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Flughafen Wien AG (ISIN AT00000VIE62)

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Am 5. Mai 2014 fand in Wien die 26. ordentliche Hauptversammlung der Flughafen Wien AG statt. Nach dem erneut erfolgreichen Geschäftsjahr 2013 und weiteren Kurssteigerungen kehrte die Aktie der Flughafengesellschaft wieder in den österreichischen Leitindex ATX zurück. Rund 300 Aktionäre und Gäste, unter ihnen auch Thorsten Renner für GSC Research, hatten sich im Multiversum in Schwechat eingefunden, um sich über die weiteren Zukunftsperspektiven zu informieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ewald Kirschner eröffnete die Hauptversammlung und erläuterte ausführlich die Tätigkeiten des Aufsichtsrats und das Vergütungssystem des Vorstands.

Die Verfolgung von Schadensersatzansprüchen im Zusammenhang mit dem Bau des Check-in 3 ist nahezu erfolgreich abgeschlossen, so der Aufsichtsratsvorsitzende. Bisher hatte die Gesellschaft bereits 14,1 Mio. Euro aus Versicherungsleistungen und Verzichten generieren können. Im Rahmen des Schiedsgerichtsverfahrens gegen Auftragnehmer erhielt die Flughafen Wien AG 16,7 Mio. Euro zugesprochen, berichtete Herr Kirschner. Nach dem Verlesen der sonstigen knapp gehaltenen Formalien übergab Herr Kirschner das Wort an das Vorstandsmitglied Dr. Günther Ofner.


Bericht des Vorstands


Nach Aussage von Dr. Ofner war das Jahr 2013 für die Flughafen Wien AG trotz eines leichten Passagierrückgangs mit wesentlichen Fortschritten verbunden. So konnten die Profitabilität deutlich gesteigert und die Sach-, Finanzierungs- und Personalkosten deutlich reduziert werden. Alle wesentlichen Beteiligungen haben im vergangenen Jahr einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet. Dies unterstreicht eindrucksvoll die EBITDA-Marge, die seit 2010 kontinuierlich von 31,5 Prozent auf jetzt 38,8 Prozent zulegte. Diese Verbesserung ist auch maßgeblich den Mitarbeitern zu verdanken, denen Dr. Ofner in diesem Zusammenhang seinen Dank aussprach.

Für das laufende Jahr erwartete der Vorstand jedoch wieder einen Plus bei den Passagierzahlen. Entsprechend war er auch positiv für Umsatz und Ergebnis gestimmt. Wie Dr. Ofner weiter berichtete, liegen die Kosten für den Check-in 3 nun bei rund 725 Mio. Euro. Das Schiedsgerichtsurteil hat den Ausweis der Investitionen in 2013 reduziert. Eine Fortsetzung erfährt die bereits begonnene Strategie zur Immobilienentwicklung und Standortvermarktung. Daneben konnten das Cargo-Angebot verbessert und der Bahnhof fast fertiggestellt werden. Damit können die IC-Züge zukünftig bis zum Flughafen durchfahren, teilte Dr. Ofner mit.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Gesellschaft mit dem Bau eines neuen Wartungshangars. Laut Dr. Ofner sind für das laufende Jahr Investitionen von insgesamt rund 110 Mio. Euro vorgesehen. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung hat sich nach Ansicht des Vorstands auch im Kurs und der Marktkapitalisierung niedergeschlagen. So kletterte die Marktkapitalisierung auf rund 1,5 MilliardenEuro. Seit Januar 2013 legte der Aktienkurs um 64 Prozent und damit deutlich stärker als die Peergroup oder der ATX zu. Dies führte auch wieder zu einer Aufnahme in den ATX im laufenden Jahr, betonte Dr. Ofner.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 2,4 Prozent auf 622 Mio. Euro. Durch die weiteren Produktivitätsfortschritte erhöhte sich das EBITDA um 9,1 Prozent auf 241 Mio. Euro. Das EBIT stieg um 3,8 Prozent auf 112 Mio. Euro, da höhere Abschreibungen für den Check-in 3 zu verkraften waren. Immerhin beliefen sich die zusätzlichen Abschreibungen laut Dr. Ofner auf 16 Mio. Euro. Beim Finanzergebnis stellte sich eine leichte Verschlechterung auf minus 15,3 Mio. Euro ein. Allerdings fielen in 2013 die noch im Vorjahr aktivierten Bauzeitzinsen im Umfang von 6 Mio. Euro weg, so dass sich vergleichbar eine deutliche Verbesserung ergab.

Auch das Nettoergebnis legte um 1,9 Prozent auf 73,3 Mio. Euro zu. Daraus schlägt die Verwaltung eine deutliche Anhebung der Dividende von 1,05 auf 1,30 Euro je Aktie vor. Zufrieden zeigte sich Dr. Ofner auch mit der Rückführung der Verschuldung von 720 auf 633 Mio. Euro. Für 2014 ging er davon aus, dass die Verschuldung deutlich unter 600 Mio. Euro fällt. Vor diesem Hintergrund erwartete er auch, die Verschuldung im Verhältnis zum EBITDA im laufenden Jahr auf mindestens 2,5 zu senken.

Der operative Cashflow erhöhte sich um 13,7 Prozent auf 204,4 Mio. Euro. Wie Dr. Ofner weiter ausführte, konnte der Free Cashflow sogar auf 118 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Im Zusammenhang mit dem Schiedsgerichtsurteil sanken die ausgewiesenen Investitionen auf 72,9 Mio. Euro. Damit ist das Kapitel Skylink weitgehend abgehandelt und die Gesellschaft hat entsprechenden Schadensersatz erlangt. In den Folgejahren werden die Investitionen aber wieder um die 100 Mio. Euro liegen, kündigte der Vorstand an.

Bedingt durch das gute Ergebnis stieg auch das Eigenkapital um 6,4 Prozent auf 905 Mio. Euro. Im Gleichschritt erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 41,3 auf 46,4 Prozent. Bei einer Dividende von 1,30 Euro je Aktie beläuft sich die Ausschüttungssumme nach Angabe von Dr. Ofner auf 27,3 Mio. Euro. Mit 37,3 Prozent Ausschüttungsquote entspricht dies schon fast der mittleren Guidance von 40 Prozent. Zum Kurs des Jahresendes bietet die Flughafen Wien-Aktie eine Dividendenrendite von 2,1 Prozent.

Die Sanierung der Piste 16/34 bezeichnete Dr. Ofner als herausforderndes Projekt. Weitere Investitionen sollen in das Speditionsgebäude, den begonnenen Neubau des Hangars und die Fertigstellung des Bahnhofs fließen. Noch einmal hob der Vorstand den mehr als verdoppelten Free Cashflow hervor. Im laufenden Geschäftsjahr soll die positive Entwicklung fortgeführt werden. So erwartete Dr. Ofner einen Umsatzanstieg auf mindestens 630 Mio. Euro und ein EBITDA deutlich über 240 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern soll die Marke von 75 Mio. Euro übertreffen. Daneben ging er von einer Reduzierung der Verschuldung auf deutlich unter 600 Mio. Euro bei Investitionen von etwa 110 Mio. Euro aus.

Magister Julian Jäger ging dann näher auf die Ergebnisse der einzelnen Segmente ein. Der Bereich Airport verzeichnete mit 5,1 Prozent eine positive Umsatzentwicklung und auch das EBITDA verbesserte sich um 7,1 Prozent. Durch die höheren Abschreibungen blieb das EBIT jedoch hinter dem Vorjahreswert zurück. Trotz der verdoppelten Terminalfläche hatte die Gesellschaft die Kosten im Griff. Herr Jäger konnte von einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13,5 Prozent berichten. Im vergangenen Jahr machten die passagierbezogenen Entgelte gut 72 Prozent der Erlöse in diesem Geschäftsfeld aus.

Auch bedingt durch den harten Winter erzielte der Bereich Handling ein sehr positives Ergebnis. Den Marktanteil der Gesellschaft bezifferte Herr Jäger auf relativ konstante 88,5 Prozent. Vertragsverlängerungen konnten vor allem mit wichtigen Fluggesellschaften wie Lufthansa, Swiss oder easyjet erreicht werden. So kletterte das EBITDA um 20,1 Prozent auf 22,6 Mio. Euro und das EBIT um 32,8 Prozent auf 17,2 Mio. Euro.

Im Segment Retail & Properties erzielte das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von 1,4 Prozent. Besonders erfreulich entwickelten sich hierbei die Immobilien mit plus 6,2 Prozent und der Bereich Shopping & Gastro mit plus 2,9 Prozent. Während das EBITDA leicht auf 61,6 Mio. Euro sank, erhöhte sich das EBIT durch geringere Abschreibungen auf 41,9 Mio. Euro, teilte Herr Jäger mit.

Im Ausland entwickelten sich die Beteiligungen fast durchgängig erfreulich, so Herr Jäger. In Malta kam es zu einem Wachstum bei den Fluggästen um rund 10 Prozent auf 4 Mio. Passagiere. Bei einem EBIT von 24,3 Mio. Euro und einer Marge von 41,3 Prozent lieferte die Beteiligung einen Ergebnisbeitrag von 5,0 Mio. Euro. Auch Košice steuerte nach Vorstandsaussage ein Ergebnis von 0,5 Mio. Euro bei. Aufgrund der negativen Zahlen in Friedrichshafen hatte man die Beteiligung bereits abgeschrieben.

Nach den Worten von Herrn Jäger war das Jahr 2013 von Herausforderungen geprägt. Dazu zählte er die starke Konkurrenz und schwierige Rahmenbedingungen. Durch den harten Winter und Streiks in Deutschland kam es darüber hinaus zu Flugausfällen. Eine negative Entwicklung zeigte sich beim Aufkommen der Transferpassagiere. Außerdem musste ein Rückgang der Flugbewegungen um 5,5 Prozent hingenommen werden. Allerdings gelang es der Gesellschaft den Sitzladefaktor auf knapp 75 Prozent zu steigern, so dass die Zahl der Passagiere nur leicht nachgab.

Nach einem schwachen ersten Halbjahr im Frachtbereich zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Belebung. Wie Herr Jäger informierte, stand unter dem Strich noch ein Plus von 1,6 Prozent. Insgesamt hatte die Gesellschaft im letzten Jahr 71 Fluglinien als Kunden, die 177 Destinationen in 69 Ländern ansteuerten. Bedingt durch die Ägypten-Krise kam es zu einem starken Rückgang nach Afrika. Als größter Kunde stand die Austrian Airlines für 49,1 Prozent des Passagieraufkommens im abgelaufenen Jahr. Auf die Lufthansa-Gruppe entfiel insgesamt ein Anteil von 60,5 Prozent. Daneben machte die Air Berlin-Gruppe 17,1 Prozent der Passagiere aus. Bei den sonstigen Airlines verzeichnete vor allem Turkish Airlines ein sehr starkes Wachstum.

Für 2014 war Herr Jäger ebenfalls recht positiv gestimmt. Es konnten weitere Airlines wie Air China oder Ethiopian Airlines hinzugewonnen werden. Ab dem Sommer 2015 wird dann auch noch Uzbekistan Airways hinzukommen. Zudem stehen in 2014 auch noch neue Destinationen und Neuaufnahmen auf dem Programm. Ab Herbst 2014 wird Qatar Airways Doha mit einem deutlich größeren Flugzeug ansteuern, zeigte sich Herr Jäger zufrieden.

Bei den Passagierzahlen erwartete Herr Jäger ein Plus von eins bis drei Prozent, wobei er das Wachstum am oberen Ende der Prognose sah. Dagegen rechnete der Vorstand bei den Flugbewegungen mit einer Stagnation im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich der Modernisierung ist die Revitalisierung von Pier West und der Plaza in 2014 vorgesehen. Dazu zählen dann neue Gastronomiebetriebe und ein neuer Duty-Free-Shop in der Plaza. Fortschritte gibt es laut Herrn Jäger auch bei der Dienstleistungsqualität. So wurden ein Transfer-Shuttle und neue Wegezeitanlagen eingerichtet.

Für das laufende Jahr sind rund 110 Mio. Euro an Investitionen geplant, berichtete der Vorstand. Dabei verfolgt die Gesellschaft weiter die Entwicklung hin zur Airport City. Im vierten Quartal soll dann auch die Entscheidung über das neue Hotel am Flughafen fallen. Zu den aktuellen Projekten zählte Herr Jäger die Erneuerung des Speditionsgebäudes und den Bau neuer Frachtpositionen. Daneben stehen die Fertigstellung des Bahnhofs und der Neubau eines Hangars auf der Arbeitsliste. Über eine mögliche Modernisierung des Terminals 2 wurde noch keine Entscheidung getroffen. Die dritte Piste stellt weiterhin eine langfristige Wachstumsperspektive dar. Hierbei wartet man weiter auf die Entscheidung der zweiten Instanz. Durch den Einsatz größerer Maschinen ist die Dringlichkeit nicht mehr so hoch, trotzdem erachtete Herr Jäger zum Ende seiner Ausführungen die dritte Piste als wichtiges Projekt.


Allgemeine Diskussion


Dr. Wilhelm Rasinger vom Interessenverband für Anleger (IVA) begrüßte es, dass die Hauptversammlung direkt in Schwechat abgehalten wird. Auch den Geschäftsbericht hielt er für sehr informativ und gut lesbar. Nachdem der Großteil der Probleme bei der Flughafen Wien AG beseitigt ist, stellt sich die Ergebnisentwicklung auch wieder sehr zufriedenstellend dar. Hierfür dankte Dr. Rasinger dem Vorstand und allen Mitarbeitern sowie dem Aufsichtsrat.

Dagegen hielt er die Dividendenpolitik des Unternehmens noch für sehr vorsichtig. Angesichts der Ergebnisentwicklung machte er bei der Ausschüttung noch Spielraum bis hin zu einer Quote von 50 Prozent aus. Zunächst interessierten Dr. Rasinger noch etwaige offene Ansprüche gegen Auftragnehmer. Zum Jahresende standen noch 4,6 Mio. Euro in der Bilanz, da der Schiedsgerichtsspruch erst am 23. Dezember erfolgte und die Abwicklung über das Jahr hinaus andauerte, informierte Dr. Ofner. Nach Zahlungen im Februar sind nun alle wesentlichen Ansprüche beglichen. Mit vier  oder fünf Auftragsnehmern gab es noch keine Schlussrechnung, hierbei handelt es sich aber nicht um substanzielle Ansprüche.

Im Hinblick auf die Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Vorständen regte Dr. Rasinger an, einen wirtschaftlich vertretbaren Vergleich anzustreben. Das Verfahren mit dem Ex-Vorstand Gabmann im Zusammenhang mit seinem Dienstverhältnis ist bereits geschlossen. Wie Dr. Ofner berichtete, müsse man aber noch das schriftliche Urteil abwarten. Dagegen läuft derzeit noch das Verfahren im Hinblick auf die Bonusansprüche.

Nähere Auskünfte verlangte Dr. Rasinger zur Auseinandersetzung mit Jatec. Laut Dr. Ofner schuldet Jatec der Gesellschaft 2 Mio. Euro für den Wartungshangar. Aus diesem Grund hatte man sich zu einer Räumungsklage entschlossen. Die Gegenklage des Unternehmens wurde nicht zugelassen und so wird das Problem auf dieser Basis weiterverfolgt. Angesichts der schwachen Entwicklung beim Flughafen Friedrichshafen befürchtete der IVA-Sprecher eine Nachschusspflicht. Hier konnte ihn Herr Jäger jedoch beruhigen, eine Nachschusspflicht besteht nicht. Außerdem befindet sich die Flughafen Wien AG auf Käufersuche für die Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen.

Thema bei Dr. Rasinger war auch die neue Zuganbindung des Flughafens. Die Anbindung hielt der Vorstand für sehr wichtig, auch wenn für die Anbindung in Richtung Osten noch keine Lösung gefunden ist. Im Hinblick auf die Beziehung zu den Regionalflughäfen befürchtete er durch die neue Zuganbindung keine Auswirkungen. Insgesamt kann der Aktionär mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden sein, fasste Dr. Rasinger seinen Beitrag abschließend zusammen.

Herr Schwarz interessierte sich bereits für den kommenden Privataktionärstag am 28. August. Einladung und weitere Informationen werden in Zukunft auf der Homepage der Flughafen Wien verfügbar sein, kündigte Dr. Ofner an. Aktionär Berger lobte den sehr informativen Vorstandsvortrag. Informationsbedarf meldete Herr Berger hinsichtlich der Kosten für den Umbau der Toiletten im Check-in 3 an. Bis Ende 2013 wurden für den Toilettenumbau 550.000 Euro aufgewandt, ließ Herr Jäger wissen.

Weitere Fragen von Herrn Berger drehten sich um die Stimmrechtsvertretung durch den IVA, die Lärmschutzaufwendungen und den Verkauf von Häusern durch Anwohner im Hinblick auf die Lärmbelästigung. Dr. Ofner bezifferte die Grundpauschale für die Vertretung durch den IVA auf 2.000 Euro. Nach seiner Auskunft sind darüber heute zehn Aktionäre vertreten. Wie Herr Jäger bekanntgab, hatten 65 Anwohner eine theoretische Ablöseberechtigung. Davon haben lediglich zwei Anwohner Gebrauch gemacht. Durch den An- und Weiterverkauf der Häuser entstand ein Schaden von 50.000 Euro. Allerdings hätte die Ausstattung der Häuser mit umfassendem Lärmschutz mehr gekostet, stellte der Vorstand gegenüber. Seit 2004 hatte die Flughafen Wien AG insgesamt einen Aufwand für Lärmschutzprogramme von 46,8 Mio. Euro. Den Aufwand im abgelaufenen Jahr bezifferte Herr Jäger auf 3,6 Mio. Euro.

Befragt nach etwaigen Investitionen in Košice sah Herr Jäger keine nennenswerten Investitionen. Er rechnete zwar mit einem deutlichen Wachstum beim Passagieraufkommen, dieses könne aber problemlos mit der bestehenden Infrastruktur gemanagt werden. Vorausschauend sprach Herr Berger das Thema A380 an. Herr Jäger hielt es für möglich, dass beispielsweise Emirates in den kommenden Jahren einmal mit dem A380 nach Wien kommen möchte. Der Ausbau hierfür würde nach jetzigen Plänen Investitionen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erfordern. Solange aber keine Genehmigung und konkrete Anfragen vorliegen, wird die Gesellschaft nicht investieren. Für eine Übergangszeit könnte die Abfertigung des A380 auch auf dem Vorfeld erfolgen.

Angesichts der schwierigen Geschäftslage wollte Herr Berger wissen, ob Air Berlin schon wegen Kostenreduktionen angefragt hat. Zunächst einmal betonte Herr Jäger, dass keine relevanten Außenstände von Air Berlin vorliegen. Bisher habe noch niemand von Air Berlin wegen einer Kostenreduktion angeklopft, Gespräche über Konditionen werden aber generell in regelmäßigen Abständen geführt. Abschließend bat Herr Berger noch um Angabe des Anteils der slowakischen Passagiere in Wien. Bei den lokal abfliegenden Passagieren bezifferte der Vorstand den Anteil auf 7,5 bis 8,0 Prozent.

Herr Böhm zeigte sich verwundert über die 4,9 Mio. Euro Wertminderungen auf die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien. Die 4,9 Mio. Euro beziehen sich auf den Impairmenttest beim Speditionsgebäude. Nach den Worten von Dr. Ofner machten die Projektionen der Mieteinnahmen einen Wertberichtigungsbedarf notwendig. Der Aktionär Schwinghammer erkundigte sich nach den Plänen zum Umbau des Terminals 2. Wie Herr Jäger noch einmal betonte, ist noch keine Entscheidung über einen Neubau oder eine grundlegende Sanierung gefallen. Aktuell sei nicht einmal klar, bis wann es eine Entscheidung geben wird, die Gespräche laufen hier völlig ergebnisoffen.

Herr Glaser bemängelte das Fehlen eines gedruckten Flugplans. Die Einstellung des Drucks erfolgte aus Kostengründen, erklärte Herr Jäger. Für jeden Flugplan fielen früher Kosten von bis zu 50.000 Euro an. Neben den Kosten ist der Flugplan im Internet auch immer aktuell, nannte Herr Jäger einen weiteren Vorteil. Ein weiterer Aktionär sprach das Thema Sicherheit und den Einsatz von Ganzkörper-Scannern an. Derzeit denkt die Gesellschaft nicht an den Einsatz von Scannern. Wie Herr Jäger weiter ausführte, bringt deren Einsatz einen großen Anteil an Nachjustierungen mit sich, was insgesamt eher zu einer Verlangsamung der Kontrollen führt. Zudem wären für die Anschaffung hohe Investitionen notwendig. Selbst wenn etwa Passagiere mit Implantaten in einem Nebenraum untersucht werden, haben sie immer die Möglichkeit ihr Handgepäck dorthin mitzunehmen. So konnte Herr Jäger in diesem Fall auch keine Probleme für die Sicherheit des Handgepäcks erkennen.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Aussprache leitete Herr Kirschner zu den Abstimmungen über. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 152.670.000 Euro, eingeteilt in 21.000.000 Aktien, waren 16.200.499 Aktien entsprechend 77,15 Prozent vertreten. Die Beschlüsse erfolgten einstimmig oder bei wenigen Gegenstimmen im Sinne der Verwaltung. Beschlossen wurden die Ausschüttung einer Dividende von 1,30 Euro (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4) und die Wahl von KPMG zum Abschlussprüfer (TOP 5).


Fazit und eigene Meinung

Die Flughafen Wien AG blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Bei einem leicht gestiegenen Umsatz gelang es dem Unternehmen, das operative Ergebnis kräftig zu verbessern. Trotz der deutlich höheren Abschreibungen im Zuge der ganzjährigen Bilanzierung des Check-in 3 konnte das Ergebnis nach Steuern gesteigert werden. Diese äußerst positive Geschäftsentwicklung schlug sich auch im Aktienkurs und letztendlich in der Wiederaufnahme in den ATX nieder. Nachdem die Flughafen Wien AG damit wieder in die erste österreichische Bundesliga zurückkehrte, steigt auch das Interesse institutioneller Anleger an der Gesellschaft.

Der Jahresauftakt verlief vor dem Hintergrund der bisher vorliegenden Verkehrszahlen vielversprechend. So rechnet der Vorstand im Gesamtjahr auch mit einer weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerung. Seit Januar 2013 verzeichnete die Flughafen-Aktie einen Kursanstieg von über 60 Prozent, womit sie das von uns im vergangenen Jahr gesehene Kurspotenzial eindrucksvoll bestätigte. Mit einem KGV von 18 für das laufende hat die Aktie nun ein angemessenes Niveau erreicht. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Flughäfen verfügt Wien neben der guten Lage mittelfristig auch noch über räumliches Wachstumspotenzial. Vor diesem Hintergrund sehen wir gute Chancen auf eine stetige Ergebnisverbesserung, womit auch die Aktie attraktiv bleibt.


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