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FORTEC Elektronik AG (ISIN DE0005774103)

Lechwiesenstraße 9
D-86899 Landsberg am Lech
Deutschland
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Die Fortec Elektronik AG hatte für den 15. Februar 2018 zur Hauptversammlung nach München eingeladen. Im dortigen Haus der Bayerischen Wirtschaft hatten sich zu der Veranstaltung etwa 150 Aktionäre und Gäste eingefunden, darunter Matthias Wahler für GSC Research. Vorstand und Aufsichtsrat waren vollzählig zugegen. Das Protokoll führte wie in den Vorjahren Notarin Dr. Beate Kopp.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Winfried Tillmann eröffnete die Versammlung pünktlich um 10 Uhr und informierte zunächst über personelle Veränderungen. Wie bereits im vergangenen Jahr thematisiert (siehe binäre optionen demokonto kostenlos), hat sich der langjährige Vorstandsvorsitzende Dieter Fischer zum 30. Juni 2017 in den Ruhestand verabschiedet. Als Aktionär war er dennoch zur Hauptversammlung erschienen und er wurde von den übrigen Teilnehmern mit Applaus begrüßt.

Seine Nachfolge hat zum 1. Juli 2017 Sandra Maile angetreten. Neben ihrer Position als Vorstandssprecherin verantwortet sie die Ressorts Finanzen, Personal, Qualitätsmanagement und Investor Relations. Zum gleichen Tag wurde Bernhard Staller als Verantwortlicher für das Segment Datenvisualisierung bestellt. Als vormaliger Eigentümer der Data-Display-Gruppe wird er die Integration dieser Gruppe begleiten. Für den Bereich Power Supplies zeichnet bereits seit 2012 Jörg Traum verantwortlich. Sein Fokus wird in den nächsten Jahren auf der Entwicklung von Eigenprodukten und der Optimierung des Vertriebs innerhalb der Gruppe liegen.

Im Anschluss erläuterte Herr Tillmann die Formalien und informierte über die Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit und die Grundzüge der Vorstandsvergütung. Danach übergab er das Wort an die Vorstandsvorsitzende.


Bericht des Vorstands

Frau Maile ist sich durchaus bewusst, dass sie nach der Ära Fischer ein großes Erbe antritt. Zugleich zeigte sie sich voller Tatendrang, das Unternehmen zusammen mit ihren Vorstandskollegen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Für das Geschäftsjahr 2016/17 (bis 30.06.) konnte sie schon einmal positive Zahlen präsentieren. Der Konzernumsatz konnte nach dem Sprung im Vorjahr durch die erstmalige Vollkonsolidierung der Data Display (Details finden Sie im binäre optionen template download) wie prognostiziert auf dem hohen Niveau gehalten bzw. auf 78,5 (Vorjahr: 78,2) Mio. Euro sogar leicht gesteigert werden.

Beim Ergebnis lief es noch deutlich besser als erwartet. Das Konzern-EBIT verbesserte sich sehr deutlich auf 5,5 (3,9) Mio. Euro. Dazu beigetragen haben Frau Maile zufolge margenstarke Aufträge im Segment Datenvisualisierung insbesondere in Form von außerordentlichen Aufträgen in den USA. Die Materialkosten konnten auf 53,8 (55,0) Mio. Euro reduziert werden, während der Personalaufwand leicht auf 12,5 (12,1) Mio. Euro anstieg. Mit einer EBIT-Marge von 7,1 (4,9) Prozent erreichte die Profitabilität das höchste Niveau der Firmengeschichte.

Der Konzernüberschuss lag mit 4,3 (2,9) Mio. Euro ebenfalls deutlich über der Planung. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 1,44 (0,97) Euro, womit sich Frau Maile sehr zufrieden zeigte. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen der Hauptversammlung vor, eine unveränderte Dividende von 0,60 Euro auszuschütten. Selbst nach dem starken Kurszuwachs der Aktie in den letzten zwölf Monaten bedeutet dies noch eine respektable Verzinsung von 2,5 Prozent. Die Fortec AG setzt damit ihre stabile und verlässliche Dividendenpolitik fort.

Beide Bereiche wirtschaften, wie die Vorstandschefin weiter ausführte, nachhaltig profitabel. Im Segment Datenvisualisierung wurde dank der sehr erfolgreichen Entwicklung der Data Display Gruppe bei Erlösen von 49,5 (49,2) Mio. Euro ein EBIT von 4,2 (2,4) Mio. Euro erwirtschaftet. Die Marge beträgt beachtliche 8,5 (4,9) Prozent. Im Segment Stromversorgungen blieb der Umsatz mit 29,1 (29,0) Mio. Euro auf Vorjahresniveau und das EBIT lag mit 1,3 (1,4) Mio. Euro etwas niedriger. 

Regional betrachtet ist der Hauptabsatzmarkt mit einem Umsatzanteil von 51 Prozent nach wie vor Deutschland. Mit den Tochtergesellschaften Display Technology in England und Apollo Display Technologies in den USA soll der internationale Anteil laut Frau Maile nun Schritt für Schritt ausgeweitet werden. Bisher konzentrieren sich diese Standorte ausschließlich auf den Bereich Datenvisualisierung. Somit gibt es noch ein nicht ausgeschöpftes Potenzial für den Bereich Stromversorgungen.

Im Folgenden ging die Firmenchefin näher auf die einzelnen Gesellschaften der Gruppe ein. Sie begann mit der Fortec AG, die mit einem Umsatz von 19,6 (20,9) Mio. Euro und einem Betriebsergebnis von 0,5 (0,9) Mio. Euro knapp unter Vorjahr abgeschlossen hat. Die Marge schrumpfte auf 2,6 (4,2) Prozent. Als wesentlichen Grund benannte Frau Maile höhere Kosten im Bereich IT, die aber notwendig sind, um mittelfristig Synergien heben und die Integration der Data Display Gruppe voranzutreiben.

Weiterhin erfolgreich entwickelt sich die Emtron GmbH. Der Umsatz wuchs leicht auf 16,6 (16,4) Mio. Euro. Das Betriebsergebnis reduzierte sich zwar auf 1,1 (1,5) Mio. Euro. Die EBIT-Marge beträgt damit aber immer noch hohe 6,8 (9,1) Prozent. Als Grund für das rückläufige Ergebnis nannte Frau Maile zusätzlichen Kosten für die Messe Electronica und Rückstellungen für ein laufendes Zollverfahren. Sie ist fest überzeugt, mit diesem Geschäftsmodell weiter wachsen zu können. Allerdings stoßen derzeit die Lagerkapazitäten an Grenzen.

Die Rotec GmbH konnte den Umsatz auf 2,9 (2,3) Mio. Euro deutlich ausweiten. Beeinflusst von der Auflösung aktivierter Entwicklungskosten reduzierte sich das Betriebsergebnis dennoch auf 108 (163) TEUR. Die stark auf den Bahnmarkt ausgerichtete Autronic GmbH blieb mit einem Umsatz von 4,1 (4,7) Mio. Euro und einem EBIT von 26 (147) TEUR aufgrund einer stagnierenden Nachfrage und Projektverzögerungen hinter dem Vorjahr zurück. Dank eines guten Kostenmanagements und Beteiligungsgewinns verbesserte sich das Jahresergebnis dennoch auf 159 (100) TEUR.

Weiterhin problematisch gestaltet sich die Situation bei der Altrac AG. Die Schweizer Vertriebsgesellschaft kämpft unverändert mit steigenden Kosten bei gleichbleibenden Verkaufspreisen. Der Umsatz ging auf 4,2 (5,2) Mio. Euro deutlich zurück und das Betriebsergebnis war mit minus 153 (minus 29) TEUR erneut negativ. Nach Einschätzung von Frau Maile sollte aber das laufende Jahr mit einer schwarzen Null abschließen und im kommenden Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen.

Die erfolgreichste Einheit im Fortec-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2016/17 der Teilkonzern Data Display. Der Umsatz konnte hier nochmals um 10 Prozent auf 33,1 (30,5) Mio. Euro gesteigert und das EBIT sogar um 31 Prozent auf 3,8 (2,9) Mio. Euro ausgeweitet werden. Das Jahresergebnis dieser Gruppe von 3,0 (1,3) Mio. Euro trug im vergangenen Jahr maßgeblich zum Konzernjahresüberschuss bei, womit Frau Maile die Bedeutung dieser Akquisition nochmals unterstrichen sieht.

Die Vorstandssprecherin kam dann zur Konzernbilanz, die sich weiterhin sehr solide präsentiert. Bei einer kaum veränderten Bilanzsumme von 40,4 (40,1) Mio. Euro erhöhte sich das Eigenkapital dank der guten Ertragslage deutlich auf 28,0 (25,9) Mio. Euro, womit sich die Eigenkapitalquote auf 69,4 (64,7) Prozent verbesserte. Der Goodwill wird nach der Data-Display-Akquisition mit unverändert 5,2 Mio. Euro ausgewiesen. Mit Blick auf die sehr positive Entwicklung dieser Gruppe sieht sie dies aber als feste Position.

Der operative Cashflow konnte auf 5,0 (3,3) Mio. Euro deutlich ausgeweitet werden. Dies hat mit dazu beigetragen, dass die liquiden Mittel auf 5,6 (4,3) Mio. Euro angewachsen sind. Dagegen stehen noch langfristige Bankverbindlichkeiten von 4,2 (4,6) Mio. Euro aus der Finanzierung der zweiten Tranche des Data Display Kaufs, die quartalsweise getilgt wird.

Im weiteren Verlauf ihres Vortrags erläuterte Frau Maile die Strategie für die Zukunft. Unverändert ist es das Ziel, mit dem Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2020/21 die Marke von 100 Mio. Euro zu knacken. Dazu sollen verschiedene Maßnahmen beitragen.

Wachstum will der Vorstand beispielsweise durch eine Verdopplung der Lagerkapazitäten bei der Emtron GmbH bei vergleichbarem Lagerumschlag generieren. „In der Distribution gewinnt, wer die Ware auf Lager hat“, erklärte Frau Maile. Im Bereich Stromversorgungen soll die Präsenz beim Kunden erhöht, damit mehr Projektgeschäft akquiriert und so die Marge nach oben gebracht werden. Um das zu erreichen, soll das Team um zwei bis drei Spezialisten erweitert werden.

Klar ist aber auch, dass ein Umsatzniveau von 100 Mio. Euro nicht rein organisch erreicht werden kann. Der Vorstand schaut sich deshalb auch nach sinnvollen Akquisitionen um und dies nicht nur in Deutschland. Frau Maile kann sich vorstellen, die bereits vorhandenen ausländischen Standorte auszubauen oder weitere Zukäufe im Ausland zu tätigen. Heute ist Fortec nach ihrer Aussage Marktführer im deutschsprachigen Raum, Nischenanbieter in Europa und verfügt über eine deutliche Marktstellung im angloamerikanischen Raum. Das Ziel ist es, die internationale Position auszubauen.

Gewünscht ist allerdings nur qualitatives Wachstum, also höhere Margen. Dies soll laut Frau Maile durch innovative Eigen- und Fremdprodukte sowie Zusatzleistungen wie Software erreicht werden. Die Fortec-Gruppe soll noch stärker vom Produktlieferanten hin zu einem technologiegetriebenen Lösungspartner entwickelt werden. Neben Standardlösungen und kundenspezifischen Produkten soll den Kunden die gesamte Palette der Dienstleistungen bei Systemintegration und Systemlösungen angeboten werden.

Als großen Vorteil sieht die Vorstandschefin, dass Fortec mit Produkten aus den Bereichen Power Supplies, Displays und Rechnerboards wachstumsstarke Branchen bedient. Unter anderem griff sie die Medizintechnik, die IT-Industrie und den Beleuchtungsmarkt heraus. Großes Potenzial sieht sie auch aus der Verknüpfung von Produkten der einzelnen Bereiche zu Subsystemen erwachsen. Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist ferner das Internet der Dinge. Fortec hat eigene Lösungen für die intelligente Vernetzung von Geräten im Angebot.

Ein Thema ist außerdem die Verschlankung und Fokussierung der Gruppe. In diesem Zusammenhang wurde Frau Maile zufolge die Data-Display-Gruppe rückwirkend zum 1. Juli 2017 in die Fortec AG verschmolzen. Somit taucht dieser Teilkonzern in der Berichterstattung künftig nicht mehr auf, sondern es werden nur noch die drei operativen Einheiten Distec, Apollo und Display Technology berichtet.

Abschließend präsentierte sie die Zahlen des ersten Quartals 2017/18. Der Umsatz stieg vom 1. Juli bis 30. September 2017 auf 19,6 (18,4) Mio. Euro und das Betriebsergebnis verbesserte sich auf 1,7 (1,1) Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie errechnet sich nach drei Monaten mit 0,40 (0,25) Euro. Das zweite Quartal verlief laut Frau Maile umsatzmäßig leicht schwächer. Nach sechs Monaten lag der Umsatz mit 37 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis entwickelte sich aber weiter sehr positiv. Ob das Rekordergebnis des ersten Quartals wiederholt wurde, konnte die Vorstandschefin noch nicht abschließend beurteilen.

Grundsätzlich ist die Firmenchefin positiv gestimmt für die Zukunft. Auch in den USA ist nichts mehr von einer Verunsicherung zu spüren. Nachdenklich stimmen sie allenfalls die dramatisch gestiegenen Lieferzeiten für elektronische Komponenten und die aktuellen Tarifabschlüsse. Im laufenden Jahr stehen außerdem verschiedene Weichenstellungen an, die für das künftige Wachstum unabdingbar sind, die aber zunächst einmal Geld kosten, wie der Lagerausbau bei Emtron und die Optimierung der IT-Infrastruktur in der Gruppe.

Aus der Tagesordnung griff Frau Maile TOP 6 heraus, der die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals vorsah. Mit dieser Ermächtigung soll die Gesellschaft in die Lage versetzt werden, bei Bedarf schnell und flexibel reagieren zu können. Grundsätzlich soll den Aktionären dabei ein Bezugsrecht eingeräumt werden. Aktuell besteht keine Absicht, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre.


Allgemeine Aussprache

An den Vorstandsbericht schloss sich eine ungewohnt ausführliche Debatte mit insgesamt acht Wortmeldungen an. Neben Daniel Füßl von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) und Andreas Breijs von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sprachen unter anderem die Aktionäre Eckhard Stauffenberg, Robin Drastig, Thomas Wagner, Ludwig Zerle und Michael Knappe.

Alle Redner gratulierten zu dem erneut sehr positiven Geschäftsverlauf. Dank der fulminanten Entwicklung der Neuerwerbung Data Display konnte das Berichtsjahr noch besser abgeschlossen werden als erwartet. Herr Füßl hob insbesondere die hohe Eigenkapitalquote von 15,2 (11,1) Prozent hervor, Herr Breijs die „traumhafte EBIT-Marge“ von 7,1 (4,9) Prozent. Mehrfach wurde zudem die erneut sehr positive Entwicklung des Aktienkurses angesprochen.

Herrn Füßl und Herrn Stauffenberg war allerdings aufgefallen, dass sich die Marge im Bereich Stromversorgung deutlich rückläufig entwickelt hat. Sie fragten nach dem Grund und nach einer Abschätzung der weiteren Entwicklung. Herr Stauffenberg bat um Auskunft, ob im Bereich Datenvisualisierung grundsätzlich mehr verdient wird oder ob sich die Margen mittelfristig angleichen werden.

Wie Frau Maile darlegte, hat im Segment Stromversorgungen ein Zollverfahren belastet. Dabei geht es um die Klassifizierung von Komponenten, die davon abhängig ist, wo sie letztlich verbaut werden. Dies wisse man aber oftmals selbst vorher nicht. Die Mitbewerber haben hier das gleiche Problem. Zudem haben die Investitionen in die IT zusätzliche Kosten verursacht. Mittelfristig sollte die Marge im Bereich Stromversorgungen 5 bis 6 Prozent erreichen. Der Segmentumsatz wird mit der Ausweitung der Lagerkapazitäten in den nächsten Jahren um 3 bis 5 Mio. Euro p.a. steigen.

Befragt nach der mittelfristigen Zielgröße für die EBIT-Marge im Konzern nannte Frau Maile einen Korridor von 5 bis 8 Prozent. In der Datenvisualisierung sollten mit der verstärkten Ausrichtung auf Produkte mit höherer Komplexität 7 bis 9 Prozent erreichbar sein. Im Bereich Stromversorgungen peilt der Vorstand mit der Ausweitung des Projektgeschäfts erst einmal die Marke von 5 Prozent an. Im Moment in dieses Geschäft noch zu distributionslastig.

Die für das laufende Jahr kommunizierte Planung, wonach der Umsatz stabil bleiben und das EBIT nicht an den Wert aus 2016/17 heranreichen soll, konnten die Herren Wagner, Zerle und Knappe nicht nachvollziehen. Nachdem der Gewinn im ersten Quartal deutlich gestiegen ist und auch das zweite Quartal sehr gut gelaufen ist, würde dies bedeuten, dass die zweite Jahreshälfte sehr schwach verläuft. Auch der Umsatz müsste eigentlich steigen, nachdem der Auftragsbestand ausweislich der Meldung zum ersten Quartal an Schwung gewonnen hat.

In ihrer Antwort verwies Frau Maile auf ihren Vortrag, in dem sie verschiedene Maßnahmen vorgestellt hatte, die das künftige Wachstum unterstützen werden, die aber zunächst einmal Geld kosten. Deshalb will sie die Ergebnisprognose trotz der sehr guten Entwicklung in der ersten Jahreshälfte erst einmal aufrechterhalten. Der Umsatz bewegte sich nach sechs Monaten wie dargelegt auf Vorjahresniveau. Zwar wurden speziell im Displaygeschäft mehr Produkte verkauft, was sich aber durch den hohen Preisverfall nicht in den Erlösen zeigt.

Herr Wagner hielt es trotzdem für seltsam, dass sich die Verdopplung der Lagerkapazitäten im Bereich Stromversorgungen nicht in höheren Umsätzen niederschlägt. Dies betreffend stellte die Vorstandschefin klar, dass die Kapazitäten nicht auf einen Schlag, sondern sukzessive ausgeweitet werden, weshalb sich dies erst nach und nach in höheren Umsätzen niederschlagen wird. Zudem hat der Anstieg des Auftragsbestands zuletzt etwas an Schwung verloren. Konkretes hierzu wird mit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 23. März veröffentlicht werden.

Mit der unter TOP 6 vorgesehenen Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals waren die beiden Aktionärsschützer einverstanden. Sie wollten wissen, ob der Vorstand vielleicht schon ein Unternehmen ins Auge gefasst hat, das für eine Übernahme interessant wäre, und wenn ja in welchem Bereich. Frau Maile habe ja selbst gesagt, dass ein Umsatz von 100 Mio. Euro bis 2020/21 nicht rein organisch, sondern nur unterstützt von Zukäufen erreicht werden kann.

Wie die Vorstandschefin darlegte, sprechen sie und ihre Kollegen regelmäßig mit anderen Unternehmen der Branche. Konkretes gibt es aber nicht zu berichten. Eine Übernahme muss Sinn machen, entweder wegen der Produktpalette oder mit Blick auf die weitere Internationalisierung der Gruppe. Ein Zukauf wäre sowohl in der Datenvisualisierung wie auch im Bereich Stromversorgungen denkbar. Ausgeglichene Umsätze in den Segmenten sind nicht das primäre Ziel.

Die von Herrn Drastig thematisierte Gefahr, dass Fortec im rasanten technologischen Wandel speziell im Display-Geschäft den Anschluss verlieren könnte, sah Vorstandsmitglied Bernhard Staller nicht. Wie er erläuterte, ist die Gruppe nicht im Bereich Consumer Electronic unterwegs, sondern liefert professionelle Technologie, die vor allem zuverlässig und langlebig sein soll. Es ist nicht absehbar, dass eine neue Technologie aufkommt, die diese Art von Displays komplett ablösen würde.

Die Herren Füßl und Drastig thematisierten die Werthaltigkeit des Warenbestands. Sie sahen hier angesichts der rasanten technologischen Entwicklung große Abschreibungsrisiken, zumal die Lagerkapazitäten noch ausgebaut werden sollen. Hier stellte Frau Maile klar, dass Fortec dies betreffend schon seit vielen Jahren sehr strenge Maßstäbe anlegt. Alles was länger als 18 Monate im Bestand ist, wird komplett abgeschrieben. Es ist aber richtig, dass der Bestand aufgrund der derzeit steigenden Lieferzeiten tendenziell steigen wird.

Herr Füßl bat um Erläuterung der Gründe für die sinkende Steuerquote. Dieser erfreuliche Effekt resultiert laut Frau Maile daraus, dass die Gewinne im Ausland gestiegen sind und diese mit weniger Steuer belastet werden. In diesem Zusammenhang kam auch die Frage nach den Auswirkungen der Steuerreform in den USA auf. Mit der Tochter Apollo ist die Fortec-Gruppe dort vertreten. Der Effekt daraus ist nach den Worten der Vorstandschefin gering, nachdem dort bislang ohnehin nur geringe Steuern gezahlt werden.

Ein Thema von Herrn Stauffenberg war die Schweizer Tochter Altrac, die immer noch Verluste schreibt. Im laufenden Jahr soll es zumindest eine schwarze Null werden. Dennoch hielt es der Aktionär für sinnvoll, über eine Verlagerung der dortigen Produktion nachzudenken. Herr Drastig sah überdies die Gefahr, dass der Goodwill, der auf diese Gesellschaft entfällt, noch weiter abgeschrieben werden muss, nachdem im vergangenen Jahr bereits 0,5 Mio. Euro wertberichtigt worden sind.

In ihrer Antwort informierte Frau Maile, dass die Ergebnisse des letzten Impairmenttests  eine Teilabschreibung des Goodwills nahegelegt haben. Einen weiteren Abschreibungsbedarf kann sie momentan nicht mehr erkennen, nachdem die Prognosen für die Altrac positiv sind. Wichtig war ihr in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass sich in der Schweiz kein Produktionsstandort befindet.

Ferner erkundigte sich Herr Drastig nach den Konditionen des Darlehens über ursprünglich 5 Mio. Euro, welches die Fortec AG für den Erwerb der zweiten Tranche der Data Display Gruppe aufgenommen hat. Dieses verzinst sich nach Angabe von Frau Maile mit 1 Prozent und wird mit 208 TEUR pro Quartal getilgt. Bis 2021 wird das Darlehen also komplett zurückgezahlt sein.

Herr Zerle übte Kritik an der Dividende, die ihm mit 0,60 Euro zu niedrig erschien. Die Ausschüttungsquote liegt bei weniger als 50 Prozent, dabei verfügt der Konzern über genug Eigenkapital. Nach seiner Einschätzung macht es keinen Sinn, weiter Eigenmittel anzusparen, wenn Fremdkapital zu 1 Prozent aufgenommen werden kann. Diese Meinung teilte Frau Maile nicht. Nach ihrer Überzeugung ist eine ausreichende Eigenkapitalausstattung sehr wichtig, um jederzeit flexibel reagieren zu können. Außerdem muss das Darlehen getilgt und es soll kräftig investiert werden. 

Herr Knappe bat den Vorstand um eine Einschätzung, wie er die Gefahr einer Übernahme der Fortec AG einschätzt. Das Unternehmen ist sehr solide aufgestellt, hochprofitabel und der größte Teil der Aktien befindet sich im Streubesitz; damit wäre die Fortec AG für Investoren ein interessantes Ziel. Nach Aussage von Frau Maile lässt sich ein Übernahmeversuch bei der gegebenen Struktur nicht ausschließen. Momentan sieht sie dafür aber keine Anzeichen.


Abstimmungen

Vor Eintritt in die Abstimmungen verkündete Herr Tillmann die Präsenz. Vom gesamten Grundkapital von 2.954.943 Euro, eingeteilt in ebenso viele Aktien, waren 1.162.763 Aktien vertreten. Dies entsprach einer Quote von 39,35 Prozent.

Alle Beschlüsse wurden mit Mehrheiten über 96 Prozent gefasst. Im Einzelnen waren dies die unveränderte Dividende von 0,60 Euro (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der Metropol Audit GmbH zum Abschlussprüfer (TOP 5) sowie die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (TOP 6).

Nach knapp vier Stunden konnte der Vorsitzende die Versammlung schließen.


Fazit

Die Fortec Elektronik AG hat das Geschäftsjahr 2016/17 noch besser als erwartet abgeschlossen. Obwohl der Umsatz nach dem Sprung im Vorjahr durch die Erstkonsolidierung der Data-Display-Gruppe nur noch leicht zulegte, konnte das Ergebnis dank margenstarker Aufträge im Bereich Datenvisualisierung ganz enorm verbessert werden. Das Ergebnis je Aktie schnellte auf 1,44 (0,97) Euro nach oben. Einen großen Anteil an diesem Erfolg hat der anhaltende Erfolg der Neuerwerbung Data Display.

Das laufende Jahr hat ebenfalls sehr positiv begonnen. Im ersten Halbjahr ist der Gewinn erneut deutlich gestiegen. Nachdem in den nächsten Monaten verschiedene Maßnahmen geplant sind, die langfristig zu höheren Margen führen sollten, die aber erst einmal Kosten verursachen, bleibt der Vorstand bei der Prognose im Moment dennoch zurückhaltend. Eine Anhebung der Guidance im weiteren Jahresverlauf erscheint aus heutiger Sicht aber durchaus möglich.

An der Börse kam der erneute Gewinnsprung bestens an. Die Aktie setzte ihren Aufwärtstrend fort und verzeichnet auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Plus von mehr als 40 Prozent eine beeindruckende Performance. Am Tag der Hauptversammlung errechnete sich bei einem Kurs von 25 Euro eine Marktkapitalisierung von 74 Mio. Euro. Kurzfristig dürfte die Luft nun etwas dünner werden. Mittelfristig ergibt sich mit Blick auf das Ziel, den Umsatz bis zum Geschäftsjahr 2020/21 auf 100 Mio. Euro steigern und zugleich die Marge ausweiten zu wollen, aber noch Potenzial.


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