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euromicron AG (ISIN DE0005660005)

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Im Frühjahr 2010 blickt man bei dem Datenübertragungsspezialisten euromicron AG auf ein solides Umsatz- und Ergebniswachstum, einen emsig kletternden Aktienkurs und eine kurzfristig platzierte, 100-prozentig überzeichnete Kapitalerhöhung zurück. Zur diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung am 17. Juni 2010 waren 150 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste, darunter Torsten Willner für GSC Research, ins Commerzbank-Auditorium nach Frankfurt am Main gekommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Franz-Stephan von Gronau eröffnete im Beisein des vollzählig erschienenen Vorstands und Aufsichtsrats sowie des beurkundenden Notars Dr. Wolfgang Hanf die Hauptversammlung um 11 Uhr.

In seinem kurzen Bericht wies Dr. von Gronau auf einen personellen Wechsel im Vorstand der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr hin. So ist Dr. Edgar Bernardi, verantwortlich für Produkte, Markt, Technologie und Operations, zum 30. Juni 2009 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand ausgeschieden. Seit dem 15. Juli 2009 ist Thomas Hoffmann mit dem Verantwortungsbereich Strategischer Vertrieb und Marketing, Business Development und Internationalisierung, IT und Prozessoptimierung sowie Bereiche der Kapitalmarktkommunikation betraut, der zuvor drei Jahre lang im Führungsteam der euromicron AG tätig war.

Nach der Erledigung der weiteren Formalien und Hinweisen zum Ablauf erteilte Dr. von Gronau dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Willibald Späth das Wort.


Bericht des Vorstands

Zunächst blickte Dr. Späth auf ein trotz enorm schwieriger Rahmenbedingungen überwiegend erfolgreiches Jahr zurück. Diesen Erfolg führte er durch die Fortschritte bei den drei für die Gesellschaft wichtigen Bausteinen, nämlich Technik, Strategie und Ergebnis, vor Augen.

Beim Baustein Technik wurde bei der euromicron AG nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden vor allem in der Lichtwellenleitertechnologie der Ausbau des Know-hows weiter vorangetrieben. Außerdem sei es gelungen, mit innovativen Produkten wie dem Hauptverteilersystem „eFos“ neue Impulse in den Markt zu bringen. Als Schwerpunkt des Bausteins Strategie nannte Dr. Späth die Integration der in den vergangenen Jahren akquirierten Unternehmen, die kontinuierlich vorankomme.

Als Konsequenz der guten Entwicklung der ersten beiden Bausteine kann man bei der Gesellschaft auch mit dem Baustein Ergebnis zufrieden sein. Während der Konzernumsatz auf 187,3 (Vj.: 164,4) Mio. Euro anstieg, verbesserten sich das EBIT auf 18,0 (16,0) Mio. Euro und der Konzernüberschuss auf 10,7 (8,1) Mio. Euro. Die erfreulichen Zahlen wertete Dr. Späth als Bestätigung der Politik der langfristigen Ausrichtung, ohne sich von turbulenten Börsen oder kriselnden Märkten aus der Ruhe bringen zu lassen.

Die euromicron AG ist nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden längst ein Systemhaus mit breiter Anerkennung geworden. Mit einem breiten Mix aus Produkten und Systemlösungen beherrsche das Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette in der Datenübertragung von der Planung über das Projektmanagement und die Installation bis hin zur Wartung.

Dr. Späth sieht wenig Anhaltspunkte dafür, dass die beispiellose Entwicklung an den Kapitalmärkten, gipfelnd in der drohenden Staatsinsolvenz Griechenlands, den Erfolg des laufenden Geschäftsjahres beeinträchtigen könnte. Sowohl der eigene Auftragsbestand, der Ende Mai ein Volumen von 90 Mio. Euro erreichte, als auch gut gefüllte Auftragsbücher der Systemhäuser lassen die Unternehmensführung mit viel Optimismus in die nächsten Monate gehen.

Trotzdem hält man bei der Gesellschaft auch in Wachstumsphasen am Sparprogramm fest. So konnte ein Rückgang beim Materialaufwand um 1,8 Mio. Euro erzielt werden. Nicht gespart werden soll hingegen am Personal, dem wertvollsten Produktionsfaktor, wie Dr. Späth versicherte. Das Unternehmen habe vielfältige Qualifizierungsprogramme aufgelegt und intensiv in Ausbildung und Schulung der Mitarbeiter, der ersten Stütze des Unternehmens, investiert.

Sorgsam will man bei euromicron laut Dr. Späth auch mit der zweiten Stütze umgehen, dem Kapital. So konnten 1,2 Mio. Euro Zinasaufwand gespart werden, da die derzeit extrem niedrigen kurzfristigen Zinsen für Refinanzierungen genutzt werden konnten. Als eines der wichtigsten strategischen und operativen Ziele nannte der Vorstandsvorsitzende die Stärkung der Kapitalstruktur der Gesellschaft. Dazu diente vor allem die im Mai 2010 durchgeführte Kapitalerhöhung, durch die der euromicron AG 7,7 Mio. Euro an frischem Kapital zugeflossen sind. Dadurch erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 47 Prozent.

Dass der Zeitpunkt für die Kapitalerhöhung günstig war und die Attraktivität der Aktie hoch ist, zeigte sich Dr. Späth zufolge anhand der 100-prozentigen Überzeichnung der Kapitalerhöhung. Der Aktienkurs habe auf Jahresfrist um rund 50 Prozent zugelegt, und bezogen auf die letzten zwölf Monate sei die Entwicklung der Indizes DAX, MDAX und TecDAX deutlich übertroffen worden, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Zudem hat sich durch den Rückzug von zwei Großaktionären der Streubesitz auf über 70 Prozent erhöht.

Im weiteren Verlauf sprach sich Dr. Späth für eine Fortsetzung der bisherigen Dividendenpolitik aus, wonach rund 50 Prozent des operativen Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen. Mit einem Gewinn je Aktie von 2,39 Euro und einem Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie wird dieser Wert für das Geschäftsjahr 2009 zwar nicht ganz erreicht, doch da der über der Zielmarke von 2,00 Euro je Aktie liegende Gewinnanteil größtenteils auf einem steuerlichen Einmaleffekt basiert, solle dieses Geld als Reserve im Unternehmen verbleiben.

Mit einer Dividendenrendite von 6 Prozent lässt sich nach Auffassung von Dr. Späth von einem lohnenden Investment sprechen (Anm. des Verfassers: Im Rahmen der binäre optionen demokonto kostenlos war ein Gegenantrag auf eine um 20 Cent je Aktie erhöhte Dividendenzahlung erfolgreich.).

In 2008 wurde der aktive Teil der Buy-and-build-Strategie abgeschlossen, die seit 2001 konsequent verfolgt wurde. Im Rahmen der kontinuierlichen Unternehmensentwicklung und aufgrund eines günstigen Angebots hat die euromicron AG dann nochmals vier kleinere Übernahmen getätigt, die inhaltlich eng zusammenhängen und die Herstellerunabhängigkeit des Unternehmens in der Sprachübertragungstechnik ausgebaut. Mit der SSM Service GmbH, der FED Gesellschaft für Fernmeldetechnik und Datentechnik mbH, der Engel Vermietungs- und Servicegesellschaft und der Skyline Communications GmbH wurde die NEC-Philips-Kompetenzen im Bereich Sprachübermittlungstechnik übernommen. Damit ist die euromicron AG bundesweit einziger autorisierter Partner für VOICE-Anlagen via NEC-Philips-Technik und kann den Kunden nun Sprachübertragungssysteme aller namhaften Hersteller anbieten und bestmögliche kundenspezifische Lösungen herausarbeiten.

Mit der Übernahme vier kleinerer Firmen mit Spezialkompetenzen im Bereich der Sprachübertragungstechnik bezeichnete Dr. Späth die „Buy and build“-Strategie zum Ausbau des Konzerns als abgeschlossen. Die im Jahre 2009 eigentlich geplante Akquisition weiterer Unternehmen wurde aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation nicht realisiert. Laut Dr. Späth soll es keine Akquisitionen nur um des Umsatzes willen geben. Inzwischen hat die Gesellschaft ihre „Build and Integrate“-Strategie eingeleitet, die vor allem dazu dient, die einzelnen Unternehmensteile besser miteinander zu verschmelzen. Eine große Rolle soll dabei die Vereinheitlichung der IT und der Prozessabläufe spielen.

Beim Auslandsgeschäft musste die euromicron AG in Italien, Polen und Frankreich konjunkturell bedingte Umsatzeinbußen von insgesamt rund 5 Mio. Euro hinnehmen. In Österreich brach der Umsatz den weiteren Angaben des Vorstandsvorsitzenden zufolge um rund 10 Mio. Euro ein, jedoch nicht aus konjunkturellen Gründen, sondern weil sich das Management entschlossen hat, dem ruinösen Preiskampf im österreichischen Mobilfunkmarkt den Rücken zu kehren. Dagegen spezialisiere man sich nun auf den Netzwerkmarkt, der laut Dr. Späth zwar deutlich niedrigere Umsatzvolumina, dafür aber gesunde Margen ermöglicht. Für die kommenden zwei bis drei Jahre rechnet die Unternehmensführung dort mit einer sehr positiven Entwicklung.

Während sich viele europäische Märkte als schwächelnd erwiesen haben, bleibt der stabilere deutsche Heimatmarkt die wichtigste und gesunde Basis, von der aus die euromicron AG den weiteren Sprung ins Ausland wagen will, ohne in diesen Märkten sofort mit eigenen Unternehmen präsent sein zu müssen.

Auf strategischer Ebene lautet die Vision der euromicron AG für die kommenden Jahre, für jeden Kunden alle Leistungen in jeder Region anbieten zu können. Kunden sollen so in den Genuss eines „one-stop-shopping“ gelangen können. Die jüngsten Akquisitionen bilden nach Aussage von Dr. Späth die Grundlage für die operative Umsetzung dieser Philosophie. Dazu soll das Leistungsspektrum beständig aktualisiert und ausgeweitet werden.

Auf technologischer Ebene wählte der Vorstandsvorsitzende Bilder aus Science Fiction-Fernsehserien wie Raumschiff Orion oder Raumschiff Enterprise. In beiden Serien gibt es auf der Kommandobrücke des Raumschiffs einen zentralen Flachbildschirm, der die Verbindung mit dem gesamten Kosmos ermöglicht und mit dem beobachtet, gesteuert und kommuniziert werden kann. Laut Dr. Späth wird das Gigabit-Zeitalter heute Realität, überall werden die Datenmengen größer und erfordern leistungsfähigere Netzwerke, die euromicron herstellt, plant und wartet.

Bereits heute dienen die Projekte der Gesellschaft zur Steuerung komplexer Anwendungen wie z.B. in Kliniken, einer Photovoltaikanlage in Apulien sowie der Kommunikation auf dem Spaceshuttle-tauglichen Flughafen der Azoren. Bedarf für anspruchsvolle Projekte in der Datenübertragungstechnik sieht der Vorstandsvorsitzende in den nächsten Jahren auch auf öffentlichen Plätzen, an Bahnhöfen, in Fußballstadien bis hin zu modernen Haushalten - sei es in der Medien-, Steuerungs- oder in der Sicherheitstechnik. So wolle die Deutsche Telekom bis 2012 rund 10 Prozent der deutschen Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen haben, um damit die Voraussetzungen für vernetzte Anwendungen zu schaffen. In FTTH (Fiber to the Home) sieht man bei der euromicron AG ein großes Wachstumspotenzial. Dr. Späth: „Für die nächste Generation wird das eine Selbstverständlichkeit sein.“

Organisch ist die euromicron AG im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent gewachsen. Einen Umsatzsprung auf bis zu 300 Mio. Euro hält Dr. Späth für möglich, sollte sich die Übernahme eines von fünf größeren Unternehmen, die zur Zeit geprüft werden, realisieren lassen. Für diesen Fall denkt der Vorstandsvorsitzende an eine weitere Kapitalerhöhung, damit der Fremdkapitalanteil und damit die Abhängigkeit von den Finanzmärkten nicht zu stark zunehmen.


Allgemeine Aussprache

Als Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) eröffnete der Managementberater Erhard Braun aus Rodgau die allgemeine Aussprache mit einem Lob für die „verkäuferisch sehr gute Rede“ von Dr. Späth. Sowohl die Besetzung des vakanten Vorstandspostens aus den eigenen Reihen als auch die Dividendenpolitik mit einer für ein Wachstumsunternehmen einzigartigen Ausschüttungsquote von 50 Prozent fand den Beifall des SdK-Sprechers. Zudem sei leicht zu erkennen, dass die Aktie Potenzial hat, so Herr Braun.

Hinsichtlich der Akquisitionspolitik bescheinigte der Aktionärsvertreter der Unternehmensleitung, die richtige Strategie der Risikovermeidung eingeschlagen zu haben. Herr Braun brachte dem Vorstand gegenüber sein Vertrauen zum Ausdruck, dass auch künftige Übernahmen mit viel Sachverstand angegangen werden. Der SdK-Sprecher wörtlich: „Machen Sie weiter so!“

Dann kündigte Herr Braun an, dass er seitens der SdK der Tagesordnung in allen Punkten zustimmen wird einschließlich des Dividendenvorschlags von 1,00 Euro je Aktie. Eine höhere Dividende sei auch aus Aktionärssicht nicht vernünftig, da dem Unternehmen ausreichende langfristige Mittel belassen bleiben müssten, um wachsen zu können.

Auf die Frage von Herrn Braun, nach welchen Kriterien man bei euromicron die Kaufpreise für akquirierte Unternehmen berechnet, erläuterte der Vorstandsvorsitzende, dass das entscheidende Kriterium nicht die Bilanz, sondern die Gewinn- und Verlustrechnung der letzten drei Jahre ist. Neben der Ertragsfähigkeit spielten Marktzugang und Schuldenfreiheit der Übernahmekandidaten eine wichtige Rolle. So habe die euromicron AG bisher stets schuldenfreie Unternehmen erworben. Dr. Späth wörtlich: „Jedes der 34 Unternehmen, die wir gekauft haben, hat vom ersten Tag an zu Umsatz und Ergebnis beigetragen.“ Durchschnittlich amortisierten sich die Unternehmenskäufe bereits nach drei bis vier Jahren, gab der Vorstandsvorsitzende an.

Auf eine weitere Frage hin erfuhr Herr Braun, dass die euromicron AG aufgrund ihrer guten Bonitätsratings ihren Banken für nicht in Anspruch genommene Kredite keine Bereitstellungsprovision zahlen muss. Die Frage des SdK-Sprechers nach den neuen Großaktionären der Gesellschaft beantwortete Dr. Späth, um den betroffenen Anlegern nicht vorzugreifen, nur andeutungsweise. So handelt es sich hierbei um eine renommierte Fondsgesellschaft sowie um eine große Stiftung. Hedgefonds oder ähnliche Akteure suche man unter den Aktionären der euromicron AG vergeblich, so der Vorstandsvorsitzende.

Die einzig kritische Anmerkung bezog Herr Braun auf den Geschäftsbericht, der zwar sehr informativ, doch aufgrund einer nicht befriedigenden Farbgestaltung im Schriftbild nur schwer lesbar sei.

Für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) meldete sich der Frankfurter Rechtsanwalt Markus Hoffmann zu Wort und attestierte dem Vorstand eine „extrem gute Leistung, die da erbracht worden ist.“ Eine Dividendenrendite wie bei der euromicron AG suche man bei anderen Unternehmen momentan vergeblich, so Herr Hoffmann. Der DSW-Vertreter hätte auch eine geringere Dividende akzeptiert, wenn hierdurch eine verwässernde Kapitalerhöhung vermeidbar gewesen wäre.

Hierauf verteidigte Dr. Späth die Kapitalerhöhung mit der außergewöhnlichen Nachfrage nach euromicron-Aktien, die 2009 nicht mehr zu bedienen war. Nachdem die Konditionen gründlich durchgerechnet worden waren, kam es zur Entscheidung, die Kapitalerhöhung kurzfristig zu platzieren, um das frische Geld in die Gesellschaft hineinzunehmen. Der Vorstandsvorsitzende kündigte an, bei künftigen Kapitalerhöhungen das Bezugsrecht nicht mehr ausschließen zu wollen (Anm. des Verfassers: Bei der jüngsten Kapitalerhöhung war das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Näheres finden sie binäre optionen template download.).

Ein weiterer Fragekomplex von Herrn Hoffmann kreiste um das Thema Fachkräftemangel, Ausbildung und Nachwuchsförderung. Laut Dr. Späth spürt man bei euromicron nichts von einem Fachkräftemangel. Es lägen auseichend Bewerbungen vor, zudem sei der Mainzer Ausbildungsbetrieb kürzlich zum besten in Rheinland-Pfalz gekürt worden. Die jugendlichen Auszubildenden lobte der Vorstandsvorsitzende als gut motiviert und voll engagiert. Im Vertrieb laufe ein sehr erfolgreiches Trainee-Programm mit 15 Teilnehmern, die ausnahmslos von euromicron übernommen werden. Im Bereich Projektmanagement entstehe zurzeit ein ähnliches Programm, berichtete der Vorstandsvorsitzende.

In Beantwortung der Frage von Herrn Hoffmann nach einer möglichen Reformbedürftigkeit der Niederlassungsstruktur betonte Dr. Späth, dass die Einheiten in den Regionen vor allem ausreichend schlagkräftig sein müssen, so dass jede Kundenanfrage bedient werde kann. Dazu muss jede Niederlassung einen Jahresumsatz von mindestens 10 Mio. Euro vorweisen können. Unter dieser Größe hält der Vorstandsvorsitzende eine wirtschaftliche Führung der Niederlassung für unmöglich.

Mit Blick auf den als lukrativ geschilderten Fibre to the Home-Markt (FTTH) erkundigte sich Herr Hoffmann, ob der anvisierte Marktanteil durch die aufkommende Funktechnologie geschmälert werden könnte. Dies verneinte Dr. Späth, da auch ein Funknetz immer an ein Festnetz angebunden sein muss. Darin sei auch der Grund zu sehen, weshalb die Deutsche Telekom 10 Milliarden Euro in ihr Festnetz investiert. Dr. Späth: „Wir brauchen die Glasfasernetze in allen Haushalten, dort werden wir hinkommen!“ Der Funk werde dabei eher eine ergänzende Rolle spielen, prognostizierte der Vorstandsvorsitzende. Auch DSW-Vertreter Hoffmann beendete seinen Beitrag dann mit einem ausdrücklichen Lob für den Vorstand: „Sie sind da auf einem guten Weg - machen Sie weiter so!“

Als letzter Redner der Generaldebatte erkundigte sich Alfred Schäfer aus Nordhessen, ob der Vorstand bereits Überlegungen hinsichtlich der Ausgabe von Belegschaftsaktien angestellt hat. Dies schloss Dr. Späth für die Zeit nach der Integrationsphase nicht aus. Als Anwärter auf den SDAX - so auf eine weitere Frage von Herrn Schäfer - sieht sich die euromicron AG in nächster Zeit nicht. Irgendwann könne aber auch das ein Ziel sein, räumte Dr. Späth ein, doch heute stehe das operative Wirtschaften im Vordergrund.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Debatte gab Dr. von Gronau die Präsenz auf der Hauptversammlung mit 43,43 Prozent des Grundkapitals bekannt. Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden mit sehr großer Mehrheit im Sinne der Verwaltungsvorschläge verabschiedet.

Im Einzelnen beschlossen wurden die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsicht (TOP 4) sowie die Wahl der BDO Deutsche Warentreuhand AG, Hamburg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 (TOP 5).

Der Aufsichtsratsvorsitzende schloss die Hauptversammlung gegen 13:45 Uhr.


Fazit und eigene Meinung

Nachdem die Aktionäre 2009 mit der Annahme eines Gegenantrags zur Dividendenzahlung für eine faustdicke Überraschung gesorgt hatten, glänzte die diesjährige Hauptversammlung der euromicron AG mit dem Kontrastprogramm vollkommener Harmonie. Unisono zollten die Vertreter von Deutscher Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) mit einem uneingeschränkten „weiter so!“ der Unternehmensführung die größtmögliche Anerkennung.

Dabei hätte für das international agierende Unternehmen mit Mittelstandscharakter, wie der Vorstandsvorsitzende sein Haus beschreibt, auch so einiges schief gehen können. So hätten zum Beispiel aufgrund der Finanzkrise Liquiditätsprobleme auf Kundenseite zu einem Umsatzeinbruch, riskante Akquisitionen zu einer Kostenexplosion und ein Eingehen auf den Margendruck zu einer Ergebnisschmälerung führen können. Dass all dies nicht eingetroffen ist, hat vor allem mit dem umsichtigen Management des Konzerns durch den Vorstand zu tun, der hier an den richtigen Stellschrauben gedreht hat.

Dass die euromicron AG, so wie sie sich in den vergangenen Jahren mit ihren operativen Einheiten, Produkten und ihrem Know-how positioniert hat, weiter wachsen wird, dürfte recht sicher sein. Dabei besteht die größte Herausforderung für die Gesellschaft darin, bei zunehmender Größe die erreichte Qualität in jedem Bereich - einschließlich der Unternehmensführung - dauerhaft zu halten.


Kontaktadresse

euromicron AG
Speicherstraße 1
D-60327 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0) 69 / 631583 - 0
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