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infas Holding AG (ISIN DE0006097108)

Friedrich-Wilhelm-Straße 18
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Zu ihrer diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung hatte die Action Press Holding AG ihre Anteilseigner für den 23. August 2013 wie bereits in den Vorjahren in das Maritim Hotel Bonn eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Klaus Hahn begrüßte die etwa 40 Aktionäre, Gäste und Vertreter der Presse, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, und erteilte nach der Erledigung der üblichen einleitenden Hinweise und Formalien dem Alleinvorstand Menno Smid das Wort.


Bericht des Vorstands

Nach Begrüßung der Teilnehmer verwies Herr Smid hinsichtlich der genauen Daten zum abgelaufenen Geschäftsjahr auf den Geschäftsbericht der Gesellschaft und befasste sich in seinen Ausführungen mit den wesentlichen Aspekten der Geschäftsentwicklung sowie der weiteren Strategie und Entwicklung des Unternehmens. Wie bereits in den Vorjahren sind unterhalb der action press hold die beiden operativen Tochtergesellschaften infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn, und die action press GmbH & Co. KG, Hamburg, angesiedelt. Dort wird auch das operative Geschäft des Unternehmens betrieben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse im Konzern leicht auf 22,98 (Vj. 22,41) Mio. Euro, ganz leicht zulegen konnte auch das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf 2,01 nach 2,0 Mio. Euro im Vorjahr. Erneut ausgesprochen erfolgreich ist die Entwicklung bei der Tochter infas verlaufen, nach dem bereits sehr guten Umsatz von 17,56 Mio. Euro in 2011 konnten die Umsätze hier um weitere 4,1 Prozent auf 18,3 Mio. Euro gesteigert werden. Die Zuwachsrate liegt damit laut Herrn Smid leicht über dem Branchenvergleichswert. Ein nach seiner Aussage phänomenaler Anstieg konnte beim Ergebnis erzielt werden. Das Vorsteuerergebnis von infas kletterte um über 42 Prozent auf 3,09 Mio. Euro nach 2,17 Mio. Euro im Vorjahr und liegt damit in der Branche an der Spitze.

Der seit einigen Jahren zu beobachtende Umsatzrückgang bei der action press GmbH & Co. KG konnte in 2012 weitgehend zum Stillstand gebracht werden. Nach 4,85 Mio. Euro haben sich die Umsatzerlöse dort auf 4,68 Mio. Euro reduziert. Der Anstieg des Vorsteuerverlustes in 2012 auf 948 (Vj. 350) TEUR resultiert aus den im Jahresabschluss berücksichtigten Sanierungskosten. Hierzu zählen die Aufwendungen für erforderliche Investitionen in Technik und EDV sowie für die Reduktion der Belegschaft um gut 50 Prozent. Nach Einschätzung von Herrn Smid sind im 2012er Rechenwerk damit sämtliche Restrukturierungskosten berücksichtigt, so dass die Ergebnisseite bei action press hierdurch negativ überzeichnet wird und sich nicht so negativ darstellt, wie es das Zahlenwerk nahelegt.

Da es sich bei den Zahlen per Jahresende 2012 um eine Stichtagsbetrachtung handelt, ordnete der Unternehmenschef diese mit Blick auf die Entwicklung der letzten fünf Jahren ein. Das bereits aus den Vorjahren bekannte Bild hat sich auch in 2012 weiter fortgesetzt. Seither konnte infas seine Umsatzerlöse annähernd verdoppeln, während bei action press annähernd eine Halbierung zu verzeichnen war. Beim Ergebnis vor Steuern verbesserte sich infas um das Vierfache, während bei der action press GmbH & Co. KG zuletzt erhebliche Verluste angefallen sind. Inzwischen sieht Herr Smid dort jedoch ein realistisches Kosten- und Umsatzniveau erreicht, um dort künftig die Chance auf positive Ergebnisse zu bekommen.

Durch die Entwicklung der vergangenen Jahre hat sich auch der Umsatzanteil der beiden Tochtergesellschaften bezogen auf den Konzern deutlich verschoben. In 2012 stammten annähernd 80 Prozent der Umsätze von infas, die damit inzwischen eine Größenordnung erreicht hat, die größer ist als es action press im Konzern je gewesen ist. Trotz der erfreulichen Entwicklung von infas sieht Herr Smid hier in der Zukunft noch weitere Wachstumsmöglichkeiten und sieht das Potenzial auch dank der bestehenden Schuldenfreiheit als noch nicht ausgeschöpft an.

Von der führenden Position und Stellung von infas im Konzern will man in der Zukunft noch weiter profitieren und auch den Namen infas künftig stärker in den Mittelpunkt stellen. Erster wichtiger Schritt auf dem Weg dahin war die kürzlich erfolgte Übernahme der restlichen 15 Prozent an der infas GmbH von den dortigen Minderheitsgesellschaftern, so dass die action press Holding AG nunmehr bei allen Tochtergesellschaften über 100 Prozent der Anteile verfügt. Dies ist auch eine wichtige Voraussetzung, um die in der action press Holding AG bestehenden steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft nutzen zu können. In 2012 mussten auf das Ergebnis bei der Tochter infas gut 1,01 Mio. Euro Steuern gezahlt werden.

Um auch die Wahrnehmung am Kapitalmarkt zu verbessern, ist es nach Aussage von Herrn Smid wichtig, dort eine plausible Geschichte zu erzählen, um die Börsennotiz der Gesellschaft auch auf Dauer zu rechtfertigen. Erreicht werden soll dies durch die vorgeschlagene Umbenennung der Gesellschaft in infas Holding Aktiengesellschaft, die Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge durch den zur Zustimmung der Hauptversammlung vorliegenden Gewinnabführungsvertrag mit der infas GmbH sowie eine Ausweitung der Tätigkeitsfelder und Nutzung der strategischen Vorteile des Namens und der Marktstellung von infas. Konkret stellt sich der Vorstand hier eine verstärkte Ausweitung der Aktivitäten in den Bereich der Marktforschung vor. Die mit der Umbenennung verbundene Vision ist es, dass “wo infas drin ist, auch infas draufsteht”, zudem soll dies der Startpunkt zum Aufbau eines mittelständisch ausgerichteten Konzerns für die Markt- und Sozialforschung sowie angrenzende Bereich sein. Angestrebt wird, infas durch Innovationen, Flexibilität und Ertragskraft als eine unique Alternative zu den „big four“ der Branche im Markt zu positionieren.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen ging der Vorstand noch konkreter auf die geplante Ausweitung der Aktivitäten in Richtung Marktforschung ein. Mit einem Anteil von 75,7 Prozent nach 66,6 Prozent im Vorjahr bildet die Sozialforschung weiterhin den Schwerpunkt der Projekte bei der infas GmbH. Hierbei profitiert man laut Herrn Smid von den immer komplexer werdenden Strukturen unserer Gesellschaft und den sich daraus ergebenden Erkenntniswünschen der Auftraggeber. Angesichts des immer größeren Bedeutungsverlusts von Ideologien wird die wissenschaftliche und hier insbesondre die empirische Beobachtung von Sachverhalten und Fragen immer wichtiger. Als Beispiele nannte der infas-Chef hier verschiedene Fragestellungen aus dem medizinischen Bereich, in dem die Verhaltensweisen des Patienten in einen direkten und empirischen Zusammenhang mit der gesundheitlichen Entwicklung gebracht werden können. Weitere interessante Anwendungsbereiche sind aber auch Untersuchungen zur Schichtenmobilität in der deutschen Gesellschaft, zur Entwicklung der Vermögensverteilung oder andere komplexe Fragestellungen. Alle diese Projekte sind nach Vorstandsangabe zumeist auf längere, zum Teil sogar auf Zeiträume von zehn Jahren und darüber hinaus ausgelegt.

Im Bereich der Marktforschung kann sich der Vorstand in der Zukunft auch einen eigenständigen Marktauftritt über eine eigens auf diesen Bereich ausgerichtete Tochtergesellschaft vorstellen. Trotz des starken Wachstums der großen Player wie z.B. GfK sieht Herr Smid in diesem Bereich künftig noch erhebliche Veränderungen kommen, bislang haben die großen Anbieter ihr Wachstum vor allem durch eine Globalisierung ihres Geschäftsmodells realisiert und nicht vordringlich über Innovationen. Erhebliche Chancen sieht er hier in der Nutzung und Verknüpfung von Erkenntnissen mit vorhandenen Datenbeständen und den von den Menschen hinterlassenen digitalen Spuren. Aktuell läuft bereits ein entsprechendes Pilotprojekt für die Telekommunikationsbranche.

Vor Erläuterung der Zahlen für das erste Halbjahr ging Herr Smid noch kurz auf die Entwicklung des Aktienkurses ein. Dieser hat sich in den vergangenen zwölf Monaten seit der letzten Hauptversammlung erfreulich entwickelt und konnte von rund 1,00 Euro auf zuletzt etwa 1,60 Euro zulegen. Als einen Grund für diese erfreuliche Entwicklung wertete der Vorstand die vorgesehene Schärfung der Equity Story und die auf den Weg gebrachten Maßnahmen.

Erneut erfreulich entwickelte sich das Geschäft auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Die Tochter action press erzielte Umsatzerlöse von 2,207 (Vj. 2,196) Mio. Euro, bei einem auf minus 104 (minus 603) TEUR verbesserten Ergebnis vor Steuern. Nach Abschluss der im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachten Restrukturierung hält es der Vorstand für nicht unrealistisch, bereits im laufenden Jahr in Richtung einer roten Null beim Ergebnis zu gelangen. Ebenfalls zulegen konnten die Umsätze bei infas, diese kletterten auf 8,73 nach 7,57 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Vorsteuerergebnis konnte eine Verbesserung auf 1,07 nach zuvor 0,78 Mio. Euro erzielt werden. Herr Smid mahnte jedoch, diese Umsatz- und vor allem Ergebnissteigerung nicht eins zu eins auf das Gesamtjahr hochzurechnen. Im Konzern legten die Umsätze um 12 Prozent auf 10,94 (9,77) Mio. Euro zu, bei einem auf 811 TEUR verbesserten Ergebnis vor Steuern.

Vor Eintritt in die Generaldebatte erläuterte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Wihelm Nottenkämper die wesentlichen Eckdaten der Übernahme der restlichen 15 Prozent durch die action press Holding AG im Juli 2013. Aufsichtsratschef Dr. Hahn führte hierzu einleitend aus, dass sein Stellvertreter die Verhandlungen geführt habe, um etwaige Interessenskonflikte seiner Person als Aufsichtsratsmitglied bei der Effecten-Spiegel AG, die zugleich größte Anteilseignerin ist, von vorneherein auszuschließen.

Nach Aussage von Herrn Nottenkämper wurde zur Bestimmung des Unternehmenswertes eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mandatiert. Diese hat auf Basis der Unternehmenszahlen, dem Vorsteuerergebnis von 3,207 Mio. Euro in 2012 sowie der Planungen für die kommenden Jahre einen Gesamtwert von 26,611 Mio. Euro ermittelt. Auf Basis des Vorsteuerergebnisses entspricht der ermittelte Wert dem 8,3-fachen, auf Basis der Planungen für die Folgejahre dem 10,1-fachen. Durch den vollständigen Erwerb der infas GmbH hat die AG laut Aufsichtsrat vollen Zugriff auf die Gesellschaft und die Namensrechte, die Gewinnausschüttungen werden sich ebenfalls erhöhen, und es ist in der Zukunft denkbar, Akquisitionen durch die Ausgabe von Aktien zu finanzieren.

Die Finanzierung der Übernahme der ausstehenden Anteile erfolgt dabei durch die vorhandene Liquidität in der AG und ein Darlehen der infas GmbH von zur Zeit nicht benötigten liquiden Mitteln. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt aus den Gewinnausschüttungen von infas an die Holding ab dem Jahr 2013. Auf Zwischenruf von Aktionär Knipping erklärte Aufsichtsratschef Dr. Hahn, dass der Kauf der ausstehenden Anteile auf Basis des im Wertgutachten ermittelten Wertes erfolgt ist und sich am Ergebnis des Wertgutachtens auch die an die beiden Minderheitsgesellschafter geleisteten Zahlungen orientierten.


Allgemeine Aussprache

Als erster Redner meldete sich Rechtsanwalt Thomas Hechtfischer, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW) und zeigte sich erfreut, dass der Vorstand die im vergangenen Jahr in Aussicht gestellte Dividende mit einer Ausschüttung von 0,06 Euro nunmehr “liefert”. Angesichts der absoluten Höhe bewertete der Aktionärsschützer die diesjährige Zahlung als eine “Anlaufdividende” und wollte wissen, auf welche Dividendenpolitik sich die Aktionäre in den kommenden Jahren einstellen können. Herr Smid antwortete hierzu, dass sich die Höhe der Ausschüttungen in der Zukunft danach richten wird, was die Gesellschaft sich leisten kann an ihre Anteilseigner auszuschütten. Durch die positiven Effekte aus dem abzusegnenden Gewinnabführungsvertrag und bei einer weiterhin guten Entwicklung im zweiten Halbjahr 2013 rechnet Herr Smid mit einer höheren Dividende für das jetzt laufende Jahr. Die Höhe der Ausschüttung soll jedoch mit Augenmaß festgelegt werden.

Herr Hechtfischer interessierte sich wie auch weitere Debattenredner für die Effekte aus dem vorgeschlagenen Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochter infas GmbH und wollte wissen, mit welcher Steuerquote in der Zukunft zu rechnen ist. Nach Vorstandsangabe wird durch die Herstellung der gewerbe- und körperschaftssteuerlichen Organschaft bis zum Aufbrauch der bestehenden Verlustvorträge die Steuerlast gen Null tendieren. Die Erträge aus der Tochtergesellschaft fließen stets periodenkonform zu.

Bezogen auf den Kaufpreis für die ausstehenden 15 Prozent an der infas GmbH und in der Generaldebatte hierzu geäußertem Unbehagen merkte der Unternehmenschef an, dass sich dieser nach etwa dreieinhalb Jahren allein durch die Steuerersparnis aus Nutzung der Verlustvorträge “finanziert”. Eine Finanzierung der Anteilserwerbe über die Ausgabe von Aktien aus genehmigten Kapital war nach Verwaltungsangabe nicht möglich, da sich hierdurch angesichts eines Wertes von allein knapp 2,88 Euro für die infas GmbH beim damals aktuellen Aktienkurs von 1,20 Euro eine erhebliche Verwässerung ergeben hätte.

Die vorgeschlagene Umbenennung in infas Holding Aktiengesellschaft begrüßte der DSW-Sprecher ausdrücklich. Im Zusammenhang mit der in 2012 durchgeführten Sanierung bei der Tochter action press wollte der Aktionärsschützer wissen, ob es dort in 2012 mehrere Entlassungswellen gegeben hat. Nach Vorstandsangabe ist dies nicht der Fall gewesen. Auf die ergänzenden Fragen nach Ideen zur Erweiterung der Angebotspalette bei der Tochtergesellschaft, ein Projekt mit CeWe Color und die Entwicklung weiterer Produkte antwortete Herr Smid, dass man diese im vergangenen Jahr allesamt gestoppt habe. Es ist erklärte Strategie, sich zunächst auf die Kernaktivitäten zu fokussieren und auf das zu konzentrieren, was man kann und worin man gut und wettbewerbsfähig ist. Für neue Ideen, die frühestens mittelfristig Umsatz und entsprechenden Ertrag versprechen, ist derzeit kein Geld vorhanden und diesem Umstand muss man Rechnung tragen, so Smid weiter. Dank der eingeleiteten Anpassung der personellen Ressourcen und Investitionen im EDV-Bereich ist action press laut Vorstand nunmehr so aufgestellt, dass mit einem realistischen Umsatzvolumen zwischen 4 und 5 Mio. Euro reelle Chancen auf ein Erreichen der Gewinnzone bestehen.

Des Weiteren interessierte sich der Aktionärsschützer für die Erhöhung der Rückstellungen für laufende Verfahren mit der Finanzverwaltung auf inzwischen 219 TEUR. Hierbei handelt es sich nach Vorstandsangabe um die bekannte Thematik, ob die von der Tochtergesellschaft beschäftigten Interviewer sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind oder nicht. Seitens der Finanzverwaltung wird dies behauptet und es werden jeweils Steuerbescheide erlassen, gegen die entsprechender Widerspruch erklärt wird. Seitens des Finanzamtes wird jedoch der Klageweg vermieden, Grund hierfür ist, dass seitens des BFH festgestellt wurde, dass steuerliche Fragen in der bestehenden Konstellation ein Thema zwischen dem Finanzamt und den einzelnen Interviewern ist und nicht zwischen Finanzamt und infas GmbH. Den Einsprüchen gegen die erlassenen Bescheide wird laut Vorstand stattgegeben, jedoch sind bis dahin entsprechende Rückstellungen zu buchen.

Aktionär Helmut Nimsch erkundigte sich unter anderem nach dem aktuellen Stand der Bemühungen um die Suche nach einem Mieter für leerstehende Flächen bei action press in Hamburg. Herr Smid antwortete hierauf, dass man dort trotz Mandatierung verschiedener Makler und marktkonformer Mietpreisvorstellungen nach wie vor keine Erfolge erzielen konnte. Auf entsprechende ergänzende Nachfragen in der Generaldebatte erläuterte der Vorstand, dass action press weiterhin unter den “Sünden der Vergangenheit” leidet und einen vom damaligen Vorstand Hunzinger abgeschlossenen Festmietvertrag mit Laufzeit bis 2017 und einem Mietzins von 22 Euro/qm zu bedienen hat. Dabei sind derzeit etwa 8 Euro/qm marktüblich. Auch intensive juristische Überprüfungen des Vertragswerkes haben keinen Ansatzpunkt geliefert, um aus diesem Festmietvertrag vorzeitig ausscheiden zu können, so Herr Smid.

Die deutlich überteuerte Miete verbunden mit zusätzlich leerstehenden Flächen führen zu entsprechenden Kostenbelastungen bei action press in Hamburg. Ohne diese Effekte auf der Mietkostenseite wäre das dortige operative Geschäft bereits heute profitabel, so Herr Smid weiter.

Angesprochen auf die Bereitschaft, sich gegebenenfalls selbst am Unternehmen zu beteiligen antwortete Herr Smid, dass er sich durchaus vorstellen kann. Bis dato habe er hiervon jedoch noch Abstand genommen, um nicht mit den umfangreichen Vorgaben der Regelungen für Directors Dealings ins Konflikt zu geraten.

Aktionär Knipping zeigte sich mit Blick auf die Entwicklung von action press enttäuscht, die Photo-Aktivitäten haben sich vom Gold, wie es seinerzeit einmal Herr Hoffmann bezeichnete, inzwischen in Schrott verwandelt. Vor diesem Hintergrund wollte er wissen, wie hoch die Risiken für die action press Holding für den Fall einer Insolvenz bei der Tochter ausfallen würden. Diese bezifferte der Vorstand auf rund 6 Mio. Euro. Die Dimension zeigt nach seiner Aussage ganz klar, dass sich die Holding eine Insolvenz ihrer Tochter schlichtweg nicht leisten kann und diese auch zu Schwierigkeiten und Verwerfungen im Gesamtunternehmen führen würde. Die seinerzeitigen Wertansätze in der Bilanz haben andere zu verantworten, so Herr Smid weiter. Vor dem beschriebenen Hintergrund bleibt letztlich keine andere Alternative als das Beste aus dem Geschäft zu machen. Mit der umgesetzten harten Sanierung sind die Strukturen nunmehr an die Erfordernisse und Erwartungen des Marktes und ein realistisches Umsatzvolumen von 4 bis 5 Mio. Euro angepasst. Die Entwicklung in den ersten Monaten 2013 ist nach Einschätzung von Herrn Smid positiv, das Geschäft im Juli ist sogar sehr gut verlaufen, es bleibt aber abzuwarten, ob sich diese Tendenz im weiteren Jahr so fortsetzen wird.

Ferner interessierte sich Herr Knipping wie auch weitere Redner für die weitere Planung von Herrn Smid in Bezug auf seine Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft, nachdem sich dieser, neben dem zweiten Minderheitsgesellschafter, dort von seinen Anteilen an der infas GmbH getrennt hat. Herr Smid erklärte hierzu, dass er sich dazu verpflichtet hat, der Gesellschaft bis ins Jahr 2018 als Vorstand zur Verfügung zu stehen, und er beabsichtigt dies auch zu erfüllen. Auf die ergänzende Frage nach etwaigen Risiken aus der Struktur des Unternehmens mit einem Alleinvorstand erklärte Herr Smid, dass auch für einen solchen Fall verschiedene Mitarbeiter in der Ebene unterhalb des Vorstands bereit stehen, die das Geschäft weiterführen könnten.

Aktionär Berger interessierte sich unter anderem dafür, wie die Mitarbeiter auf die offenbar immer komplexer werdenden Projekte z.B. durch entsprechende Weiterbildungen vorbereitet werden. Herr Smid verwies in seiner Antwort darauf, dass hohe Qualität bei den Mitarbeitern und der erbrachten Leistung sehr wichtig sind und auch ein wesentliches Erfolgskriterium des Unternehmens darstellen. Hierzu werden regelmäßige Screenings durchgeführt, ebenso wie entsprechende Fortbildungen und Weiterqualifizierungen. Die Suche nach geeignetem Personal gestaltet sich nach Auskunft von Herrn Smid überdies erfreulich, auf entsprechende Angebote auf der Internetseite erhält man eine Vielzahl sehr guter und guter Bewerbungen, bisher kommt man ohne Einschaltung von Dienstleistern wie z.B. Stepstone o.a. aus.

Auf die Frage von Herrn Knipping, wie die Auftragsbezahlung bei infas erfolgt, antwortete Herr Smid, dass je nach vertraglicher Vereinbarung eine Anzahlung und/oder entsprechende monatliche Abschlagszahlungen erfolgen. Diese fließen ungeachtet des aktuellen Arbeitsaufwands im entsprechenden Berechnungszeitraum. Die Abschlagszahlungen werden am Ende des Projektes auf den Gesamtbetrag angerechnet, die Auftragslaufzeiten bewegen sich zwischen zwei und sechs Jahren.

Durchaus kritisch bewertete Herr Knipping die vorgesehene Anhebung der Aufsichtsratsvergütung, welche ihm als zu hoch erschien. Aufsichtsratschef Dr. Hahn erinnerte in seiner Antwort daran, dass die letzte Hauptversammlung keinen Beschluss über die Vergütung des Aufsichtsrats gefasst hat und der Aufsichtsrat in 2012 gleiche Bezüge wie in 2011 erhalten hat. Bezogen auf ein Jahr mit insgesamt fünf Sitzungen ergibt sich eine Gesamtaufsichtsratsvergütung inklusive der fälligen Sitzungsgelder in Höhe von 81.750 Euro, oder von 27.250 Euro pro Kopf. Diesen Betrag verteidigte Dr. Hahn als durchaus angemessen und vertretbar.

Aktionär Nimsch erkundigte sich abschließend noch nach dem künftigen Bilanzansatz der nunmehr 100-prozentigen Tochtergesellschaft infas GmbH. Nach Vorstandsangabe erhöht sich der bisherige Bilanzansatz von 2,2 Mio. Euro für die bisher 85 Prozent um den für die 15 Prozent gezahlten Kaufpreis an die beiden ehemaligen Minderheitsgesellschafter, der sich am Ergebnis des Wertgutachtens orientiert hat und zwischenzeitlich auch vollzogen worden ist.


Abstimmungen

Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache um 12:50 Uhr wurde die Präsenz mit 5.840.788 Aktien oder 64,9 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals festgestellt. Sämtliche Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden entweder einstimmig oder mit sehr großer Mehrheit bei zumeist nur wenigen  Gegenstimmen und/oder Enthaltungen verabschiedet.

Im Einzelnen beschlossen wurde die Ausschüttung einer Dividende von 0,06 Euro je Aktie (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Festsetzung der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 (TOP 5), der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages mit der Tochtergesellschaft infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (TOP 6), die Änderung der Firma in infas Holding Aktiengesellschaft in der Satzung (TOP 7) sowie die Änderung des Unternehmensgegenstandes nebst entsprechender Anpassung der Satzung (TOP 8). Der Aufsichtsratsvorsitzende konnte die Versammlung bereits nach knapp zweieinhalt Stunden um 13:05 Uhr schließen.


Fazit

Operativ hat in 2012 einmal mehr die Tochtergesellschaft infas überzeugen können, wie der abermalige Umsatzzuwachs, vor allem aber der signifikante Ergebnissprung gezeigt hat. Durchaus positiv zu werten ist auch, dass bei action press der Umsatzrückgang der vergangenen Jahre offenbar gestoppt werden konnte und man nach Umsetzung der Restrukturierung und des Personalabbaus dort künftig ein Umsatz- und Kostenniveau erreicht haben wird, dass die Rückkehr in die Gewinnzone auch beim Sorgenkind der vergangenen Jahre auf Sicht möglich macht.

Unter die Überschrift “versprochen und geliefert” ist aus Sicht des Verfassers die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung zu subsumieren. Das Versprechen von Herrn Smid aus dem Vorjahr hat die Verwaltung mit ihrem Dividendenvorschlag von 0,06 Euro eingelöst. Wenngleich die Dividendenrendite damit schon ordentliche 3,7 Prozent beträgt, sollte hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein, zumal ab dem laufenden Jahr auch die positiven Effekte aus der Nutzung der Verlustvorträge zum Tragen kommen werden und das Unternehmen damit rund 1 Mio. Euro an Steuern im Vergleich zu 2012 sparen wird.

Nach dem guten Start in das erste Halbjahr dürfte die Dividende für 2013 nach Einschätzung des Verfassers noch ein Stück zulegen können, ein Wert von 0,10 Euro erscheint hier durchaus realistisch. Phantasie eröffnet dies auch für den Börsenkurs, mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 15 Mio. Euro liegt diese deutlich unter dem per Wertgutachten ermittelten Unternehmenswert von infas in Höhe von 26 Mio. Euro. Rechnet man dieses einmal -ohne die kompletten Fotoaktivitäten - auf den künftig unter dem Namen infas Holding Aktiengesellschaft gehandelten Anteilsschein durch, ergibt sich ein Wert je Aktie von 2,88 Euro. Zusammen mit der Phantasie auf weiter steigende Dividenden erscheint das Kurspotenzial damit trotz des jüngsten Anstiegs bei Weitem noch nicht ausgereizt zu sein.


Kontaktadresse

infas Holding Aktiengesellschaft (vormals: Action Press Holding AG)
Friedrich-Wilhelm-Straße 18
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Tel.: +49 (0)2 28 / 33 60 72-39

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