuge dieser Ausführungen unterbrach ihn allerdings der Versammlungsleiter mit der Bitte um Rückkehr zur Tagesordnung.

Weitere Ausführungen von Herrn Braun betrafen den hohen Anteil der immateriellen Positionen in der Bilanz, in der er auch Risiken mit Blick auf Fremdkapitalgeber sah. Daher regte er an, dieser Position verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen durch den Aufbau von weiterem Eigenkapital. Grundsätzlich sei die Bilanz aber solide, stellte der SdK-Sprecher sodann fest, wenngleich der starke Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten auffalle. Dazu wollte er die Zinskonditionen wissen, zumal euromicron im Anhang des Geschäftsberichts auf Kontokorrentzinsen bei Tochtergesellschaften von bis zu 11,5 Prozent hinweist. Weitere Fragen bezogen sich auf verschiedene Abschlusspositionen, die Verluste in Österreich und Pläne für die Ausgabe von Aktienoptionen.

Der folgende Verlauf der Versammlung zeigte dann jedoch, dass die Einschätzung von Herrn Braun hinsichtlich des Verhaltens der Aktionäre nicht zutraf. So meldeten sich noch zahlreiche weitere Redner zu Wort. Auch Herr Schimanko konnte die Relation 50:50 beim Dividendenvorschlag nicht erkennen und hinterfragte kritisch eine aktuelle Beteiligungsakquisition, zu der sich im Anschluss auch ein weiterer Teilnehmer zu Wort meldete.

Herr Ruoff erkundigte sich hingegen nach den Hintergründen für den starken Anstieg der Verbindlichkeiten in der Obergesellschaft, aus der ja zugleich die Dividende gezahlt werden soll. Verbesserungsvorschläge hatte er zudem zum Geschäftsbericht und der Corporate Governance-Politik der Gesellschaft. Ebenso wie Herr Braun hielt er den Anteil der immateriellen Positionen an der Bilanzsumme in Relation zum Eigenkapital für zu hoch und kritisierte die vorgeschlagenen Aktienrückkäufe. Die dafür eingesetzten Mittel sollten besser für die Rückführung von Verbindlichkeiten eingesetzt werden, lautete sein diesbezügliches Fazit.

Vor dem Eintritt in die erste Antwortrunde meldete sich schließlich ein weiterer Aktionär zu Wort, der nicht nachvollziehen konnte, warum nach dem zwischenzeitlichen Abschluss der Buy-and-Built-Phase noch weitere Akquisitionen vorgesehen sind. Stattdessen, so sein Fazit, könne man das für Akquisitionen vorgesehene Geld doch auch für Dividendenzahlungen einsetzen.


Antworten

In die Beantwortung der Fragen teilten sich die Vorstandsmitglieder je nach Zuständigkeit. Der Health Care-Markt bietet demnach aus Sicht der Verwaltung besondere Potenziale. Grundsätzlich ist euromicron in der Lage, alle relevanten Technologien über Glasfaserlösungen abzubilden. Von besonderer Relevanz ist dies im Gesundheitssektor, da hier beispielsweise die Bedeutung von Alarm- und Notrufen zunehmen wird. Dabei fehlt es aber in vielen Teilbereichen, so beispielsweise bei mobilen Notrufen oder der automatischen Sturzerfassung, an den entsprechenden Kapazitäten. Die Potenziale dieses Markts sieht die Verwaltung daher, auch vor dem Hintergrund von Erfahrungen aus anderen Ländern, als sehr vielversprechend an.

Die internationale Expansion erfolgt nicht mit dem Primärziel der Kompensation eines eventuellen Marktrückgangs in Deutschland, wenngleich ein solcher Effekt gegebenenfalls eintreten kann. Derzeit allerdings besteht aus Sicht der Verwaltung noch kein Anlass für die Annahme eines schnellen Marktrückgangs im Inland. Im Gegenteil wird Deutschland auf absehbare Zeit weiterhin der im europäischen Maßstab wichtigste Markt bleiben, zumal bei vielen Kunden schlicht die Notwendigkeit zu Umrüstungen besteht.

Das Erreichen des mittelfristigen Umsatzziels von 500 Mio. Euro setzt den weiteren Angaben zufolge neben einem anhaltenden organischen Wachstum auch eine größere Akquisition voraus. Dieser Aufgabe möchte man sich bei euromircon allerdings erst dann stellen, wenn die eigenen Strukturen für einen solchen Schritt belastbar sind, wobei die entsprechenden Akquisitionsziele bei der Gesellschaft durchaus schon bekannt sind.

Im Zuge der Unternehmensakquisitionen hat das Management von euromicron auch einen Anstieg der Verbindlichkeiten in Kauf genommen, wobei entsprechend gute Zinskonditionen zugrunde liegen. Folge ist eine Verschlechterung des Finanzergebnisses. Zugleich konnte das Unternehmen aber die Tragfähigkeit für diese Belastung belegen und damit Vertrauen bei den Kreditgebern schaffen.

Wenn die geschäftliche Entwicklung in 2009 kontinuierlich wie geplant weiterverläuft, hält die Verwaltung auch ein Ergebnis von 2,- Euro je Aktie für erreichbar. Die Dividendenpolitik sieht einen Korridor für Ausschüttungen im Bereich von 40 bis 50 Prozent des Ergebnisses vor, und der aktuelle Vorschlag liege in diesem Rahmen, verteidigte Dr. Späth den Dividendenvorschlag. Weitere Aktienrückkäufe sind zudem derzeit nicht geplant.

Die Höhe der Firmenwerte in der Bilanz und in Relation zum Eigenkapital ist auch eine Folge der Dividendenpolitik, wurde weiter erläutert. Nach IFRS bleiben die Firmenwerte unverändert, solange ein Impairment-Test keine Notwendigkeit für Korrekturen zeigt. Entsprechend stieg diese Position in den vergangenen Geschäftsjahren aufgrund der Unternehmensakquisitionen an, während andererseits die Eigenkapitalstärkung aus dem Ergebnis aufgrund der Dividendenzahlungen nur begrenzt möglich war. Kreditgeber gehen unterschiedlich damit um. Bereits seit Längerem mit der Gesellschaft vertraute Banken berücksichtigen angesichts der Erfahrungswerte die hohen Firmenwerte bei einem Rating nicht, während bei anderen Banken ein höherer Überzeugungsaufwand durch die Verwaltung zu leisten ist.

Der Beteiligungserwerb in den USA geht nach Angaben der Verwaltung auf eine Sonderkonstellation zurück. So hatte euromicron mit der Gesellschaft über Lizenzen verhandelt. Im Zuge dieser Verhandlungen wurde angeboten, anstelle der Grundgebühr einen vergleichbaren Betrag in eine Kapitalerhöhung bei dem Unternehmen zu investieren, wovon dann auch Gebrauch gemacht wurde. Die Aktien dienen jedoch weder einem langfristigen Investment, noch gibt es Spekulationsziele. Mit Ablauf der Sperrfrist ist daher ein Verkauf denkbar. In einem solchen Fall sind die Lizenzrechte nicht an die Aktionärsposition gekoppelt.

Auf die Verluste in Österreich hat man bei euromicron außer mit einer Neuausrichtung des Leistungsangebots mit einer kräftigen Personalreduzierung und anderen Sparmaßnahmen reagiert. Gleichwohl musste ein Verlust von 3,5 Mio. Euro verkraftet werden.


Weitere Diskussion

Im Anschluss an diese Ausführungen ergriff Herr Schimanko erneut das Wort und stellte einen Gegenantrag zum Gewinnverwendungsvorschlag, der auf Zahlung einer Dividende von 1,- Euro je Aktie lautete. Zudem erkundigte sich ein weiterer Redner nach dem Wettbewerbsumfeld für die Gesellschaft und nach Maßnahmen zur Stärkung des Bekanntheitsgrads des Unternehmens, ehe Dr. von Gronau die Debatte beendete.


Abstimmungen

Zu Beginn der Abstimmungen gab der Aufsichtsratsvorsitzende die Präsenz auf der Hauptversammlung bekannt. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 4,66 Mio. Euro Euro, eingeteilt in eine gleiche Anzahl an Aktien, waren demnach 2.093.502 Aktien entsprechend 54,39 Prozent vertreten. Abgestimmt wurde im Subtraktionsverfahren. Dabei stellte der Versammlungsleiter zunächst die Tagesordnungspunkte gemäß Einladung zur Abstimmung.

Dies waren die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 0,80 Euro je Aktie (TOP 2) die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der BDO Deutsche Warentreuhand AG zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 (TOP 5), die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien (TOP 6) und Satzungsänderungen zur Anpassung an das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) (TOP 7).

Die Hauptversammlung stimmte sämtlichen Verwaltungsvorschlägen bei jeweils nur wenigen Gegenstimmen mit großer Mehrheit zu mit Ausnahme von TOP 2, bei dem rund 1,6 Millionen Gegenstimmen gezählt wurden, so dass in einem zweiten Abstimmungsgang über den Gegenantrag von Herrn Schimanko abgestimmt wurde. Dieser fand die Zustimmung der Aktionäre bei 1,66 Millionen Jastimmen, rund 256.000 Gegenstimmen und rund 174.000 Enthaltungen, so dass anstelle der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 0,80 Euro je Aktie ein Betrag von 1,00 Euro zur Auszahlung gelangen wird.


Fazit und eigene Meinung

Selten kommt es vor, dass ein Gegenantrag die Zustimmung der Hauptversammlung findet. Erst recht ist so etwas bei einer erfolgreich wirtschaftenden Unternehmung wie der euromicron AG ein ungewöhnlicher Vorgang. Mit einer Präsenzquote von über 50 Prozent des Grundkapitals kann man hier auch nicht von einer Zufallsentscheidung sprechen, auch wenn sich womöglich bei einer höheren Präsenz ein anderes Bild ergeben hätte. Ausweislich der Präsenzliste geht der Verfasser dieses Berichts davon aus, dass es im Wesentlichen zwei Aktionäre bzw. Aktionärsvertreter waren, die die Entscheidung der Hauptversammlung maßgeblich herbeigeführt haben.

Ob die erhöhte Dividendenzahlung tatsächlich im Interesse der Aktionäre lag, wird sich noch zeigen müssen. Natürlich ist das Geld auf dem eigenen Konto eine erfreuliche Angelegenheit, selbst wenn man die steuerlichen Auswirkungen berücksichtigt. Ebenso darf man wohl davon ausgehen, dass die höhere Auszahlung für das Unternehmen zu verkraften ist. Unerfreuliche Wirkungen können dagegen auf der Fremdkapitalseite eintreten. Das Unternehmen befindet sich in einer Phase der Konsolidierung der Aktivitäten, die auch eine Optimierung der Fremdkapitalstrukturen einschließt.

Für einen Kreditgeber sind dabei auch die Entscheidungen der Hauptversammlung zu Dividendenzahlungen von Bedeutung. Beim vorliegenden Sachverhalt dürfte dabei über den aktuellen Vorgang hinaus auch die Frage nach der künftigen Ausschüttungspolitik des Unternehmens von Bedeutung sein. Der Gegenantrag stellte auf eine höhere Dividende ab, was grundsätzlich ein Signal auch für die künftige Ausschüttungspolitik darstellt. Wäre dem nicht so, hätte der Gegenantrag vermutlich auf eine Kombination aus Dividende plus einer erkennbar einmaligen Bonuszahlung gelautet.

Kurzfristig bedeutet die höhere Dividende daher ein positives Signal für die Aktie, mittelfristig hingegen bleibt abzuwarten, ob und welche Konsequenzen sich daraus für die Refinanzierungskosten ergeben.


Kontaktadresse

euromicron AG
Speicherstraße 1
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