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Flughafen Wien AG (ISIN AT00000VIE62)

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Am 29. April 2011 fand im Austria Center Vienna die 22. ordentliche Hauptversammlung der Flughafen Wien AG statt. Kurz nach 10 Uhr begrüßte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Komm.Rat Karl Samstag die rund 300 Aktionäre, Gäste und Medienvertreter, unter ihnen Mag. Mario-David Balda von GSC Research. Nach der Abhandlung der üblichen Formalien übergab der Versammlungsleiter dann das Wort an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Christoph Herbst.


Bericht des Vorstands

Eingangs ließ CEO Dr. Herbst die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2010 Revue passieren. So wurde im Februar die Arbeit an der Skylink-Baustelle wieder aufgenommen. Die Aschewolke über Europa im April brachte einen entgangenen Umsatz in Höhe von 4,2 Mio. Euro, auch im Winter sorgten Wetterkapriolen für Ausfälle. Der Juli 2010 war mit über 2 Millionen Passagieren der passagierstärkste Monat der Unternehmensgeschichte. Im Dezember beschloss der Aufsichtsrat dann Veränderungen im Vorstand ab dem 1.1.2011.

Die Flughafen Wien-Gruppe konnte in 2010 den Umsatz dank der sehr guten Verkehrsentwicklung mit 19,7 Millionen Passagieren um 6,4 Prozent auf 533,8 Mio. Euro verbessern. Das EBITDA konnte dabei um 1 Prozent auf 168,1 Mio. Euro gesteigert werden, und beim EBIT waren es plus 2,8 Prozent auf 102,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Minderheiten erreichte 75,7 Mio. Euro, und dies ermöglicht einen Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung von 2,00 Euro je Aktie. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,9 Prozent bei einem Jahresschlusskurs von 51,23 Euro.

Das Segment Airport hatte nach Aussage von Dr. Herbst einen Umsatz von 260,0 Mio. Euro, ein Plus von 14,8 Prozent. Durch die Umschichtung von Umsätzen vom Handling in den Bereich Airport gingen die Handlingumsätze geringfügig zurück und erreichten 165,2 Mio. Euro. Der Bereich Retail & Properties verzeichnete leicht steigende Umsätze auf 93,6 Mio. Euro bei allerdings rückläufigen Margen. Der Konzernumsatz verteilte sich zu 48,7 Prozent auf den Geschäftsbereich Airport, 31,0 Prozent entfielen auf das Handling und 17,5 Prozent auf Retail & Properties.

Wie der Vorstandsvorsitzende weiter ausführte, verhinderten einige Sondereffekte ein besseres Periodenergebnis. Dies waren beispielsweise Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen, Beratungsleistungen im Rahmen der Beweissicherung bei Skylink und Rückstellungen für eine Rechtsstreitigkeit. Auch zusätzliche Incentives für Wachstumstreiber bei den Airlines wurden gewährt.

Das Ergebnis der Beteiligung Kosice Airport fiel laut Dr. Herbst nicht wie erhofft aus, der Airport Malta hingegen verzeichnete ein beträchtliches Wachstum in allen Bereichen. Der Flughafen Friedrichshafen konnte zwar ein Plus bei Umsatz und Passagierzahlen ausweisen, das Ergebnis blieb jedoch unter den Erwartungen. Das Finanzergebnis lag mit minus 3,6 Mio. Euro im Bereich des Vorjahreswerts.

Die Kennzahlen verschlechterten sich in 2010 gegenüber dem Vorjahr. So ging die EBITDA-Marge von 33,2 auf 31,5 Prozent zurück, die EBIT-Marge von 19,9 auf 19,2 Prozent. Beim Return on Capital Employed (ROCE) wurden 5,1 Prozent erreicht, in 2009 waren es 5,4 Prozent. Das Gearing (Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital) erhöhte sich leicht von 77,2 auf 81,0 Prozent. Die Flughafen Wien-Aktie konnte sich im Berichtszeitraum besser entwickeln als der Vergleichsindex ATX.

Den weiteren Angaben des Vorstandsvorsitzenden zufolge brachte die Verkehrsentwicklung starkes Wachstum in die Regionen Naher und Mittlerer Osten sowie Osteuropa, die im Jahr zuvor noch deutliche Rückgänge aufwiesen. Die Austrian Airlines als größter Kunde hat einen Passagieranteil von rund 50 Prozent, dahinter folgen die Air Berlin/Flyniki-Gruppe mit rund 18 Prozent. Für das laufende Jahr 2011 wird ein Passagierwachstum von 5 Prozent erwartet.

Beim Projekt Skylink brachte der Bericht des Rechnungshofs nach Aussage von Dr. Herbst zahlreiche Vorschläge, von denen ein Großteil bereits umgesetzt bzw. in Bearbeitung ist. Nächster Projektschritt ist die Abnahme des ersten Abschnitts am 1.6.2011, für den 28.10.2011 ist die Gesamtfertigstellung geplant. Betriebsbeginn wäre dann Ende des ersten Halbjahres 2012. Das Budget von 830 Mio. Euro soll eingehalten werden. Die Kapazität des Flughafens Wiens wird dann über 30 Millionen Passagiere im Jahr betragen.

Als mittel- und langfristige strategische Ziele nannte der Vorstandsvorsitzende die Stärkung der Hub (Verkehrsknotenpunkt)-Position innerhalb der Lufthansa-Gruppe sowie die Systempartnerschaften mit den Heimatfluglinien und die Entwicklung der Non Aviation-Bereiche. Hier hat der Flughafen Wien im Vergleich zu anderen Airports in Bereichen wie Shopping, Gastronomie und Parkierung noch Nachholbedarf. Auch die weitere Verbesserung der Qualität und die Reduktion der Kosten bleiben ein Thema.

Bei der geplanten dritten Piste sollte im dritten oder vierten Quartal die mündliche Verhandlung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung stattfinden. Der erstinstanzliche Bescheid werde dann Ende dieses oder zu Beginn des kommenden Jahres erwartet, so Dr. Herbst zum Ende seiner Ausführungen.


Allgemeine Aussprache

Die Diskussion eröffnete Dr. Wilhelm Rasinger vom Interessenverband für Anleger (IVA). Dieser bedankte sich für den sehr kompakten und schnörkellosen Bericht des Vorstandsvorsitzenden. Mit den präsentierten Zahlen und der Dividende zeigte er sich ebenfalls zufrieden. Beim Thema Skylink erkundigte sich der Aktionärsschützer nach der Höhe der bisher aktivierten Zinsaufwendungen, den voraussichtlichen zusätzlichen Abschreibungen, der Höhe des bisher verlorenen Bauaufwands und nach den Gründen für den fehlenden Impairment-Test.

Von Interesse für Dr. Rasinger waren auch etwaige Verdachtsmomente für Untreue, die Strafen für verspätete Ad-hoc-Mitteilungen und etwaige Pflichtverletzungen des Aufsichtsrats bei der Verlängerung der alten Vorstandsverträge. Weitere Fragen betrafen die Aufwendungen für Public Affairs, das bisherige Investment und die Renditen in Malta, Kosice und Friedsrichshafen sowie die Höhe des Versicherungsaufwands.

Nach Auskunft von CEO Dr. Herbst belaufen sich die Bauzeitzinsen bei Skylink auf 17,2 Mio. Euro und die Abschreibungen auf rund 50 Mio. Euro im Jahr. Es gab einen Impairment-Test, der auch vom Wirtschaftsprüfer geprüft wurde. Der verlorene Bauaufwand liegt saldiert bei 6,4 Mio. Euro bisher, etwaige Verdachtsmomente für Untreue wurden von Dr. Herbst verneint. Bei den Strafen für verspätete Ad-hoc-Mitteilungen wurde seitens des damaligen Vorstands Widerspruch eingelegt, ein Urteil steht noch aus. Die kumulierte Höhe des Versicherungsaufwands bezifferte der Vorstandsvorsitzende mit „etwas über zwei Millionen“.

In 2010 wurde das Unternehmen den weiteren Angaben zufolge von zwei PR-Agenturen betreut, der Gesamtaufwand hierfür lag bei 120 TEUR. Die Anschaffungskosten lagen bei Friedrichshafen bei rund 7,7 Mio. Euro, der Buchwert zum 31.12.2010 belief sich auf rund 6 Mio. Euro, Ausschüttungen gab es bisher keine. Bei Kosice betrugen die Anschaffungskosten rund 37 Mio. Euro, der Buchwert liegt bei 47 Mio. Euro, und es gab kumulierte Ausschüttungen von 1,14 Mio. Euro. Auf Malta entfielen Anschaffungskosten von 46 Mio. Euro, ein Buchwert von 48 Mio. Euro, und es wurden kumulierte Ausschüttungen von 11,3 Mio. Euro vereinnahmt.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Samstag ergänzte, dass aus dem Rückblick keine Pflichtverletzungen des Aufsichtsrats bei der Verlängerung der alten Vorstandsverträge zu erkennen sind. Der damalige Aufsichtsrat hatte sich mit dieser Frage sehr lange und sehr intensiv beschäftigt, und der Beschluss erfolgte einstimmig.

Anteilseigner DI Franz Stockhandl fragte, ob die Incentivepolitik des alten Vorstands fortgeführt werden soll, zudem erkundigte er sich nach den Kontakten des Vorstands zu den beiden 20 Prozent-Aktionären Wien und Niederösterreich. Da sich die Incentivepolitik, mit der neue Kunden bei den Anlaufkosten entlastet werden sollen, bewährt hat, wird diese in gewohnter Transparenz fortgeführt, wie Vorstand Ing. Gerhard Schmid in seiner Antwort darlegte.

Danach erkundigte sich Aktionär Dr. Kotruba nach der Finanzierung der geplanten dritten Piste. CEO Dr. Herbst geht davon aus, dass ein rechtskräftiger Bescheid mit den entsprechenden Auflagen und Bedingungen erst in 2013 zu erwarten ist. Dementsprechend liegt der Baubeginn noch in weiter Ferne, und die Optionen der Finanzierung sind noch nicht entschieden.

Weitere Fragen von Aktionärsseite betrafen die Pläne zur Privatisierung des Flughafens Bratislava, ob neben organisatorischen auch bauliche Änderungen beim Projekt Skylink entschieden wurden, die Landemöglichkeiten am Flughafen Wien für den Airbus A380, die Perspektiven für die Beteiligung am Flughafen in Kosice und etwaige Schadensersatzforderungen von Airlines wegen der Verzögerungen beim Skylink-Terminal.

Bauliche Änderungen am Skylink-Terminal sind den Angaben zufolge nicht mehr zu erwarten, Schadensersatzforderungen von Airlines wegen der Verzögerungen gibt es keine. Der aktuelle Beschluss der slowakischen Regierung sieht keine Privatisierung, sondern eine Konzessionsvergabe für 30 Jahre vor. Noch liegen die Bedingungen der Ausschreibung nicht vor, aber seitens der Flughafen Wien AG wird man sich alleine schon wegen der geografischen Nähe immer mit diesem Thema beschäftigen. Der A380 kann durchaus in Wien landen, aber bisher liegt keine Anmeldung einer Airline vor, da der Markt in Wien nicht so groß ist wie beispielsweise in Zürich oder Frankfurt. Der Airport Kosice leidet unter dem Wegfall von Sky Europe, die Aufgabe besteht nun darin, zusätzliche Airlines zu gewinnen.


Abstimmungen

Zu Beginn der Abstimmungen stellte der Versammlungsleiter fest, dass 15.595.642 Aktien mit ebenso vielen Stimmen entsprechend 74,3 Prozent des Grundkapitals vertreten waren. Alle Tagesordnungspunkte wurden dann entweder einstimmig oder mit über 99 Prozent Jastimmen im Sinne der Verwaltungsvorschläge beschlossen.

Im Einzelnen waren dies die Verwendung des Bilanzgewinns zur Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Festsetzung der Aufsichtsratsvergütung (TOP 5), die Wahl der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Wien zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 (TOP 6) sowie die Wahl von Frau Dr. Gabriele Domschitz, der Herren Ing. Ewald Kirschner und Dr. Wolfgang Ruttensdorfer sowie von Frau Mag. Bettina Glatz-Kremsner in den Aufsichtsrat (TOP 7).

Danach endete die Hauptversammlung um 13:35 Uhr.


Fazit

Die diesjährige Hauptversammlung der Flughafen Wien AG versprach, eine ereignisreiche zu werden, letztendlich blieb die Diskussion dann aber doch sehr sachlich. Prägende Themen waren, wie zu erwarten, Skylink und die Personalrochaden. Bei Letzteren ist es sicherlich zu begrüßen, dass hier die neuen Vorstände nun im Rahmen eines Headhuntings gesucht werden und sich die beiden Hauptaktionäre Wien und Niederösterreich etwas zurückhalten. Beim Thema Skylink ist jetzt ein Ende der massiven Verzögerungen absehbar.

Erfreulich ist einmal mehr die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik, die auch in einem für die Branche äußerst herausfordernden Jahr beibehalten werden konnte. Diese Verlässlichkeit stützte den Aktienkurs sicherlich auch in schwierigen Zeiten. So konnte der Einbruch im Zuge des zwischenzeitlichen Skylink-Baustopps mittlerweile bereits deutlich zurückgelassen werden. Vom Tief bei 20 Euro zu Jahresbeginn 2009 kletterte der Aktienkurs in 2010 wieder auf Regionen um 50 Euro. Bei dem aktuellen Kurs von 43 Euro erscheint das Papier dank eines niedrigen KGV und einer hohen Dividendenrendite attraktiv bewertet.


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